Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.
[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/offline-suche.png” alt=”Offline-Suche unter Android” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromright”]
Bricht die Internetverbindung ab, bevor der Nutzer eine Suche abschließen konnte, liefert die App die Resultate nach, sobald die Daten wieder fließen. Bis es soweit ist, kann der Nutzer sein Smartphone anderweitig verwenden. Sobald die Suchergebnisse angekommen sind, informiert die App den Nutzer per Benachrichtigung davon, er kann die Resultate dann über die Benachrichtigungsleiste aufrufen.
Praktisch: Über die Android-App kann der Nutzer bei unterbrochener Internetverbindung gleich mehrere Suchvorgänge anstoßen. Steht dann die Verbindung wieder, liefert die App eine Liste “Abgeschlossene Suchen”, deren Resultate der Nutzer einzeln aufrufen kann. Über das Hamburger-Menü und dort den Menüpunkt “Suchen verwalten” zeigt die App alle abgeschlossenen, aber noch nicht angesehen Suchvorgänge.
Eine wettbewerbs- und urheberrechtliche Klage hat die BILD beim Landgericht Köln gegen Wettbewerber Focus Online eingereicht. Die BILD-Verantwortlichen werfen dem Wettbewerber vor, systematisch Inhalte aus ihrem kostenpflichtigen Angebot abzuschreiben und in das eigene, kostenlose, Angebot zu integrieren. Grundlage der Klage sei die gezielte Behinderung des Geschäftsmodells von BILDplus sowie eine Verletzung des Datenbankrechts. Mit der Klage verlangt BILD Unterlassung, Auskunft und Schadensersatzfeststellung.
Nach eigener Darstellung hat BILD über mehrere Monate sämtliche BILDplus-Artikel und deren exklusive Inhalte mit den kostenlosen Inhalten von Focus Online abgeglichen. “Leider mussten wir … feststellen, dass Focus Online systematisch vorgeht und unsere exklusiven Geschichten stiehlt und verwertet”, resümiert BILD Digital-Chefredakteur Julian Reichelt seine Schlussfolgerung aus diesem Abgleich.
Der Prozess zur Keylogger-Affäre bei der TAZ ist heute nach nur rund fünf Minuten mit einem Strafbefehl gegen den Beschuldigten, den Journalisten und ehemaligen TAZ-Mitarbeiter Sebastian Heiser, zu Ende gegangen. Das hat TAZ-Redakteur Martin Kaul per Twitter mitgeteilt:
In der #Keylogger-Affäre soll der beschuldigte Ex-Journalist Sebastian Heiser nun 160 Tagessätze à 40 Euro (6.400,- Euro) zahlen.
Heiser war beschuldigt worden, über etwa ein Jahr seine Redaktionskollegen und -Kolleginnen bei der TAZ mit Hilfe eines Keyloggers ausgespäht zu haben. Entdeckt worden war der Keylogger im Februar 2015, als einem EDV-Mitarbeiter ein Adapter zwischen der USB-Buchse und dem Tastaturkabel am Rechner einer Praktikantin aufgefallen war. Nur wenige Tage nach der Entdeckung hatte sich Sebastian Heiser ins Ausland abgesetzt. Die Redaktion der TAZ hat den Fall, so weit möglich, inzwischen journalistisch aufbereitet.
Neue Erkenntnisse – etwa zur Motivation des Beschuldigten – brachte der in Abwesenheit geführte Prozess nicht.
Kurzer Prozess in der #Keylogger-Affäre: Wie erwartet ist der Beschuldigte, unser früherer Kollege Sebastian Heiser, heute nicht erschienen.
Facebook gibt dem internationalen Druck nach und forciert Bemühungen, Fake News – also bewusst lancierte Falschmeldungen – auf seiner Plattform kenntlich zu machen. In den USA kooperiert Facebook dazu mit Organisationen wie ABC News, FactCheck.org, Associated Press, Snopes und Politifact, in Deutschland hat sich das soziale Netzwerk die Unterstützung des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv gesichert. Dessen Geschäftsführer David Schraven hat sich zur Art der Kooperation bereits auf Facebook geäußert:
Nutzer erhalten künftig die Möglichkeit, Beiträge als Falschmeldung zu kennzeichnen. Correctiv hat die Aufgabe, oft geteilte, aber mehrfach als Falschmeldung gekennzeichnete Beiträge zu prüfen. Handelt es sich nach Überzeugung der Faktenchecker um Fake News, werden die Beiträge mit einem Warnhinweis gekennzeichnet und um einen Link ergänzt, unter dem die Behauptungen den recherchierten Tatsachen gegenüber gestellt werden – die Fake News verschwinden also nicht, unvoreingenommene Leser werden aber auf deren zweifelhafte Glaubwürdigkeit aufmerksam.
Schon kurz nach der Bekanntgabe finden sich zu Hauf Zensurvorwürfe als Kommentare unter den Ankündigung. Das sieht man bei Correctiv, deren Rechercheergebnisse in mehr als einem politischen Lager für Ärger gesorgt haben, allerdings entspannt:
[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Zensur ist, wenn der Staat Deine Meinung unterdrückt. Keine Zensur ist es, wenn wir Dir sagen, dass Du Unsinn erzählst, wenn Du Unsinn erzählst. ” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]
Kein Geld für den Faktencheck
Aber auch nicht jeder, der grundsätzlich mit den Zielen von Correctiv sympathisiert, betrachtet die Kooperation mit Facebook als Adelung für das Recherchenetzwerk. Einen schalen Beigeschmack hat insbesondere eine Passage in Schravens Ankündigung;
[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”In dieser Phase fließt kein Geld für das FactChecking. Auch hier müssen wir langfristig sehen, welche Finanzierungsformen es gibt. Es wird schwer werden, das Geld unserer Spender dafür auszugeben, Facebook zu heilen. ” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]
Correctiv finanziert sich vor allem durch Spenden von Bürgern und Zuwendungen von Stiftungen. Die Unterstützer des Recherchenetzwerks bezahlen also dafür, die Probleme zu lösen, die auf der Plattform eines der reichsten Konzerne der Welt aufgetreten sind (allein im dritten Quartal 2016 hat Facebook einen Gewinn von 2,38 Milliarden Dollar erwirtschaftet).
Das mag dem Selbstverständnis der Initiatoren von Correctiv entsprechen, die so die wirtschaftliche – und damit letztlich auch ihre journalistische – Unabhängigkeit des Recherchenetzwerks wahren. Nicht alle Förderer dürften damit einig gehen.
So findet sich unter Schravens Beitrag auch Kommentare wie der folgende:
[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Leute, wenn ihr euer Geld in FB steckt, dann bin ich nicht länger Mitglied bei euch.” cite=”Facebook-Nutzerin ‘Miri Te'” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]
Geschäftsführer Schraven bezeichnet die zunächst unentgeltliche Arbeit für Facebook denn auch als “Betatest”, in einigen Wochen werde entschieden, wie es mit dieser Arbeit weitergeht.
YouTube führt einen neuen Typ von Kommentaren ein, den Super Chat. So nennt der Dienst hervorgehobene Kommentare, die für bis zu fünf Stunden oben gehalten werden. Künftig soll jeder Zuschauer eines Livestreams die Möglichkeit erhalten, gegen Bezahlung solche Kommentare zu verfassen. Den Video-Ersteller will Youtube an den so erzielten Einnahmen beteiligen.
Vorerst bietet YouTube die Möglichkeit, Super Chats zu erstellen, in einer Beta-Phase für eine kleine Gruppe ausgewählter Videoproduzenten an. Schon vom 31. Januar an sollen aber Videoproduzenten in 20 Ländern und Zuschauer in mehr als 40 Ländern den Kommentartyp Super Chat nutzen können.
Gleichzeitig kündigt Produktmanagerin Barbara Macdonald das Ende eines anderen Monetarisierungsmodells an: Für das “Fan Funding”, über das Zuschauer direkt Geld an die Videoproduzenten senden konnten, sind keine Anmeldungen mehr möglich, auf angemeldeten Kanälen kann die Option nur noch bis zum 28. Februar genutzt werden.
Facebook hat mit dem Facebook Journalism Project ein neues Projekt angestoßen, das auf drei Säulen fußt: Der kollaborativen Entwicklung neuer Produkte, auf Werkzeugen und Trainings für Journalisten sowie auf Werkzeugen und Trainings für alle übrigen Nutzer.
So will Facebook zusammen mit Medienpartnern neue Storytelling-Formate entwickeln und die bestehenden Formate – so etwa die Instant Articles, Live oder 360 – weiter entwickeln. Unter anderem arbeitet Facebook derzeit an einer Möglichkeit, eine Vielzahl von Instant Articles in einem einzigen Post zu teilen.
Mit einer neuen Initiative will Facebook außerdem die Bedeutung lokaler Nachrichten im sozialen Netzwerk stärken. Wie lokale Nachrichten auf Facebook aussehen können, wollen die Entwickler auf Basis des Inputs von Medien und Journalisten entscheiden.
Für die Medien von enormer Bedeutung sind auch Facebooks Bestrebungen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Gemeinsam mit BILD Online experimentiert Facebook derzeit mit der Möglichkeit, Instant Articles mit Bezahlangeboten – hier also speziell Bild plus – zu kombinieren.
Werkzeuge und Training – auch zur Entwicklung von Medienkompetenz
Schon seit einiger Zeit bietet Facebook eine Reihe von Online-Kursen für Journalisten. Die Kurse vermitteln Vorgehensweisen, um mit den Werkzeugen des Netzwerks ein Publikum zu gewinnen, Geschichten zu erzählen und nicht zuletzt interessante Themen und Geschichten aus der Fülle der Inhalte zu schöpfen. Dazu gehören auch Handreichungen zum Umgang mit Inhalten und Medien, die von Augenzeugen aktueller Geschehnisse beigesteuert wurden.
Zu den neuesten Werkzeugen, gehört übrigens der erst kürzlich ins Facebook-Imperium übernommene Dienst CrowdTangle.
Eines der Ziele, die Facebook in der Mitteilung zu seinem Journalism Project nennt, ist auch das Vermitteln von “news literacy”, Medienkompetenz. Nutzer sollen die Informationen erhalten, die sie benötigen, um zu entscheiden, welchen Quellen sie vertrauen können. Kurzfristig will Facebook dem Thema mit Hilfe von öffentlichen Anzeigen begegnen. Langfristig sollen aus der Initiative Projekte und Ideen erwachsen, mit deren Hilfe Nachrichtenorganisationen Medienkompetenz vermitteln können. Wenn nötig, will Facebook dazu auch finanzielle Unterstützung bieten – konkrete Summen enthält die Mitteilung allerdings nicht.
Wer lügen will, ohne die Unwahrheit zu sagen, greift gern zu einer Infografik. Der Anblick von Balken, Kurven oder anderen Bildstatistiken verführt aber auch manchen mit lauteren Absichten zu falschen Schlussfolgerungen. Das folgende Beispiel zeigt die Problematik recht anschaulich auf:
Die Infografik basiert auf echten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die grafische Gestaltung ist aber in mehr als einer Hinsicht irreführend:
Die Y-Achse der Todesfälle beginnt nicht bei Null
Bei dieser Grafik veranschaulichen Säulen die Zahl der Todesfälle. Die Säule für das Jahr 2011 ist mehr als vier Mal so hoch wie die Säule für das Jahr 2014. Auf den ersten Blick scheint die Zahl der Todesfälle um drei Viertel zurückgegangen zu sein. Tatsächlich ist sie aber nur um rund ein Sechstel gesunken.
Dass auch die Y-Achse des TV-Konsums nicht bei Null ansetzt, ist weniger problematisch: Eine Linie soll hier die Entwicklung des TV-Konsums anschaulich machen, einen Größenvergleich stellt der Betrachter weder bewusst noch unbewusst an. Die gewählten Extremwerte lassen die Kurve allerdings steiler erscheinen, als sie es tatsächlich ist – de facto ist der TV-Konsum pro Tag von 2011 bis 2014 ja gerade mal um fünf Minuten gesunken (um gut ein Zwanzigstel also).
Die Daten stellen eine willkürliche Auswahl dar
Dass der Ersteller gezielt Daten ausgewählt hat, die die These “Fernsehkonsum tötet Kinder” stützen, ist der Grafik nicht auf den ersten Blick anzusehen. Tatsächlich reichen die beim Statistischen Bundesamt zu bekommenden Daten für den TV-Konsum von 1995 bis ins Jahr 2015, die Todesfalldaten gehen sogar noch weiter zurück. Wären die Daten von 1995 bis 2015 in die Grafik eingeflossen, wäre es wesentlich schwerer geworden, einen Zusammenhang zwischen TV-Konsum und Todesfällen bei Kindern zwischen 3 und 13 Jahren herzustellen. Eine faire – allerdings eben nicht mehr so eindeutig interpretierbare – Grafik sähe dann zum Beispiel so aus:
Diese Infografik weist keine unlauteren Verzerrungen auf, und auch die Mengenverhältnisse der in den einzelnen Jahren gestorbenen Kinder sind klar abzulesen. Dennoch weist auch diese Infografik eine grundsätzliche (und im Journalismus recht verbreitete) Schwäche auf:
Die Infografik suggeriert einen Zusammenhang
Schon das Zusammenführen zweier Statistiken in eine Infografik legt dem Betrachter nahe, hier bestehe ein Zusammenhang. Ein echter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Todesfälle unter Kindern und ihrem TV-Konsum lässt sich zumindest so jedoch nicht beweisen: Wer seinen Fernsehkonsum einschränkt, um sich dem U-Bahn-Surfen zu widmen, hat eher ein höheres Sterberisiko, wer von Kika zur Playstation wechselt, bleibt – rein körperlich gesehen – auf dem gleichen Aktivitätslevel. Dass weniger Kinder sterben, mag auch an einer immer besseren medizinischen Vorsorge, wirksameren Therapien oder einer steigenden Zahl von Impfungen liegen, und der sinkende Fernsehkonsum ein zufällig gleichzeitig auftretendes Phänomen sein. Merke: Eine Korrelation beweist keine Kausalität.
Nur einem ausgewählten Publikum ist es vergönnt, das Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie vor Ort zu genießen. Wer nicht dazu gehört, kann dem Erlebnis aber mit Hilfe von YouTube ziemlich nahe kommen:
https://www.youtube.com/watch?v=__4EmRRYbO8
Heute, am 11. Januar von 18:30 Uhr an, überträgt YouTube das Eröffnungskonzert live und in 360-Grad-Rundumsicht. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock treten zusätzlich zum NDR Elbphilharmonie Orchester eine Reihe hochkarätiger Solisten wie Philippe Jaroussky und Camilla Tilling auf.
Auf einem Desktop-Bildschirm kann der Zuschauer die Perspektive mit der Maus variieren. Wer das Konzert in Virtual Reality erleben möchte, benötigt ein Mobilgerät, die zugehörige YouTube-App (für iOS oder Android) und ein Cardboard. Wer in Hamburg ist, kann die faltbare VR-Brille im Besucherzentrum der Elbphilharmonie oder im Elbphilharmonie Kulturcafé in der Hamburger Innenstadt heute noch kostenlos erhalten.
Facebook will Werbung in Videos platzieren und die Video-Publisher an den Werbeeinnahmen beteiligen. Das will unter anderem das Online-Magazin Recode in Erfahrung gebracht haben.
Wenngleich Facebook-Offizielle den Bericht bislang nicht kommentieren wollten, beschreibt Recode das mögliche Werbe- und Erlösmodell sehr detailliert: So sollen für die Werbeplatzierung nur Videos von mindestens 90 Sekunden Länge in Frage kommen, und erst wenn ein Nutzer mindestens 20 Sekunden davon gesehen hat, soll ein Werbespot den Videoclip unterbrechen dürfen. Recode verwendet den Begriff “Mid-Roll Ads” für diese Art von Werbung in Videos – im Unterschied zu den auf anderen Plattformen üblichen “Pre-Roll Ads”, die dem Zuschauer vor den eigentlichen Inhalten gezeigt werden.
Für die Vermarktung der Werbeplätze will dem Bericht zufolge Facebook vorerst selbst sorgen. Publisher sollen einen Anteil von 55 Prozent an den Werbeeinnahmen erhalten, was dem Anteil entspricht, den auch YouTube ausschüttet.
Die sprachkritische Aktion “Unwort des Jahres” hat den Begriff “Volksverräter” zum Unwort 2016 gekürt, und damit nach “Gutmensch” (2015) und “Lügenpresse” (2014) erneut einen Kampfbegriff der rechten Szene aufgegriffen.
Zur Begründung heißt es:
[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Volksverräter ist ein Unwort im Sinne unserer Kriterien, weil es ein typisches Erbe von Diktaturen, unter anderem der Nationalsozialisten ist. Als Vorwurf gegenüber PolitikerInnen ist das Wort in einer Weise undifferenziert und diffamierend, dass ein solcher Sprachgebrauch das ernsthafte Gespräch und damit die für Demokratie notwendigen Diskussionen in der Gesellschaft abwürgt…” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]
Die Jury kritisiert zudem, der Wortbestandteil “Volk” stehe in diesem Kontext nicht für das Staatsvolk als ganzes, sondern werde als ethnische Kategorie gebraucht, die Teile der Bevölkerung ausschließt. Damit sei der Ausdruck zudem antidemokratisch, weil er – wie es in einer Einsendung an die Jury heißt – „die Gültigkeit der Grundrechte für alle Menschen im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik“ verneine.
Die Jury erhielt für das Jahr 2016 insgesamt 1064 Einsendungen, in denen 594 verschiedenen Wörter vorgeschlagen wurden. “Volksverräter” wurde darin drei Mal genannt.
Die Jury der institutionell unabhängigen Aktion „Unwort des Jahres“ besteht aus den vier Sprachwissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen Prof. Dr. Nina Janich/TU Darmstadt (Sprecherin), PD Dr. Kersten Sven Roth (Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Jürgen Schiewe (Universität Greifswald) und Prof. Dr. Martin Wengeler (Universität Trier) sowie dem Autor und freien Journalisten Stephan Hebel. Als jährlich wechselndes Mitglied war in diesem Jahr die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger beteiligt.
Erst im November sah sich Actioncam-Hersteller GoPro gezwungen, seine Kameradrohne GoPro Karma zurück zu rufen. Bei einer Anzahl dieser Drohnen war die Stromversorgung durch ein mechanisches Problem unterbrochen worden. Wie der Hersteller jetzt bekanntgab, soll die Karma bald wieder aufsteigen können.
Wie es in der Mitteilung heißt, laufen derzeit noch letzte Tests. Für den Februar hat GoPro weitere Details angekündigt. Wann genau die GoPro Karma wieder in den Verkauf gehen soll, steht offenbar noch nicht fest, vorerst ist nur vom Jahr 2017 die Rede. In einem Interview mit The Verge kündigte GoPro-CEO Nick Woodman außerdem die Entwicklung weiterer Kameradrohnen-Modelle an.
Bis zum Jahr 2020 sollen Unternehmen im Bereich Virtual Reality jährlich über eine Milliarde Euro umsetzen, überproportional wachsen wird vor allem der Umsatz der VR-Inhalte. Diese Zahl geht aus einer Prognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens
Deloitte hervor, die der Branchenverband Bitkom in der Studie Zukunft der Consumer Technology – 2016 anführt.
Während die Nachfrage nach Hardware schon 2019 vorübergehend Sättigungserscheinungen aufweisen könnte, rechnen die Experten mit einer ungebrochen steigenden Nachfrage auf dem Gebiet der Inhalte. Zwar interessieren sich viele der potentiellen VR-Nutzer vor allem für das intensivere Spielerlebnis beim Gaming in der virtuellen Realität, aber auch Filme, Nachrichtenclips, Musikkonzerte oder Sportereignisse bieten sich als VR-Inhalte an. Wie verschiedene Medien ihre Themen in die virtuelle Realität übertragen, zeigt die folgende, in unregelmäßigen Abständen aktualisierte Playlist:
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