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Drei Bücher für ein besseres Gedächtnis, bessere Videos und (hoffentlich) klügere Entscheidungen

(Disclaimer: Bei den Links in diesem Beitrag handelt es sich um Affiliate Links. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.)

Fitnessstudio fürs Gehirn: Optimales Gedächtnistraining für Privatleben, Schule und Beruf, Gregor Staub

„Viele klagen über ihr schwaches Gedächtnis, aber niemand über seinen schwachen Verstand“, heißt es. Wenn es Ihnen ähnlich geht, kann Ihnen Gregor Staubs Buch ziemlich nützlich sein. Darin bietet er ein Trainingsprogramm, mit denen sich unterschiedlichste Informationen, vom Inhalt eines Einkaufszettels bis zur Handynummer, im Gedächtnis verankern lassen. Seit ich das Buch gelesen habe, kann ich mir endlich meine eigene Handynummer merken – auch wenn ich mir dazu eine kurze Geschichte erzählen muss, in der ein Ritter, unser Sodastreamer und Schneewittchen eine Rolle spielen.

How to Shoot Video That Doesn’t Suck, Steve Stockman

Eine Videokamera hat heutzutage (fast) jeder, steckt sie doch in praktisch jedem Smartphone. Ob es gelingt, damit Aufnahmen zu machen, die sich andere gern, und vielleicht sogar mehr als einmal, ansehen, steht aber auf einem anderen Blatt. Steve Stockman erklärt in leicht verständlichen, kurzen Kapiteln, worauf es beim Dreh ankommt. Er hält sich nicht mit Filmtheorie auf, und erspart sich auch die Beschreibung spezieller Technik. Stattdessen bietet er Übungen rund um Aufnahme und Schnitt, die jeder mit jeder Kamera sofort umsetzen kann, ob er nun eine Hochzeit, den Familienurlaub, einen Werbeclip oder ein Video für TikTok aufnehmen will.

Denken hilft zwar, nützt aber nichts, Dan Ariely

Wer in Vertrieb oder Marketing tätig ist, wird Dan Arielys Erkenntnisse aus diesem Buch lieben (aber viele davon wahrscheinlich auch schon kennen): Der Autor erklärt, warum das Wort „kostenlos“ Menschen magisch anzieht, auf welcher Grundlage unser Gehirn einen als fair empfundenen Preis ermittelt (Spoiler: Das hat selten etwas mit dem tatsächlichen Wert einer Sache zu tun) und warum jemand, der im Restaurant als erster bestellt, meist die beste Wahl trifft.

Hier gibt’s weitere Buchtipps.

Mit Uralt-Technik: CCC knackt Videoident-Verfahren

Gängige Videoident-Verfahren lassen sich mit einfachen Mitteln überlisten. Das konnte ein Sicherheitsforscher des Chaos Computer Club nachweisen: Er verschaffte sich dazu unter falscher Identität Zugriff auf die Patientenakte einer Testperson.

Bei Videoident-Verfahren erscheinen Antragsteller gewöhnlich samt Ausweisdokument vor einer Videokamera. Auf der Gegenseite prüfen Mitarbeiter, unterstützt von Algorithmen, die Identität der Person im Video. Die Verfahren werden unter anderem von Krankenversicherungen, aber zum Beispiel auch von vielen Banken eingesetzt.

Wie der CCC in seiner aktuellen Pressemitteilung erklärt, konnte Sicherheitsforscher Martin Tschirsich nur mit Open-Source-Software und etwas Aquarell-Farbe sechs Videoident-Lösungen überlisten. In dem in seinem Bericht beschriebenen Fall hat Tschirsich Zugriff auf die Gesundheitsdaten einer eingeweihten Testperson erlangt, „darunter eingelöste Rezepte, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, ärztliche Diagnosen sowie Original-Behandlungsunterlagen“.

In der Pressemitteilung heißt es weiter, der Angriff sei von einem interessierten Hobbyisten und erst recht von motivierten Kriminellen in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand ausführbar. Daher sei das Risiko des weiteren Missbrauchs als hoch einzuschätzen.

Eine erste Konsequenz hat die Veröffentlichung des CCC bereits gezeitigt: Die Gesundheitsagentur Gematik hat den Krankenkassen die weitere Nutzung von Videoident-Verfahren untersagt. Künftig müssen Patienten wieder vor Ort erscheinen, etwa, um das Anlegen einer elektronischen Patientenakte zu beantragen. Ein endgültiges Aus bedeutet das jedoch nicht: “Über die Wiederzulassung von Videoident-Verfahren kann erst entschieden werden, wenn die Anbieter konkrete Nachweise erbracht haben, dass ihre Verfahren nicht mehr für die gezeigten Schwachstellen anfällig sind”, ließ die Gematik verlauten.

Virtuelle Drohnenflüge mit Google Earth Studio

“Der genaueste Globus der Welt”, so beschreibt Google seine digitale 3D-Weltkarte Google Earth. Mit Google Earth Studio (Tutorial unten im Video) kannst du diese Karte nutzen, um virtuelle Kamerafahrten aus der Vogelperspektive aufzuzeichnen. Google Earth Studio erfordert keinen Download, setzt allerdings ein Windows-Betriebssystem voraus.

Über Position, Kameraperspektive und Höhe errechnet das Online-Tool die exakten Ansicht für jedes Einzelbild auf einem vorgegebenen Pfad. Besonders spektakuläre Ergebnisse erhältst du von Städten und Regionen, für die bereits 3D-Modelle in Google Earth existieren. Zu den “3D-Cities” gehören etwa Paris, New York oder Rom. Google Earth Studio ist kostenlos und derzeit noch in der Beta-Phase. Wer das Animationswerkzeug nutzen möchte, muss auf der Website ein paar Fragen beantworten. Dann bekommt er in der Regel kurz darauf das Go.

Viele der Berechnungen finden direkt im Browser statt, weshalb Google Earth Studio die Verwendung einer aktuellen Version des Google Chrome voraussetzt. Auch die Bandbreite der jeweils genutzten Internetverbindung ist für den Erfolg der Berechnung ausschlaggebend.

Als Resultat liefert das Online-Tool keine sofort nutzbare Videodatei, sondern eine der vorgegebenen Länge entsprechende Anzahl an JPG-Dateien. Mit einer Videoschnittsoftware wie Adobe After Effects, aber auch mit dem in der Grundversion kostenlosen Lightworks kannst du diese Fotos zu einer Animation – also einer virtuellen Kamerafahrt – verknüpfen.

Google Earth Studio Tutorials

Das Flugzeug im oben gezeigten Video ist allerdings kein Bestandteil des Tools. Ich habe es über mein Videoschnittprogramm nachträglich in die virtuellen Luftaufnahmen eingefügt. Gegen Ende des Videos siehst du auch den Unterschied zwischen den in 3D verfügbaren Orten und dem noch in gutem alten 2D gehaltenen kleinen Ort, an dem ich aus dem Flugzeug steige.

Das obige Video zeigt, wie du ein “Kameraziel” dazu nutzen kannst, Gebäude oder Landschaftsmerkmale mit der virtuellen Kamera zu umkreisen.

Und hier erfährst du, wie du in den Animationen die Tageszeit anpassen oder Zeit vergehen lassen kannst.

Im folgenden Video habe ich Earth Studio genutzt, um die Stationen zu überfliegen, an die Dan Brown seinen Protagonisten im Roman “Illuminati” schickt – wie in o. g. Video erläutert, in der Reihenfolge, die Dan Brown auch in seinem Roman aufführt.

Google Earth Studio in der Kurzübersicht

  • Virtuelle Kamerafahrten aus Vogelperspektive möglich
  • Kein Download erforderlich, Windows-Betriebssystem vorausgesetzt
  • Online-Tool berechnet exakte Ansichten für Einzelbilder
  • Besonders spektakulär bei Städten mit 3D-Modellen
  • Viele Berechnungen direkt im Browser
  • Liefert Anzahl an JPG-Dateien statt Videodatei

Automatischer Ton im Newsfeed und Apps fürs TV: Facebook forciert Videos

Mit einer ganzen Reihe von Neuerungen zum Thema Video wartet Facebook auf:

  • Bei Videos im Newsfeed startet und stoppt künftig auch die Tonwiedergabe automatisch;
  • vertikale Videos erhalten auf Smartphone-Displays mehr Platz;
  • Videos lassen sich verkleinern und als Bild-im-Bild in einer Ecke des Displays wiedergeben, während der Nutzer durch den Newsfeed scrollt (auf Android-Geräten kann der Nutzer Videos sogar weiter laufen lassen, nachdem er die Facebook-App verlassen hat);
  • für Apple TV, Amazon Fire TV und Samsung Smart TV werden demnächst eigene Facebook-Video-Apps verfügbar sein.

Die umstrittenste Neuerung dürfte die selbst startende Audiowiedergabe von Videos im Newsfeed sein. In den Einstellungen soll es aber möglich sein, dieses Verhalten zu ändern. Außerdem, so heißt es in der Mitteilung, werde natürlich kein Ton wiedergegeben, wenn der Nutzer sein Gerät stummgeschalten habe.

Jan Böhmermann bekommt goldene Kamera für “Be Deutsch”

Die goldene Kamera für den besten viralen Clip erhalten in diesem Jahr Jan Böhmermann und sein Team von Neo Magazin Royale. Die Auszeichnung bekommen sie für den Musikclip “BE DEUTSCH”- Achtung! Germans on the rise!

Die in diesem Jahr erstmals verliehenen “Goldene Kamera Digital Awards” werden eigentlich erst am 18. Februar vergeben. Deshalb mag Böhmermanns Überraschung durchaus echt gewesen sein, als Steven Gätjen während der via Periscope live gestreamten Hashtagkonferenz mit einer goldenen Kamera unter dem Arm den Raum betrat.

[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Im Rammstein-Style zeigt das Video ein patriotisches Deutschland, das nicht peinlich ist. ‘Achtung, Germans on the Rise!’, warnt Böhmermann alle Fremdenfeinde vor dem braven Deutschen, der in Birkenstocksandalen mit Fahrradhelm auf dem Kopf fleißig Pfanddosen sammelt. Böhmermann hält der Nation in der Flüchtlingskrise den Spiegel vor und erinnert daran, dass es ein weiter Weg war bis zur offenen, solidarischen und liberalen Gesellschaft von heute. ” cite=”Jury Goldene Kamera Digital Awards” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Vergeben werden die übrigen Digital Awards am 18. Februar ab 21:55 Uhr live in ZDFneo und auf Goldenekamera.de.

Jugendangebot Funk: Chatbot für den Facebook Messenger

Der Chatbot Novi ergänzt künftig das redaktionelle Angebot Funk, mit dem ARD und ZDF speziell Jugendliche erreichen wollen.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/chatbot-novi.jpg” align=”right” lightbox=”on” caption=”Chatbot Novi: Noch in einer geschlossenen Beta” captionposition=”center” revealfx=”inplaceslow”]

Aktuell befindet sich Novi noch in einer geschlossenen Beta-Phase, wer ihn über oben genannten Link aufruft, gelangt dadurch deshalb zunächst auf eine Warteliste.

Novi soll sich zwei mal täglich per Facebook Messenger mit aktuellen Nachrichten im Chatformat melden. Neben knappen Texten wird der Bot zu den Nachrichten auch Fotos, animierte GIFs und kurze Videos liefern. Nutzer können sich dann entscheiden, ob sie den zu einer Nachricht veröffentlichten Links folgen, um sich näher zu informieren, oder gleich zur nächsten Nachricht wechseln.

Entwickelt wurde Novi von tagesschau und NDR. In Zukunft sollen die News neben dem Facebook-Messenger auch über weitere Messenger-Apps angeboten werden.

Elbphilharmonie: YouTube überträgt Eröffnungskonzert live in 360 Grad

Nur einem ausgewählten Publikum ist es vergönnt, das Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie vor Ort zu genießen. Wer nicht dazu gehört, kann dem Erlebnis aber mit Hilfe von YouTube ziemlich nahe kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=__4EmRRYbO8

Heute, am 11. Januar von 18:30 Uhr an, überträgt YouTube das Eröffnungskonzert live und in 360-Grad-Rundumsicht. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock treten zusätzlich zum NDR Elbphilharmonie Orchester eine Reihe hochkarätiger Solisten wie Philippe Jaroussky und Camilla Tilling auf.

Auf einem Desktop-Bildschirm kann der Zuschauer die Perspektive mit der Maus variieren. Wer das Konzert in Virtual Reality erleben möchte, benötigt ein Mobilgerät, die zugehörige YouTube-App (für iOS oder Android) und ein Cardboard. Wer in Hamburg ist, kann die faltbare VR-Brille im Besucherzentrum der Elbphilharmonie oder im Elbphilharmonie Kulturcafé in der Hamburger Innenstadt heute noch kostenlos erhalten.

Instagram forciert Echtzeit-Kommunikation

Live-Videos und flüchtige Nachrichten, die nach dem Ansehen verschwinden: Die Foto- und Videoplattform Instagram zielt mit neuen Aktualisierungen zugleich auf den Markenkern des Konkurrenten Snapchat und startet einen Angriff auf den zu Twitter gehörenden Dienst Periscope: Künftig können Nutzer in ihren Instagram Stories Live-Videos streamen. Die können bis zu einer Stunde dauern und verschwinden, sobald der Livestream endet. Während der Übertragung können Zuschauer den Stream kommentieren und liken. Von vielen angesehene Livestreams sollen auch im Explore-Bereich erscheinen.

Außerdem will Instagram künftig die Möglichkeit bieten, persönliche Nachrichten zu versenden, die wieder verschwinden, nachdem die Empfänger sie angesehen haben. Wie bei Snapchat erhält der Absender eine Benachrichtigung, wenn ein Empfänger eine solche flüchtige Nachricht per Screenshot gesichert hat.

Skype wird die öffentliche Telefonzelle der Internet-Ära

Wer den Messenger- oder Telefonie-Dienst Skype nutzen möchte, muss sich dazu ab sofort nicht mehr registrieren oder anmelden. Es genügt, im Browser Skype.com aufzurufen und auf “Unterhaltung starten” zu klicken. Der Nutzer wird gebeten, einen Namen anzugeben und erhält dann einen Gastzugang zur Webversion von Skype. Dort bekommt er einen Link, den er – mit irgendeinem Messenger oder per E-Mail – an seine Gesprächspartner weitergeben kann.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/11/skype-gast.jpg” alt=”Skype mit Gastzugang” align=”center” lightbox=”on” caption=”Der Gastzugang der Skype-Webanwendung” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Die Gesprächspartner müssen diesen Link dann nur noch aufrufen, um in die Konversation einzusteigen. Wer will, kann sich aber auch in Zukunft registrieren und anmelden, schon um Zugriff auf die Kontaktliste zu erhalten und selbst für Kontakte erreichbar zu bleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=j7SxypblIlw

Die Videoreihe zum Buch “Journalistische Genres”

Im Frühjahr 2016 hat der Deutsche Fachjournalisten-Verband das Fachbuch Journalistische Genres veröffentlicht. Nach und nach stellt der Verband nun einzelne der in dem Sammelband genannten Genres in einer Videoreihe vor.

Die Genres in Einzelbeiträgen:

Advocacy Journalism

Non-profit Journalism

Backpack Journalism

Preventive Journalism

Comics Journalism

Robot Journalism

Interactive Journalism

Open Source Journalism

Embedded Journalism

Solutions Journalism

Immersive Journalism

Positive Journalism

Alle bisherigen Beiträge in einer Playlist

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt7NEjtDckWeoOJl6XJhyBaQ