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Zur neuen Wohnung per VR: Jeder zweite würde Immobilien in der Virtual Reality besichtigen

Rund 52 Prozent aller Deutschen sind offen dafür, sich eine neue Wohnung zunächst in der virtuellen Realität anzusehen. Wie eine Umfrage von Bitkom Research belegt, würde mehr als jeder vierte davon nach einer ausschließlich virtuellen Besichtigung einen Mietvertrag unterschreiben.

Tatsächlich haben vier Prozent der Befragten bereits eine virtuelle Hausbesichtigung hinter sich. Immobilien in der Virtual Reality zu besichtigen, erspart den Interessenten Anfahrtswege und Terminvereinbarungen. Allerdings lassen sich längst nicht alle Aspekte, die bei Kauf oder Miete eine Rolle spielen, virtuell erfahren: Während Raumaufteilung und – authentisches Bildmaterial vorausgesetzt – Helligkeit der Räumlichkeiten per VR erfahrbar ist, bliebe ein feuchter Geruch oder das Knirschen von Fußbodendielen dem VR-Besucher verborgen. Wer sich ein ungefähres Bild davon machen möchte, wie sich Immobilien in der Virtual Reality besichtigen lassen, kann das (auch ohne VR-Brille, direkt im Browser) beim Dienst Immoviewer bewundern.

Dennoch sind von den Befragten, die VR-Besichtigungen positiv gegenüberstehen, rund zehn Prozent theoretisch bereit, eine Immobilie auf Basis einer rein virtuellen Besichtigung zu kaufen. Bitkom Research konnte hier einen deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen ausmachen: Nur sieben Prozent der VR-positiven Männer könnten sich einen Immobilienkauf auf Basis einer VR-Besichtigung vorstellen, bei den Frauen lag der Anteil bei zwölf Prozent.

Für die repräsentative Umfrage befragte Bitkom Research 1.003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Gefragt wurde „Können Sie sich vorstellen, eine Immobilie künftig per Virtual Reality zu besichtigen?“; „Können Sie sich vorstellen, eine Immobilie wie eine Wohnung oder ein Haus zu mieten bzw. zu kaufen, die Sie vorher ausschließlich per Virtual Reality besichtigt haben?”

Unfälle mit VR steigen 2021 um fast ein Drittel

Um 31 Prozent ist die Zahl der Schadensmeldungen aufgrund der Unfälle mit VR im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das berichtet der Guardian auf Basis einer Meldung des Versicherers Aviva. Offenbar vergessen viele Nutzer in der Virtual Reality, dass sich ihr Körper nach wie vor in der physischen Realität befindet. Zusammenstöße mit Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen gehören dabei zu den häufigsten Unfällen.

Der Anstieg an Schäden mag zum Teil auch der Covid-19-Pandemie geschuldet sein, während der viele das Haus deutlich seltener verlassen haben. Wenn die physische Realität auf die eigenen vier Wände reduziert ist, drängt sich die grenzenlose Welt der virtuellen Realität ja geradezu auf. Der unerwünschte Aufwärtstrend der Unfälle mit VR hält indes bereits deutlich länger an. Gemessen an 2016 registrierte der Versicherer einen Anstieg von 68 Prozent.

Regelmäßig gehen dabei auch Fernseher zu Bruch. Der Versicherer berichtet unter anderem von einem VR-Nutzer, der versehentlich seinen Controller in sein TV-Gerät warf, als ihm in der virtuellen Welt ein Zombie entgegen sprang. Etliche weitere – nicht immer wirklich amüsante – Schäden schildern die Reddit-Nutzer im Subreddit VR to ER, was wortgetreu übersetzt “Von der virtuellen Realität in die Notaufnahme” bedeutet.

Für Versicherer sind solche Trends nichts neues, ähnliche Aufwärtsbewegungen konnte sie schon beim Boom der Fitness-Videogames beobachten, und sogar der Kurzfrist-Trend “Fidget Spinners” sorgte für eine vorübergehende Zunahme an Haushaltsunfällen.

Story Spheres: Einfacher Einstieg in das Virtual Reality Storytelling

Es müssen nicht immer Videos sein: Auf der von Google gemeinsam mit der Kreativagentur Grumpy Sailor geschaffenen experimentellen Plattform Story Spheres kann ein Nutzer VR-Geschichten mit Hilfe von 360-Grad-Fotos und Audiodateien erstellen.

Die hier eingebettete Story Sphere basiert auf einem 360-Grad-Foto, das ich mit einem Android-Smartphone, mit der App Cardboard Camera, aufgenommen habe, sowie einigen unter freier Lizenz nutzbaren Audiodateien:

Audiodateien lassen sich frei in einem 360-Grad-Foto platzieren. Deshalb erklingt das Kinderlachen aus Richtung der spielenden Kinder, der Bach plätschert von da, wo das Gewässer zu sehen ist, und das Vogelgezwitscher kommt aus dem Baum. Auf dem gegenüberliegenden Hügel habe ich dann noch eine Melodie platziert, fertig war der kleine Rundblick. In diesem Beispiel habe ich für alle Audiodateien den Typ “Background” gewählt. Wer anklickbare Audiodateien benötigt – etwa eine Erzählstimme, die Erläuterungen zu den visuellen Inhalten liefert – wählt dafür den Typ “Hotspot”. In Story Spheres lassen sich zudem mehrere 360-Grad-Fotos miteinander verlinken, sodass der Betrachter innerhalb der selben Story verschiedene miteinander verbundene Schauplätze besuchen kann.

Im Moment sind leider keine Umfragen verfügbar.

VR180: YouTubes neues Virtual Reality-Format verzichtet auf Rundumsicht

Youtube hat ein neues Videoformat für Virtual Reality-Darstellungen angekündigt, das im Vergleich zu den bisherigen 360-Grad-Videus nur noch die Hälfte des Sichtbereichs abdeckt. VR180-Videos sollen dem Betrachter ein ausreichend authentisches Virtual Reality-Erlebnis bieten, gleichzeitig aber wesentlich problemloser zu drehen sein. Neben der Datenmenge ist ein häufiges Problem bei 360-Grad-Videos etwa die Person, die die Kamera führt, und dabei fast zwangsläufig mit ins Bild gerät – in 180-Grad-Aufnahmen kann der Betrachter seine Blickrichtung hingegen nach wie vor nach links und rechts verändern, bekommt aber nichts mehr von dem zu sehen, was sich hinter der Kamera abspielt.

VR180-Videos sollen am Desktop, auf Mobilgeräten ebenso wie in den VR-Brillen vom Typ Cardboard, Daydream oder der Playstation VR nutzbar sein. Wie es in der Ankündigung heißt, arbeitet Googles Daydream-Team bereits mit einer Reihe von Kameraherstellern zusammen, deren Kameras das neue Format künftig ab Werk unterstützen können sollen.

Jetzt auch Vimeo: Die nächste Videoplattform bahnt den Weg für 360-Grad-Inhalte

Mit Vimeo ist eine weitere große Videoplattform auf den Trend zur 360-Grad-Darstellung eingeschwenkt. Ab sofort können Nutzer der Plattform dort 360-Grad-Videos veröffentlichen. Nutzer starten dazu die vertraute Upload-Funktion und setzen per Mausklick ein Häkchen vor die Option “This video was recorded in 360”. Danach legen sie den Quelltyp (monoscopic oder stereoscopic) fest, den Rest übernimmt die Vimeo-Plattform.

Für Videofilmer, die sich erst noch mit den Möglichkeiten der 360-Grad-Darstellung vertraut machen wollen, bietet Vimeo eine Reihe von Schulungsvideos. Außerdem bietet die Plattform einen Kanal mit einer redaktionellen Auswahl herausragender VR-Videos. 360-Grad-Videos sind auf auf Vimeo an einer Markierung mit der Beschriftung “360” zu erkennen. Bei der Wiedergabe hilft ein virtueller Kompass den Betrachter, sich über die Blickrichtung zu orientieren.

Facebook 360: Eigene Facebook-App für die Samsung Gear VR

Um auf Facebook veröffentlichte 360-Grad-Inhalte mit einer Samsung Gear VR betrachten zu können, können Besitzer des Headsets ab sofort die kostenlose App Facebook 360 auf ihrem Gerät installieren. Nach Angaben von Facebook wurden bislang 25 Millionen 360-Grad-Fotos und rund eine Million 360-Grad-Videos auf der Plattform veröffentlicht.

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Die App bietet den Nutzern der Gear VR vier Sektionen:

  • Explore: Hier zeigt Facebook die interessantesten und beliebtesten öffentlichen 360-Grad-Inhalte – etwa von Medienunternehmen, Organisationen, aber auch von Einzelpersonen;
  • Following: In dieser Sektion findet der Nutzer VR-Inhalte seiner Freunde und solche von Facebook-Seiten, die er mit “gefällt mir” gekennzeichnet hat;
  • Saved: Hier finden sich die 360-Grad-Inhalte, die der Nutzer beim Stöbern auf Facebook via Mobilgerät oder am Desktop gespeichert hat;
  • Timeline: Diese Sektion bietet Zugriff auf die vom Nutzer selbst eingestellten 360-Grad-Fotos und -Videos.

Vorerst steht Facebook 360 ausschließlich Nutzern der Samsung Gear VR über die Oculus-Plattform zur Verfügung. Wann – und ob überhaupt – es die App auch für auch andere VR-Brillen geben wird, ist noch offen.

CNN gründet eigene Einheit für Virtual Reality Journalism

Der US-Fernsehsender CNN hat eine eigene Einheit gegründet, die sich mit der Produktion journalistischer VR-Inhalte beschäftigt. Das berichtet Techcrunch in einem aktuellen Beitrag.

Schon zuvor hat die Virtual Reality-Inhalte produziert und veröffentlicht. Die jetztige organisatorische Maßnahme schlägt sich für den Zuschauer in einer besseren Bündelung der VR-Inhalte wieder: Die lassen sich über die CNN-Apps für Android und iOS sowie im Web über www.cnn.com/vr durchstöbern und ansehen. Nach Angaben von CNN ist deren App damit jetzt die dritthäufigst genutzte mobile App für VR-Inhalte, nur übertroffen von den Apps für YouTube und Facebook.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sollen die Inhalte auch auf ausgewählten VR-Headsets nutzbar sein, darunter auf der Samsung Gear VR, Google Daydream und der Oculus Rift.

Elbphilharmonie: YouTube überträgt Eröffnungskonzert live in 360 Grad

Nur einem ausgewählten Publikum ist es vergönnt, das Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie vor Ort zu genießen. Wer nicht dazu gehört, kann dem Erlebnis aber mit Hilfe von YouTube ziemlich nahe kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=__4EmRRYbO8

Heute, am 11. Januar von 18:30 Uhr an, überträgt YouTube das Eröffnungskonzert live und in 360-Grad-Rundumsicht. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock treten zusätzlich zum NDR Elbphilharmonie Orchester eine Reihe hochkarätiger Solisten wie Philippe Jaroussky und Camilla Tilling auf.

Auf einem Desktop-Bildschirm kann der Zuschauer die Perspektive mit der Maus variieren. Wer das Konzert in Virtual Reality erleben möchte, benötigt ein Mobilgerät, die zugehörige YouTube-App (für iOS oder Android) und ein Cardboard. Wer in Hamburg ist, kann die faltbare VR-Brille im Besucherzentrum der Elbphilharmonie oder im Elbphilharmonie Kulturcafé in der Hamburger Innenstadt heute noch kostenlos erhalten.

Virtual Reality: Bis 2020 mehr als eine Milliarde Umsatz

Bis zum Jahr 2020 sollen Unternehmen im Bereich Virtual Reality jährlich über eine Milliarde Euro umsetzen, überproportional wachsen wird vor allem der Umsatz der VR-Inhalte. Diese Zahl geht aus einer Prognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens
Deloitte hervor, die der Branchenverband Bitkom in der Studie Zukunft der Consumer Technology – 2016 anführt.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/vr-inhalte.jpg” alt=”VR-Inhalte” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista, CC BY-ND 3.0” captionposition=”left” revealfx=”inplace”]

Während die Nachfrage nach Hardware schon 2019 vorübergehend Sättigungserscheinungen aufweisen könnte, rechnen die Experten mit einer ungebrochen steigenden Nachfrage auf dem Gebiet der Inhalte. Zwar interessieren sich viele der potentiellen VR-Nutzer vor allem für das intensivere Spielerlebnis beim Gaming in der virtuellen Realität, aber auch Filme, Nachrichtenclips, Musikkonzerte oder Sportereignisse bieten sich als VR-Inhalte an. Wie verschiedene Medien ihre Themen in die virtuelle Realität übertragen, zeigt die folgende, in unregelmäßigen Abständen aktualisierte Playlist:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt47nAoc_bCnTcClmPoNTCsY

Live in 360 Grad: Jetzt zeigt auch Periscope Rundum-Videos

Nachdem erst kürzlich YouTube und Facebook diese Möglichkeit geschaffen haben, ermöglicht jetzt auch Twitter über seinen Live-Video-Dienst Periscope Rundum-Videos. Wie die Periscope-Entwickler in einem aktuellen Blog-Eintrag erläutern, sind 360-Grad-Videos mit der Markierung Live 360 gekennzeichnet. Ruft ein Nutzer ein solches Video über sein Smartphone auf, kann er während der Wiedergabe die gezeigte Umgebung erkunden, indem er sein Smartphone in verschiedene Richtungen schwenkt. Aber auch durch Wisch- oder, etwa auf Desktops, durch Mausbewegungen lässt sich die Blickrichtung ändern.

360-Grad-Videos ansehen können ab sofort alle Twitter- oder Periscope-Nutzer, selbst streamen dürfen aber bislang nur ausgewählte Partner. In den kommenden Wochen will Twitter diese Möglichkeit auf weitere Nutzer ausdehnen. Interessenten, die es eilig haben, können sich schon jetzt in eine Warteliste eintragen.

Virtual Reality: WordPress.com-Blogs können jetzt 360-Grad-Fotos darstellen

Seitenbetreiber, die für ihre Websites das gehostete Angebot bei WordPress.com nutzen, können deren Besuchern ab sofort mit relativ geringem Aufwand VR-Inhalte, insbesondere 360-Grad-Fotos und eingeschränkt auch 360-Grad-Videos, zugänglich machen. Das geht aus einem aktuellen Blogeintrag des Dienstes hervor. Ziel sei es, das Veröffentlichen von VR-Inhalten so einfach zu machen wie das Veröffentlichen von Texten und Fotos.

Toni Schneider, der die Mitteilung verfasst hat, zeigt darin eine Reihe von Beispielen. Sieht sich ein Nutzer diese Beispiele am Desktop an, kann er sich darin mit Hilfe von Mausbewegungen in alle Richtungen umschauen. Betrachtet er sie auf einem Mobilgerät, kann er die Inhalte in vollem 3D für eine VR-Brille – zum Beispiel Cardboard, Gear, Daydream, Rift oder Vive – rendern lassen und darin betrachten.

Die VR-Inhalte lassen sich mit Hilfe von Shortcodes in die Beiträge einbinden. Auf WordPress.com findet sich bereits eine Hilfe-Seite mit detaillierteren Erklärungen dazu.

Facebook zeigt 360-Grad-Videos ab jetzt auch als Livestream

‘Live 360’ heißt Facebooks neueste Möglichkeit, Bewegtbilder live in die Welt zu senden: Während das mit konventionellen Videos schon länger möglich ist, können Facebook-Nutzer von jetzt an auch 360-Grad-Videos live streamen. Die Zuschauer sollen so die Möglichkeit erhalten, noch tiefer ins Geschehen einzutauchen. Den Anfang macht ein Rundum-Video von der Mars Desert Research Station in Utah, USA, das National Geographic am Dienstagabend aussendet.

Bislang können nur ausgewählte Facebook-Nutzer respektive Betreiber von Facebook-Seiten die Live-API nutzen, um Livestreams mit 360-Grad-Videos zu zeigen. In den kommenden Monaten will Facebook diese Möglichkeit ausweiten, irgendwann im Jahr 2017 soll die Funktion dann für alle Profile und Seiten zur Verfügung stehen.