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Die neuen Automatenfotos: Wie gefährlich sind AI-generierte Bilder?

Künstliche Intelligenz, kurz AI, beschäftigte einst vor allem die Phantasie von Science-Fiction-Autoren. Doch längst hat sich AI in unserem Alltag breitgemacht. Welche Filme uns Netflix vorschlägt, mit welchen Suchergebnissen uns Google versorgt, bei welchem Streckenverlauf wir wohl am wenigsten Treibstoff verbrauchen, darüber befindet künstliche Intelligenz. Und auch unsere Berufswahl beeinflusst sie. Ob Grafikdesigner noch eine Zukunft haben?

Zuletzt hatte die KI von Midjourney von sich reden gemacht, die auf die Aufforderung hin, das letzte Selfie auf Erden zu zeigen, ein recht dystopisches Bild vom Ende der Menschheit zeichnete. Nun wird kein Grafiker arbeitslos, weil eine künstliche Intelligenz eine Weltuntergangsprognose abgibt.

Dieses Bild stammt nicht aus den Nachrichten, sondern aus der KI von Nightcafé

Die Gefahr lauert eher darin, dass AI-generierte Bilder genau das zeigen, was sich die Anwender der KI wünschen. Im harmlosesten Fall sind das Illustrationen für Bücher, Zeitschriften oder Online-Beiträge, wie diesen (alle Bilder in diesem Beitrag stammen von der KI, die Nightcafé nutzt). Im schlimmsten Fall erzeugen KIs Deepfakes auf einem nie gekannten Level, die auch vom geschulten Auge nicht mehr von der Realität unterschieden werden können.

Diese “ehrenwerte Gesellschaft” hat ebenfalls eine KI aus dem Hut gezogen.

1938 löste Orson Welles Hörspiel “Krieg der Welten” gelinde Panik aus, weil die Hörer die in Form einer Rundfunkreportage geschilderte Invasion aus dem All für bare Münze nahmen. Die Panik legte sich schnell wieder, weil CBS natürlich kein Interesse daran hatte, die Bevölkerung dauerhaft in Angst und Schrecken zu halten. Was aber, wenn eine KI (oder jemand, der sie kontrolliert) genau das will?

Es mag sein, dass Verfahren der künstlichen Intelligenz so etwas heute noch nicht leisten können, aber die Entwicklung verläuft derzeit rasant. Illustratoren und andere Kreative spüren in jedem Fall bereits jetzt steigenden Konkurrenzdruck.

“Fox and Rabbit in love” – eine Kinderbuch-Illustration aus der KI

Und nun? Zugegeben, ich habe keine Ahnung. Die Büchse der Pandora ist offen, AI-generierte Bilder werden sich, ohne dass die meisten von uns es bemerken, immer häufiger in unseren Alltag schleichen. Und auch in journalistische Beiträge. Mir hat einmal jemand gesagt “Ich glaube nur, was ich sehe.” Davon würde ich dringend abraten.

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Fotos auf Smartphones: Schnell geschossen, schnell vergessen

Nur gut jeder Zweite schaut Fotos auf Smartphones nach der Aufnahme noch regelmäßig an. Das ergab eine Umfrage von Bitkom Research. Noch einmal deutlich niedriger lag der Anteil der Nutzer, die ihre Fotos (und Videos) später bearbeiten – oder zumindest überschüssiges Bildmaterial löschen.

Auflösungen von über 100 Megapixeln sind auf modernen Smartphones keine Seltenheit mehr, die Geräte von der Mittelklasse an aufwärts sind immer gleich mit mehreren Kameras ausgestattet, bieten optische Bildstabilisierung und unterschiedlichste Aufnahmemodi. Der Siegeszug der Kamera im Smartphone hat den Markt für Standalone-Kompaktkameras in den vergangenen Jahren extrem ausgedünnt. Alles nur für Fotos, die sich nach dem Druck auf den Auslöser keiner mehr ansieht?

Der Eindruck drängt sich beim Lesen der Ergebnisse einer Umfrage auf, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. 44 Prozent der 1002 Befragten gaben an, sich später kaum noch mit ihren Aufnahmen zu beschäftigen. Lediglich 16 Prozent bearbeiten ihre Fotos oder Videos im Nachhinein. Aber: Nur 9 Prozent löschen Fotos oder Videos regelmäßig.

Den Smartphone-Herstellern dürften diese Ergebnisse ganz recht sein, führt ein sich stetig weiter füllender Smartphone-Speicher doch ganz natürlich zu immer träger reagierenden Geräten. Die wiederum lassen den Wunsch nach neuen Geräten reifen – mit mehr Speicher, aber, versteht sich, auch mit einer besseren und höher auflösenden Kamera.

Ein gewachsenes Bewusstsein für Nachhaltigkeit steht dem allerdings entgegen. Nach einer Studie von Euler Hermes ist die Nutzungsdauer von Smartphones in Europa auf rund 40 Monate gestiegen, das ist ein Anstieg von rund 24 Prozent gegenüber 2016. Dass viele Fotos auf Smartphones keines zweiten Blickes gewürdigt werden, ist trotzdem schade. Zumindest regelmäßiges Löschen könnte die Zeitspanne, bis sich ein Smartphone langsam anfühlt, noch einmal verlängern.

Weltraumbehörde ESA stellt eigene Inhalte unter Creative Commons-Lizenz

Die European Space Agency (ESA) will ihre Fotos, Videos und Daten künftig unter der speziellen Creative Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0 IGO öffentlich zugänglich machen. Nutzer können die Werke dann – auch zu kommerziellen Zwecken – bearbeiten, verbreiten und in eigenen Publikationen nutzen. Im Gegenzug verpflichten sie sich, bei jeder Nutzung Bildquelle und Lizenz anzugeben, und Bearbeitungen unter der gleichen Lizenz zugänglich zu machen.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/ESA_Phlegra_Montes_in_perspective.jpg” align=”center” lightbox=”on” caption=”Phlegra Montes, Mars, Foto: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum), CC BY-SA 3.0 IGO” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Viele der von der Behörde bereitgestellten Aufnahmen sind in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung oder Industrie entstanden. Deshalb kann sie zunächst nur die Werke unter der genannten Creative Commons-Lizenz verfügbar machen, an der sie die alleinigen Rechte hält, oder für deren Nutzung sie mit den jeweiligen Partnern bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen hat. Eine Reihe von unter oben genannter oder einer anderen offenen Lizenz nutzbaren Inhalten hat die ESA unter open.esa.int veröffentlicht.

Facebook entwickelt KI-basierte Bilderkennung

Facebooks Suchfunktion findet jetzt auch Fotos mit entsprechenden Inhalten, wenn die verwendeten Suchbegriffe nicht in Textform in der Bildbeschreibung hinterlegt wurden.

[aesop_image imgwidth=”70%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/Bilderkennung_per_KI.jpg” alt=”Facebooks KI kann Bildinhalte erkennen” align=”center” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplace”]

Möglich macht das eine künstliche Intelligenz, die die tatsächlichen Bildinhalte erkennen kann. Nach Angaben des Unternehmens wurde die KI zunächst mit 130.000 auf Facebook öffentlich geteilten Fotos trainiert, deren Inhalte menschliche Mitarbeiter schriftlich erfasst haben. Nach und nach habe die KI aus diesen Informationen gelernt, die Inhalte weiterer Fotos zu erkennen.

Inzwischen kann die Bilderkennung nicht nur Personen, Tiere und Gegenstände zuordnen, sondern auch Aktivitäten: Wer zum Beispiel in das Suchfeld eintippt “photos of dogs sleeping”, bekommt eine umfangreiche Auswahl an Fotos schlafender Hunde, während “photos of people playing guitar” zu einer Reihe von Fotos Gitarre spielender Menschen führt. Nutzen kann die Suchfunktion jeder (auch außerhalb der USA), der in den Einstellungen die Sprachversion English (US) ausgewählt hat.

Nach Drohnen-Rückruf im November: Die GoPro Karma soll bald wieder in die Luft

Erst im November sah sich Actioncam-Hersteller GoPro gezwungen, seine Kameradrohne GoPro Karma zurück zu rufen. Bei einer Anzahl dieser Drohnen war die Stromversorgung durch ein mechanisches Problem unterbrochen worden. Wie der Hersteller jetzt bekanntgab, soll die Karma bald wieder aufsteigen können.

[aesop_image imgwidth=”40%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/gopro-karma.jpg” alt=”GoPro Karma” align=”right” lightbox=”on” caption=”Foto: GoPro” captionposition=”right” revealfx=”inplace”]

Wie es in der Mitteilung heißt, laufen derzeit noch letzte Tests. Für den Februar hat GoPro weitere Details angekündigt. Wann genau die GoPro Karma wieder in den Verkauf gehen soll, steht offenbar noch nicht fest, vorerst ist nur vom Jahr 2017 die Rede. In einem Interview mit The Verge kündigte GoPro-CEO Nick Woodman außerdem die Entwicklung weiterer Kameradrohnen-Modelle an.

Instagram bekommt Lesezeichen-Funktion

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/instagram-lesezeichen.jpg” alt=”Instagram-Lesezeichen” align=”right” lightbox=”on” caption=”Im Gegensatz zu Likes sind Instagram-Lesezeichen nicht öffentlich.” captionposition=”center” revealfx=”fromright”]

Beiträge merken, ohne sie bewerten zu müssen: Instagram-Lesezeichen sind eine nicht-öffentliche Alternative zur Gefällt-mir-Angabe.

Rechts unterhalb jedes Foto oder Videos findet sich seit heute ein Lesezeichen-Symbol. Tippt der Nutzer darauf, übernimmt er den Inhalt in seine Sammlung. Im Profil jedes Nutzers findet sich jetzt auch ein Lesezeichen-Reiter, über den er diese Sammlung aufrufen kann.

Wer bisher Fotos und Videos auf Instagram wiederfinden wollte, konnte entweder – vergleichsweise umständlich – die Urls der Beiträge extern speichern, oder Beiträge durch Antippen des Herzchens positiv bewerten.

Per “Profil/Beiträge, die dir gefallen” findet der Nutzer dann zu einer Übersicht der Beiträge, die er in der Vergangenheit positiv bewertet hat. Solche Gefällt-mir-Angaben sind allerdings öffentlich. Im Gegensatz dazu erfährt weder der Urheber noch sonst jemand von den bei Instagram angelegten Lesezeichen.

Übrigens: Hier erfährst du, wie das Netzwerk es erleichtern will, Trolle auf Instagram zu blockieren.

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Jetzt kann Ihre Instagram Stories jeder sehen!

Als Instagram im August den Klon der gleichnamigen Snapchat-Funktion vorgestellt hat, konnten zunächst nur diejenigen die Stories eines Nutzers ansehen, die ihm bei Instagram folgten. Das ist ab sofort anders: Die Instagram Stories, deren Urheber öffentliche Profile nutzen, erscheinen jetzt auch im Bereich Explore. Nutzer, die zuvor ähnliche Bilder und Videos angesehen, kommentiert oder für gut befunden haben, oder Nutzern mit ähnlichen Profilen folgen, finden oberhalb der vorgeschlagenen Fotos und Videos jetzt auch eine Reihe passender Instagram Stories.

So unverschämt kopiert Instagram seinen schärfsten Konkurrenten

Instagram Stories: Das ist, wenig subtil, der Name einer neuen Funktion, mit der Instagram seinem erstarkenden Konkurrenten Snapchat Paroli bieten will.

Wie die Entwickler erklären, dient die neue Funktion dazu, Augenblicke mit seinen Freunden – oder der ganzen Welt – zu teilen, deren Aufnahmen nicht dauerhaft auf dem Instagram-Profil bleiben sollen. Um eine Instagram Story zu erstellen, reiht der Nutzer beliebig viele Videos und Fotos aneinander, hübscht sie mit Stickern und ähnlichem auf – und 24 Stunden später verschwinden die Inhalte wieder. Instagram Stories sind gewöhnlich für die Nutzer sichtbar, die auch die übrigen Fotos des Urhebers sehen dürfen. Sie lassen sich aber auch gezielt vor einzelnen Nutzern verbergen. Likes oder Kommentare können Nutzer zu den Stories nicht abgeben, aber sie können dem Fotografen/Filmer private Nachrichten senden.

Nicht immer bloß Kurzgeschichten: Buffer verrät, wie Sie es für Ihre Snapchat-Kontakte spannender machen

Eine häufige Krux bei der “Berichterstattung” via Snapchat: Viele interessante Dinge passieren innerhalb kurzer Zeit, danach ereignet sich über längere Zeit nichts Berichtenswertes mehr. Um ihre Snapchat-Kontakte bei der Stange zu halten, kann es da durchaus sinnvoll sein, Snaps zeitversetzt zu senden. Wie, das verrät Buffer auf seinem YouTube-Kanal:

Die schlechte Nachricht: Komplett automatisieren lässt sich das zeitversetzte Snappen nicht.
Der Trick, kurz zusammengefasst:

  1. Versetzen Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus.
  2. Snappen Sie alles, was Sie für snappenswert halten, in Ihre Story.
  3. Schalten Sie den Flugmodus wieder ab.
  4. Unter “Meine Story” zeigt Ihnen Snapchat die Snaps als “fehlgeschlagen” an. Tippen Sie zum gewünschten Zeitpunkt auf einen der zuvor aufgenommenen Snaps, um ihn zu verschicken.
  5. Wiederholen Sie Schritt 4 zu späteren Zeitpunkten für die weiteren Snaps.

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So will Instagram den Video-Konsum auf seiner Plattform ankurbeln

Seit gestern zeigt die Instagram-App in den empfohlenen Beiträgen an prominenter Stelle eine Video-Kachel in Displaybreite, beschriftet mit “Videos, die dir gefallen könnten”. Deren Inhalt wird schon in der Vorschau stumm in Endlosschleife abgespielt. Nutzer, die das empfohlene Video aufrufen, gelangen damit in einen Bereich der App, in dem sie durch vertikales Wischen weitere Video-Vorschläge aufrufen können.

Empfohlene Beiträge zeigt Instagram nach Antippen der Lupen-Schaltfläche. In der Vergangenheit waren empfohlene Videos lediglich durch ein kleines Kamerasymbol auf der Vorschau-Kachel kenntlich gemacht worden. US-Nutzer kennen die neuen Video-Empfehlungen schon seit April, aber erst jetzt hat Instagram die Funktion weltweit eingeführt. In den vergangenen sechs Monaten soll sich die Zeit, die Nutzer mit dem Ansehen von Videos auf der Plattform verbringen, um 150 Prozent verlängert haben. Nicht ganz zufällig: Im März diesen Jahres hat die Plattform die maximale Länge von Videos von ursprünglich 15 Sekunden auf eine Minute vervierfacht.