Die folgende Video-Playlist fasst die wichtigsten Erkenntnisse des Kurses ‘Medienrecht’ zusammen. Ausgewählt und geprüft habe ich die Inhalte persönlich, bei der Erstellung der Videos kam NotebookLM zum Einsatz. Wichtig: Die Videos liefern allgemeine Informationen, stellen aber KEINE RECHTSBERATUNG dar.
Archiv der Kategorie: Know How
Google AI Overviews: Chance oder Risiko für SEO?
Warum Google AI Overviews dein neuer bester Freund sein sollten (oder dein größter Albtraum)
Die AI Overviews, diese praktischen (oder nervigen) KI-Zusammenfassungen, beantworten Nutzerfragen direkt in den Suchergebnissen. Klingt erstmal gut – außer für die 265 Millionen Klicks, die deutsche Websites monatlich verlieren, weil niemand mehr auf die eigentlichen Seiten klickt. Zeit, sich anzupassen. Oder unterzugehen. Hier kommen die Methoden, mit denen du die KI überlistest – oder zumindest freundlich dazu bringst, dich zu zitieren.

1. Chunking: Mach’s der KI leicht, dich zu lieben
KI-Systeme sind wie überforderte Praktikanten: Sie brauchen klare Anweisungen. Chunking bedeutet, Inhalte in kleine, präzise Häppchen zu zerlegen, die jeweils eine konkrete Frage beantworten. Statt eines 2.000-Wörter-Epos über „Heizungswartung“ schreibst du lieber „Wie oft muss eine Gasheizung gewartet werden?“ oder „Was kostet eine Heizungswartung?“. Die KI pickt sich dann genau die Infos heraus, die zur Suchanfrage passen – und zitiert dich. Win-win.
2. Listicles: Der heimliche Star der AI Overviews
Fast ein Drittel der zitierten Inhalte in AI Overviews sind Listicles. Warum? Weil Listen strukturiert, leicht verdaulich und perfekt für schnelle Antworten sind. „7 Anzeichen, dass deine Waschmaschine kaputtgeht“ oder „10 Fehler, die du beim Grillen vermeidest“ – solche Formate lieben KIs (und Leser). Bonus: Sie lassen sich gut mit Chunking kombinieren. Jeder Punkt ist ein eigenes Häppchen, das die KI problemlos übernehmen kann. Und du? Wirst zitiert.
3. YouTube-Videos: Wenn die KI lieber zuschaut als liest
Videos sind nicht nur für TikTok. Google liebt YouTube-Inhalte – besonders, wenn sie konkrete Fragen beantworten. „Wie entkalke ich meinen Wasserkocher?“ oder „Welche Versicherung braucht ein Freelancer?“ – solche Titel mit klarer Struktur, Kapitelmarken und einer ausführlichen Beschreibung erhöhen die Chance, in den AI Overviews zu landen. Wichtig: Kein 20-minütiges Gequatsche, sondern präzise, nützliche Infos. Die KI mag’s kurz und knackig.
4. FAQs: Die unterschätzte Geheimwaffe
Häufig gestellte Fragen sind das Brot-und-Butter-Geschäft der AI Overviews. Erstelle eine FAQ-Seite oder baue FAQ-Abschnitte in bestehende Artikel ein. „Kann ich meine Mietwohnung streichen?“ oder „Wie lange hält ein Fahrradreifen?“ – solche Fragen werden oft gesucht und von der KI bevorzugt zitiert. Bonus: FAQs lassen sich perfekt mit Chunking verbinden. Jede Frage ist ein eigenes, zitierfähiges Häppchen.
5. Klare Überschriften: Sag der KI, worum es geht
„Tipps für den Garten“ ist vage. „5 winterharte Pflanzen für Balkonkübel“ ist konkret. Die KI braucht klare Signale, worum es in deinem Inhalt geht. Nutze präzise, suchanfragennahe Überschriften (H2, H3) und Untertitel. Je einfacher die KI deinen Inhalt scannen kann, desto eher wird sie ihn zitieren. Und desto weniger musst du dich über verlorene Klicks ärgern.
6. Schema-Markup: Gib der KI eine Landkarte
Schema-Markup ist wie ein Stadtplan für Suchmaschinen. Es hilft der KI, deine Inhalte besser zu verstehen und einzuordnen. Nutze strukturierte Daten für FAQs, How-Tos oder Listen. Tools wie der Schema Markup Generator machen es einfach. Die KI dankt es dir mit Zitaten – und du dankst es dir mit mehr Sichtbarkeit.
7. Nutzerfragen vorwegnehmen: Wer fragt, wird zitiert
Die AI Overviews leben von Nutzerfragen. Also: Antworte darauf, bevor sie gestellt werden. Nutze Tools wie AnswerThePublic oder die „Ähnliche Fragen“-Box in Google, um herauszufinden, was deine Zielgruppe wirklich wissen will. Schreibe dann Inhalte, die diese Fragen präzise beantworten. Die KI wird dich lieben – und deine Leser auch.
8. Aktualität: Frische Inhalte sind KI-Lieblinge
Google bevorzugt aktuelle Inhalte – und das gilt auch für die AI Overviews. Halte deine Artikel auf dem neuesten Stand, besonders bei Themen, die sich schnell ändern (z. B. Gesetze, Technologien). Ein „Stand: Mai 2026“-Hinweis signalisiert der KI, dass deine Infos vertrauenswürdig sind. Und vertrauenswürdige Quellen werden zitiert.
9. Lokale Relevanz: Wer lokal denkt, wird global zitiert
Lokale Suchanfragen sind ein riesiger Hebel für die AI Overviews. „Beste Pizzeria in Köln“ oder „Autowerkstatt in München mit 24-Stunden-Service“ – solche Suchen werden oft direkt beantwortet. Optimiere deine Inhalte für lokale Keywords und nutze Google My Business. Die KI liebt lokale Expertise – und belohnt sie mit Sichtbarkeit.
10. Expertenwissen: Zeig der KI, dass du Ahnung hast
KI-Systeme bevorzugen Inhalte von vertrauenswürdigen Quellen. Zeige dein Fachwissen, indem du Studien zitierst, Expertenmeinungen einbindest oder eigene Daten präsentierst. Ein Artikel wie „Studie zeigt: Diese 5 Fehler machen 80% der Mieter bei der Kaution“ hat bessere Chancen, zitiert zu werden, als ein vager Ratgeber. Die KI mag Fakten – und du profitierst davon.
Fazit: Die AI Overviews sind kein Fluch, sondern eine Chance. Wer seine Inhalte strukturiert, präzise und nutzerorientiert aufbereitet, wird nicht nur von der KI geliebt, sondern auch von echten Lesern. Und die klicken dann doch mal auf deine Website – statt nur die Zusammenfassung zu lesen. Win-win. Oder wie die KI sagen würde: „Zusammenfassung: Mach’s einfach.“
SEO im KI-Zeitalter – Was Du jetzt wissen musst
“KI hat alles verändert!” – “Alles, was früher galt, gilt auch heute noch!” Zwischen diesen Polen bewegt sich die Diskussion, wenn es um die Aufbereitung von Inhalten für die Auffindbarkeit in der KI-gestützten Suche geht. Die Wahrheit liegt, wie immer im Leben, teils dazwischen, teils ganz woanders. Hier die 10 wichtigsten Fragen zur Optimierung eigener Web-Inhalte für KI-Systeme:
1. Was ist GEO/AEO im Vergleich zur klassischen SEO?
Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) beschreiben Techniken, um Inhalte für KI-Antworten in Tools wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar zu machen. Im Gegensatz zur SEO, die auf Klicks in Ergebnislisten abzielt, ist das Ziel hier die „Citation“ – also als vertrauenswürdige Quelle in der direkt generierten Antwort zitiert zu werden.
2. Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?
Nein, GEO ist eine Erweiterung der SEO und baut auf deren technischen Grundlagen auf. Während SEO für die Indexierung und Autorität sorgt, optimiert GEO die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sprachmodell (LLM) diese Informationen für seine Antwortsynthese auswählt.
3. Wie wählen KI-Systeme ihre Quellen aus?
KI-Modelle bevorzugen Inhalte, die eine hohe Autorität (E-E-A-T), eine klare Struktur und eine hohe Aktualität aufweisen. Häufig korrelieren die Zitate in KI-Antworten stark mit den Top-Ergebnissen der organischen Suche von Google oder Bing.
4. Was bedeutet „Chunking“ für meine Inhalte?
Chunking ist das Aufteilen von Texten in logisch abgeschlossene, mundgerechte Informationsblöcke. Da KI-Modelle Informationen oft auf Absatzebene extrahieren, sollte jeder Abschnitt so formuliert sein, dass er auch ohne den Rest der Seite verständlich ist.
5. Warum ist die Reputation auf Dritt-Websites so entscheidend?
Studien zeigen, dass etwa 85 % der Markenerwähnungen in KI-Suchen von externen Quellen wie Blogs, Nachrichtenportalen oder Rezensionsseiten stammen. KI-Systeme stufen eine Marke als glaubwürdiger ein, wenn sie durch unabhängige Dritte im Web bestätigt wird.
6. Wofür wird eine llms.txt-Datei benötigt?
Die llms.txt fungiert als strukturierter Wegweiser für KI-Bots, vergleichbar mit einer XML-Sitemap. Sie hilft Crawlern wie dem OAI-SearchBot von ChatGPT, die wichtigsten und aktuellsten Inhalte einer Website effizient zu finden und auszulesen.
7. Welche Rolle spielt die Aktualität (Freshness)?
Aktualität ist ein massiver Rankingfaktor: Fast 80 % der von KI abgerufenen Inhalte stammen aus den letzten zwei Jahren. KI-Systeme zeigen eine deutliche Vorliebe für neue Informationen und bevorzugen oft Quellen, die wesentlich jünger sind als die Ergebnisse der traditionellen Suche.
8. Was sind „Query Fan-out“-Anfragen?
KI-Tools zerlegen komplexe Nutzerfragen oft in mehrere spezifische Unterfragen (Fan-out), um eine fundierte Gesamtzusammenfassung zu erstellen. Eine Website ist besonders dann erfolgreich, wenn sie diese detaillierten Teilaspekte eines Themas in separaten, klar definierten Abschnitten beantwortet.
9. Wie verändert sich die Erfolgsmessung (KPIs)?
Klassische Klickraten verlieren an Bedeutung, da viele Suchen in der KI ohne Klick enden (Zero-Click). Neue Kennzahlen sind die Zitationsrate (Citation Rate), der Anteil der Markenerwähnungen (Share of Voice) und die Qualität der Conversions, da KI-Traffic oft vorqualifizierter und wertvoller ist.
10. Welche technischen Signale erleichtern der KI die Arbeit?
Strukturierte Daten nach Schema.org (z. B. FAQPage- oder HowTo-Markup) liefern der KI maschinenlesbare Fakten. Zudem begünstigt ein sauberer HTML-Code ohne schwer lesbare JavaScript-Inhalte die fehlerfreie Extraktion der Informationen durch die Bots.
Social Engineering: 10 Warnsignale, die dich vor Manipulation schützen
Social Engineering ist die Kunst, Menschen statt Maschinen zu hacken – und sie funktioniert erschreckend gut. Kriminelle nutzen unsere natürlichen Instinkte wie Hilfsbereitschaft, Neugier oder Angst aus, um an Daten, Geld oder Zugang zu kommen. Die Methoden sind alt, die digitalen Werkzeuge neu. Doch wer die Tricks kennt, erkennt sie schneller. Hier sind die wichtigsten Anzeichen, dass jemand versucht, dich zu manipulieren.
1. Unerwartete Dringlichkeit – Zeit zum Nachdenken? Fehlanzeige!
Plötzliche E-Mails oder Anrufe mit „Sofort handeln!“-Druck sind ein Klassiker. Ob angeblich gesperrte Konten oder „letzte Chance“-Angebote: Echte Institutionen hetzen dich nicht. Kriminelle schon. Atme tief durch und prüfe erst, bevor du klickst oder Daten preisgibst.
2. Persönliche Ansprache – zu persönlich, um wahr zu sein
„Hallo [Dein Name], wir kennen uns!“ – wenn eine Nachricht zu vertraut wirkt, obwohl du den Absender nicht kennst, ist Vorsicht angesagt. Spear-Phishing nutzt gezielt Infos aus sozialen Medien. Prüfe die E-Mail-Adresse und frag dich: Warum sollte genau ich diese Nachricht bekommen?
3. Absurde Absenderadressen – wenn Gmail wie PayPal aussieht
„service@paypal-support.gmail.com“? Ernsthaft? Kriminelle tarnen E-Mails mit gefälschten Domains, die echten ähneln. Ein genauer Blick auf die Absenderadresse verrät oft den Betrug. Im Zweifel: Nie über Links in der Mail einloggen, sondern die offizielle Website manuell aufrufen.
4. Falsche Autoritäten – Chef, Bank, Polizei? Nicht immer!
„Ihr Vorgesetzter bittet um eine dringende Überweisung“ oder „Die Polizei warnt vor Ihrem Konto“. Social Engineers geben sich als Autoritätspersonen aus, um Gehorsam zu erzwingen. Bei ungewöhnlichen Anfragen immer direkt beim vermeintlichen Absender nachfragen – am besten persönlich oder per bekanntem Kontaktweg.
5. Verlockende Belohnungen – Geschenke, die keins sind
„Gewinnen Sie ein iPhone!“ oder „Ihr Erbe wartet auf Sie!“ – wer zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es meistens. Solche Köder zielen auf Gier oder Neugier ab. Finger weg von Links in solchen Nachrichten. Echte Gewinne verlangen keine sensiblen Daten im Voraus.
6. Drohungen und Angstmache – wenn Panik die Logik ausschaltet
„Ihr Konto wurde gehackt – klicken Sie hier, um es zu retten!“ oder „Ihre Daten werden gelöscht!“ Angst lähmt das Urteilsvermögen. Seriöse Unternehmen drohen nicht per E-Mail. Im Ernstfall: Ruhe bewahren und selbstständig die offizielle Hotline kontaktieren.
7. Ungewöhnliche Anhänge – „Rechnung.pdf.exe“ ist kein PDF
Dateianhänge mit doppelten Endungen (.pdf.exe) oder „Dringend öffnen!“-Aufforderungen sind rote Flaggen. Malware tarnt sich gern als harmlose Dokumente. Nie Anhänge von Unbekannten öffnen – und selbst bei Bekannten nachfragen, wenn etwas seltsam wirkt.
8. Zu einfache Lösungen – „Klicken Sie hier, alles wird gut“
„Ein Klick genügt, um Ihr Problem zu lösen!“ – echte IT-Sicherheit ist selten so simpel. Phishing-Links führen oft zu gefälschten Login-Seiten, die Passwörter abgreifen. Immer die URL prüfen: Beginnt sie mit „https://“? Stimmt die Domain exakt mit der offiziellen Seite überein?
9. Ungewöhnliche Kommunikationswege – warum ruft die Bank per WhatsApp an?
Banken, Behörden oder Chefs nutzen selten private Messenger oder Social Media für offizielle Anfragen. Wenn jemand plötzlich über ungewöhnliche Kanäle Kontakt aufnimmt, ist Skepsis angebracht. Lieber einmal zu oft nachfragen als einmal zu wenig.
10. Bauchgefühl sagt „Nein“ – hör auf deine innere Alarmanlage
Manchmal ist es einfach ein komisches Gefühl: Die Stimme klingt seltsam, die E-Mail wirkt unprofessionell, die Anfrage ist zu privat. Vertraue deinem Instinkt. Social Engineers zählen darauf, dass wir Zweifel ignorieren. Lieber einmal zu vorsichtig sein als Opfer werden.
Social Engineering ist kein Hexenwerk – es nutzt nur unsere menschlichen Schwächen aus. Doch wer die Tricks kennt, durchschaut sie. Bleib skeptisch, hinterfrage Ungewöhnliches und gib Kriminellen keine Chance. Denn der beste Schutz ist nicht die Firewall, sondern dein gesunder Menschenverstand.
Website-Optimierung für KI-Agenten: 12 wichtige Schritte
Seitenbetreiber müssen mit einer neuen Art von Besuchern rechnen: Nach menschlichen Surfern und den Bots der Suchmaschinen sind es nun KI-Agenten, die Websites nach Informationen suchen, dort interagieren – und vielleicht sogar Leads und Umsätze bescheren. 12 Tipps, damit sich die “dritte Art” von Anfang an zu Hause fühlt:
1. Semantisches HTML als Fundament nutzen
KI-Agenten lieben klare Strukturen. Verwende semantische HTML-Tags wie ‘<header>’, ‘<nav>’, ‘<main>’ oder ‘<button>’ statt ‘<div>’-Wüsten. Das hilft Agenten, Inhalte schneller zu verstehen – und Menschen mit Screenreadern auch. Win-win.
2. Baumansicht für Barrierefreiheit optimieren
Agenten analysieren die DOM-Baumstruktur, um interaktive Elemente zu identifizieren. Stelle sicher, dass deine ARIA-Attribute (aria-label, aria-role) korrekt gesetzt sind. Ein sauberer Baum ist wie ein Stadtplan für KI.
3. Stabile Layouts ohne Überraschungen
Dynamische Inhalte und fliegende Overlays verwirren Agenten. Halte dein Layout konsistent – keine plötzlichen Pop-ups oder sich verschiebenden Buttons. KI mag es langweilig, aber vorhersehbar.
4. Sichtbare, klare interaktive Elemente
Versteckte oder animierte Buttons sind für Agenten unsichtbar. Stelle sicher, dass alle klickbaren Elemente sofort erkennbar sind – auch ohne Hover-Effekte. Ein Button sollte aussehen wie ein Button.
5. Transparente Overlays vermeiden
Durchsichtige Layer oder modale Fenster sind für KI-Agenten oft unsichtbar. Wenn du sie brauchst, sorge für klare Kontraste und semantische Auszeichnung. Sonst ignoriert die KI sie einfach.
6. Klare visuelle Hierarchien schaffen
Agenten nutzen visuelle Hinweise wie Größe, Farbe und Position. Platziere wichtige Elemente prominent und gruppiere verwandte Inhalte. Eine logische Anordnung hilft Mensch und Maschine.
7. Textalternativen für Bilder bereitstellen
KI-Agenten lesen alt-Texte, um Bilder zu verstehen. Beschreibe Inhalte präzise – nicht nur „Bild1.jpg“. Gute Alt-Texte sind wie Untertitel für Roboter.
8. Formulare mit klaren Labels versehen
Unbeschriftete Eingabefelder sind für Agenten ein Rätsel. Nutze `-Tags oderaria-label`, um Felder zu kennzeichnen. So weiß die KI, was wohin gehört.
9. Konsistente Navigation ohne Tricks
Agenten folgen Links und Menüs – aber keine versteckten Shortcuts. Halte deine Navigation einfach und logisch. Wenn Menschen sie verstehen, tut es die KI meist auch.
10. Dynamische Inhalte mit Bedacht einsetzen
JavaScript-generierte Inhalte können Agenten überfordern. Falls nötig, nutze serverseitiges Rendering oder statische Fallbacks. KI mag keine Magie, nur klare Regeln.
11. Fehlerseiten mit hilfreichen Hinweisen
404-Seiten sollten nicht nur „Oops!“ sagen, sondern Lösungen anbieten. Agenten nutzen sie, um alternative Pfade zu finden. Ein Link zur Startseite ist besser als nichts.
12. Testen mit KI-Tools und Screenreadern
Nutze Tools wie Lighthouse oder KI-Simulatoren, um deine Seite zu prüfen. Wenn ein Screenreader sie versteht, tut es ein Agent wahrscheinlich auch. Vorbeugen ist besser als nachbessern.
Erfolg messen auf Social Media: Dein Praxisleitfaden für die wichtigsten KPIs
Wenn sich dein Content anfühlt, als würde er im digitalen Nirvana verpuffen, fehlt dir wahrscheinlich nicht die Kreativität, sondern das Cockpit: klare Social Media KPIs, mit denen du deine Wirkung misst und steuerst.
Social Media ohne Erfolgsmessung ist wie Autofahren mit verbundenen Augen – möglich, aber selten eine gute Idee.
Likes und Herzchen sind nett, aber sie sind nur die Oberfläche. In diesem Leitfaden schauen wir tiefer: Wir gehen Plattform für Plattform durch und klären, welche Social Media KPIs wirklich zählen – und wie du sie sinnvoll interpretierst.
1. LinkedIn: Business-Parkett statt Katzencontent
Auf LinkedIn geht es um B2B-Leads, Employer Branding und Thought Leadership. Reichweite ist wichtig, aber Qualität der Kontakte und Interaktionen ist hier oft entscheidender als bloße Masse.
Wichtige Social Media KPIs auf LinkedIn
- Interaktionsrate (Engagement Rate)
Formel: (Likes+Kommentare+Shares+Klicks)÷Impressionen×100.
Als grober Richtwert gelten 2–5 % für Unternehmensseiten und teils 3–6 % für aktive Personal Brands als „gesund“, je nach Branche und Followerzahl.
Kommentare und geteilte Beiträge senden stärkere Relevanzsignale als reine Likes, was sich in besseren Reichweiten niederschlägt. - Impressionen vs. Reichweite
Impressionen = wie oft dein Beitrag insgesamt im Feed angezeigt wurde, Reichweite = wie viele einzelne Personen ihn gesehen haben.
Spannend wird es, wenn du Spitzen in den Impressionen mit Profilbesuchen und Kontaktanfragen abgleichst – dann siehst du, ob Interesse über den Feed hinausgeht. - Klickrate (CTR)
Zeigt, wie viele Menschen auf Links in deinem Beitrag klicken, etwa zum Blog oder zur Landingpage.
Verwende UTM-Parameter, damit du in Analytics genau verfolgen kannst, ob LinkedIn-Traffic auch Leads oder Umsätze bringt. - Profilbesuche
Profilansichten sind ein direktes Signal für Interesse – bei Unternehmensseiten relevant für Employer Branding, bei persönlichen Profilen für dein Personal Branding. - Follower-Wachstum (inkl. Demografie)
Wachstum ist nur dann sinnvoll, wenn neue Follower zu deiner Zielgruppe passen.
Prüfe regelmäßig Jobtitel, Branchen und Regionen deiner neuen Kontakte.
Tools
- Plattform: LinkedIn Page Analytics (Unternehmensseiten), LinkedIn Creator Analytics (Profile).
- Extern: Shield (stark für Personal Brands), Sprout Social, Hootsuite für umfassendes B2B-Reporting.
2. Facebook: „Dino“ mit enormer Reichweite
Facebook ist zwar nicht mehr hip, aber für Zielgruppen 35+ und lokale Businesses weiterhin extrem relevant. Gruppen, Communities und geteilte Inhalte spielen eine große Rolle.
Wichtige Social Media KPIs auf Facebook
- Organische Reichweite
Wie viele Personen haben deinen Post ohne Werbung gesehen?
Praktisch ist der Anteil deiner Follower, die du organisch erreichst. Viele Seiten liegen heute im niedrigen einstelligen Prozentbereich; Werte um 5 % und mehr gelten in vielen Branchen bereits als sehr gut. - Shares (Share of Voice durch Teilungen)
Geteilte Beiträge verlassen deine eigene „Blase“ und erschließen neue Zielgruppen.
Analysiere, welche Inhalte besonders häufig geteilt werden (z. B. Infografiken oder emotionale Videos). - Link-Klicks und CTR
Facebook eignet sich weiterhin, um Traffic auf Website, Blog oder Shop zu lenken.
Messe Klicks immer im Verhältnis zur Reichweite (CTR), um oberflächliche Klickbait-Erfolge zu entlarven. - Video-Retention (Zuschauerbindung)
Wie lange bleiben Nutzer in deinen Videos?
Ein starker Einbruch in den ersten Sekunden deutet auf einen schwachen Einstieg hin – optimiere Hook, Thumbnail und erste Sätze. - Reaktions-Typen
Neben „Gefällt mir“ gibt es Reaktionen wie „Haha“, „Wow“ oder „Traurig“.
Analysen legen nahe, dass starke emotionale Reaktionen wertvollere Signale als ein neutrales Like sind – beobachte also nicht nur die Menge, sondern auch die Tonalität.
Tools
- Plattform: Meta Business Suite (Insights).
- Extern: Fanpage Karma, Agorapulse, Buffer.
3. Instagram: Visuelles Schaufenster mit drei Ebenen
Instagram besteht grob aus drei Spielfeldern: Reels für neue Reichweite, Feed-Posts für Brand und Information, Stories für Nähe und Verkauf.
Wichtige Social Media KPIs auf Instagram
- Reichweite (Follower vs. Non-Follower)
Instagram zeigt an, welcher Anteil deiner Reichweite nicht aus deinen Followern stammt.
Für Wachstum sind Inhalte wichtig, die viele Nicht-Follower erreichen – etwa Reels, die auf der Explore-Page landen. - Saves & Shares
Speicherungen signalisieren hohen Nutzwert (Checklisten, How-tos), Shares eher Identifikation und soziale Teilbarkeit.
Viele Analysen betrachten Saves und Shares als besonders aussagekräftige Interaktionen, die stark mit Reichweite und Ranking korrelieren. - Story-Abschlussrate (Completion Rate)
Formel: Zuschauer letzter Story-Slide ÷ Zuschauer erster Slide.hootsuite+1
Hohe Abschlussraten (z. B. ab ca. 70 %, je nach Länge) deuten auf stringentes, spannendes Storytelling hin. - Interaktionsrate nach Format
Vergleiche die Engagement Rate getrennt für Karussells, einzelne Bilder und Reels.
So erkennst du, welche Formate bei deiner Community wirklich performen. - Profilaufrufe & Link-Klicks
Virale Reichweite ist nur dann sinnvoll, wenn Menschen im nächsten Schritt auf dein Profil gehen und auf deinen Link klicken.
Achte deshalb auf das Zusammenspiel aus Post-Leistung und Profil- / Linkinteraktionen.
Tools
- Plattform: Instagram Insights (App) und Meta Business Suite.
- Extern: Iconosquare, Metricool, Later.
4. YouTube: Content-Archiv mit Langzeiteffekt
YouTube ist weniger „klassisches Social Media“ als eine Suchmaschine und ein riesiges Video-Archiv. Inhalte können noch Jahre nach Upload Aufrufe, Abos und Umsätze bringen.
Wichtige Social Media KPIs auf YouTube
- Zuschauerbindung (Audience Retention)
Zeigt, welcher Anteil der Zuschauer wie lange dranbleibt.
Relativ hohe Retention über die Laufzeit hinweg ist ein Schlüssel-Signal für den Algorithmus – Werte jenseits von 40–50 % bis zum Ende gelten in vielen Nischen als sehr stark. - CTR der Impressionen (Click-Through-Rate)
Wie oft ein angezeigtes Thumbnail auch angeklickt wird.
Plattformweite Durchschnittswerte liegen häufig im Bereich von etwa 4–5 % CTR; grob 4–7 % gelten vielerorts als „solide bis gut“, wobei Nische und Trafficquelle (Suche vs. Startseite) eine große Rolle spielen.thumbmagic+2
Liegt deine CTR deutlich unter deinem bisherigen Durchschnitt, lohnt es sich, Titel und Thumbnail zu testen. - Watch Time (Wiedergabezeit)
Nicht die Anzahl Views, sondern die gesamte Wiedergabezeit ist für YouTube ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Ein Video mit weniger Aufrufen, aber deutlich längerer durchschnittlicher Wiedergabe kann dem Kanal langfristig mehr bringen. - Traffic-Quellen
YouTube unterscheidet u. a. Suche, vorgeschlagene Videos, Startseite, externe Quellen.
Für Such- und Evergreen-Inhalte ist ein hoher Anteil aus YouTube-Suche spannend, für Reichweite oft vorgeschlagene Videos und Startseite. - Abonnenten-Gewinn pro Video
Analysiere, welche Videos besonders viele Abos generieren – das sind oft deine strategischen „Anker-Videos“, von denen aus du Content-Serien entwickeln kannst.
Tools
- Plattform: YouTube Studio Analytics.
- Extern: TubeBuddy, VidIQ, Social Blade.
5. X (ehemals Twitter): Echtzeit-Ticker für Debatten
X ist die Plattform für schnelle Diskussionen, News, PR und Tech-Themen. Inhalte leben oft nur Stunden, können aber enormen Impact haben.
Wichtige Social Media KPIs auf X
- Impressionen pro Post
Wie oft dein Beitrag im Feed angezeigt wurde.
Vergleiche Impressionen nach Tageszeit und Wochentag, um deinen Posting-Rhythmus zu optimieren. - Interaktionsrate
Formel: (Likes+Reposts+Antworten+Klicks)÷Impressionen×100.xpoz+2
Antworten (Replies) und Zitat-Posts (Quote Tweets) gelten als besonders wertvoll, weil sie Konversation erzeugen und so oft zu mehr Reichweite führen. - Profilbesuche
Wenn Profilansichten nach bestimmten Threads oder kontroversen Posts steigen, hast du offensichtlich einen Nerv getroffen – und solltest diese Themen vertiefen. - Link-Klicks
Gerade bei Threads bietet es sich an, den Call-to-Action-Link bewusst zu setzen, statt ihn zu früh zu platzieren und Nutzer direkt von der Plattform wegzuführen. - Lesezeichen (Bookmarks)
Bookmarks werden oft für hochwertige, wiederverwendbare Inhalte genutzt – Tool-Listen, Checklisten, tiefe Threads.
Eine hohe Bookmark-Zahl deutet auf dauerhaften Nutzwert hin.
Tools
- Plattform: X Analytics.
- Extern: TweetBinder (Hashtags, Kampagnen), Typefully (Thread-Erstellung mit Analytics).
6. TikTok: Content-Graph statt Social-Graph
Auf TikTok zählt in erster Linie, wie gut dein Video performt – nicht, wie groß dein bestehendes Netzwerk ist. Der Algorithmus verteilt Clips an Nutzer, deren Verhalten zum Content passt.
Wichtige Social Media KPIs auf TikTok
- Video-Abschlussrate (Completion Rate)
Wie viele Nutzer schauen dein Video bis zum Ende?
Eine hohe Abschlussrate ist ein zentrales Signal für den Algorithmus und häufig die Basis für Reichweite auf der „For You“-Page. - Durchschnittliche Wiedergabezeit
Bleiben Nutzer bei einem 15-Sekunden-Clip z. B. im Schnitt 12 Sekunden dran, ist das ein starkes Signal – in der Praxis korreliert hohe Watch Time deutlich mit Viralität. - FYP-Anteil (For You Page)
TikTok-Analytics zeigen, wie viele Views von der For You Page vs. von deinem Profil oder deinen Followern kommen.
Für Wachstum ist ein hoher FYP-Anteil wichtig, aber konkrete Prozentzielwerte hängen stark von Account-Typ und Community ab. - Interaktions-Mix (Shares & Saves)
Likes sind die Basis, aber Shares und Favoriten gelten als besonders wertvolle Signale: Menschen teilen oder speichern Inhalte, die sie wirklich weiterempfehlen oder wiederfinden wollen. - Täglicher Follower-Zuwachs
TikTok-Wachstum passiert oft in Sprüngen: Ein einzelnes Video kann einen deutlichen Spike erzeugen.
Ordne Follower-Peaks konkreten Videos zu und produziere direkt Varianten, Fortsetzungen oder Q&A-Videos dazu.
Tools
- Plattform: TikTok Analytics (Creator Tools) und TikTok Business Center.
- Extern: Pentos, TrendTok, Metricool.
Fazit: KPI-Routine statt Zahlenpanik
Du musst nicht jeden Tag jede Zahl verfolgen. Entscheide pro Kanal, welche eine Hauptrolle deine Präsenz spielen soll – z. B. Traffic über Facebook, Brand Awareness über TikTok / Reels, B2B-Leads über LinkedIn – und fokussiere dich zuerst auf die dazu passenden Social Media KPIs.
Richte dir fixe Reporting-Termine ein (z. B. monatlich) und halte deine wichtigsten Kennzahlen in einem übersichtlichen Dashboard fest – Excel, Notion oder Looker Studio reichen völlig.
So siehst du Trends, kannst Experimente sauber auswerten und deinen Social-Media-Auftritt Schritt für Schritt skalieren – statt dich von spontanen Likes oder einem einzelnen viralen Post verrückt machen zu lassen.
KI-Sichtbarkeit: 7 Fragen und Antworten zum AI Visibility Score
![Ein Comicstrip aus drei Panels, der sich mit der Optimierung des AI Visibility Score beschäftigt.
"Sichtbar" – Eine Graphic Novel über KI und Sichtbarkeit**
**Panel 1 (Szene 1: Der stille Kampf im Schatten)**
Ein modernes Büro bei Nacht, blaues Monitorlicht wirft Schatten. *Lena*, eine junge Frau mit scharfem Bob und konzentriertem Blick, sitzt vor drei Bildschirmen. Links: Google-Rankings, mittig: ein Chatbot-Fenster mit der Antwort *"Keine relevanten Quellen gefunden"*, rechts: ein Social-Media-Feed, auf dem Konkurrenten in KI-generierten Posts strahlen. Ihre Hände umklammern eine Tasse kalten Kaffee. Im Hintergrund ein leerer Bürostuhl – ihr Kollege ist längst gegangen.
Textfeld: *"Die Nacht gehört den Algorithmen."*
Sprechblase (unsichtbare KI-Stimme aus dem Chatbot): *"Versuch es anders."*
**Panel 2 (Szene 2: Die Datenjagd beginnt)**
Lenas Finger fliegen über die Tastatur, ihr Gesicht ist jetzt von buntem Datenlicht erhellt. Auf dem Bildschirm: ein Dashboard mit explodierenden Diagrammen, roten und grünen Pfeilen, Wortwolken. Sie beißt sich auf die Lippe, während sie einen präzisen Prompt tippt. Neben ihr steht *Mark*, ihr smarter Kollege mit lockigem Haar, und hält einen Ausdruck hoch – eine Statistik mit einem steil ansteigenden Graphen.
Sprechblase (Mark): *"Die KI liebt klare Fakten."*
Sprechblase (Lena, grinsend): *"Dann geben wir ihr welche."*
**Panel 3 (Szene 3: Das Licht am Ende des Algorithmus)**
Derselbe Bildschirm, aber jetzt dominieren grüne Balken. Der Chatbot zitiert Lenas Marke prominent: *"Laut [Marke] sind die Vorteile…"* – darunter ein Link, der bereits angeklickt wird. Lena lehnt sich zurück, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Im Hintergrund erscheint eine freundliche KI-Figur (glatte Oberfläche, warme Farben) und korrigiert höflich einen anderen Bildschirm.
Sprechblase (KI): *"Hier die korrekten Daten."*
Textfeld: *"Manchmal reicht ein klarer Satz."*](https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2026/04/comicstrip-ai-visibility-index.jpg)
1. Was ist der AI Visibility Score überhaupt?
Eine Kennzahl, die misst, wie oft und prominent deine Marke in KI-Antworten (z. B. ChatGPT) auftaucht. Nicht zu verwechseln mit klassischer SEO – hier geht’s um KI-Suchergebnisse, nicht um Google-Rankings.
2. Welche Metriken stecken hinter dem Score?
Plattformabdeckung, Erwähnungsfrequenz, Zitierungen, Sentiment, Konsistenz und Share of Voice. Klingt wie Buzzword-Bingo, ist aber einfach: Wie oft, wo und wie positiv wird deine Marke erwähnt?
3. Wie wird der Score eigentlich berechnet?
Tools analysieren KI-Antworten auf Erwähnungen, Kontext und Autorität. Keine Magie – nur Datenkraken, die zählen, ob deine Marke öfter genannt wird als die Konkurrenz. Spoiler: Ja, das ist aufwendig.
4. Gibt es einen „guten“ AI Visibility Score?
Kommt drauf an. Branchen, Wettbewerb und Markenstärke spielen eine Rolle. Ein Score von 80/100 ist in Nischen super, in gesättigten Märkten vielleicht nur Mittelmaß. Benchmarks? Fehlanzeige – noch.
5. Wie verbessere ich meinen Score?
Prompt-optimierte Inhalte, klare Entity Clarity (KI muss deine Marke verstehen) und Digital PR für Zitierungen. Kurz: Mach es der KI leicht, dich zu erwähnen – und belohne sie mit relevanten Infos.
6. Wie oft sollte ich den Score messen?
Monatlich die Kernmetriken checken, vierteljährlich Wettbewerbsanalysen. Zu oft? Overkill. Zu selten? Verpasst Trends. Goldene Mitte: So regelmäßig wie dein Kaffee-Nachschub.
7. Was tun bei KI-Halluzinationen über meine Marke?
Korrekturen einreichen (Plattformen haben oft Feedback-Tools) und eigene Inhalte pushen, die Fakten klarstellen. KI lügt nicht absichtlich – sie ist nur schlecht informiert. Deine Aufgabe: Aufklären.
Prompt Engineering 101: Ein Leitfaden für die Kunst der perfekten KI-Anweisung
Das Zeitalter der generativen Künstlichen Intelligenz hat eine völlig neue Disziplin hervorgebracht: das Prompt Engineering. Aber was genau ist das eigentlich? Ein Prompt ist im Wesentlichen die Textanweisung, die an ein großes Sprachmodell (LLM) gesendet wird, um eine spezifische Antwort oder Aufgabe zu generieren.
Um wirklich brillante und präzise Ergebnisse aus der KI heraus zu kitzeln, reicht eine simple Google-artige Suchanfrage oft nicht aus. Man kann sich den Prozess des Prompt Engineering am besten wie das Briefing eines extrem talentierten und willigen, aber Praktikanten vorstellen, der sich bei dir aber überhaupt noch nicht auskennt: Je genauer man die Aufgabe, den Kontext und die Rahmenbedingungen beschreibt, desto eher entspricht das Ergebnis der eigenen Vision.
Die Grundpfeiler: Was macht einen guten Prompt aus?
Exzellentes Prompt Engineering zeichnet sich primär durch drei Merkmale aus: Klarheit, Präzision und Spezifität. Vage Formulierungen oder unnötiger Fachjargon sollten unbedingt vermieden werden, da sie die KI schlichtweg verwirren und zu unzusammenhängenden Antworten führen können.
Ein strukturierter Profi-Prompt besteht idealerweise aus vier Kernkomponenten:
- Anweisung: Die spezifische Aufgabe, die das Modell ausführen soll.
- Kontext: Hintergrundinformationen, die dem Modell helfen, den Rahmen der Aufgabe zu verstehen.
- Eingabedaten: Der konkrete Text oder die Daten, die verarbeitet werden sollen.
- Ausgabe-Indikatoren: Vorgaben zum gewünschten Format oder Stil der Antwort.
Aller Anfang ist leicht: Zero-Shot und Few-Shot Prompting
Die Qualität der KI-Antworten hängt massiv davon ab, wie viel Führung man dem Modell durch Beispiele und Kontext bietet.
Zero-Shot Prompting Hierbei wird eine direkte Anweisung ohne zusätzliche Muster oder Beispiele gegeben. Das Modell verlässt sich rein auf sein vorab trainiertes Wissen. Das ist ideal für einfache, alltägliche Aufgaben oder Abfragen von Allgemeinwissen, erfordert jedoch eine extrem klare Aufgabenstellung. Beispiel: “Erkläre das Konzept von ‘Prompt Engineering’ in 3 Sätzen.”
One-Shot & Few-Shot Prompting Wenn die Aufgabe komplexer wird, helfen Beispiele. Diese Techniken liefern dem Modell ein oder mehrere Muster, denen es folgen kann. Während ein einziges Beispiel (One-Shot) bereits hilft, ein Format zu klären, verbessert die Bereitstellung mehrerer Beispiele (Few-Shot) die Leistung bei komplexen oder spezialisierten Aufgaben erheblich. Beispiele demonstrieren die gewünschte Input-Output-Beziehung und helfen der KI, spezifische Anforderungen exakt einzuhalten.
Schlüpf in eine Rolle: Role Prompting & System Prompts
Warum sollte die KI wie ein emotionsloser Roboter klingen, wenn sie auch ein Star-Autor sein kann? Indem man der KI eine Identität oder Persona zuweist – zum Beispiel „Du bist ein erfahrener Videodrehbuchautor“ –, lassen sich Tonfall und Fachgehalt der Antwort gezielt steuern. Dies ermöglicht dem Modell den Zugriff auf spezifische Teilbereiche seiner Wissensbasis und führt zu kontextgerechteren und autoritäreren Antworten. Aber Achtung: Studien zu Prompt Engineering haben gezeigt, dass Rollenprompting sehr wohl den Tonfall der Antwort in die gewünschte Richtung lenkt, aber das Reasoning – also die Fähigkeit der KI, Schlussfolgerungen zu ziehen, eher negativ beeinflusst.
Es ist zudem wichtig, zwischen zwei Arten von Prompts zu unterscheiden:
- System Prompt: Dieser wird oft vordefiniert und setzt den grundlegenden Rahmen (z.B. “Du bist ein sachkundiger SEO-Berater”). Er bleibt meist über alle Konversationen gleich.
- User Prompt: Das ist die Eingabe von dir als Nutzer, die die konkrete Anfrage oder Aufgabe für das System enthält.
Die Meisterklasse: Komplexe Techniken für echte Profis

Wenn du die KI zu Höchstleistungen antreiben willst, brauchst du schwereres Geschütz.
Chain-of-Thought (Schritt-für-Schritt-Denken) Besonders bei logischen, mathematischen oder komplexen schlussfolgernden Aufgaben ist diese Aufforderung äußerst effektiv. Sie animiert das Modell dazu, ein Problem in logische Zwischenschritte zu zerlegen, was die Fehleranfälligkeit deutlich reduziert. Die populärste Variante ist die magische Phrase: “Lass uns Schritt für Schritt denken.”
Tree of Thought (Verzweigtes Denken) Diese Technik erweitert Chain-of-Thought: Statt linear vorzugehen, erkundet die KI mehrere Gedankenpfade parallel. Sie generiert mehrere mögliche Lösungen, bewertet diese kritisch und verfolgt die vielversprechendsten weiter. Das ist besonders wertvoll bei komplexen Problemen, bei denen es mehrere valide Ansätze gibt. Prompt Engineering Profis kombinieren Tree of Thought oft mit Role Prompting, sodass die KI parallel aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf ein Problem blicken kann.
Prompt Chaining & Reflection Prompting Bei sehr komplexen Aufgaben ist es oft effektiver, das Problem in mehrere kleinere Prompts zu zerlegen und die Ausgabe eines Prompts als Eingabe für den nächsten zu nutzen (Prompt Chaining). Wer mit Automatisierungs-Tools wie n8n arbeitet, schaltet dazu einfach in seinen Workflows mehrere AI-Nodes hintereinander. Mit dem Reflection Prompting forderst du die KI zudem auf, ihre eigene Antwort zu überprüfen, bevor sie das Endergebnis liefert – extrem wertvoll, wenn Genauigkeit kritisch ist.
Negative Prompting Ein guter Prompt definiert nicht nur, was gemacht werden soll, sondern auch klar, was nicht gemacht werden soll. Verwende explizite Negationen wie „Vermeiden Sie…“, „Schließen Sie aus…“ oder „Nennen Sie nicht…“, um unerwünschte Ausgaben zu verhindern.
Spickzettel gefällig? Strukturierte Frameworks
Um sicherzustellen, dass im Eifer des Gefechts kein wichtiges Element vergessen wird, haben sich praktische Merkhilfen etabliert:
- CARE-Framework: Context (Was ist die Situation?), Ask (Was soll gemacht werden?), Rules (Welche Grenzen gibt es?), Examples (Muster für Outputs).
- CREATE-Framework: Character (Rolle), Request (Anfrage), Examples (Beispiele), Adjust (Anpassung), Type (Format), Extras (Zusätze).
Eine Reihe weiterer Merkhilfen und Bots, die dir bei der Entwicklung guter Prompts helfen, findest du unter diesem Link.
Ein Blick unter die Motorhaube: Parameter-Steuerung
Wer direkt mit APIs oder in Entwickler-Studios arbeitet, kann die Antworten auch technisch steuern. Die sogenannte “Temperature” (meist 0-2) kontrolliert den Grad der Zufälligkeit.
- Niedrig (0-0.3): Deterministisch, fokussiert. Ideal für Fakten, Code und formale Texte.
- Mittel (0.7): Balanciert und für die meisten Aufgaben geeignet.
- Hoch (1.0+): Kreativ, variabel, überraschend. Ideal für Brainstorming.
Bilder im Kopf: Besonderheiten beim Text-zu-Bild-Prompting
Während das Prompting für Sprachmodelle stark auf logischen Anweisungen basiert, folgt das Text-zu-Image-Prompting (für KIs wie Midjourney) anderen Regeln. Bild-KIs verstehen beschreibende Substantive und Adjektive besser als imperative Handlungsanweisungen.
Ein Bild-Prompt sollte visuelle Zutaten enthalten: Hauptobjekt, Licht und Atmosphäre, Medium (z.B. Ölgemälde), Kameraperspektive und Stil. Zudem nutzen Profis “Magic Words” wie “4K”, “Hyperrealistisch” oder “Studio-Beleuchtung”, um der KI mitzuteilen, dass sie ein bestimmtes Qualitätsniveau anstreben soll.
Fazit: Die goldene Regel des Prompting
Die wichtigste Lektion zum Schluss: Es gibt keine universelle “Geheimformel”. Prompt-Engineering ist kein statisches Auswendiglernen von Regeln, sondern ein iterativer Prozess. Der erste Entwurf ist selten perfekt. Erst durch wiederholte Rückfragen, das Hinzufügen von Kontext, systematisches Experimentieren und das Kombinieren von Techniken (wie Role Prompting plus Few-Shot plus Chain-of-Thought) nähert man sich dem absoluten Wunschergebnis an.
Viel Spaß beim Ausprobieren und Experimentieren!
Macher und Träumer, Beharrer und Rebellen, Logiker und Empathiker: Das Process Communication Model als Bot
Das Process Communication Model des Psychologen Taibi Kahler unterscheidet zwischen sechs verschiedenen Persönlichkeitsmerkmalen, die in jedem Menschen in unterschiedlich starker Ausprägung vorhanden sind. Der Chatbot hilft Kommunikatoren, die Eigenheiten der verschiedenen Kommunikationstypen besser zu verstehen.
Sie können Ihm zum Beispiel einen Slogan, einen Claim oder eine Geschichte vorgeben, und beurteilen lassen, wie der Text auf Personen mit den unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen wirkt.

RX-27 – die Origin Story des Marketing-Genies aus Blech
Zum Begleitmaterial des Kurses “Storytelling mit KI” gehört eine Folge kurzer Comics, die dabei helfen können, die Unterrichtinhalte der einzelnen Kurstage zu vertiefen. In diesem Video erfährst du, wie die beiden Hauptfiguren Karen und RX-27 zueinander gefunden haben.
Augenblick & Ewigkeit (Übung Content-Strategie)
Augenblick & Ewigkeit – Hochzeitsfotografie
Eure Kundin ist Anna Lenhoff, eine Hochzeitsfotografin, die ihr Geschäft in den letzten Jahren stark ausgebaut hat. Sie hat sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert und bietet Paaren eine breite Palette an Dienstleistungen an, von der Vorbesprechung über die Hochzeitsfotografie bis hin zur Nachbearbeitung und Lieferung von qualitativ hochwertigen Fotos und Fotobüchern.
Anna Lenhoff über ihre Dienstleistung
Herausforderungen:
Anna Lenhoff ist ständig auf der Suche nach neuen Kunden, da sie wegen der Natur ihres Angebots keine Stammkunden generieren kann.
Sie hat auch das Gefühl, dass sie sich in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Markt behaupten muss, in dem viele andere Fotografen ähnliche Dienstleistungen anbieten.
Da sie eine individuelle Dienstleistung erbringt, ist ihr Geschäft nur sehr begrenzt skalierbar. Sie stände Kooperationen mit anderen Fotografen aber positiv gegenüber.
Aufgaben:
- Formuliert konkrete Ziele, die sich aus den Herausforderungen ergeben. Entscheidet, welche davon Ihr mit einer Content-Marketing-Strategie angehen wollt. Benennt, mit welchen Messgrößen Ihr das Erreichen dieser Ziele belegen wollt.
- Recherchiert das Marktpotential und definiert konkret die Zielgruppe, die Ihr ansprechen wollt. Entwerft dazu eine oder mehrere Personas. Stützt euch dabei auf Daten, die Ihr aus allgemein zugänglichen Quellen ermittelt habt.
- Wählt ein Modell zur strategischen Planung von Content-Marketing.
- Entwickelt Themen entlang des gewählten Modells, mit denen Ihr die unter 1. formulierten Ziele erreichen wollt. (Arbeitstitel und kurze Beschreibung genügen). Neben Owned Content solltet Ihr auch Paid-, Earned- und Shared-Content in eure Überlegungen einbeziehen.
Möchtet Ihr mehr wissen? Dann nutzt den Chat, um von Anna weitere Informationen zu erhalten.
Drahtzieher (Übung Content-Strategie)
“Drahtzieher” – Hersteller und Online-Händler hochwertiger Gitarrensaiten
Das Traditionsunternehmen Drahtzieher produziert und vertreibt hochwertige Gitarrensaiten für Konzert- und Elektrogitarren. Über einen eigenen Onlineshop und den Amazon Marketplace erzielt Drahtzieher 30 Prozent seines Absatzes im Endkundengeschäft. 60 Prozent des Absatzes entfallen auf Musikhäuser, die Drahtzieher-Saiten in ihrem Sortiment führen, die restlichen 10 Prozent gehen an Instrumentenbauer, die in Deutschland hochwertige Saiteninstrumente herstellen.
Thomas Gärtner über sein Unternehmen
Herausforderungen:
Der Absatz in Musikhäusern mit eigenem Ladengeschäft ist seit einigen Jahren rückläufig. Gerade Verschleißartikel wie eben Gitarrensaiten bestellen viele Kunden inzwischen online.
Die Herstellung der Saiten in Deutschland ist kostspielig und macht eine Ausweitung des Absatzes über niedrige Preise unattraktiv, zumal die deutlich bekannteren Wettbewerber, etwa Augustine oder D’Addario, ihre Saiten in China produzieren lassen.
Die Geschäftsleitung wünscht sich deshalb ein Content Marketing-Konzept, das sich gleichermaßen an Musikhäuser wie an Endkunden richtet. Neben eigenem (owned) Content soll das Content Marketing auch Strategien zu Shared Content und Earned Content entwickeln. Für den Einsatz von Paid Content steht aufgrund der aktuell schwierigen Erlössituation nur ein minimales Budget von 200 €/Monat zur Verfügung, das aktuell für Shopping-Anzeigen auf den Ergebnisseiten von Google ver(sch)wendet wird.
Aufgaben:
1. Formuliert konkrete Ziele, die sich aus den Herausforderungen ergeben. Entscheidet, welche davon Ihr mit einer Content Marketing Strategie angehen wollt. Benennt, mit welchen Messgrößen Ihr das Erreichen dieser Ziele belegen wollt.
2. Recherchiert Marktpotential und definiert konkret die Zielgruppe, die Ihr ansprechen wollt. Entwerft dazu eine oder mehrere Personas. Stützt euch dabei auf Daten, die Ihr aus allgemein zugänglichen Quellen ermittelt habt.
3. Wählt ein Modell zur strategischen Planung von Content Marketing.
4. Entwickelt Themen entlang des gewählten Modells, mit denen Ihr die unter 1. formulierten Ziele erreichen wollt. (Arbeitstitel und kurze Beschreibung genügen).
Möchtet Ihr mehr wissen? Dann nutzt den Chat, um von Thomas weitere Informationen zu erhalten.








