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Bitkom-Umfrage -
Homeoffice auch nach Ende der Pandemiemaßnahmen gefragt

Wie eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, nutzen noch rund zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die diese Möglichkeit haben, das Homeoffice vollständig oder teilweise. Im letzten Jahr waren es noch drei Viertel.

Interessanterweise ist die Zahl derjenigen, denen ihr Arbeitgeber diese Möglichkeit einräumt, ist sogar leicht gestiegen. Fast zwei Drittel der Beschäftigten (64 Prozent) haben diese Option. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 425 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Homeoffice als Wettbewerbsfaktor

Laut Bitkom-Präsident Achim Berg möchten eine breite Mehrheit der Erwerbstätigen ihren Arbeitsort flexibel wählen können, um zwischen Homeoffice, Büro und anderen Orten zu wechseln. Für Unternehmen sei dies angesichts des massiven Fachkräftemangels ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Hybride Arbeitsmodelle können zu einer besseren Work-Life-Balance, höherer Motivation und Produktivität beitragen.

Diejenigen, die nur gelegentlich oder gar nicht im Homeoffice arbeiten, möchten vor allem wieder mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Kaffeeküche plaudern, und mehr als ein Drittel möchte dies wieder vor Ort und nicht mehr nur virtuell tun. Ein weiteres Drittel möchte Berufliches und Privates stärker trennen.

Als weitere Gründe nannten die Befragten eine langsame oder fehleranfällige Internetverbindung, eine starke Präsenzkultur in den Unternehmen, zu häufige Ablenkung durch Familie oder Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie das Fehlen eines richtigen Arbeitsplatzes zu Hause.

Deutsche entdecken Podcasts für sich

Mehr als jeder fünfte Bundesbürger hört Podcasts. Das hat eine repräsentative Umfrage des BITKOM ergeben, für die die Meinungsforscher des Verbandes 1006 Personen zu diesem Thema befragten.

Podcasts, per Feed abonnierbare Audio- oder audiovisuelle Medien, gibt es bereits seit dem Jahr 2000, diesen Namen (angelehnt an Apples Medienplayer iPod) tragen sie seit dem Jahr 2004. Während Podcasts in den USA bereits früh relativ populär wurden, sind sie in Deutschland erst in den letzten paar Jahren auf allgemeines Interesse gestoßen.

Ergebnisse einer Studie von Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM (Grafik: BITKOM)

So dürften sich viele Hörer erstmals näher mit Podcasts beschäftigt haben, nachdem die regelmäßige Radiosendung Sanft und Sorgfältig mit Olli Schulz und Jan Böhmermann eingestellt worden war, und unter dem Titel Fest und Flauschig ihre Fortsetzung als Podcast bei Spotify fand.

Breites Themenspektrum in Podcasts

Inzwischen betreiben etliche Online-Medien Podcasts als Teil ihres Angebots. So etwa die Zeit mit

und noch einigen Serien mehr.

Bei Spiegel Online sind die Titel

oder der Podcast von

als Hörstücke abonnierbar.

Eine von solchen Leitmedien unabhängige Podcastschmiede ist Viertausendhertz. Dort finden sich unter anderem

oder

  • Systemfehler

Der nach wie vor international wichtigste Katalog ist die Podcast-Rubrik im iTunes-Store. Wer nicht ausschließlich in Walled Gardens wie Spotify publiziert, kann über diesen Katalog ein riesiges Publikum erreichen.

Dass dieses Format hierzulande erst in den letzten Jahren den Durchbruch geschafft hat, könnte der Studie zufolge auch etwas mit der Verbreitung von Smartphones zu tun haben: Drei von vier Nutzern hören die Audio-on-Demand-Angebote auf ihren Mobiltelefonen.

Thematisch liegen Nachrichten und Politik ganz vorn in der Gunst der Podcast-Hörer. Mehr als jeder dritte hört Comedy als Podcasts, und immerhin noch fast jeder fünfte unter den Hörern informiert sich über damit über Technologie- und Gesundheitsthemen. Mit der wachsenden Zahl von Podcast-Hörern haben aber auch Nischenthemen – seit jeher bei Podcast-Machern beliebt – eine Chance, auf einige offene Ohren zu stoßen.

(Grafik: Statista, Daten: Bitkom Research)

Umfrage: Bundesbürger wollen Meldesystem, Lösch- und Sperrpflichten

Falschmeldungen, die bewusst gestreut werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren, stoßen in Deutschland auf wenig Gegenliebe: Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalbranchenverbands Bitkom unter 1.009 Personen ab 14 Jahren.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/umfrage-fake-news.jpg” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista auf Basis einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom” captionposition=”left” revealfx=”off”]

Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich darin für ein hartes Durchgreifen aus: 88 Prozent wünschen sich eine Möglichkeit, Betreiber sozialer Netzwerke auf Falschmeldungen hinzuweisen, 87 Prozent erwarten von den Betreibern selbst strengere Prüfungen und bei Bedarf ein zeitnahes Löschen, und deutliche 91 Prozent schließen sich der Forderung an, notorische Verbreiter von Fake News zu sperren. Die Notwendigkeit, vor dem Löschen von Beiträgen einen richterlichen Beschluss einzuholen, sieht dagegen nicht einmal jeder vierte Umfrageteilnehmer, und gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer stimmt der Aussage zu, eine Demokratie müsse Falschmeldungen aushalten können.

Virtual Reality: Bis 2020 mehr als eine Milliarde Umsatz

Bis zum Jahr 2020 sollen Unternehmen im Bereich Virtual Reality jährlich über eine Milliarde Euro umsetzen, überproportional wachsen wird vor allem der Umsatz der VR-Inhalte. Diese Zahl geht aus einer Prognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens
Deloitte hervor, die der Branchenverband Bitkom in der Studie Zukunft der Consumer Technology – 2016 anführt.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/vr-inhalte.jpg” alt=”VR-Inhalte” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista, CC BY-ND 3.0” captionposition=”left” revealfx=”inplace”]

Während die Nachfrage nach Hardware schon 2019 vorübergehend Sättigungserscheinungen aufweisen könnte, rechnen die Experten mit einer ungebrochen steigenden Nachfrage auf dem Gebiet der Inhalte. Zwar interessieren sich viele der potentiellen VR-Nutzer vor allem für das intensivere Spielerlebnis beim Gaming in der virtuellen Realität, aber auch Filme, Nachrichtenclips, Musikkonzerte oder Sportereignisse bieten sich als VR-Inhalte an. Wie verschiedene Medien ihre Themen in die virtuelle Realität übertragen, zeigt die folgende, in unregelmäßigen Abständen aktualisierte Playlist:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt47nAoc_bCnTcClmPoNTCsY

Regionalzeitungen auch online wichtigste Quelle für lokale News

Mehr als jeder vierte Internetnutzer informiert sich über das lokale Geschehen aus den Online-Ablegern von Regionalzeitungen. Einer von fünf nutzt dazu aber auch lokale oder hyperlokale Blogs. Das geht aus einer repräsentativen Studie von Bitkom Research hervor, für die das Unternehmen 1.023 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt hat.

Erstaunlichstes Ergebnis der Befragung dürfte die Zahl der Nutzer sein, die sich über lokales Geschehen überhaupt nicht online informieren: Mehr als vier von zehn Internetnutzern beschäftigen sich online nicht mit örtlichen Nachrichten. Auch deshalb sehen sich lokale Angebote großen wirtschaftlichen Herausforderungen gegenüber.