Schlagwort-Archiv: livestream

Live-Audio-Streaming jetzt auch bei Spotify

Seit dem anfänglichen Erfolg von Clubhouse sind etliche Dienste entstanden, bei denen Live-Audio eine Rolle spielt, von den Spaces bei Twitter bis zu Amazon Amp. Spotify ist über die separate App Greenroom schon länger dabei. Jetzt nimmt Spotify Live-Audio auch in sein Hauptangebot auf.

Wie das Unternehmen gestern mitteilte, bekommt Greenroom zunächst den neuen Namen Spotify Live. Dieses Angebot wird vorerst als separate App weitergeführt werden. Parallel dazu integriert Spotify ein Live-Audio-Angebot in seine Standard-App. Hörer können sich über die Künstler- oder Podcast-Seite in einen gerade laufenden Livestream schalten. Wer über das reine Hören hinaus in die Konversation einsteigen möchte, kann von da aus zur Spotify Live-App wechseln.

Derzeit können nur ausgewählte Creator direkt auf Spotify live veröffentlichen. Alle übrigen können dazu weiter die frisch in Spotify Live umbenannte App Greenroom nutzen. Der Rollout ist im Gange, die ersten Live-Audio-Events sollen bereits heute stattfinden.

Amazon Amp: Nicht noch ein Clubhouse-Klon! Oder doch?

Jetzt springt auch Amazon auf den Live-Audio-Zug auf: Mit “Amp” testet der Online-Versender in den USA einen entsprechenden Dienst – vorerst, auch das eine Parallele zu den frühen Tagen von Clubhouse – nur für iOS und nur per Einladung nutzbar. Nostalgie dürfte aber aus anderen Gründen aufkommen.

Amazon beschreibt seinen neuen Dienst als Neuerfindung des Radios: Die Hosts, also die Studiomoderatoren können abwechselnd plaudern, Höreranrufe entgegen nehmen und Musik auflegen. Dabei haben nach Angaben von Amazon die freie Wahl aus einer Bibliothek von mehreren Millionen Songs.

Amazon Amp soll für Hörer wie für Hosts kostenlos sein. Der Dienst ist aber noch in Entwicklung. Nach Angaben der Verantwortlichen soll die Invite-Only-Lösung Amazon helfen, ihn noch besser auf die Bedürfnisse von Hosts und Hörern zuzuschneiden. Zu den ersten, deren Radioshows dort zu hören sein werden, gehören Künstler und Künstlerinnen wie Nicki Minaj, Pusha T, Tinashe, Lindsey Stirling, Travis Barker, Lil Yachty oder Big Boi.

Derzeit kann die zugehörige App nur über den iOS-Store in den USA heruntergeladen werden. Nutzer können sich über diese App dann auf die Warteliste setzen lassen. Zur Anmeldung benötigen Nutzer ein Konto bei Amazon.

Introducing Amp. Host your own radio show with the music you love!

Instagram: Live-Videos können jetzt bis zu 24 Stunden online bleiben

Instagram-Nutzer, die ein Live-Video an ihre Freunde gesendet haben, können die Aufnahme jetzt nach dem Ende der Übertragung in eine Instagram-Story übernehmen und damit 24 Stunden online halten. Das hat das Unternehmen in einem aktuellen Blog-Beitrag mitgeteilt.

Bislang verschwanden Live-Videos auf dieser Plattform unmittelbar, nachdem der Livestream geendet hatte. Möglich ist das auch jetzt noch – wenn der Nutzer sich dazu entschließt, die Aufzeichnung nicht in eine Story zu übernehmen.

Bei der Wiedergabe eines aufgezeichneten Livestreams zeigt Instagram Kommentare und Likes, wie sie während der Übertragung geäußert wurden. Nutzer können in den Aufzeichnungen vor- und zurückspulen und per Nachricht mit dem Filmer Kontakt aufnehmen.

YouTube Live: YouTube schaltet Livestreams per Smartphone frei

YouTuber, deren Kanäle mindestens 10.000 Abonnenten aufweisen, können ab sofort Livestreams per Smartphone starten. Das teilt das Unternehmen im offiziellen YouTube-Blog mit. Die schon im Sommer 2016 angekündigte Funktion soll der Mitteilung zufolge demnächst auch allen anderen Nutzern zur Verfügung stehen.

Wie seinerzeit angekündigt, bieten die mobilen Livestreams alle von anderen YouTube-Videos bekannten Möglichkeiten, sind also über die YouTube-Suche und über Empfehlungen auffindbar, können in Playlists aufgenommen werden, die Ersteller können die Videos aber auch als privat oder nicht gelistet deklarieren und das Einbetten in andere Webangebote unterbinden.

Gleichzeitig startet YouTube in 20 Ländern (für Zuschauer sogar in mehr als 40 Ländern) sein Super Chat-Programm, mit dessen Hilfe YouTuber in Livestreams zusätzliche Einnahmen generieren können. Die Super Chat-Funktion ermöglicht es Zuschauern, ihre Kommentare gegen eine Gebühr hervorgehoben darzustellen und oberhalb des allgemeinen Kommentarstroms anzeigen zu lassen.

Mehr Übersicht: Twitter-Apps bekommen Explore-Funktion

Twitter aktualisiert seine Apps für iOS (ab sofort) und Android (in den kommenden Wochen):

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/uebersicht-twitter.png” credit=”Foto: Twitter” alt=”Explore-Funktion in Twitter-Apps” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Nach dem Antippen der Lupe erscheint dann nicht mehr die von einer Trend-Übersicht begleitete Suchfunktion, sondern eine “Explore” genannte kombinierte Übersicht. Twitter vereint darin Trends, von Nutzern kuratierte Moments, beliebte Live-Videos, und natürlich auch weiterhin ein Eingabefeld für die Suche. Das hat Twitters Produkt-Designerin Angela Lam in einem aktuellen Blogeintrag angekündigt.

Bislang müssen Twitter-Nutzer sich durch verschiedene Ansichten arbeiten, um sich einen Gesamtüberblick über diese Inhalte zu verschaffen. Angela Lam betont, dass die neue Explore-Funktion keine liebgewordenen Merkmale oder Inhalte ersetzt, sondern lediglich das Stöbern nach interessanten Tweets vereinfachen soll. Mit der Aktualisierung der App unter iOS hat Twitter bereits begonnen, unter Android soll die neue Ansicht demnächst ebenfalls bereitstehen.

Super Chat: YouTube macht Kommentare in Livestreams zu Geld

YouTube führt einen neuen Typ von Kommentaren ein, den Super Chat. So nennt der Dienst hervorgehobene Kommentare, die für bis zu fünf Stunden oben gehalten werden. Künftig soll jeder Zuschauer eines Livestreams die Möglichkeit erhalten, gegen Bezahlung solche Kommentare zu verfassen. Den Video-Ersteller will Youtube an den so erzielten Einnahmen beteiligen.

Vorerst bietet YouTube die Möglichkeit, Super Chats zu erstellen, in einer Beta-Phase für eine kleine Gruppe ausgewählter Videoproduzenten an. Schon vom 31. Januar an sollen aber Videoproduzenten in 20 Ländern und Zuschauer in mehr als 40 Ländern den Kommentartyp Super Chat nutzen können.

Gleichzeitig kündigt Produktmanagerin Barbara Macdonald das Ende eines anderen Monetarisierungsmodells an: Für das “Fan Funding”, über das Zuschauer direkt Geld an die Videoproduzenten senden konnten, sind keine Anmeldungen mehr möglich, auf angemeldeten Kanälen kann die Option nur noch bis zum 28. Februar genutzt werden.

Elbphilharmonie: YouTube überträgt Eröffnungskonzert live in 360 Grad

Nur einem ausgewählten Publikum ist es vergönnt, das Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie vor Ort zu genießen. Wer nicht dazu gehört, kann dem Erlebnis aber mit Hilfe von YouTube ziemlich nahe kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=__4EmRRYbO8

Heute, am 11. Januar von 18:30 Uhr an, überträgt YouTube das Eröffnungskonzert live und in 360-Grad-Rundumsicht. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock treten zusätzlich zum NDR Elbphilharmonie Orchester eine Reihe hochkarätiger Solisten wie Philippe Jaroussky und Camilla Tilling auf.

Auf einem Desktop-Bildschirm kann der Zuschauer die Perspektive mit der Maus variieren. Wer das Konzert in Virtual Reality erleben möchte, benötigt ein Mobilgerät, die zugehörige YouTube-App (für iOS oder Android) und ein Cardboard. Wer in Hamburg ist, kann die faltbare VR-Brille im Besucherzentrum der Elbphilharmonie oder im Elbphilharmonie Kulturcafé in der Hamburger Innenstadt heute noch kostenlos erhalten.

Live in 360 Grad: Jetzt zeigt auch Periscope Rundum-Videos

Nachdem erst kürzlich YouTube und Facebook diese Möglichkeit geschaffen haben, ermöglicht jetzt auch Twitter über seinen Live-Video-Dienst Periscope Rundum-Videos. Wie die Periscope-Entwickler in einem aktuellen Blog-Eintrag erläutern, sind 360-Grad-Videos mit der Markierung Live 360 gekennzeichnet. Ruft ein Nutzer ein solches Video über sein Smartphone auf, kann er während der Wiedergabe die gezeigte Umgebung erkunden, indem er sein Smartphone in verschiedene Richtungen schwenkt. Aber auch durch Wisch- oder, etwa auf Desktops, durch Mausbewegungen lässt sich die Blickrichtung ändern.

360-Grad-Videos ansehen können ab sofort alle Twitter- oder Periscope-Nutzer, selbst streamen dürfen aber bislang nur ausgewählte Partner. In den kommenden Wochen will Twitter diese Möglichkeit auf weitere Nutzer ausdehnen. Interessenten, die es eilig haben, können sich schon jetzt in eine Warteliste eintragen.

Erst 3D-Fernsehen, dann Radio: Facebook startet Livestreaming von Audio-Inhalten

Es muss nicht immer Bewegtbild sein: Facebook führt Live Audio ein, die Möglichkeit also, einen rein akustischen Livestream zu starten. Wie es in der Mitteilung des Unternehmens heißt, wurde diese Möglichkeit schon in der Vergangenheit häufiger nachgefragt. Bislang haben sich Nutzer, die reine Audio-Livestreams senden wollten, mit Video-Livestreams beholfen, während derer sie Standbilder zeigten. Live Audio soll es Facebook-Nutzern ermöglichen, auch in Gegenden live zu gehen, in denen keine hohe Bandbreite zur Verfügung steht.

Wie bei Video-Livestreams werden Nutzer auch bei Live Audio die Möglichkeit erhalten, die Livestreams in Echtzeit zu kommentieren, zu bewerten und zu teilen. Da Audio-Inhalte oft nebenbei genutzt werden, werden Android-Anwender Livestreams auf ihren Geräten auch dann hören können, wenn sie andere Apps nutzen. iOS-Anwender sollen immerhin den Audio-Stream weiter hören können, während sie sich in der Facebook-App andere Inhalte ansehen.

Facebook startet Live Audio mit ausgewählten Partnern, zu denen der BBC World Service , LBC, Harper Collins, sowie die Autoren Adam Grant und Brit Bennett gehören. Im Laufe des nächsten Jahres sollen dann alle Facebook-Nutzer die Möglichkeit erhalten, Audio-Streams auf den Weg zu bringen.

Twitter integriert Video-Livestreams in die Standard-App

Wer Video-Livestreams über Twitter verbreiten möchte, ist künftig nicht mehr auf die separate App Periscope angewiesen. Twitter hat die Livestream-Funktion in seine Apps für iOS und Android integriert. Um auf Twitter live zu gehen, genügt es, den Dialog zum Verfassen eines neuen Tweet aufzurufen, auf das Kamerasymbol und dann in der anschließenden Medienübersicht auf “Live” zu tippen. Handhaben lässt sich die in Twitter integrierte Livestream-Funktion so, wie Nutzer es von Periscope gewohnt sind.

Die separate Periscope-App soll dennoch erhalten bleiben, wie Sara Haider, Senior Engineering Manager bei Periscope gegenüber dem Online-Magazin The Verge sagt. Periscope werde weiter entwickelt, neue Funktionen würden als erstes in der Standalone-App verfügbar gemacht. Wie sie anmerkt, verwenden längst nicht alle Periscope-Nutzer regelmäßig Twitter.

Twitter für iOS

[qrcode content=”https://itunes.apple.com/de/app/twitter/id333903271?mt=8″]

Periscope für iOS

[qrcode content=”https://itunes.apple.com/de/app/periscope/id972909677?mt=8″]

Twitter für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=com.twitter.android”]

Periscope für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=tv.periscope.android”]

Facebook zeigt 360-Grad-Videos ab jetzt auch als Livestream

‘Live 360’ heißt Facebooks neueste Möglichkeit, Bewegtbilder live in die Welt zu senden: Während das mit konventionellen Videos schon länger möglich ist, können Facebook-Nutzer von jetzt an auch 360-Grad-Videos live streamen. Die Zuschauer sollen so die Möglichkeit erhalten, noch tiefer ins Geschehen einzutauchen. Den Anfang macht ein Rundum-Video von der Mars Desert Research Station in Utah, USA, das National Geographic am Dienstagabend aussendet.

Bislang können nur ausgewählte Facebook-Nutzer respektive Betreiber von Facebook-Seiten die Live-API nutzen, um Livestreams mit 360-Grad-Videos zu zeigen. In den kommenden Monaten will Facebook diese Möglichkeit ausweiten, irgendwann im Jahr 2017 soll die Funktion dann für alle Profile und Seiten zur Verfügung stehen.

YouTube erlaubt jetzt Livestreams in 4K-Auflösung

Maximal 3840 x 2160 Pixel, maximal 60 Bilder pro Sekunde, und auf Wunsch auch eine 360-Grad-Rundumsicht: Das sind die neuen Grenzen, die YouTube für Livestreams festgelegt hat. Aufgezeichnete Videos in 4K-Auflösung sind bereits seit 2010 möglich, seit 2015 auch mit einer Bildrate von 60 FPS. Wer Livestreams auf YouTube zeigen wollte, musste sich aber bislang mit einer Auflösung von höchstens 2560 x 1440 Pixeln bescheiden.

Sowohl Zuschauer als auch YouTuber, die selbst einen Livestream in 4K-Auflösung zeigen wollen, sind allerdings auf eine stabile Internetverbindung mit hoher Bandbreite angewiesen: YouTube nennt bei höchster Auflösung und Bildrate eine Datenrate von bis zu 51.000 Kilobit pro Sekunde. Dass zudem auch die verwendete Hardware 4K-tauglich sein muss, versteht sich von selbst.