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Google AI Overviews: Chance oder Risiko für SEO?

Warum Google AI Overviews dein neuer bester Freund sein sollten (oder dein größter Albtraum)

Die AI Overviews, diese praktischen (oder nervigen) KI-Zusammenfassungen, beantworten Nutzerfragen direkt in den Suchergebnissen. Klingt erstmal gut – außer für die 265 Millionen Klicks, die deutsche Websites monatlich verlieren, weil niemand mehr auf die eigentlichen Seiten klickt. Zeit, sich anzupassen. Oder unterzugehen. Hier kommen die Methoden, mit denen du die KI überlistest – oder zumindest freundlich dazu bringst, dich zu zitieren.


1. Chunking: Mach’s der KI leicht, dich zu lieben

KI-Systeme sind wie überforderte Praktikanten: Sie brauchen klare Anweisungen. Chunking bedeutet, Inhalte in kleine, präzise Häppchen zu zerlegen, die jeweils eine konkrete Frage beantworten. Statt eines 2.000-Wörter-Epos über „Heizungswartung“ schreibst du lieber „Wie oft muss eine Gasheizung gewartet werden?“ oder „Was kostet eine Heizungswartung?“. Die KI pickt sich dann genau die Infos heraus, die zur Suchanfrage passen – und zitiert dich. Win-win.

2. Listicles: Der heimliche Star der AI Overviews

Fast ein Drittel der zitierten Inhalte in AI Overviews sind Listicles. Warum? Weil Listen strukturiert, leicht verdaulich und perfekt für schnelle Antworten sind. „7 Anzeichen, dass deine Waschmaschine kaputtgeht“ oder „10 Fehler, die du beim Grillen vermeidest“ – solche Formate lieben KIs (und Leser). Bonus: Sie lassen sich gut mit Chunking kombinieren. Jeder Punkt ist ein eigenes Häppchen, das die KI problemlos übernehmen kann. Und du? Wirst zitiert.

3. YouTube-Videos: Wenn die KI lieber zuschaut als liest

Videos sind nicht nur für TikTok. Google liebt YouTube-Inhalte – besonders, wenn sie konkrete Fragen beantworten. „Wie entkalke ich meinen Wasserkocher?“ oder „Welche Versicherung braucht ein Freelancer?“ – solche Titel mit klarer Struktur, Kapitelmarken und einer ausführlichen Beschreibung erhöhen die Chance, in den AI Overviews zu landen. Wichtig: Kein 20-minütiges Gequatsche, sondern präzise, nützliche Infos. Die KI mag’s kurz und knackig.

4. FAQs: Die unterschätzte Geheimwaffe

Häufig gestellte Fragen sind das Brot-und-Butter-Geschäft der AI Overviews. Erstelle eine FAQ-Seite oder baue FAQ-Abschnitte in bestehende Artikel ein. „Kann ich meine Mietwohnung streichen?“ oder „Wie lange hält ein Fahrradreifen?“ – solche Fragen werden oft gesucht und von der KI bevorzugt zitiert. Bonus: FAQs lassen sich perfekt mit Chunking verbinden. Jede Frage ist ein eigenes, zitierfähiges Häppchen.

5. Klare Überschriften: Sag der KI, worum es geht

„Tipps für den Garten“ ist vage. „5 winterharte Pflanzen für Balkonkübel“ ist konkret. Die KI braucht klare Signale, worum es in deinem Inhalt geht. Nutze präzise, suchanfragennahe Überschriften (H2, H3) und Untertitel. Je einfacher die KI deinen Inhalt scannen kann, desto eher wird sie ihn zitieren. Und desto weniger musst du dich über verlorene Klicks ärgern.

6. Schema-Markup: Gib der KI eine Landkarte

Schema-Markup ist wie ein Stadtplan für Suchmaschinen. Es hilft der KI, deine Inhalte besser zu verstehen und einzuordnen. Nutze strukturierte Daten für FAQs, How-Tos oder Listen. Tools wie der Schema Markup Generator machen es einfach. Die KI dankt es dir mit Zitaten – und du dankst es dir mit mehr Sichtbarkeit.

7. Nutzerfragen vorwegnehmen: Wer fragt, wird zitiert

Die AI Overviews leben von Nutzerfragen. Also: Antworte darauf, bevor sie gestellt werden. Nutze Tools wie AnswerThePublic oder die „Ähnliche Fragen“-Box in Google, um herauszufinden, was deine Zielgruppe wirklich wissen will. Schreibe dann Inhalte, die diese Fragen präzise beantworten. Die KI wird dich lieben – und deine Leser auch.

8. Aktualität: Frische Inhalte sind KI-Lieblinge

Google bevorzugt aktuelle Inhalte – und das gilt auch für die AI Overviews. Halte deine Artikel auf dem neuesten Stand, besonders bei Themen, die sich schnell ändern (z. B. Gesetze, Technologien). Ein „Stand: Mai 2026“-Hinweis signalisiert der KI, dass deine Infos vertrauenswürdig sind. Und vertrauenswürdige Quellen werden zitiert.

9. Lokale Relevanz: Wer lokal denkt, wird global zitiert

Lokale Suchanfragen sind ein riesiger Hebel für die AI Overviews. „Beste Pizzeria in Köln“ oder „Autowerkstatt in München mit 24-Stunden-Service“ – solche Suchen werden oft direkt beantwortet. Optimiere deine Inhalte für lokale Keywords und nutze Google My Business. Die KI liebt lokale Expertise – und belohnt sie mit Sichtbarkeit.

10. Expertenwissen: Zeig der KI, dass du Ahnung hast

KI-Systeme bevorzugen Inhalte von vertrauenswürdigen Quellen. Zeige dein Fachwissen, indem du Studien zitierst, Expertenmeinungen einbindest oder eigene Daten präsentierst. Ein Artikel wie „Studie zeigt: Diese 5 Fehler machen 80% der Mieter bei der Kaution“ hat bessere Chancen, zitiert zu werden, als ein vager Ratgeber. Die KI mag Fakten – und du profitierst davon.


Fazit: Die AI Overviews sind kein Fluch, sondern eine Chance. Wer seine Inhalte strukturiert, präzise und nutzerorientiert aufbereitet, wird nicht nur von der KI geliebt, sondern auch von echten Lesern. Und die klicken dann doch mal auf deine Website – statt nur die Zusammenfassung zu lesen. Win-win. Oder wie die KI sagen würde: „Zusammenfassung: Mach’s einfach.“

SEO im KI-Zeitalter – Was Du jetzt wissen musst

“KI hat alles verändert!” – “Alles, was früher galt, gilt auch heute noch!” Zwischen diesen Polen bewegt sich die Diskussion, wenn es um die Aufbereitung von Inhalten für die Auffindbarkeit in der KI-gestützten Suche geht. Die Wahrheit liegt, wie immer im Leben, teils dazwischen, teils ganz woanders. Hier die 10 wichtigsten Fragen zur Optimierung eigener Web-Inhalte für KI-Systeme:

1. Was ist GEO/AEO im Vergleich zur klassischen SEO?

Generative Engine Optimization (GEO) und Answer Engine Optimization (AEO) beschreiben Techniken, um Inhalte für KI-Antworten in Tools wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar zu machen. Im Gegensatz zur SEO, die auf Klicks in Ergebnislisten abzielt, ist das Ziel hier die „Citation“ – also als vertrauenswürdige Quelle in der direkt generierten Antwort zitiert zu werden.

2. Ersetzt GEO die klassische Suchmaschinenoptimierung?

Nein, GEO ist eine Erweiterung der SEO und baut auf deren technischen Grundlagen auf. Während SEO für die Indexierung und Autorität sorgt, optimiert GEO die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sprachmodell (LLM) diese Informationen für seine Antwortsynthese auswählt.

3. Wie wählen KI-Systeme ihre Quellen aus?

KI-Modelle bevorzugen Inhalte, die eine hohe Autorität (E-E-A-T), eine klare Struktur und eine hohe Aktualität aufweisen. Häufig korrelieren die Zitate in KI-Antworten stark mit den Top-Ergebnissen der organischen Suche von Google oder Bing.

4. Was bedeutet „Chunking“ für meine Inhalte?

Chunking ist das Aufteilen von Texten in logisch abgeschlossene, mundgerechte Informationsblöcke. Da KI-Modelle Informationen oft auf Absatzebene extrahieren, sollte jeder Abschnitt so formuliert sein, dass er auch ohne den Rest der Seite verständlich ist.

5. Warum ist die Reputation auf Dritt-Websites so entscheidend?

Studien zeigen, dass etwa 85 % der Markenerwähnungen in KI-Suchen von externen Quellen wie Blogs, Nachrichtenportalen oder Rezensionsseiten stammen. KI-Systeme stufen eine Marke als glaubwürdiger ein, wenn sie durch unabhängige Dritte im Web bestätigt wird.

6. Wofür wird eine llms.txt-Datei benötigt?

Die llms.txt fungiert als strukturierter Wegweiser für KI-Bots, vergleichbar mit einer XML-Sitemap. Sie hilft Crawlern wie dem OAI-SearchBot von ChatGPT, die wichtigsten und aktuellsten Inhalte einer Website effizient zu finden und auszulesen.

7. Welche Rolle spielt die Aktualität (Freshness)?

Aktualität ist ein massiver Rankingfaktor: Fast 80 % der von KI abgerufenen Inhalte stammen aus den letzten zwei Jahren. KI-Systeme zeigen eine deutliche Vorliebe für neue Informationen und bevorzugen oft Quellen, die wesentlich jünger sind als die Ergebnisse der traditionellen Suche.

8. Was sind „Query Fan-out“-Anfragen?

KI-Tools zerlegen komplexe Nutzerfragen oft in mehrere spezifische Unterfragen (Fan-out), um eine fundierte Gesamtzusammenfassung zu erstellen. Eine Website ist besonders dann erfolgreich, wenn sie diese detaillierten Teilaspekte eines Themas in separaten, klar definierten Abschnitten beantwortet.

9. Wie verändert sich die Erfolgsmessung (KPIs)?

Klassische Klickraten verlieren an Bedeutung, da viele Suchen in der KI ohne Klick enden (Zero-Click). Neue Kennzahlen sind die Zitationsrate (Citation Rate), der Anteil der Markenerwähnungen (Share of Voice) und die Qualität der Conversions, da KI-Traffic oft vorqualifizierter und wertvoller ist.

10. Welche technischen Signale erleichtern der KI die Arbeit?

Strukturierte Daten nach Schema.org (z. B. FAQPage- oder HowTo-Markup) liefern der KI maschinenlesbare Fakten. Zudem begünstigt ein sauberer HTML-Code ohne schwer lesbare JavaScript-Inhalte die fehlerfreie Extraktion der Informationen durch die Bots.

Website-Optimierung für KI-Agenten: 12 wichtige Schritte

Seitenbetreiber müssen mit einer neuen Art von Besuchern rechnen: Nach menschlichen Surfern und den Bots der Suchmaschinen sind es nun KI-Agenten, die Websites nach Informationen suchen, dort interagieren – und vielleicht sogar Leads und Umsätze bescheren. 12 Tipps, damit sich die “dritte Art” von Anfang an zu Hause fühlt:

1. Semantisches HTML als Fundament nutzen

KI-Agenten lieben klare Strukturen. Verwende semantische HTML-Tags wie ‘<header>’, ‘<nav>’, ‘<main>’ oder ‘<button>’ statt ‘<div>’-Wüsten. Das hilft Agenten, Inhalte schneller zu verstehen – und Menschen mit Screenreadern auch. Win-win.

2. Baumansicht für Barrierefreiheit optimieren

Agenten analysieren die DOM-Baumstruktur, um interaktive Elemente zu identifizieren. Stelle sicher, dass deine ARIA-Attribute (aria-label, aria-role) korrekt gesetzt sind. Ein sauberer Baum ist wie ein Stadtplan für KI.

3. Stabile Layouts ohne Überraschungen

Dynamische Inhalte und fliegende Overlays verwirren Agenten. Halte dein Layout konsistent – keine plötzlichen Pop-ups oder sich verschiebenden Buttons. KI mag es langweilig, aber vorhersehbar.

4. Sichtbare, klare interaktive Elemente

Versteckte oder animierte Buttons sind für Agenten unsichtbar. Stelle sicher, dass alle klickbaren Elemente sofort erkennbar sind – auch ohne Hover-Effekte. Ein Button sollte aussehen wie ein Button.

5. Transparente Overlays vermeiden

Durchsichtige Layer oder modale Fenster sind für KI-Agenten oft unsichtbar. Wenn du sie brauchst, sorge für klare Kontraste und semantische Auszeichnung. Sonst ignoriert die KI sie einfach.

6. Klare visuelle Hierarchien schaffen

Agenten nutzen visuelle Hinweise wie Größe, Farbe und Position. Platziere wichtige Elemente prominent und gruppiere verwandte Inhalte. Eine logische Anordnung hilft Mensch und Maschine.

7. Textalternativen für Bilder bereitstellen

KI-Agenten lesen alt-Texte, um Bilder zu verstehen. Beschreibe Inhalte präzise – nicht nur „Bild1.jpg“. Gute Alt-Texte sind wie Untertitel für Roboter.

8. Formulare mit klaren Labels versehen

Unbeschriftete Eingabefelder sind für Agenten ein Rätsel. Nutze `-Tags oderaria-label`, um Felder zu kennzeichnen. So weiß die KI, was wohin gehört.

9. Konsistente Navigation ohne Tricks

Agenten folgen Links und Menüs – aber keine versteckten Shortcuts. Halte deine Navigation einfach und logisch. Wenn Menschen sie verstehen, tut es die KI meist auch.

10. Dynamische Inhalte mit Bedacht einsetzen

JavaScript-generierte Inhalte können Agenten überfordern. Falls nötig, nutze serverseitiges Rendering oder statische Fallbacks. KI mag keine Magie, nur klare Regeln.

11. Fehlerseiten mit hilfreichen Hinweisen

404-Seiten sollten nicht nur „Oops!“ sagen, sondern Lösungen anbieten. Agenten nutzen sie, um alternative Pfade zu finden. Ein Link zur Startseite ist besser als nichts.

12. Testen mit KI-Tools und Screenreadern

Nutze Tools wie Lighthouse oder KI-Simulatoren, um deine Seite zu prüfen. Wenn ein Screenreader sie versteht, tut es ein Agent wahrscheinlich auch. Vorbeugen ist besser als nachbessern.

Viraler Content: Psychologie und Strategien fürs Marketing

“Viral gehen” – Sei es ein humorvoller Tweet, ein bewegendes Facebook-Video oder ein fesselndes Instagram-Bild, virale Inhalte vermögen Marken global zu positionieren. Doch was macht, das ein Inhalt viral geht? Und wie nutzen Marketer das?

Die Macht viraler Inhalte

Viraler Content hat die Kraft, eine Marke über Nacht bekannt zu machen. Durch die Schaffung von Inhalten, die Menschen dazu bringen, sie zu teilen, können Unternehmen ihre Reichweite exponentiell erhöhen. Virale Inhalte ermöglichen es Marken, eine emotionale Bindung zu ihrem Publikum aufzubauen, was zu einer erhöhten Markenbekanntheit und Markenloyalität führt. Darüber hinaus kann viraler Content dazu beitragen, das Publikum über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren und dadurch den Verkauf zu steigern.

Die Macht viraler Inhalte im heutigen Marketing kann nicht übersehen werden. In einer Welt, in der die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, können virale Inhalte dazu beitragen, dass eine Marke aus der Masse heraussticht. Durch die Nutzung von viralen Inhalten können Unternehmen ihre Botschaft in einer Weise verbreiten, die traditionelle Marketingmethoden einfach nicht erreichen können.

Psychologie: Warum wird etwas viral?

Die Wahrheit besteht darin, dass viraler Inhalt auf der menschlichen Psyche gründet. Als soziale Wesen verbreiten Menschen Inhalte, die sie als relevant, faszinierend oder emotional bewegend empfinden. Inhalte, die intensive Emotionen hervorrufen, seien sie positiv oder negativ, besitzen eine größere Wahrscheinlichkeit, viral zu werden. Ferner tendieren Menschen dazu, Inhalte zu verbreiten, die ihr Selbstbild bestätigen oder ihre Weltanschauung reflektieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Erstellung viraler Inhalte ist das Prinzip der sozialen Währung. Menschen teilen Inhalte, die sie klug, informiert oder trendy erscheinen lassen. Wenn ein Inhalt das Potential hat, dem Teiler soziale Währung zu geben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er geteilt wird, erheblich.

Schlüsselstrategien zur Erstellung viraler Inhalte

Um virale Inhalte zu erstellen, ist es wichtig, ein Verständnis für Ihre Zielgruppe zu haben. Was interessiert sie? Was bewegt sie emotional? Sobald Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie Inhalte erstellen, die sich an diese Interessen und Emotionen richten. Weiterhin ist es wichtig, dass Ihre Inhalte originell und einzigartig sind. Inhalte, die sich von der Masse abheben, haben eine höhere Chance, viral zu gehen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihre Inhalte leicht teilbar sind. Dies bedeutet, dass sie auf verschiedenen Plattformen funktionieren müssen und leicht auf sozialen Medien geteilt werden können. Schließlich kann das Einfügen eines Aufrufs zum Handeln am Ende eines Beitrags die Leute dazu ermutigen, den Inhalt zu teilen.

Fallstudien: Erfolgreiche Anwendung viraler Content-Strategien

Es gibt zahlreiche Beispiele für Marken, die virale Content-Strategien erfolgreich eingesetzt haben. Ein bekanntes Beispiel ist die “Ice Bucket Challenge” von der ALS Association. Die Herausforderung, in der die Teilnehmer dazu aufgefordert wurden, einen Eimer Eiswasser über ihren Kopf zu gießen und dann drei weitere Personen herauszufordern, wurde rasend schnell viral und trug dazu bei, das Bewusstsein für die Krankheit zu erhöhen.

Ein weiteres Beispiel ist die “Share a Coke” Kampagne von Coca-Cola. Die Idee, die Namen der Menschen auf ihre Flaschen zu drucken, führte dazu, dass Menschen Fotos ihrer personalisierten Flaschen auf sozialen Medien teilten. Dies führte zu einer enormen Menge an benutzergeneriertem Content und half Coca-Cola, seine Präsenz in den sozialen Medien zu erhöhen.

Die Kraft des viralen Contents im digitalen Marketing ist unbestreitbar. Mit der richtigen Strategie und einem Verständnis für die Psychologie hinter viralen Inhalten können Unternehmen ihre Botschaft weit und breit verbreiten. Obwohl es keine Garantie dafür gibt, dass ein Inhalt viral wird, können die oben genannten Strategien dazu beitragen, die Chancen zu erhöhen. Am Ende des Tages geht es darum, Inhalte zu erstellen, die die Menschen ansprechen und mit denen sie sich verbunden fühlen. Denn das ist die wahre Kunst des viralen Contents.

Prebunking: Hilft Denken gegen gefühlte Wahrheiten?

Nicht Fake News sind das Problem, sondern Menschen, die solchen Geschichten Glauben schenken. Nur: Selbst Qualitätsmedien verbreiten mitunter Falschmeldungen, während übelste Verschwörungsmystiker manchmal richtig liegen. Wer nicht selbst Zugang zu den Ursprungsquellen hat (und das dürfte auf eine deutliche Mehrheit zutreffen), muss vertrauen. Aber wem? Die Google-Tochter Jigsaw hat eine Kampagne gestartet – Prebunking –, die Menschen gegen Manipulationsversuche sensibilisieren soll. Ob der Erfolg dieser Kampagne nachhaltig ist? Ich habe Zweifel.

Immerhin, die Absicht ist edel, und wer das Muster, nach dem viele Manipulationsversuche gestrickt sind, vor Augen geführt bekommen hat, fällt zumindest in der nächsten Zeit nicht mehr so leicht darauf herein. Prebunking nennt Jigsaw seine Kampagne.

Prebunking hilft – erstmal

Das sei „eine wissenschaftlich erforschte Kommunikationstechnik, die Nutzerinnen und Nutzern dabei hilft, künftige Versuche, sie mit falschen Informationen zu manipulieren, zu erkennen und zurückzuweisen. Dies trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegen Desinformation und entsprechende Narrative und Manipulationstechniken zu erhöhen.“

Die Kampagne soll vor allem hierzulande verbreitete Taktiken vorstellen, etwa das Zeigen bewusst aus dem Kontext gerissener Videos oder Fotos. Kurze Videoclips sollen erklären, wie Fake News aufgebaut sind, und mit welchen Fallen die Manipulatoren arbeiten. Die Clips werden als Pre-Roll oder andere Anzeigenformate auf Social-Media-Plattformen gezeigt, voraussichtlich unter anderem auf YouTube, Facebook und TikTok.

Vor Deutschland hat Jigsaw mit seiner Prebunking-Initiative bereits in Polen, Tschechien und der Slowakei Erfahrungen gesammelt – mit teils ermutigenden Ergebnissen. Tests ergaben, dass unter denen, die eines der Prebunking-Videos gesehen hatten, die Zahl derer, die manipulative Fake News als solche erkennen konnten, um acht Prozent höher lag als in einer Kontrollgruppe.

Was die Tests nicht belegen konnten, war, ob sich mit der Fähigkeit, Fake News zu erkennen, der Glaube an die Inhalte verändert hatte. Prebunking packt Nutzer bei ihrem Intellekt. Hassbotschaften packen Nutzer bei ihren Emotionen. Und wenn die zwei in unterschiedliche Richtungen wollen, übernehmen (fast) immer die Emotionen das Ruder.

Natürlich wünsche ich der Prebunking-Kampagne Erfolg. Ich hoffe das Beste. Aber ich befürchte das Schlimmste.

YouTube räumt Podcasts einen eigenen Bereich ein

In den USA zeigt YouTube Podcasts in einem eigenen Bereich an. Unter www.youtube.com/podcasts finden Podcast-Fans vorerst eine simple Übersicht mit YouTube-Videos, deren Inhalt Podcasts sind. Das berichtet das Online-Magazin 9to5Google. Wer die obige Adresse von Deutschland aus aufruft, erhält derzeit eine 404-Fehlermeldung.

Das Online-Magazin beschreibt das Angebot als derzeit noch sehr rudimentär. In mehreren Karussell-Ansichten können Nutzer aus populären Episoden, beliebten Playlists, Empfehlungen und beliebten Podcastern wählen und die Auswahl nach Themengebieten filtern. Die Thumbnails entsprechen derzeit noch denen anderer Videos auf der Plattform, und beim Anklicken – so 9to5Google – öffnet sich auch nur der Standard-Player, noch ganz ohne podcast-spezifische Bedienelemente.

Ob, und wie schnell sich das ändert, und wann das dedizierte Podcast-Angebot auch in anderen Ländern verfügbar werden wird, darüber haben sich Verantwortliche von YouTube noch nicht geäußert. Podcasts stärker in den Fokus seines Angebots zu nehmen, ist für die Videoplattform aber nur konsequent. Wie The Verge berichtet, ist YouTube in den USA bereits jetzt die meistgenutzte Podcasting-Plattform.

Für die Rezipienten stellen sich Podcasts auf der Videoplattform dann künftig wohl eher wie Talkshows dar – mit dem Unterschied, dass sie je nach Situation auch ohne Bewegtbild funktionieren würden. Fraglich ist, ob Google mit einer globalen Einführung von Podcasts auf seiner Videoplattform das parallele Angebot Google Podcasts aufrecht erhalten oder einstellen wird.

Lange Tweets: Twitter hebt Zeichenbegrenzung auf – vorerst aber nicht für jeden

Das grundsätzliche Limit von 280 Zeichen pro Tweet könnte bald Geschichte sein. Wie Techchrunch berichtet, arbeitet Twitter an einer Funktion mit dem Namen ‘Twitter Notes’, die es erlaubt, in einem separaten Bereich beliebig lange Tweets zu posten. Bisher können nur ausgewählte Nutzer Twitter Notes sehen und nutzen.

Twitter Notes sollen wie herkömmliche Tweets unter eigenen Urls erreichbar sein, Nutzer sollen sie außerdem retweeten, ‘liken’ und Lesezeichen für sie anlegen können.

Gäbe Twitter die Notes tatsächlich für alle Nutzer frei, stürbe damit ein Alleinstellungsmerkmal des sozialen Netzwerks. Schon als Twitter 2017 das Zeichenlimit von 140 auf 280 Zeichen verdoppelte, sahen viele Nutzer das ‘Micro’ in ‘Microblogging-Plattform’ in Gefahr.

Tatsache ist aber auch, dass Nutzer das Limit längst überschreiten, indem sie einfach so viele Tweets aneinander hängen, wie sie für ihren Text benötigen. Diese ‘Threads’ sind allerdings sperrig in der Handhabung, insbesondere wenn sich Nutzer eine lebhafte Diskussion dazu liefern. Ein anderer häufig genutzter Weg, lange Tweets zu posten, führt über das Posten eines Screenshots – dann sind allerdings die Inhalte nicht durchsuchbar, und natürlich bringt auch ein Klicken auf die in den Screenshots verwendeten Hashtags nichts.

Eine offizielle Stellungnahme von Twitter steht noch aus. Nachdem noch in der Schwebe befindlichen Deal mit Elon Musk und der bereits zuvor neu entfachten Diskussion um einen Edit-Button wäre das ein weiterer Abschied von Fundamenten, die Twitterer einst für unverrückbar gehalten hatten. Verkauft Twitter seine Seele schon wieder?

Live-Audio-Streaming jetzt auch bei Spotify

Seit dem anfänglichen Erfolg von Clubhouse sind etliche Dienste entstanden, bei denen Live-Audio eine Rolle spielt, von den Spaces bei Twitter bis zu Amazon Amp. Spotify ist über die separate App Greenroom schon länger dabei. Jetzt nimmt Spotify Live-Audio auch in sein Hauptangebot auf.

Wie das Unternehmen gestern mitteilte, bekommt Greenroom zunächst den neuen Namen Spotify Live. Dieses Angebot wird vorerst als separate App weitergeführt werden. Parallel dazu integriert Spotify ein Live-Audio-Angebot in seine Standard-App. Hörer können sich über die Künstler- oder Podcast-Seite in einen gerade laufenden Livestream schalten. Wer über das reine Hören hinaus in die Konversation einsteigen möchte, kann von da aus zur Spotify Live-App wechseln.

Derzeit können nur ausgewählte Creator direkt auf Spotify live veröffentlichen. Alle übrigen können dazu weiter die frisch in Spotify Live umbenannte App Greenroom nutzen. Der Rollout ist im Gange, die ersten Live-Audio-Events sollen bereits heute stattfinden.

Amazon Amp: Nicht noch ein Clubhouse-Klon! Oder doch?

Jetzt springt auch Amazon auf den Live-Audio-Zug auf: Mit “Amp” testet der Online-Versender in den USA einen entsprechenden Dienst – vorerst, auch das eine Parallele zu den frühen Tagen von Clubhouse – nur für iOS und nur per Einladung nutzbar. Nostalgie dürfte aber aus anderen Gründen aufkommen.

Amazon beschreibt seinen neuen Dienst als Neuerfindung des Radios: Die Hosts, also die Studiomoderatoren können abwechselnd plaudern, Höreranrufe entgegen nehmen und Musik auflegen. Dabei haben nach Angaben von Amazon die freie Wahl aus einer Bibliothek von mehreren Millionen Songs.

Amazon Amp soll für Hörer wie für Hosts kostenlos sein. Der Dienst ist aber noch in Entwicklung. Nach Angaben der Verantwortlichen soll die Invite-Only-Lösung Amazon helfen, ihn noch besser auf die Bedürfnisse von Hosts und Hörern zuzuschneiden. Zu den ersten, deren Radioshows dort zu hören sein werden, gehören Künstler und Künstlerinnen wie Nicki Minaj, Pusha T, Tinashe, Lindsey Stirling, Travis Barker, Lil Yachty oder Big Boi.

Derzeit kann die zugehörige App nur über den iOS-Store in den USA heruntergeladen werden. Nutzer können sich über diese App dann auf die Warteliste setzen lassen. Zur Anmeldung benötigen Nutzer ein Konto bei Amazon.

Introducing Amp. Host your own radio show with the music you love!

So präsentierst du YouTube Shorts im Kanal

Video-Creator können jetzt ihre YouTube Shorts im Kanal prominent hervorheben. YouTube bietet in der Kanalansicht dazu jetzt einen Short Shelf. Das zeigt die neuesten Kurz-Videos des entsprechenden Kanals an.

Ruft ein Nutzer den Kanal auf, sieht er die YouTube Shorts im Kanal in einer separaten Übersicht, dem sogenannten Short Shelf.
Das Short Shelf des Kanals technisch gesehen, direkt an zweiter Stelle der “Kanalabschnittsempfehlungen”

Nachdem erst TikTok und in der Folge auch Instagram mit kurzen Hochkant-Videos einen Trend gesetzt haben, pusht auch YouTube seit einiger Zeit dieses Format. Creator können direkt aus Smartphone-App heraus Shorts aufnehmen, vertonen und auf ihren Kanal hochladen.

Grundsätzlich lassen sich die Shorts im Kanal Seite an Seite mit längeren Videos im Querformat zu Playlists anordnen. Um YouTube Shorts im Kanal hervorzuheben, ist es auch möglich, sie in einer separaten Playlist zu sammeln. Letzteres ist dank Short Shelf jetzt überflüssig geworden.

YouTuber, die bereits Shorts auf ihrem Kanal veröffentlicht haben, finden das Short Shelf auf der Kanalseite ganz unten. Über die Funktion “Kanal anpassen” (am Desktop) können die YouTuber die Position des Short Shelf variieren – auf Wunsch auch ganz nach oben.

YouTube schiebt Shorts energisch an

Dass Shorts für YouTube von enormer Bedeutung sind, lässt sich auch an einem Tweet von YouTubes Chief Product Officer Neal Mohan ablesen:

So arbeitet das Unternehmen an Möglichkeiten für die Creator, mit ihren Shorts Geld zu verdienen. Bald soll YouTube-Nutzer auch mit eigenen Shorts auf andere Shorts antworten können. Mohan kündigt daneben umfangreichere Bearbeitungsmöglichkeiten, Filter und Effekte an.

Von dem Dreikampf zwischen TikTok, Instagram und YouTube profitieren nicht zuletzt die Creator und die Marketer, die damit bisher unerreichbar geglaubte Reichweiten erzielen können.

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Flesch: Wie Sie die Lesbarkeit Ihrer Texte messen können

Je länger der Satz, und je länger seine Wörter, desto schwerer fällt es dem Leser, ihn zu verstehen. Die wenigsten Autoren werden das bestreiten. Doch wie lang ist zu lang? Wie einfach darf ich es andererseits meinem Leser machen, ohne befürchten zu müssen, er fühle sich nicht für voll genommen?

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Methoden, um Lesbarkeit – unabhängig vom Inhalt – zu berechnen. Der bekannteste ist der Flesch Reading Ease, auch Flesch-Grad genannt. Aus der mittleren Satzlänge und der mittleren Wortlänge eines Textes kann ein Autor (oder sein Computer) diesen Index errechnen.

Die (von Toni Amstad für die deutsche Sprache angepasste) Formel lautet:

Flesch-Grad = 180 – mittlere Satzlänge – (58,5 x mittlere Silbenzahl pro Wort)

Neben dem Flesch Reading Ease gibt es noch eine Reihe weiterer Formeln zur Lesbarkeit. Im deutschsprachigen Raum bekannt ist unter anderem die Wiener Sachtextformel. Sie berücksichtigt ebenfalls Satz- und Wortlängen, die Anzahl der Silben pro Wort und außerdem noch die Anteile unterschiedlich langer Wörter im Text. Als Resultat liefert sie die Schulklassenstufe, für die ein Sachtext geeignet sein soll.

Vergleichen Sie diese beiden Sätze, und beobachten Sie, wie sich die Bewertungen verändern, sobald Sie die Texte bearbeiten (oder Ihre eigenen Texte ausprobieren):

Natürlich sind diese Beispiele bewusst plakativ gewählt. Neben Silbenzahl und Satzlänge hängt die Lesbarkeit von vielen weiteren Faktoren ab. Lesbarkeit und Lesegenuss sind überdies zwei verschiedene paar Schuhe: Dem Leser mag es genügen, dass “Pflanzen” am Schauplatz eines Textes blühen. Das Bild in seinem Kopf gewinnt aber an Farbe und Struktur, wenn er von “Ackerschachtelhalmen und Schwertlilien” lesen darf.

Wer einen Text aber nur schnell auf überlange Sätze und Wörter durchsehen und den von Rudolf Flesch entwickelten Flesch-Grad ermitteln will, kann das künftig auf dieser Website tun: Unter Know How/Lesbarkeits-Test oder mit Hilfe der beiden Textfelder oben.

Deutsche entdecken Podcasts für sich

Mehr als jeder fünfte Bundesbürger hört Podcasts. Das hat eine repräsentative Umfrage des BITKOM ergeben, für die die Meinungsforscher des Verbandes 1006 Personen zu diesem Thema befragten.

Podcasts, per Feed abonnierbare Audio- oder audiovisuelle Medien, gibt es bereits seit dem Jahr 2000, diesen Namen (angelehnt an Apples Medienplayer iPod) tragen sie seit dem Jahr 2004. Während Podcasts in den USA bereits früh relativ populär wurden, sind sie in Deutschland erst in den letzten paar Jahren auf allgemeines Interesse gestoßen.

Podcasts
Ergebnisse einer Studie von Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM (Grafik: BITKOM)

So dürften sich viele Hörer erstmals näher mit Podcasts beschäftigt haben, nachdem die regelmäßige Radiosendung Sanft und Sorgfältig mit Olli Schulz und Jan Böhmermann eingestellt worden war, und unter dem Titel Fest und Flauschig ihre Fortsetzung als Podcast bei Spotify fand.

Breites Themenspektrum in Podcasts

Inzwischen betreiben etliche Online-Medien Podcasts als Teil ihres Angebots. So etwa die Zeit mit

und noch einigen Serien mehr.

Bei Spiegel Online sind die Titel

oder der Podcast von

als Hörstücke abonnierbar.

Eine von solchen Leitmedien unabhängige Podcastschmiede ist Viertausendhertz. Dort finden sich unter anderem

oder

  • Systemfehler

Der nach wie vor international wichtigste Katalog ist die Podcast-Rubrik im iTunes-Store. Wer nicht ausschließlich in Walled Gardens wie Spotify publiziert, kann über diesen Katalog ein riesiges Publikum erreichen.

Dass dieses Format hierzulande erst in den letzten Jahren den Durchbruch geschafft hat, könnte der Studie zufolge auch etwas mit der Verbreitung von Smartphones zu tun haben: Drei von vier Nutzern hören die Audio-on-Demand-Angebote auf ihren Mobiltelefonen.

Thematisch liegen Nachrichten und Politik ganz vorn in der Gunst der Podcast-Hörer. Mehr als jeder dritte hört Comedy als Podcasts, und immerhin noch fast jeder fünfte unter den Hörern informiert sich über damit über Technologie- und Gesundheitsthemen. Mit der wachsenden Zahl von Podcast-Hörern haben aber auch Nischenthemen – seit jeher bei Podcast-Machern beliebt – eine Chance, auf einige offene Ohren zu stoßen.

Podcasts: Bei Hörern beliebte Themen
(Grafik: Statista, Daten: Bitkom Research)