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Mehr Kontext: Google führt ‘About this result’ auch in der deutschsprachigen Suche ein

Die bislang nur in den USA verfügbare Funktion ‘about this result’ kommt nach Europa. In den nächsten Wochen will Google auch Nutzern, die die Suchmaschine in Europa durchstöbern, mehr Kontext zu den Suchergebnissen liefern. Unterstützen wird Google zunächst die Sprachen Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch und Deutsch.

Die Funktion ‘about this result’ wird an drei senkrecht übereinander stehenden Punkten rechts neben den Suchergebnissen zu erkennen sein. Über die lassen sich ergänzende Informationen zu den angezeigten Ergebnissen aufrufen, etwa Hintergrundinformationen zu der Quelle, von der die Information stammt. Der Nutzer erfährt dort auch, was über die Quelle im Web zu finden ist, und erhält weitere Informationen zu dem gesuchten Thema.

Mehr Kontext zu einem Suchergebnis zu erhalten, hilft, die gefundenen Informationen besser einzuordnen. So liegt es auf der Hand, dass ein Reiseveranstalter andere Informationen über ein Land in den Vordergrund rückt als ein Menschenrechtsaktivist oder ein Naturforscher. Während ein solcher Kontext meist auch ohne ‘about this result’ ersichtlich ist, kann der von Google gelieferte Kontext dabei helfen, auch subtilere Einflüsse auf die Informationen zu identifizieren. Der Wahrheitsgehalt eines Suchergebnisses lässt sich so zwar nicht quantifizieren – aber die grobe Richtung könnte erkennbar werden.

Wirklich neue Informationen wird Google damit nicht liefern. Die neue Funktion reduziert aber deutlich den Aufwand, sich mehr Kontext zu einem Ergebnis zu verschaffen.

Suche nach Texten und Bildern gleichzeitig: Google stellt Multisearch vor

Bislang lässt Google seinen riesigen Datenbestand wahlweise mit Hilfe von Suchbegriffen in Schriftform oder mit Hilfe von Bildern (über die Rückwärtssuchfunktion in der Google-Bildersuche) durchforsten. Google Multisearch kombiniert jetzt die beiden Methoden.

Manches lässt sich besser zeigen als beschreiben. Über die mobile Google-App lässt sich deshalb nicht nur nach eingetippten Wörtern suchen, sondern auch nach gespeicherten oder über die Kamera erfassten Fotos.

In einem nächsten Schritt kombiniert Google diese Suchmöglichkeiten: Auf dem hauseigenen Blog stellt Produktmanagerin Belinda Zeng Google Multisearch vor. Bislang steht die Funktion nur Android- oder iOS-Nutzern in den USA, und auch nur als Beta-Version zur Verfügung, in dem o. g. Blogbeitrag lässt sich aber schon gut erkennen, wie nützlich diese Suchfunktion werden könnte:

In der mobilen Google-App tippt der Nutzer zunächst auf das Bild-Symbol im Suchfeld, und wählt anschließend ein Foto von seinem Smartphone oder richtet seine Kamera auf ein gesuchtes Motiv in seiner Umgebung. Nachdem er ein Bild ausgewählt oder aufgenommen hat, wischt er nach oben, tippt auf eine Schaltfläche “+ Add to your search”, und ergänzt die Aufnahme um eine Texteingabe.

Als Anwendungsbeispiele nennt Zeng unter anderem das Foto eines orangenfarbenen Kleides, begleitet von der Texteingabe “grün”, um ein ähnlich geschnittenes Kleid in grüner Farbe aufzuspüren, oder das Foto einer Zimmerpflanze, ergänzt um die Textsuche “Pflegeanleitung”. Wann die Funktion das Beta-Stadium verlässt und international bereitgestellt wird, war noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Keylogger-Affäre bei der TAZ: Strafbefehl über 6.400 € gegen Ex-Redakteur

Der Prozess zur Keylogger-Affäre bei der TAZ ist heute nach nur rund fünf Minuten mit einem Strafbefehl gegen den Beschuldigten, den Journalisten und ehemaligen TAZ-Mitarbeiter Sebastian Heiser, zu Ende gegangen. Das hat TAZ-Redakteur Martin Kaul per Twitter mitgeteilt:

Heiser war beschuldigt worden, über etwa ein Jahr seine Redaktionskollegen und -Kolleginnen bei der TAZ mit Hilfe eines Keyloggers ausgespäht zu haben. Entdeckt worden war der Keylogger im Februar 2015, als einem EDV-Mitarbeiter ein Adapter zwischen der USB-Buchse und dem Tastaturkabel am Rechner einer Praktikantin aufgefallen war. Nur wenige Tage nach der Entdeckung hatte sich Sebastian Heiser ins Ausland abgesetzt. Die Redaktion der TAZ hat den Fall, so weit möglich, inzwischen journalistisch aufbereitet.

Neue Erkenntnisse – etwa zur Motivation des Beschuldigten – brachte der in Abwesenheit geführte Prozess nicht.

Correctiv unterstützt Facebook im Kampf gegen Fake News – vorerst gratis

Facebook gibt dem internationalen Druck nach und forciert Bemühungen, Fake News – also bewusst lancierte Falschmeldungen – auf seiner Plattform kenntlich zu machen. In den USA kooperiert Facebook dazu mit Organisationen wie ABC News, FactCheck.org, Associated Press, Snopes und Politifact, in Deutschland hat sich das soziale Netzwerk die Unterstützung des gemeinnützigen Recherchezentrums Correctiv gesichert. Dessen Geschäftsführer David Schraven hat sich zur Art der Kooperation bereits auf Facebook geäußert:

Nutzer erhalten künftig die Möglichkeit, Beiträge als Falschmeldung zu kennzeichnen. Correctiv hat die Aufgabe, oft geteilte, aber mehrfach als Falschmeldung gekennzeichnete Beiträge zu prüfen. Handelt es sich nach Überzeugung der Faktenchecker um Fake News, werden die Beiträge mit einem Warnhinweis gekennzeichnet und um einen Link ergänzt, unter dem die Behauptungen den recherchierten Tatsachen gegenüber gestellt werden – die Fake News verschwinden also nicht, unvoreingenommene Leser werden aber auf deren zweifelhafte Glaubwürdigkeit aufmerksam.

Schon kurz nach der Bekanntgabe finden sich zu Hauf Zensurvorwürfe als Kommentare unter den Ankündigung. Das sieht man bei Correctiv, deren Rechercheergebnisse in mehr als einem politischen Lager für Ärger gesorgt haben, allerdings entspannt:

[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Zensur ist, wenn der Staat Deine Meinung unterdrückt. Keine Zensur ist es, wenn wir Dir sagen, dass Du Unsinn erzählst, wenn Du Unsinn erzählst. ” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Kein Geld für den Faktencheck

Aber auch nicht jeder, der grundsätzlich mit den Zielen von Correctiv sympathisiert, betrachtet die Kooperation mit Facebook als Adelung für das Recherchenetzwerk. Einen schalen Beigeschmack hat insbesondere eine Passage in Schravens Ankündigung;

[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”In dieser Phase fließt kein Geld für das FactChecking. Auch hier müssen wir langfristig sehen, welche Finanzierungsformen es gibt. Es wird schwer werden, das Geld unserer Spender dafür auszugeben, Facebook zu heilen. ” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Correctiv finanziert sich vor allem durch Spenden von Bürgern und Zuwendungen von Stiftungen. Die Unterstützer des Recherchenetzwerks bezahlen also dafür, die Probleme zu lösen, die auf der Plattform eines der reichsten Konzerne der Welt aufgetreten sind (allein im dritten Quartal 2016 hat Facebook einen Gewinn von 2,38 Milliarden Dollar erwirtschaftet).

Das mag dem Selbstverständnis der Initiatoren von Correctiv entsprechen, die so die wirtschaftliche – und damit letztlich auch ihre journalistische – Unabhängigkeit des Recherchenetzwerks wahren. Nicht alle Förderer dürften damit einig gehen.

So findet sich unter Schravens Beitrag auch Kommentare wie der folgende:

[aesop_quote type=”block” background=”#a0a0a0″ text=”#000000″ width=”content” align=”left” size=”1″ quote=”Leute, wenn ihr euer Geld in FB steckt, dann bin ich nicht länger Mitglied bei euch.” cite=”Facebook-Nutzerin ‘Miri Te'” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Geschäftsführer Schraven bezeichnet die zunächst unentgeltliche Arbeit für Facebook denn auch als “Betatest”, in einigen Wochen werde entschieden, wie es mit dieser Arbeit weitergeht.

Breaking News oder Fake News? Teil 1: Die Quelle prüfen

Als der Postillon titelte “Zu teuer und zu ineffizient: Regierung stellt umstrittenes Chemtrail-Programm ein”, hätte der Verfasser wohl nicht erwartet, dass sein Artikel Verschwörungstheoretikern als glaubwürdiger Beleg dienen würde. Anders sah es bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière aus, der im vergangenen Sommer Ärzten pauschal vorwarf, mit Attesten Abschiebungen zu verhindern, und den Vorwurf mit einer aus sehr dünnen Fakten frei interpolierten Statistik zu belegen versuchte.

Fake News sind überall: In den sozialen Netzwerken, in mehr oder weniger anonymen Blogs, im Mund von Politikern aller Couleur, und immer wieder finden sie auch den Weg in die Berichterstattung der etablierten Medien. Mal dienen sie der politischen Stimmungsmache (wie oben, aber zum Beispiel auch im Fall des angeblich vor dem Berliner Lageso gestorbenen Asylanwärters),

mal sollen sie religiöse Überzeugungen befeuern oder konterkarieren (wie die Meldung über den angeblichen Fund von Überresten einer altägyptischen Armee im Roten Meer),

manchmal entspringen sie wohl auch einfach nur einer überbordenden Fantasie (wie die Geschichte über einen jungen Mann, in der behauptet wird, er habe auf einer Poolparty ins Schwimmbecken ejakuliert und dabei 16 weibliche Teenager geschwängert).

Unglaubwürdige Quelle = unglaubwürdige Nachricht

Dass der Postillon keine seriöse Nachrichtenquelle ist, sollte jedem geistig gesunden Menschen klar werden, der sich länger als nur ein paar Sekunden auf der Website umsieht. Auch in den dortigen FAQ heißt es:

[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ align=”center” size=”1″ quote=”… alles, was im Postillon steht, ist Satire und somit dreist zusammengelogen. Alle auftauchenden Charaktere sind fiktional, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig…” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Dennoch gehen mitunter auch seriöse Medien wie der MDR der Spaß-Postille auf dem Leim.

Das selbe gilt auch für Worldnewsdailyreport.com, wo von der im Roten Meer entdeckten pharaonischen Armee zu lesen war. In dessen Disclaimer ist zu lesen:

[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ align=”center” size=”1″ quote=”… WNDR assumes however all responsibility for the satirical nature of its articles and for the fictional nature of their content. All characters appearing in the articles in this website – even those based on real people – are entirely fictional and any resemblance between them and any persons, living, dead, or undead is purely a miracle…” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Zugegeben, die Seitenbetreiber haben sich große Mühe gegeben, die Tonalität echter Nachrichten zu treffen, und bei oberflächlicher Sichtung der Themen könnte ein Leser die Website für ein gewöhnliches Boulevard-Medium halten. Aber auch gewöhnliche Boulevard-Medien sind nicht per se glaubwürdige Quellen.

[aesop_content color=”#000000″ background=”#f5f6ce” width=”content” columns=”1″ position=”none” imgrepeat=”no-repeat” floaterposition=”left” floaterdirection=”up” revealfx=”off”]

Herausfinden, wer oder was hinter einer Website steckt

  • Hat die Website ein vollständiges, inhaltlich glaubwürdiges Impressum?
  • Wenn es sich um eine .de-Website handelt: Wen nennt Denic.de als Domaininhaber?
  • Welche Informationen liefert Google zum Domaininhaber/inhaltlich Verantwortlichen?
  • Was verrät Google Street View über die Adresse, die im Impressum genannt ist?
  • Welche Beiträge sind sonst noch in der Online-Publikation zu finden?
  • Weisen das Impressum, eine FAQ oder ähnliches auf einen fiktionalen Charakter hin?
  • Verweist die Website auf zugehörige Social Media-Auftritte? Was ist dort zu finden?
  • Ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich? Kann der Gesprächspartner Detailfragen glaubwürdig beantworten?

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Soziale Medien: Die besten Augenzeugen und die schlimmsten Lügner

Im Januar 2009 veränderte ein einzelner Tweet die Überzeugungen vieler Journalisten, was die Macht sozialer Medien und ihre Bedeutung für die Berichterstattung betrifft. Ein Mann namens Janis Krums twitterte dieses Foto:

http://twitpic.com/135xa

Das Foto zeigt den im Hudson River notgewasserten Airbus A 320 von US-Airways-Flug 1549 – in einer Unmittelbarkeit und zeitlichen Nähe zum Ereignis, die keines der etablierten Medien hätte leisten können. Das hinderte letztgenannte freilich nicht daran, obiges Foto in ihrer Berichterstattung zu verwenden.

So mancher verspürt seitdem das Bedürfnis, sich mit Hilfe mehr oder weniger spektakulärer Meldungen in sozialen Netzwerken seine persönlichen fünfzehn Minuten Ruhm zu sichern. Die spektakulären Bilder dazu sind nicht selten von anderen Websites geklaut, die dazu passenden Meldungen komplett ausgedacht. Manchem Verfasser gelingt es dabei, den bei Journalisten sehr ausgeprägten Mann-beißt-Hund-Reflex zu bedienen.

[aesop_content color=”#000000″ background=”#f5f6ce” width=”content” columns=”1″ position=”none” imgrepeat=”no-repeat” floaterposition=”left” floaterdirection=”up” revealfx=”off”]

Social Media-Nutzer unter der Lupe

  • Wie lange existiert das Twitter-/Facebook-Konto bereits? (Das Beitrittsdatum findet sich bei beiden Diensten im Profil, unterhalb des Nutzerfotos)
  • Handelt es sich um ein verifiziertes Nutzerkonto? (Erkannbar an einem weißen Häkchen auf blauem Grund neben dem Nutzernamen)
  • Entspricht die Meldung in Sprache und Stil den anderen Beiträgen des Nutzers? (Ein Wechsel zwischen sorgfältiger und nachlässiger Rechtschreibung zum Beispiel sollte aufmerken lassen)
  • Auf welchen anderen Social Media-Plattformen ist der Nutzer aktiv? Was schreibt er dort?
  • Und auch hier wieder:

  • Ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich? Kann der Gesprächspartner Detailfragen glaubwürdig beantworten?

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Ehrlichkeit: Für Politiker keine Schlüsselqualifikation

Wie sieht es aber aus, wenn die Quelle der Innenminister der Bundesrepublik Deutschland ist? Dass Spitzenpolitiker immer die Wahrheit sagen, widerspräche jeder Erfahrung: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!”, wird Walter Ulbricht, 1961 DDR-Staats- und Parteichef, oft zitiert. Eine glatte Lüge war wohl auch die Behauptung des damaligen britischen Premiers Tony Blair im März 2002 gegenüber der Öffentlichkeit, er beabsichtige keine britische Beteiligung an einem möglichen Irak-Krieg. Dem US-Außenminister Colin Powell hatte er da bereits seine Unterstützung zugesagt. Gegen solche Lügen ist eine weitgehend erfundene Statistik zu ärztlichen Attesten in der Tat ein Kavaliersdelikt – und dennoch ein weiterer Beleg für die Regel “Ein Politiker ist keine glaubwürdige Quelle!”

Was also tun, wenn ein Politiker eine Tatsachenbehauptung aufstellt, die neu, wichtig und interessant zu sein scheint? Im Fall der vom Minister genannten Statistik haben die Redakteure von MDR aktuell das Naheliegendste getan: Sie haben im Ministerium nachgefragt, auf welche Datenbasis der Minister seine Aussage gestützt habe. So viel Enthüllungsjournalismus geht immer.

Eine Quelle ist eine Quelle zu wenig

So manche Fake News fällt schon bei einem genaueren Blick auf die Quelle in sich zusammen. Selbstverständlich sagen auch die notorischsten Lügner von Zeit zu Zeit die Wahrheit. Schon aus Gründen der Arbeitsökonomie stellt ein Journalist aber schnell die Arbeit ein, wenn sich seine einzige Quelle als extrem unzuverlässig herausstellt. Aber auch wenn die Quelle an sich einem kritischen Blick standhält, kann eine Geschichte weit entfernt von der Wahrheit sein. Lässt sich eine Geschichte nicht durch eine zweite, von der ersten völlig unabhängige Quelle bestätigen, bleibt sie zweifelhaft, wenn sie sich nicht auf anderem Weg – etwa durch persönliches In-Augenschein-Nehmen – belegen lässt.

Wie sich Inhalte – unabhängig von ihrer Quelle – verifizieren, oder eben falsifizieren lassen, darum wird es im nächsten Beitrag dieser Reihe gehen.

Bundeseinheitlicher Presseausweis kommt 2018 zurück

Der seit 2008 abgeschaffte bundeseinheitliche Presseausweis wird im Jahr 2018 wieder aufleben. Darauf haben sich der deutsche Presserat und die Innenministerkonferenz geeinigt. Wie schon in der Vergangenheit werden die Verbände über die Ausgabe der journalistischen Identitätsnachweise wachen. Neu ist die Einführung einer „Ständigen Kommission“, die mit je zwei vom Deutschen Presserat und von der Innenministerkonferenz entsandten Mitgliedern besetzt ist. Sie wird unter anderem darüber entscheiden, welche Antrag stellenden Presseverbände die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Ausgabeberechtigung der bundeseinheitlichen Presseausweise erfüllen.

“Das schafft Sicherheit für alle Beteiligten und trägt damit auch zu höherer Akzeptanz journalistischer Arbeit bei“, kommentiert Cornelia Haß, Vorsitzende des Trägervereins des Deutschen Presserats, die neue Regelung. Ein schon beim alten Bundespresseausweis häufig geäußerter Kritikpunkt bleibt allerdings unangetastet: Blogger und nebenberufliche Journalisten sollen keinen solchen Identitätsnachweis erhalten, ihre Arbeit könnte damit unter Umständen erschwert werden.