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Praxis schlägt Talent -
The Practice: Wie regelmäßige Praxis zum Erfolg in Karriere und Leben führt

The Practice” von Seth Godin ist ein Buch, das sich an Menschen richtet, die ihr Potenzial voll ausschöpfen und einen bedeutenden Beitrag zu ihrer Karriere und ihrem Leben leisten möchten. Der Autor betont die Bedeutung von regelmäßiger Praxis und harter Arbeit, um Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern und in einem bestimmten Bereich herausragende Leistungen zu erbringen.

Godin glaubt, dass man nicht nur sein Talent verbessern, sondern auch seine Leidenschaft entwickeln kann, indem man Zeit und Energie in eine bestimmte Tätigkeit investiert. Er beschreibt auch, wie man sich durch ständige Verbesserung in einem bestimmten Bereich spezialisiert und dadurch eine befriedigende Karriere aufbauen kann. Seine Kernthesen:

  • Praxis ist der Schlüssel zum Erfolg in jeder Disziplin.
  • Praxis zu erlangen erfordert Geduld, Ausdauer und die Fähigkeit, Rückschläge zu überwinden.
  • Praxis erfordert einen bestimmten Rhythmus und eine gewisse Regelmäßigkeit, um erfolgreich zu sein.
  • Zur Praxis gehört es auch, Beziehungen zu anderen Menschen zu entwickeln, die ähnliche Interessen haben.
  • Praxis ist ein Prozess der stetigen Weiterentwicklung.
Auch als Hörbuch bei Audible

Das Buch ist gefüllt mit praktischen Tipps und Ansätzen, um das eigene Potenzial auszuschöpfen und das Leben aktiv zu gestalten. Godin unterstützt die Leser dabei, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern und ihre Träume und Ziele zu verwirklichen. “The Practice” ist ein inspirierendes Buch, das einen Einblick in die Welt der Selbstentwicklung und Karriereentwicklung gibt und eine Anleitung für jeden bietet, der sein Leben aktiv gestalten und einen signifikanten Beitrag leisten möchte.

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Google verzahnt Notizbuch und Textverarbeitung

Google integriert sein Notizbuch Keep (hierzulande einfach als Google Notizen bekannt) in seine cloudbasierte Textverarbeitung Google Docs. Nutzer können ihre Notizen-Apps (erhältlich für iOS, Android und als Webanwendung) auch künftig unabhängig von Google Docs verwenden.

Beim Verfassen einen Textes mit der Webanwendung von Google Docs können Nutzer das unter dem selben Google-Konto geführte Notizbuch dann über den Menüpunkt “Tools/Notizblock” rechts neben die Textverarbeitung legen. Per Klicken und Ziehen können Nutzer dann einzelne Notizen direkt in das Dokument übernehmen, an dem sie gerade arbeiten. Sowohl Textnotizen und Stichpunktlisten als auch Bilder – einschließlich Handzeichnungen – lassen sich so unkompliziert in ein Textdokument übernehmen.

Google Maps: Nutzer können jetzt Listen wichtiger Orte anlegen

In der Google Maps-App für Android und iOS können Nutzer jetzt individuelle Ortslisten zusammenstellen, etwa bevorzugte Restaurants, architektonisch interessante Gebäude, wichtige Anlaufstellen bei Behörden oder ähnliches. Wer eine solche Liste erstellen möchte, tippt in der Kartenansicht auf den Ort, und wählt im nächsten Schritt die Schaltfläche “Speichern”.

Neben den drei Listen “Favoriten”, “Möchte ich hin” und “Markierte Orte” kann der Nutzer auch eine “neue Liste” wählen, die er dann benennen, kommentieren und später um weitere Orte ergänzen kann. In seiner Mitteilung zu der neuen Maps-Funktion im offiziellen Google-Blog kündigt Maps-Produktmanager Zach Maier außerdem eine Möglichkeit an, solche Ortslisten unkompliziert mit anderen zu teilen. Diese Möglichkeit ist – zumindest in der deutschsprachigen Android-Version der App – noch nicht zu entdecken, das dürfte aber wohl nur eine Frage einiger Tage sein.

Mehr Übersicht: Twitter-Apps bekommen Explore-Funktion

Twitter aktualisiert seine Apps für iOS (ab sofort) und Android (in den kommenden Wochen):

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/uebersicht-twitter.png” credit=”Foto: Twitter” alt=”Explore-Funktion in Twitter-Apps” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Nach dem Antippen der Lupe erscheint dann nicht mehr die von einer Trend-Übersicht begleitete Suchfunktion, sondern eine “Explore” genannte kombinierte Übersicht. Twitter vereint darin Trends, von Nutzern kuratierte Moments, beliebte Live-Videos, und natürlich auch weiterhin ein Eingabefeld für die Suche. Das hat Twitters Produkt-Designerin Angela Lam in einem aktuellen Blogeintrag angekündigt.

Bislang müssen Twitter-Nutzer sich durch verschiedene Ansichten arbeiten, um sich einen Gesamtüberblick über diese Inhalte zu verschaffen. Angela Lam betont, dass die neue Explore-Funktion keine liebgewordenen Merkmale oder Inhalte ersetzt, sondern lediglich das Stöbern nach interessanten Tweets vereinfachen soll. Mit der Aktualisierung der App unter iOS hat Twitter bereits begonnen, unter Android soll die neue Ansicht demnächst ebenfalls bereitstehen.

Datenjournalismus für Einsteiger – Teil 2

Wer lügen will, ohne die Unwahrheit zu sagen, greift gern zu einer Infografik. Der Anblick von Balken, Kurven oder anderen Bildstatistiken verführt aber auch manchen mit lauteren Absichten zu falschen Schlussfolgerungen. Das folgende Beispiel zeigt die Problematik recht anschaulich auf:

[infogram id=”7e3f60e3-ab98-47a0-97d7-c367c98bdc91″ prefix=”wGs” format=”interactive” title=”Tötet TV-Konsum Kinder?”]

Die Infografik basiert auf echten Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die grafische Gestaltung ist aber in mehr als einer Hinsicht irreführend:

Die Y-Achse der Todesfälle beginnt nicht bei Null

Bei dieser Grafik veranschaulichen Säulen die Zahl der Todesfälle. Die Säule für das Jahr 2011 ist mehr als vier Mal so hoch wie die Säule für das Jahr 2014. Auf den ersten Blick scheint die Zahl der Todesfälle um drei Viertel zurückgegangen zu sein. Tatsächlich ist sie aber nur um rund ein Sechstel gesunken.

Dass auch die Y-Achse des TV-Konsums nicht bei Null ansetzt, ist weniger problematisch: Eine Linie soll hier die Entwicklung des TV-Konsums anschaulich machen, einen Größenvergleich stellt der Betrachter weder bewusst noch unbewusst an. Die gewählten Extremwerte lassen die Kurve allerdings steiler erscheinen, als sie es tatsächlich ist – de facto ist der TV-Konsum pro Tag von 2011 bis 2014 ja gerade mal um fünf Minuten gesunken (um gut ein Zwanzigstel also).

Die Daten stellen eine willkürliche Auswahl dar

Dass der Ersteller gezielt Daten ausgewählt hat, die die These “Fernsehkonsum tötet Kinder” stützen, ist der Grafik nicht auf den ersten Blick anzusehen. Tatsächlich reichen die beim Statistischen Bundesamt zu bekommenden Daten für den TV-Konsum von 1995 bis ins Jahr 2015, die Todesfalldaten gehen sogar noch weiter zurück. Wären die Daten von 1995 bis 2015 in die Grafik eingeflossen, wäre es wesentlich schwerer geworden, einen Zusammenhang zwischen TV-Konsum und Todesfällen bei Kindern zwischen 3 und 13 Jahren herzustellen. Eine faire – allerdings eben nicht mehr so eindeutig interpretierbare – Grafik sähe dann zum Beispiel so aus:

[infogram id=”f359760d-0c15-4ce7-97d0-1f2bc77ef9af” prefix=”5PE” format=”interactive” title=”TV-Konsum”]

Diese Infografik weist keine unlauteren Verzerrungen auf, und auch die Mengenverhältnisse der in den einzelnen Jahren gestorbenen Kinder sind klar abzulesen. Dennoch weist auch diese Infografik eine grundsätzliche (und im Journalismus recht verbreitete) Schwäche auf:

Die Infografik suggeriert einen Zusammenhang

Schon das Zusammenführen zweier Statistiken in eine Infografik legt dem Betrachter nahe, hier bestehe ein Zusammenhang. Ein echter Zusammenhang zwischen der Anzahl der Todesfälle unter Kindern und ihrem TV-Konsum lässt sich zumindest so jedoch nicht beweisen: Wer seinen Fernsehkonsum einschränkt, um sich dem U-Bahn-Surfen zu widmen, hat eher ein höheres Sterberisiko, wer von Kika zur Playstation wechselt, bleibt – rein körperlich gesehen – auf dem gleichen Aktivitätslevel. Dass weniger Kinder sterben, mag auch an einer immer besseren medizinischen Vorsorge, wirksameren Therapien oder einer steigenden Zahl von Impfungen liegen, und der sinkende Fernsehkonsum ein zufällig gleichzeitig auftretendes Phänomen sein. Merke: Eine Korrelation beweist keine Kausalität.

Breaking News oder Fake News? Teil 1: Die Quelle prüfen

Als der Postillon titelte “Zu teuer und zu ineffizient: Regierung stellt umstrittenes Chemtrail-Programm ein”, hätte der Verfasser wohl nicht erwartet, dass sein Artikel Verschwörungstheoretikern als glaubwürdiger Beleg dienen würde. Anders sah es bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière aus, der im vergangenen Sommer Ärzten pauschal vorwarf, mit Attesten Abschiebungen zu verhindern, und den Vorwurf mit einer aus sehr dünnen Fakten frei interpolierten Statistik zu belegen versuchte.

Fake News sind überall: In den sozialen Netzwerken, in mehr oder weniger anonymen Blogs, im Mund von Politikern aller Couleur, und immer wieder finden sie auch den Weg in die Berichterstattung der etablierten Medien. Mal dienen sie der politischen Stimmungsmache (wie oben, aber zum Beispiel auch im Fall des angeblich vor dem Berliner Lageso gestorbenen Asylanwärters),

mal sollen sie religiöse Überzeugungen befeuern oder konterkarieren (wie die Meldung über den angeblichen Fund von Überresten einer altägyptischen Armee im Roten Meer),

manchmal entspringen sie wohl auch einfach nur einer überbordenden Fantasie (wie die Geschichte über einen jungen Mann, in der behauptet wird, er habe auf einer Poolparty ins Schwimmbecken ejakuliert und dabei 16 weibliche Teenager geschwängert).

Unglaubwürdige Quelle = unglaubwürdige Nachricht

Dass der Postillon keine seriöse Nachrichtenquelle ist, sollte jedem geistig gesunden Menschen klar werden, der sich länger als nur ein paar Sekunden auf der Website umsieht. Auch in den dortigen FAQ heißt es:

[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ align=”center” size=”1″ quote=”… alles, was im Postillon steht, ist Satire und somit dreist zusammengelogen. Alle auftauchenden Charaktere sind fiktional, Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig…” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Dennoch gehen mitunter auch seriöse Medien wie der MDR der Spaß-Postille auf dem Leim.

Das selbe gilt auch für Worldnewsdailyreport.com, wo von der im Roten Meer entdeckten pharaonischen Armee zu lesen war. In dessen Disclaimer ist zu lesen:

[aesop_quote type=”block” background=”#c0c0c0″ text=”#000000″ align=”center” size=”1″ quote=”… WNDR assumes however all responsibility for the satirical nature of its articles and for the fictional nature of their content. All characters appearing in the articles in this website – even those based on real people – are entirely fictional and any resemblance between them and any persons, living, dead, or undead is purely a miracle…” parallax=”off” direction=”left” revealfx=”off”]

Zugegeben, die Seitenbetreiber haben sich große Mühe gegeben, die Tonalität echter Nachrichten zu treffen, und bei oberflächlicher Sichtung der Themen könnte ein Leser die Website für ein gewöhnliches Boulevard-Medium halten. Aber auch gewöhnliche Boulevard-Medien sind nicht per se glaubwürdige Quellen.

[aesop_content color=”#000000″ background=”#f5f6ce” width=”content” columns=”1″ position=”none” imgrepeat=”no-repeat” floaterposition=”left” floaterdirection=”up” revealfx=”off”]

Herausfinden, wer oder was hinter einer Website steckt

  • Hat die Website ein vollständiges, inhaltlich glaubwürdiges Impressum?
  • Wenn es sich um eine .de-Website handelt: Wen nennt Denic.de als Domaininhaber?
  • Welche Informationen liefert Google zum Domaininhaber/inhaltlich Verantwortlichen?
  • Was verrät Google Street View über die Adresse, die im Impressum genannt ist?
  • Welche Beiträge sind sonst noch in der Online-Publikation zu finden?
  • Weisen das Impressum, eine FAQ oder ähnliches auf einen fiktionalen Charakter hin?
  • Verweist die Website auf zugehörige Social Media-Auftritte? Was ist dort zu finden?
  • Ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich? Kann der Gesprächspartner Detailfragen glaubwürdig beantworten?

[/aesop_content]

Soziale Medien: Die besten Augenzeugen und die schlimmsten Lügner

Im Januar 2009 veränderte ein einzelner Tweet die Überzeugungen vieler Journalisten, was die Macht sozialer Medien und ihre Bedeutung für die Berichterstattung betrifft. Ein Mann namens Janis Krums twitterte dieses Foto:

http://twitpic.com/135xa

Das Foto zeigt den im Hudson River notgewasserten Airbus A 320 von US-Airways-Flug 1549 – in einer Unmittelbarkeit und zeitlichen Nähe zum Ereignis, die keines der etablierten Medien hätte leisten können. Das hinderte letztgenannte freilich nicht daran, obiges Foto in ihrer Berichterstattung zu verwenden.

So mancher verspürt seitdem das Bedürfnis, sich mit Hilfe mehr oder weniger spektakulärer Meldungen in sozialen Netzwerken seine persönlichen fünfzehn Minuten Ruhm zu sichern. Die spektakulären Bilder dazu sind nicht selten von anderen Websites geklaut, die dazu passenden Meldungen komplett ausgedacht. Manchem Verfasser gelingt es dabei, den bei Journalisten sehr ausgeprägten Mann-beißt-Hund-Reflex zu bedienen.

[aesop_content color=”#000000″ background=”#f5f6ce” width=”content” columns=”1″ position=”none” imgrepeat=”no-repeat” floaterposition=”left” floaterdirection=”up” revealfx=”off”]

Social Media-Nutzer unter der Lupe

  • Wie lange existiert das Twitter-/Facebook-Konto bereits? (Das Beitrittsdatum findet sich bei beiden Diensten im Profil, unterhalb des Nutzerfotos)
  • Handelt es sich um ein verifiziertes Nutzerkonto? (Erkannbar an einem weißen Häkchen auf blauem Grund neben dem Nutzernamen)
  • Entspricht die Meldung in Sprache und Stil den anderen Beiträgen des Nutzers? (Ein Wechsel zwischen sorgfältiger und nachlässiger Rechtschreibung zum Beispiel sollte aufmerken lassen)
  • Auf welchen anderen Social Media-Plattformen ist der Nutzer aktiv? Was schreibt er dort?
  • Und auch hier wieder:

  • Ist eine telefonische Kontaktaufnahme möglich? Kann der Gesprächspartner Detailfragen glaubwürdig beantworten?

[/aesop_content]

Ehrlichkeit: Für Politiker keine Schlüsselqualifikation

Wie sieht es aber aus, wenn die Quelle der Innenminister der Bundesrepublik Deutschland ist? Dass Spitzenpolitiker immer die Wahrheit sagen, widerspräche jeder Erfahrung: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!”, wird Walter Ulbricht, 1961 DDR-Staats- und Parteichef, oft zitiert. Eine glatte Lüge war wohl auch die Behauptung des damaligen britischen Premiers Tony Blair im März 2002 gegenüber der Öffentlichkeit, er beabsichtige keine britische Beteiligung an einem möglichen Irak-Krieg. Dem US-Außenminister Colin Powell hatte er da bereits seine Unterstützung zugesagt. Gegen solche Lügen ist eine weitgehend erfundene Statistik zu ärztlichen Attesten in der Tat ein Kavaliersdelikt – und dennoch ein weiterer Beleg für die Regel “Ein Politiker ist keine glaubwürdige Quelle!”

Was also tun, wenn ein Politiker eine Tatsachenbehauptung aufstellt, die neu, wichtig und interessant zu sein scheint? Im Fall der vom Minister genannten Statistik haben die Redakteure von MDR aktuell das Naheliegendste getan: Sie haben im Ministerium nachgefragt, auf welche Datenbasis der Minister seine Aussage gestützt habe. So viel Enthüllungsjournalismus geht immer.

Eine Quelle ist eine Quelle zu wenig

So manche Fake News fällt schon bei einem genaueren Blick auf die Quelle in sich zusammen. Selbstverständlich sagen auch die notorischsten Lügner von Zeit zu Zeit die Wahrheit. Schon aus Gründen der Arbeitsökonomie stellt ein Journalist aber schnell die Arbeit ein, wenn sich seine einzige Quelle als extrem unzuverlässig herausstellt. Aber auch wenn die Quelle an sich einem kritischen Blick standhält, kann eine Geschichte weit entfernt von der Wahrheit sein. Lässt sich eine Geschichte nicht durch eine zweite, von der ersten völlig unabhängige Quelle bestätigen, bleibt sie zweifelhaft, wenn sie sich nicht auf anderem Weg – etwa durch persönliches In-Augenschein-Nehmen – belegen lässt.

Wie sich Inhalte – unabhängig von ihrer Quelle – verifizieren, oder eben falsifizieren lassen, darum wird es im nächsten Beitrag dieser Reihe gehen.

Themen finden per Kalender: Wichtige Termine 2017

Überraschungen gehören zum Wesen der journalistischen Arbeit, und machen zum Teil auch ihren Reiz aus. Aber längst nicht alles Berichtenswerte kommt überraschend: Auch etliche Termine 2017 sind jetzt schon planbar und gehören – abhängig von der thematischen Ausrichtung der Publikation – in den Redaktionskalender.

Jahrestage, Geburts- und Todestage

Eine Übersicht über die wichtigsten Ereignisse, und die Daten, zu denen sie sich jähren, liefert der kleine Kalender.

Am 15. Oktober 2017 jährt sich Mata Haris Todestag zum hundertsten Mal, John F. Kennedy wäre am 29. Mai hundert Jahre alt geworden. Solche historischen Geburts- und Todestage liefert Geboren.am.

Umfangreiche Fotodossiers zu Ereignissen und Personen, die im kommenden Jahr Jubiläum haben, liefert Ullstein Bild.

Wichtige Sportereignisse

Eine umfassende Übersicht über internationale Sportereignisse 2017 liefert Topend Sports. Die in Deutschland meistbeachteten Sportereignisse führt auch die Sportschau auf.

Politisches Geschehen

So manches ist noch offen, aber Wahltermine und Gipfeltreffen folgen einer festen Agenda. Eine Reihe politisch entscheidender Zeitpunkte im Jahr 2017 hat der Mirror zusammengestellt. Auch N-TV liefert eine Übersicht über vieles, was in 2017 in politischer Hinsicht wichtig wird.

Messen und Ausstellungen

Dass eine Messe ins Haus steht, erfährt der Fachredakteur in aller Regel aus der Flut an Pressemitteilungen, die kurz vor und während des Ereignisses sein E-Mail-Postfach verstopfen – jedenfalls, was die großen Messen betrifft. Wer gern länger im Voraus plant, findet anstehende Messen im Messekalender.

Film-Events, Preisverleihungen und Festivals

Eine umfassende Liste der Termine 2017 wichtiger Film-Events von der Verleihung der Golden Globes bis hin zu den SchulKinoWochen NRW liefert die Film und Medien Stiftung NRW.

Filmpremieren des kommenden Jahres listet unter anderem die Website Filmstarts.

Musik-Events und Konzerte

Die Termine nahezu aller Konzerte bekannter und weniger bekannter Künstler liefert der Festivalticker. Dort finden sich auch Übersichten nationaler und internationaler Festivals.

Und zur Vervollständigung: Die Grammys werden vergeben am 12. Februar 2017, die Echos am 6. April 2017.

Hier finden Sie einen beispielhaften Kalender mit einer Reihe wichtiger Medienthemen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

[calendar id=”2088″]

Virtual Reality: WordPress.com-Blogs können jetzt 360-Grad-Fotos darstellen

Seitenbetreiber, die für ihre Websites das gehostete Angebot bei WordPress.com nutzen, können deren Besuchern ab sofort mit relativ geringem Aufwand VR-Inhalte, insbesondere 360-Grad-Fotos und eingeschränkt auch 360-Grad-Videos, zugänglich machen. Das geht aus einem aktuellen Blogeintrag des Dienstes hervor. Ziel sei es, das Veröffentlichen von VR-Inhalten so einfach zu machen wie das Veröffentlichen von Texten und Fotos.

Toni Schneider, der die Mitteilung verfasst hat, zeigt darin eine Reihe von Beispielen. Sieht sich ein Nutzer diese Beispiele am Desktop an, kann er sich darin mit Hilfe von Mausbewegungen in alle Richtungen umschauen. Betrachtet er sie auf einem Mobilgerät, kann er die Inhalte in vollem 3D für eine VR-Brille – zum Beispiel Cardboard, Gear, Daydream, Rift oder Vive – rendern lassen und darin betrachten.

Die VR-Inhalte lassen sich mit Hilfe von Shortcodes in die Beiträge einbinden. Auf WordPress.com findet sich bereits eine Hilfe-Seite mit detaillierteren Erklärungen dazu.

Instagram bekommt Lesezeichen-Funktion

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/instagram-lesezeichen.jpg” alt=”Instagram-Lesezeichen” align=”right” lightbox=”on” caption=”Im Gegensatz zu Likes sind Instagram-Lesezeichen nicht öffentlich.” captionposition=”center” revealfx=”fromright”]

Beiträge merken, ohne sie bewerten zu müssen: Instagram-Lesezeichen sind eine nicht-öffentliche Alternative zur Gefällt-mir-Angabe.

Rechts unterhalb jedes Foto oder Videos findet sich seit heute ein Lesezeichen-Symbol. Tippt der Nutzer darauf, übernimmt er den Inhalt in seine Sammlung. Im Profil jedes Nutzers findet sich jetzt auch ein Lesezeichen-Reiter, über den er diese Sammlung aufrufen kann.

Wer bisher Fotos und Videos auf Instagram wiederfinden wollte, konnte entweder – vergleichsweise umständlich – die Urls der Beiträge extern speichern, oder Beiträge durch Antippen des Herzchens positiv bewerten.

Per “Profil/Beiträge, die dir gefallen” findet der Nutzer dann zu einer Übersicht der Beiträge, die er in der Vergangenheit positiv bewertet hat. Solche Gefällt-mir-Angaben sind allerdings öffentlich. Im Gegensatz dazu erfährt weder der Urheber noch sonst jemand von den bei Instagram angelegten Lesezeichen.

Übrigens: Hier erfährst du, wie das Netzwerk es erleichtern will, Trolle auf Instagram zu blockieren.

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App-Tipp Pocket Reporter: Fakten sammeln leicht gemacht

Relevante Fakten sammeln, Gespräche führen, Hintergründe ausleuchten und Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen – das sind die Arbeiten, die ein Reporter zu erledigen hat, bevor er seine Story aufschreiben kann. Speziell an Einsteiger und Bürgerjournalisten, die darin (noch) nicht all zu routiniert sind, richtet sich die Android-App Pocket Reporter der Organisation Code for South Africa.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/pocket-reporter.png” alt=”Pocket Reporter” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromright”]

Die App bietet eine Reihe von Vorlagen, um die Fakten dreizehn unterschiedlicher Arten von Stories zusammen zu tragen. Dazu gehören Biographien, Nachrufe, Berichte über Verbrechen, Brände und Unfälle oder etwa Protestveranstaltungen. Mit Hilfe von passenden Checklisten können der (angehende) Reporter prüfen, ob er alle relevanten Fakten zusammengetragen und geprüft hat.

Mit der App erstellte Faktensammlungen lassen sich einfach per E-Mail übermitteln, beispielsweise, um sie anschließend am PC zu einer Story zu verarbeiten. Daneben liefert die App nützliche Tipps – etwa, zu Protestveranstaltungen, auf denen vielleicht Tränengas zum Einsatz kommt, stets einen Schal und ein Fläschchen Essig mitzunehmen.

Dank der app-internen Übersicht “My Stories” kann der Reporter beliebig viele Materialsammlungen parallel anlegen. Zwei kleine Wermutstropfen: Die App ist nur in englischer Sprache erhältlich, und sie eignet sich nicht, um zu den Stories Dateien von Fotos, Videos oder Tonaufnahmen zu speichern.

Pocket Reporter für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=com.phonegap.pocketreporter”]

Ein neues Theme, individuelles CSS und viel unter der Haube: WordPress 4.7 ist da!

Die eben erschienene WordPress-Version 4.7 bringt neben dem nagelneuen Standard-Theme Twenty Seventeen eine Reihe von Neuerungen mit. So bietet der Customizer mehr Komfort beim Anpassen eines Themes, und bietet insbesondere die Möglichkeit, eigene CSS-Anweisungen zu hinterlegen. Mehrsprachige Redaktionsteams werden es schätzen, dass sie die Sprache im Backend jetzt auf Benutzerebene festlegen können, und Entwickler finden etliche neue Optionen unter der Haube.

App-Tipp Cogi: Für Sprachnotizen ohne Blabla

Bei Interviews, Hintergrundgesprächen, Pressekonferenzen und ähnlichen Ereignissen hat der Journalist oft die Wahl, mitzuschreiben oder – das Einverständnis seiner Gesprächspartner vorausgesetzt – Sprachnotizen aufzunehmen. So bequem das Mitschneiden während des Gesprächs ist, so umständlich ist es später, aus dem Mitschnitt die Highlights heraus zu schreiben. Eine enorme Arbeitserleichterung bietet die App Cogi, die sowohl für iOS als auch für Android zu bekommen ist.

[aesop_content color=”#000000″ background=”#c0c0c0″ width=”content” columns=”1″ position=”none” imgrepeat=”no-repeat” floaterposition=”left” floaterdirection=”up”]
Hinweis: Cogi bietet nach einer Registrierung die Möglichkeit, die Aufzeichnungen ‘in der Cloud’ zu sichern – also auf einem Server des Dienstanbieters in den USA. Ohne ausdrückliches Einverständnis aller jeweiligen Gesprächspartner ist das wahrscheinlich ein Verstoß gegen deutsche Datenschutzgesetze.

Auch wer die Sprachnotizen nur auf seinem persönlichen Gerät aufbewahrt, benötigt – bei nicht-öffentlichen Gesprächen – das Einverständnis seiner Gesprächspartner. Es hat sich bewährt, diese Zustimmung vor Beginn der Aufnahme einzuholen und das Okay bei laufender Aufnahme dann noch einmal bestätigen zu lassen.

[/aesop_content]

[aesop_image imgwidth=”25%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/app-cogi.png” alt=”Sprachnotizen leicht gemacht” align=”left” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromleft”]

 

Hat der Reporter eine Session mit Cogi gestartet, hört die App dem Gespräch oder der Rede zunächst nur zu. Sagt einer der Gesprächspartner dann etwas Bedeutungsvolles, tippt der Reporter auf die Schaltfläche im Zentrum der App, um die Aufnahme zu starten. Cogi zeichnet dann das Gespräch auf – und zwar rückwirkend von einem Zeitpunkt an, der bis zu 45 Sekunden vor dem Moment liegen kann, an dem der Reporter die Schaltfläche angetippt hat (in den Settings lassen sich Zeiträume von 5, 15, 30 und 45 Sekunden auswählen). Durch erneutes Antippen hält er die Aufzeichnung wieder an.

Im Lauf eines Gesprächs kann der Reporter auf diese Art beliebig viele Highlights aufzeichnen. Wenn nötig, lassen sich die Highlights aus der App heraus dann auch noch mit schriftlichen Notizen und/oder einem Foto ergänzen – etwa, um die Schreibweise eines Namens zu notieren oder ein Schaubild festzuhalten, dass der Gesprächspartner zeigt. Solche Aufzeichnungen lassen sich später wesentlich einfacher verschriftlichen als ein vollständiger Mitschnitt.

Cogi für iOS

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Cogi für Android

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