Schlagwort-Archiv: videos

Net-News der Woche 47'2023 -
Führungschaos wegen KI-Durchbruch bei OpenAI – und was sonst noch wichtig war

Windows Terminal jetzt mit KI-Chatbot

Microsoft erweitert sein Windows Terminal durch einen KI-Chatbot für die Canary-Version. Nutzer können nun mittels natürlicher Sprache Kommandos generieren, die der Chatbot in ausführbare Befehle umsetzt. Die Funktion, “Terminal Chat” genannt, nutzt Azure OpenAI Service und benötigt einen Zugangsschlüssel. Es unterstützt Powershell und klassische Eingabe, wobei die Qualität der Ergebnisse variieren kann. Details sind im Microsoft-Blog erläutert. Interessierte finden den Quelltext auf GitHub; ein fertiges Installationspaket ist ebenfalls verfügbar (Quelle: Heise).


Führungschaos und Mitarbeiteraufstand bei OpenAI

Sam Altman übernimmt wieder die Führung von OpenAI, nachdem er die Ersetzung des Verwaltungsrats durchsetzte. Der Vorstand, der zuvor seinen Rauswurf betrieben hatte, besteht nun aus Bret Taylor, Larry Summers und Adam D’Angelo, bestätigte die Firma. Microsoft-CEO Satya Nadella unterstützt die Neubesetzung und sieht darin einen Weg zu einer effektiveren Verwaltung. OpenAI-Mitgründer Greg Brockman kehrt ebenfalls zurück. Die Entscheidung folgt massivem Druck der Belegschaft: Über 700 Mitarbeiter drohten mit Abwanderung zu Microsoft, sollte das alte Führungsteam nicht wieder eingesetzt werden (Quelle: ComputerBase).


YouTube testet KI-Musikproduktion mit Stars

YouTube wagt den Sprung in KI-gesteuerte Musikschöpfung. Im Experiment “Dream Track” testet die Plattform ein Lyria-basiertes Musikgenerierungsmodell. Nutzer können mit KI-Stimmen von Stars wie Alec Benjamin und Sia eigene 30-Sekunden-Soundtracks für YouTube Shorts erstellen. Neun Künstler beteiligen sich, darunter Charlie Puth, Demi Lovato und John Legend. Derzeit läuft der Test im “Music AI Incubator” vor einem begrenzten Publikum. YouTube erforscht dabei noch die Monetarisierung und Kontrolle über die neue Technologie (Quelle: Caschy).


OpenAI startet ChatGPT Voice für alle

Trotz interner Unruhen hat OpenAI ChatGPT Voice eingeführt, eine Sprachsteuerungsfunktion, die anfangs exklusiv für Abonnenten gedacht war. Diese erlaubt es, mittels Sprachbefehlen mit dem digitalen Assistenten zu interagieren und erhält gesprochene Antworten. Mithilfe von OpenAIs Chatbot und zwei Sprachmodellen, einschließlich des Spracherkennungssystems Whisper, liefert die Technologie eine naturgetreue Stimmwiedergabe. Professionelle Sprecher haben die Stimmen entwickelt, wobei ein Missbrauch durch Klonen ausgeschlossen wird, da das Modell ausschließlich intern oder unter Lizenz verwendet wird. Plattformen wie Spotify könnten davon profitieren, um mehrsprachige Podcasts anzubieten (Quelle: Golem).


Claude 2.1: Größer, schneller, präziser

Anthropic präsentiert Claude 2.1, das neueste Large-Language-Model (LLM), welches die Kapazitäten von ChatGPT übertrifft. Mit einem riesigen Kontextfenster von 200.000 Tokens überflügelt Claude 2.1 das GPT-4 Turbo-Modell erheblich und kann komplette Bücher von bis zu 500 Seiten verarbeiten. Die verdoppelte Geschwindigkeit und Genauigkeit senken zudem Fehlinformationen und Halluzinationen. Entwickler profitieren von der Integration externer Tools und APIs sowie den “System Prompts”, einer Funktion ähnlich den “Custom Instructions” von ChatGPT. Der durchaus auch deutsch sprechende Bot ist derzeit in Deutschland nicht verfügbar und verlangt eine ausländische Telefonnummer zur Registrierung auf Claude.ai (Quelle: Caschy).

Claudes Update auf die Version 2.1 soll GPT4 Turbo deutlich überlegen sein

OpenAI: Riskanter Durchbruch bei AGI Grund für Altman-Chaos?

Mitarbeiter von OpenAI haben laut Berichten ein Warnschreiben bezüglich der KI-Entwicklung an den Aufsichtsrat gerichtet. Sie sprechen von einer potenziellen “Bedrohung für die Menschheit” durch einen Fortschritt zur Artificial General Intelligence (AGI), die menschliche Intelligenz übertreffen könnte. Dies wird im Kontext der Entlassung und Rückkehr von CEO Sam Altman diskutiert, wobei Unstimmigkeiten über die Existenz des Briefes bestehen. Altman, kritisiert für mangelnde Kommunikation und mögliche Vermarktungsverfehlungen, hatte kürzlich OpenAIs Fortschritte bei einem Wirtschaftsgipfel angedeutet. Die genauen Konsequenzen der AGI-Entwicklung bleiben unklar, während die Debatte um die Risiken von KI weitergeht (Quelle: Heise).

Durchbruch bei Genereller Künstlicher Intelligenz Grund für vorübergehenden Altman-Rauswurf?

Google KI Bard kann YouTube-Videos analysieren

Google KI Bard entfaltet neue Fähigkeiten: Nun analysiert sie YouTube-Videos, um Nutzern Zeit zu sparen. Bard extrahiert gezielt Informationen ohne Video-Wiedergabe, etwa Zutaten aus Kochvideos inklusive Rezeptanleitung, wie Android Authority berichtet. Seit September kann Bard Videos grob zusammenfassen, jetzt bietet sie detaillierte, strukturierte Inhalte auf Anfrage. Die Funktion birgt Potenzial für schnelleren Wissenszugriff, könnte aber Content-Erstellern schaden, die exklusive Inhalte monetarisieren. Googles Pläne für den Umgang mit dieser Problematik sind noch offen (Quelle: WinFuture).

YouTube räumt Podcasts einen eigenen Bereich ein

In den USA zeigt YouTube Podcasts in einem eigenen Bereich an. Unter www.youtube.com/podcasts finden Podcast-Fans vorerst eine simple Übersicht mit YouTube-Videos, deren Inhalt Podcasts sind. Das berichtet das Online-Magazin 9to5Google. Wer die obige Adresse von Deutschland aus aufruft, erhält derzeit eine 404-Fehlermeldung.

Das Online-Magazin beschreibt das Angebot als derzeit noch sehr rudimentär. In mehreren Karussell-Ansichten können Nutzer aus populären Episoden, beliebten Playlists, Empfehlungen und beliebten Podcastern wählen und die Auswahl nach Themengebieten filtern. Die Thumbnails entsprechen derzeit noch denen anderer Videos auf der Plattform, und beim Anklicken – so 9to5Google – öffnet sich auch nur der Standard-Player, noch ganz ohne podcast-spezifische Bedienelemente.

Ob, und wie schnell sich das ändert, und wann das dedizierte Podcast-Angebot auch in anderen Ländern verfügbar werden wird, darüber haben sich Verantwortliche von YouTube noch nicht geäußert. Podcasts stärker in den Fokus seines Angebots zu nehmen, ist für die Videoplattform aber nur konsequent. Wie The Verge berichtet, ist YouTube in den USA bereits jetzt die meistgenutzte Podcasting-Plattform.

Für die Rezipienten stellen sich Podcasts auf der Videoplattform dann künftig wohl eher wie Talkshows dar – mit dem Unterschied, dass sie je nach Situation auch ohne Bewegtbild funktionieren würden. Fraglich ist, ob Google mit einer globalen Einführung von Podcasts auf seiner Videoplattform das parallele Angebot Google Podcasts aufrecht erhalten oder einstellen wird.

Instagram contra TikTok: Videoplattformen auf Gegenkurs

Mit den Reels hat Instagram ein wesentliches Erfolgsrezept der Videoplattform TikTok kopiert. Doch inzwischen deutet sich an, dass die beiden Plattformen sich entgegengesetzte Richtungen entwickeln.

Einige Zeit sah es so aus, als kopiere Instagram jeweils die erfolgreichsten Funktionen konkurrierender Plattformen. Die Stories ließen sich unschwer als Klon der gleichnamigen Snapchat-Funktion erkennen. Mit IGTV, so sah es jedenfalls für einige Zeit aus, sollte ein Gegenangebot zum Platzhirschen YouTube aufgebaut werden, Die Reels schließlich waren Instagrams Antwort auf den enormen Erfolg von TikTok.

Stop für lange Videos bei Instagram, Go bei TikTok

Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen: TikTok, so erfuhren etliche Nutzer per Kurznachricht, erlaubt künftig den Upload von Videos in einer Länge von bis zu zehn Minuten und bewegt sich damit in Richtung YouTube. Instagram scheint indessen IGTV, sein Format für längere Videos, aufzugeben: Die eigenständige IGTV-App wird bald nicht mehr unterstützt, und die Plattform stellt auch die Monetarisierung für IGTV-Videos ein. Reels mit einer Minute Länge soll die Zukunft gehören.

Ob sich TikTok mit langen, oder Instagram mit kurzen Videos über kurz oder lang durchsetzt, lässt sich derzeit nicht absehen. YouTube, wo seit einiger Zeit Shorts als kurzes Hochkantformat Zuschauer binden sollen, bedient auch weiterhin Zuschauer, die an wirklich langen Formaten Gefallen finden.

So präsentierst du YouTube Shorts im Kanal

Video-Creator können jetzt ihre YouTube Shorts im Kanal prominent hervorheben. YouTube bietet in der Kanalansicht dazu jetzt einen Short Shelf. Das zeigt die neuesten Kurz-Videos des entsprechenden Kanals an.

Das Short Shelf des Kanals technisch gesehen, direkt an zweiter Stelle der “Kanalabschnittsempfehlungen”

Nachdem erst TikTok und in der Folge auch Instagram mit kurzen Hochkant-Videos einen Trend gesetzt haben, pusht auch YouTube seit einiger Zeit dieses Format. Creator können direkt aus Smartphone-App heraus Shorts aufnehmen, vertonen und auf ihren Kanal hochladen.

Grundsätzlich lassen sich die Shorts im Kanal Seite an Seite mit längeren Videos im Querformat zu Playlists anordnen. Um YouTube Shorts im Kanal hervorzuheben, ist es auch möglich, sie in einer separaten Playlist zu sammeln. Letzteres ist dank Short Shelf jetzt überflüssig geworden.

YouTuber, die bereits Shorts auf ihrem Kanal veröffentlicht haben, finden das Short Shelf auf der Kanalseite ganz unten. Über die Funktion “Kanal anpassen” (am Desktop) können die YouTuber die Position des Short Shelf variieren – auf Wunsch auch ganz nach oben.

YouTube schiebt Shorts energisch an

Dass Shorts für YouTube von enormer Bedeutung sind, lässt sich auch an einem Tweet von YouTubes Chief Product Officer Neal Mohan ablesen:

So arbeitet das Unternehmen an Möglichkeiten für die Creator, mit ihren Shorts Geld zu verdienen. Bald soll YouTube-Nutzer auch mit eigenen Shorts auf andere Shorts antworten können. Mohan kündigt daneben umfangreichere Bearbeitungsmöglichkeiten, Filter und Effekte an.

Von dem Dreikampf zwischen TikTok, Instagram und YouTube profitieren nicht zuletzt die Creator und die Marketer, die damit bisher unerreichbar geglaubte Reichweiten erzielen können.

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

Virtuelle Drohnenflüge mit Google Earth Studio

“Der genaueste Globus der Welt”, so beschreibt Google seine digitale 3D-Weltkarte Google Earth. Mit Google Earth Studio (Tutorial unten im Video) kannst du diese Karte nutzen, um virtuelle Kamerafahrten aus der Vogelperspektive aufzuzeichnen. Google Earth Studio erfordert keinen Download, setzt allerdings ein Windows-Betriebssystem voraus.

Über Position, Kameraperspektive und Höhe errechnet das Online-Tool die exakten Ansicht für jedes Einzelbild auf einem vorgegebenen Pfad. Besonders spektakuläre Ergebnisse erhältst du von Städten und Regionen, für die bereits 3D-Modelle in Google Earth existieren. Zu den “3D-Cities” gehören etwa Paris, New York oder Rom. Google Earth Studio ist kostenlos und derzeit noch in der Beta-Phase. Wer das Animationswerkzeug nutzen möchte, muss auf der Website ein paar Fragen beantworten. Dann bekommt er in der Regel kurz darauf das Go.

Viele der Berechnungen finden direkt im Browser statt, weshalb Google Earth Studio die Verwendung einer aktuellen Version des Google Chrome voraussetzt. Auch die Bandbreite der jeweils genutzten Internetverbindung ist für den Erfolg der Berechnung ausschlaggebend.

Als Resultat liefert das Online-Tool keine sofort nutzbare Videodatei, sondern eine der vorgegebenen Länge entsprechende Anzahl an JPG-Dateien. Mit einer Videoschnittsoftware wie Adobe After Effects, aber auch mit dem in der Grundversion kostenlosen Lightworks kannst du diese Fotos zu einer Animation – also einer virtuellen Kamerafahrt – verknüpfen.

Google Earth Studio Tutorials

Das Flugzeug im oben gezeigten Video ist allerdings kein Bestandteil des Tools. Ich habe es über mein Videoschnittprogramm nachträglich in die virtuellen Luftaufnahmen eingefügt. Gegen Ende des Videos siehst du auch den Unterschied zwischen den in 3D verfügbaren Orten und dem noch in gutem alten 2D gehaltenen kleinen Ort, an dem ich aus dem Flugzeug steige.

Das obige Video zeigt, wie du ein “Kameraziel” dazu nutzen kannst, Gebäude oder Landschaftsmerkmale mit der virtuellen Kamera zu umkreisen.

Und hier erfährst du, wie du in den Animationen die Tageszeit anpassen oder Zeit vergehen lassen kannst.

Im folgenden Video habe ich Earth Studio genutzt, um die Stationen zu überfliegen, an die Dan Brown seinen Protagonisten im Roman “Illuminati” schickt – wie in o. g. Video erläutert, in der Reihenfolge, die Dan Brown auch in seinem Roman aufführt.

Google Earth Studio in der Kurzübersicht

  • Virtuelle Kamerafahrten aus Vogelperspektive möglich
  • Kein Download erforderlich, Windows-Betriebssystem vorausgesetzt
  • Online-Tool berechnet exakte Ansichten für Einzelbilder
  • Besonders spektakulär bei Städten mit 3D-Modellen
  • Viele Berechnungen direkt im Browser
  • Liefert Anzahl an JPG-Dateien statt Videodatei

Instagram: Live-Videos können jetzt bis zu 24 Stunden online bleiben

Instagram-Nutzer, die ein Live-Video an ihre Freunde gesendet haben, können die Aufnahme jetzt nach dem Ende der Übertragung in eine Instagram-Story übernehmen und damit 24 Stunden online halten. Das hat das Unternehmen in einem aktuellen Blog-Beitrag mitgeteilt.

Bislang verschwanden Live-Videos auf dieser Plattform unmittelbar, nachdem der Livestream geendet hatte. Möglich ist das auch jetzt noch – wenn der Nutzer sich dazu entschließt, die Aufzeichnung nicht in eine Story zu übernehmen.

Bei der Wiedergabe eines aufgezeichneten Livestreams zeigt Instagram Kommentare und Likes, wie sie während der Übertragung geäußert wurden. Nutzer können in den Aufzeichnungen vor- und zurückspulen und per Nachricht mit dem Filmer Kontakt aufnehmen.

VR180: YouTubes neues Virtual Reality-Format verzichtet auf Rundumsicht

Youtube hat ein neues Videoformat für Virtual Reality-Darstellungen angekündigt, das im Vergleich zu den bisherigen 360-Grad-Videus nur noch die Hälfte des Sichtbereichs abdeckt. VR180-Videos sollen dem Betrachter ein ausreichend authentisches Virtual Reality-Erlebnis bieten, gleichzeitig aber wesentlich problemloser zu drehen sein. Neben der Datenmenge ist ein häufiges Problem bei 360-Grad-Videos etwa die Person, die die Kamera führt, und dabei fast zwangsläufig mit ins Bild gerät – in 180-Grad-Aufnahmen kann der Betrachter seine Blickrichtung hingegen nach wie vor nach links und rechts verändern, bekommt aber nichts mehr von dem zu sehen, was sich hinter der Kamera abspielt.

VR180-Videos sollen am Desktop, auf Mobilgeräten ebenso wie in den VR-Brillen vom Typ Cardboard, Daydream oder der Playstation VR nutzbar sein. Wie es in der Ankündigung heißt, arbeitet Googles Daydream-Team bereits mit einer Reihe von Kameraherstellern zusammen, deren Kameras das neue Format künftig ab Werk unterstützen können sollen.

Jetzt auch Vimeo: Die nächste Videoplattform bahnt den Weg für 360-Grad-Inhalte

Mit Vimeo ist eine weitere große Videoplattform auf den Trend zur 360-Grad-Darstellung eingeschwenkt. Ab sofort können Nutzer der Plattform dort 360-Grad-Videos veröffentlichen. Nutzer starten dazu die vertraute Upload-Funktion und setzen per Mausklick ein Häkchen vor die Option “This video was recorded in 360”. Danach legen sie den Quelltyp (monoscopic oder stereoscopic) fest, den Rest übernimmt die Vimeo-Plattform.

Für Videofilmer, die sich erst noch mit den Möglichkeiten der 360-Grad-Darstellung vertraut machen wollen, bietet Vimeo eine Reihe von Schulungsvideos. Außerdem bietet die Plattform einen Kanal mit einer redaktionellen Auswahl herausragender VR-Videos. 360-Grad-Videos sind auf auf Vimeo an einer Markierung mit der Beschriftung “360” zu erkennen. Bei der Wiedergabe hilft ein virtueller Kompass den Betrachter, sich über die Blickrichtung zu orientieren.

CNN gründet eigene Einheit für Virtual Reality Journalism

Der US-Fernsehsender CNN hat eine eigene Einheit gegründet, die sich mit der Produktion journalistischer VR-Inhalte beschäftigt. Das berichtet Techcrunch in einem aktuellen Beitrag.

Schon zuvor hat die Virtual Reality-Inhalte produziert und veröffentlicht. Die jetztige organisatorische Maßnahme schlägt sich für den Zuschauer in einer besseren Bündelung der VR-Inhalte wieder: Die lassen sich über die CNN-Apps für Android und iOS sowie im Web über www.cnn.com/vr durchstöbern und ansehen. Nach Angaben von CNN ist deren App damit jetzt die dritthäufigst genutzte mobile App für VR-Inhalte, nur übertroffen von den Apps für YouTube und Facebook.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, sollen die Inhalte auch auf ausgewählten VR-Headsets nutzbar sein, darunter auf der Samsung Gear VR, Google Daydream und der Oculus Rift.

Automatischer Ton im Newsfeed und Apps fürs TV: Facebook forciert Videos

Mit einer ganzen Reihe von Neuerungen zum Thema Video wartet Facebook auf:

  • Bei Videos im Newsfeed startet und stoppt künftig auch die Tonwiedergabe automatisch;
  • vertikale Videos erhalten auf Smartphone-Displays mehr Platz;
  • Videos lassen sich verkleinern und als Bild-im-Bild in einer Ecke des Displays wiedergeben, während der Nutzer durch den Newsfeed scrollt (auf Android-Geräten kann der Nutzer Videos sogar weiter laufen lassen, nachdem er die Facebook-App verlassen hat);
  • für Apple TV, Amazon Fire TV und Samsung Smart TV werden demnächst eigene Facebook-Video-Apps verfügbar sein.

Die umstrittenste Neuerung dürfte die selbst startende Audiowiedergabe von Videos im Newsfeed sein. In den Einstellungen soll es aber möglich sein, dieses Verhalten zu ändern. Außerdem, so heißt es in der Mitteilung, werde natürlich kein Ton wiedergegeben, wenn der Nutzer sein Gerät stummgeschalten habe.

YouTube Live: YouTube schaltet Livestreams per Smartphone frei

YouTuber, deren Kanäle mindestens 10.000 Abonnenten aufweisen, können ab sofort Livestreams per Smartphone starten. Das teilt das Unternehmen im offiziellen YouTube-Blog mit. Die schon im Sommer 2016 angekündigte Funktion soll der Mitteilung zufolge demnächst auch allen anderen Nutzern zur Verfügung stehen.

Wie seinerzeit angekündigt, bieten die mobilen Livestreams alle von anderen YouTube-Videos bekannten Möglichkeiten, sind also über die YouTube-Suche und über Empfehlungen auffindbar, können in Playlists aufgenommen werden, die Ersteller können die Videos aber auch als privat oder nicht gelistet deklarieren und das Einbetten in andere Webangebote unterbinden.

Gleichzeitig startet YouTube in 20 Ländern (für Zuschauer sogar in mehr als 40 Ländern) sein Super Chat-Programm, mit dessen Hilfe YouTuber in Livestreams zusätzliche Einnahmen generieren können. Die Super Chat-Funktion ermöglicht es Zuschauern, ihre Kommentare gegen eine Gebühr hervorgehoben darzustellen und oberhalb des allgemeinen Kommentarstroms anzeigen zu lassen.