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Net-News der Woche 47'2023 -
Führungschaos wegen KI-Durchbruch bei OpenAI – und was sonst noch wichtig war

Windows Terminal jetzt mit KI-Chatbot

Microsoft erweitert sein Windows Terminal durch einen KI-Chatbot für die Canary-Version. Nutzer können nun mittels natürlicher Sprache Kommandos generieren, die der Chatbot in ausführbare Befehle umsetzt. Die Funktion, “Terminal Chat” genannt, nutzt Azure OpenAI Service und benötigt einen Zugangsschlüssel. Es unterstützt Powershell und klassische Eingabe, wobei die Qualität der Ergebnisse variieren kann. Details sind im Microsoft-Blog erläutert. Interessierte finden den Quelltext auf GitHub; ein fertiges Installationspaket ist ebenfalls verfügbar (Quelle: Heise).


Führungschaos und Mitarbeiteraufstand bei OpenAI

Sam Altman übernimmt wieder die Führung von OpenAI, nachdem er die Ersetzung des Verwaltungsrats durchsetzte. Der Vorstand, der zuvor seinen Rauswurf betrieben hatte, besteht nun aus Bret Taylor, Larry Summers und Adam D’Angelo, bestätigte die Firma. Microsoft-CEO Satya Nadella unterstützt die Neubesetzung und sieht darin einen Weg zu einer effektiveren Verwaltung. OpenAI-Mitgründer Greg Brockman kehrt ebenfalls zurück. Die Entscheidung folgt massivem Druck der Belegschaft: Über 700 Mitarbeiter drohten mit Abwanderung zu Microsoft, sollte das alte Führungsteam nicht wieder eingesetzt werden (Quelle: ComputerBase).


YouTube testet KI-Musikproduktion mit Stars

YouTube wagt den Sprung in KI-gesteuerte Musikschöpfung. Im Experiment “Dream Track” testet die Plattform ein Lyria-basiertes Musikgenerierungsmodell. Nutzer können mit KI-Stimmen von Stars wie Alec Benjamin und Sia eigene 30-Sekunden-Soundtracks für YouTube Shorts erstellen. Neun Künstler beteiligen sich, darunter Charlie Puth, Demi Lovato und John Legend. Derzeit läuft der Test im “Music AI Incubator” vor einem begrenzten Publikum. YouTube erforscht dabei noch die Monetarisierung und Kontrolle über die neue Technologie (Quelle: Caschy).

Introducing Dream Track - an experiment on YouTube Shorts - featuring Charlie Puth

OpenAI startet ChatGPT Voice für alle

Trotz interner Unruhen hat OpenAI ChatGPT Voice eingeführt, eine Sprachsteuerungsfunktion, die anfangs exklusiv für Abonnenten gedacht war. Diese erlaubt es, mittels Sprachbefehlen mit dem digitalen Assistenten zu interagieren und erhält gesprochene Antworten. Mithilfe von OpenAIs Chatbot und zwei Sprachmodellen, einschließlich des Spracherkennungssystems Whisper, liefert die Technologie eine naturgetreue Stimmwiedergabe. Professionelle Sprecher haben die Stimmen entwickelt, wobei ein Missbrauch durch Klonen ausgeschlossen wird, da das Modell ausschließlich intern oder unter Lizenz verwendet wird. Plattformen wie Spotify könnten davon profitieren, um mehrsprachige Podcasts anzubieten (Quelle: Golem).


Claude 2.1: Größer, schneller, präziser

Anthropic präsentiert Claude 2.1, das neueste Large-Language-Model (LLM), welches die Kapazitäten von ChatGPT übertrifft. Mit einem riesigen Kontextfenster von 200.000 Tokens überflügelt Claude 2.1 das GPT-4 Turbo-Modell erheblich und kann komplette Bücher von bis zu 500 Seiten verarbeiten. Die verdoppelte Geschwindigkeit und Genauigkeit senken zudem Fehlinformationen und Halluzinationen. Entwickler profitieren von der Integration externer Tools und APIs sowie den “System Prompts”, einer Funktion ähnlich den “Custom Instructions” von ChatGPT. Der durchaus auch deutsch sprechende Bot ist derzeit in Deutschland nicht verfügbar und verlangt eine ausländische Telefonnummer zur Registrierung auf Claude.ai (Quelle: Caschy).

Zwei humanoide Roboter, einer hellgrün, einer hellgrau, in einer Kneipe beim Armdrücken, symbolisch für KI-Chatbot Claude, der ChatGPT herausfordert
Claudes Update auf die Version 2.1 soll GPT4 Turbo deutlich überlegen sein

OpenAI: Riskanter Durchbruch bei AGI Grund für Altman-Chaos?

Mitarbeiter von OpenAI haben laut Berichten ein Warnschreiben bezüglich der KI-Entwicklung an den Aufsichtsrat gerichtet. Sie sprechen von einer potenziellen “Bedrohung für die Menschheit” durch einen Fortschritt zur Artificial General Intelligence (AGI), die menschliche Intelligenz übertreffen könnte. Dies wird im Kontext der Entlassung und Rückkehr von CEO Sam Altman diskutiert, wobei Unstimmigkeiten über die Existenz des Briefes bestehen. Altman, kritisiert für mangelnde Kommunikation und mögliche Vermarktungsverfehlungen, hatte kürzlich OpenAIs Fortschritte bei einem Wirtschaftsgipfel angedeutet. Die genauen Konsequenzen der AGI-Entwicklung bleiben unklar, während die Debatte um die Risiken von KI weitergeht (Quelle: Heise).

Doch nicht bloß ein KI-Chatbot? Eine Gruppe von OpenAI-Mitarbeitern steht um einen Tisch herum, auf dem ein Modell eines menschlichen Gehirns liegt, das von künstlicher Intelligenz umgeben ist, die es zu übernehmen scheint., professional photography, bokeh, natural lighting, canon lens, shot on dslr 64 megapixels sharp focus, detailed matte painting
Durchbruch bei Genereller Künstlicher Intelligenz Grund für vorübergehenden Altman-Rauswurf?

Google KI Bard kann YouTube-Videos analysieren

Google KI Bard entfaltet neue Fähigkeiten: Nun analysiert sie YouTube-Videos, um Nutzern Zeit zu sparen. Bard extrahiert gezielt Informationen ohne Video-Wiedergabe, etwa Zutaten aus Kochvideos inklusive Rezeptanleitung, wie Android Authority berichtet. Seit September kann Bard Videos grob zusammenfassen, jetzt bietet sie detaillierte, strukturierte Inhalte auf Anfrage. Die Funktion birgt Potenzial für schnelleren Wissenszugriff, könnte aber Content-Erstellern schaden, die exklusive Inhalte monetarisieren. Googles Pläne für den Umgang mit dieser Problematik sind noch offen (Quelle: WinFuture).

Geschichten auf Instagram, Twitter und Co. -
Social Storytelling: Wie Unternehmen in Social Media erfolgreiche Geschichten erzählen können

In der heutigen digitalen Welt ist Social Media ein fester Bestandteil unseres Lebens. Unternehmen nutzen Social-Media-Plattformen, um mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren und ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Dabei spielt Storytelling eine immer wichtigere Rolle, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. In dem Buch „Social Storytelling: Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“ geben die Autoren Marie Elisabeth Müller und Devadas Rajaram einen Einblick in die Welt des Social Storytellings und zeigen anhand von Fallbeispielen, wie Unternehmen erfolgreich Geschichten in ihren Social-Media-Strategien einsetzen.

Wie Social Storytelling den Social-Media-Trend bestimmt

Social Storytelling ist ein wichtiger Bestandteil der Social-Media-Strategie von Unternehmen. Die Autoren erklären in ihrem Buch, wie das Erzählen von Geschichten in den sozialen Medien funktioniert und wie Unternehmen davon profitieren können. Sie zeigen, dass Social Storytelling mehr ist als nur das Posten von schönen Bildern und Texten. Es geht darum, eine Verbindung zu den Kunden aufzubauen und sie emotional anzusprechen. Unternehmen, die die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe verstehen und diese in ihre Geschichten einbeziehen, können ihre Kunden langfristig binden und eine starke Markenidentität aufbauen.

Fallbeispiele: So erfolgreich sind Unternehmen mit Social Storytelling

In dem Buch werden verschiedene Unternehmen vorgestellt, die Social Storytelling erfolgreich in ihrer Social-Media-Strategie einsetzen. Die Autoren analysieren, welche Elemente in den Geschichten dieser Unternehmen besonders erfolgreich sind und welche Strategien sie nutzen, um ihre Zielgruppe anzusprechen. Dabei zeigen sie, dass Social Storytelling in allen Branchen funktionieren kann, solange die Geschichten authentisch und relevant für die Zielgruppe sind. Unternehmen, die erfolgreich Social Storytelling einsetzen, können nicht nur ihre Kundenbindung stärken, sondern auch ihre Reichweite und ihren Umsatz steigern.

Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Strategie

Im letzten Teil des Buches geben die Autoren Tipps und Tricks, wie Unternehmen eine erfolgreiche Social-Storytelling-Strategie entwickeln können. Sie erklären, wie man die richtigen Geschichten findet, wie man sie erzählt und wie man die Ergebnisse messen kann. Dabei betonen sie, dass es wichtig ist, eine langfristige Strategie zu entwickeln und kontinuierlich zu optimieren. Unternehmen, die sich an den Tipps und Tricks der Autoren orientieren, können ihre Social-Media-Präsenz verbessern und ihre Zielgruppe besser erreichen.

Die Arbeit mit Geschichten ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Social-Media-Strategie. In dem Buch „Social Storytelling: Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“ zeigen die Autoren, wie Unternehmen erfolgreich Geschichten erzählen können, um ihre Zielgruppe emotional anzusprechen und zu binden. Anhand von Fallbeispielen und Tipps und Tricks geben sie wertvolle Einblicke in die Welt des Social Storytellings und zeigen, wie Unternehmen davon profitieren können. Das Buch ist ein Must-read für alle, die ihre Social-Media-Präsenz verbessern und ihre Zielgruppe besser erreichen möchten.

*Disclaimer: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.

KI-generierte Videos -
Crack-Anleitungen auf YouTube: Wenn künstliche Intelligenz auf natürliche Dummheit trifft

„Gier frisst Hirn“, ist eine Weisheit, auf deren Wahrheitsgehalt Anlagebetrüger fest vertrauen dürfen. Und nicht nur die. Dass Cyberkriminelle jetzt ausgerechnet künstliche Intelligenz nutzen, um natürliche Dummheit zu triggern, hat schon einen gewissen Charme.

Konkret sind es KI-basierte Dienste wie Synthesia oder D-ID, die Cyberkriminelle einem Blogartikel von Cloudsek zufolge nutzen, um Massen von Videos für YouTube zu generieren. In denen erklären vertrauenerweckende Avatare den Zuschauern, wie sich eine bestimmte Software nutzen lässt, um teure Programme wie Photoshop, Premiere Pro, Autodesk 3ds Max, AutoCAD und ähnliche Software knacken und dann ohne gekaufte Lizenz nutzen zu können.

Keine Ehre unter Dieben: Cracks, die keine sind

In den Videobeschreibungen sind die vermeintlichen Cracks dann auch gleich verlinkt, oft getarnt mit Hilfe eines Kurz-Url-Dienstes und verpackt in eine verschlüsselte ZIP-Datei. Das Passwort für die ZIP-Datei gibt’s ebenfalls in der Beschreibung. Die Cyberkriminellen verhindern damit wirksam, dass Software den Inhalt der ZIP-Dateien prüft. Die würde sonst wahrscheinlich Alarm schlagen, denn die „Cracks“ sind mitnichten bloß hilfreiche digitale Brechstangen.

Vor allem fallen sie unter die Kategorie “Info-Stealer”. Die Programme machen sich auf den Rechnern der Nutzer auf die Suche nach verwertbaren Informationen, etwa Passwörtern, Auto-Vervollständigungsdaten in Browsern, Informationen zu Kreditkarten und Crypto-Wallets und so fort. Die können die Cyberkriminellen dann direkt oder indirekt zu Geld machen.

Wie die Experten von CloudSek ausführen, laden Cyberkriminelle pro Stunde rund fünf bis zehn solcher Videos auf den unterschiedlichsten gekaperten YouTube-Kanälen hoch. Die Menge dieser Videos habe sich seit November 2022 jeden Monat verdoppelt bis verdreifacht. Das wiederum spricht dafür, dass sich die Mühe lohnt. Nun ja, zumindest trifft es keine Unschuldslämmer.

Einen erfolgreichen YouTube-Kanal starten -
Die besten Tipps für den Aufbau eines erfolgreichen YouTube-Kanals: “YouTube Secrets”

In dem Buch „YouTube Secrets“* von Sean Cannell und Benji Travis geht es darum, wie Sie auf YouTube einen erfolgreichen Kanal aufbauen können, um Ihre Videos einem breiten Publikum zugänglich zu machen und Ihre Reichweite zu erhöhen. Es gibt viele Tipps und Tricks, die Ihnen helfen, Ihren Kanal zu optimieren und mehr Abonnenten zu gewinnen.

Youtube Secrets: Kanal aufbauen mit System
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Zunächst lernen Sie, wie Sie eine Strategie für Ihren Kanal entwickeln und welches Equipment Sie benötigen, um qualitativ hochwertige Videos zu produzieren. Es gibt auch viele Ratschläge zur Verbesserung Ihrer Videobearbeitung und zur Erstellung von ansprechenden Thumbnails.

Das Buch behandelt auch die wichtigsten Aspekte der YouTube-Algorithmen und wie Sie diese in Ihrem Vorteil nutzen können. Sie lernen, wie Sie Ihre Videos mit den richtigen Keywords und Beschreibungen versehen und wie Sie mit den Kommentaren und Feedback Ihrer Zuschauer umgehen.

Abschließend gibt das Buch wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Kanal auf YouTube von Anfang an so aufbauen, dass Sie damit auch Geld verdienen und Ihre Präsenz auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Twitter ausweiten können.

Insgesamt ist „YouTube Secrets“ ein nützlicher Leitfaden für alle, die ihre YouTube-Karriere vorantreiben möchten. Es ist leicht verständlich geschrieben und bietet praktische Ratschläge, die einfach umzusetzen sind.

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YouTube räumt Podcasts einen eigenen Bereich ein

In den USA zeigt YouTube Podcasts in einem eigenen Bereich an. Unter www.youtube.com/podcasts finden Podcast-Fans vorerst eine simple Übersicht mit YouTube-Videos, deren Inhalt Podcasts sind. Das berichtet das Online-Magazin 9to5Google. Wer die obige Adresse von Deutschland aus aufruft, erhält derzeit eine 404-Fehlermeldung.

Das Online-Magazin beschreibt das Angebot als derzeit noch sehr rudimentär. In mehreren Karussell-Ansichten können Nutzer aus populären Episoden, beliebten Playlists, Empfehlungen und beliebten Podcastern wählen und die Auswahl nach Themengebieten filtern. Die Thumbnails entsprechen derzeit noch denen anderer Videos auf der Plattform, und beim Anklicken – so 9to5Google – öffnet sich auch nur der Standard-Player, noch ganz ohne podcast-spezifische Bedienelemente.

Ob, und wie schnell sich das ändert, und wann das dedizierte Podcast-Angebot auch in anderen Ländern verfügbar werden wird, darüber haben sich Verantwortliche von YouTube noch nicht geäußert. Podcasts stärker in den Fokus seines Angebots zu nehmen, ist für die Videoplattform aber nur konsequent. Wie The Verge berichtet, ist YouTube in den USA bereits jetzt die meistgenutzte Podcasting-Plattform.

Für die Rezipienten stellen sich Podcasts auf der Videoplattform dann künftig wohl eher wie Talkshows dar – mit dem Unterschied, dass sie je nach Situation auch ohne Bewegtbild funktionieren würden. Fraglich ist, ob Google mit einer globalen Einführung von Podcasts auf seiner Videoplattform das parallele Angebot Google Podcasts aufrecht erhalten oder einstellen wird.

Alternative Welten: Unterwegs im Paralleluniversum Fediverse

Es war nicht Elon Musk, der seine Hände nach Twitter ausgestreckt hatte, oder jener Twitterer, der es sich zur Aufgabe gemacht zu haben schien, mich über die Lebensgefahren der Elektromobilität aufzuklären.

Es war auch nicht das wissenschaftsfeindliche Pack, das auf YouTube unter einem neuen Video von Mailab seine selbstgewählte Blödheit dokumentiert hatte.

Es war nicht einmal Ex-Bildchef Julian Reichelt mit seiner Wortschöpfung “Zwangsmaus” – dem Wörtchen kann man ja in Kenntnis seiner Laufbahn zumindest eine gewisse Mehrdeutigkeit abringen. Übrigens: Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass der gute Mann abgekürzt JR heißt? Wie der schlimmste Schurke meiner Kindheit, samt ähnlicher Affinität zu fossilen Brennstoffen, nur mit erheblich schlechterem Stil.

Ach, egal, vielleicht waren es auch alle zusammen, und noch ein paar mehr, die mich jenes denkwürdigen Tages dazu brachten, mir die Frage zu stellen, ob es das jetzt gewesen sei mit dem Internet, oder ob es jenseits dieser bunten, lauten, zerstrittenen Welt nicht noch etwas anderes gebe, vielleicht ein anderes Internet, nur weniger voll, weniger aggressiv, weniger marktschreierisch.

Twitters Alternative im Fediverse ist ein Rüsseltier aus der Urzeit

Und dann hörte ich von der Alternative Fediverse. Das begegnete mir als erstes in Gestalt eines urzeitlichen Rüsseltiers namens Mastodon. Schon verwirrt? Keine Sorge, das wird schon noch schlimmer. Also: Das Fediverse heißt so wegen seiner föderalen (englisch “federal”) Struktur miteinander verbundener Instanzen. Mastodon selbst ist keine Instanz, sondern ein dezentrales soziales Netzwerk, das in der Handhabung und Anmutung an Twitter erinnert. Bloß ohne Elon Musk und Julian Reichelt. Außerdem wird hier nicht gezwitschert, der Mastodon-Bewohner trötet seine Botschaft in die Welt. Beziehungsweise erst einmal in seine Heimat-Instanz, die aber mit allen anderen Instanzen verbunden ist.

Dezentral meint: Ich kann ein Konto bei irgendeiner der Instanzen dieses sozialen Netzwerks erstellen (auf Mastodon bin ich über die Instanz https://social.tchncs.de zu erreichen, konkret über https://social.tchncs.de/@technischgesehen). Von einer Instanz aus kann ich aber nahtlos mit den Nutzern aller anderen Instanzen plaudern, wenn ich will. Dazu kann ich von der lokalen zu einer föderierten Zeitleiste wechseln. Muss ich aber natürlich nicht.

Im Augenblick fühlt sich Mastodon an wie ein Twitter, dem irgendwer den Zynismus, den Konfrontations- und Zerstörungswillen entzogen hat. Hätte ich vorher versucht, mir Twitter ohne diese Attribute vorzustellen, wäre da bloß ein großes, unförmiges Nichts gewesen. Aber da ist nicht nichts: Mastodon hat seine eigene Schönheit – die extrem viel stillere unmittelbare Umgebung auf dem ausgewählten Server, und die immer noch recht ruhige föderierte Zeitleiste. Als sei ich aus einem der schlechteren Viertel Berlins an den Rand einer Kleinstadt in Ostwestfalen-Lippe gezogen.

YouTubes Alternative im Fediverse – auch eine Heimat für Nervensägen

Eine Regierung aus Echsenmenschen, Alien-Spinneneier in Covid-19-Impfstoffen – Gestalten, die voller Sendungsbewusstsein derartigen Schwachsinn verbreiten, blockte ich mir einst auf Twitter mit nur mäßigem Erfolg vom Halse. Auf Mastodon bin ich davon bislang verschont geblieben. Aber föderale Systeme sind naturgemäß ziemlich heterogen. Die schrägsten Vögel (oder Mammuts?) scheinen allerdings nicht zu tröten, sondern ihre Botschaften präferiert per Bewegtbild zu verbreiten. PeerTube heißt die föderale Alternative zu Googles ultrakommerzieller Videosammlung. Wie bei Mastodon gehören zu PeerTube etliche lose miteinander verbundene Instanzen, und wer will, kann mit wenig technischen Kenntnissen auch eine eigene aufsetzen.

PeerTube zieht leider auch Verschwörungspraktiker an, weil jede Instanz ihre eigenen Regeln im Umgang mit hirnerweichenden Inhalten hat, und den meisten Betreibern der Instanzen der Löschknopf längst nicht so locker sitzt wie den Verantwortlichen der zentralisierten Videoplattform YouTube.

Was PeerTube aber auch nicht hat, ist ein Algorithmus, der mich immer tiefer in den Kaninchenbau zerrt, wenn ich aus Versehen einmal auf eines der besagten Videos geklickt habe. Den vermisse ich ebenso wenig wie die überbordende Werbung, mit der YouTube die Zuschauer inzwischen zuschüttet. Wer ab und zu ein Mountainbike-Video von mir sehen will: Auf https://tube.tchncs.de/a/oldmanriding/video-channels habe ich mir einen kleinen Kanal angelegt.

Die genannte Instanz scheint mir bislang noch spinnerfrei zu sein. Leider kann ich auch sicher sein: Meine Lieblings-YouTuber wird’s nicht so bald hierhin verschlagen. Ebenso wenig wie meine Lieblings-Twitterer sich in größerer Zahl mit dem Mastodon anfreunden werden. Aber was soll’s, wenn mir nach “Lautsprecher” ist, kann ich ja jederzeit wieder zurück. Es ist eine Sache, in einer lauten, versifften, heruntergekommenen Stadt zu leben, und eine andere, von Zeit zu Zeit dort als Besucher aufzutauchen, weil es nur dort diesen einen Dönerladen gibt. Und wenn dann JR um die Ecke kommt, geh’ ich halt wieder.

So präsentierst du YouTube Shorts im Kanal

Video-Creator können jetzt ihre YouTube Shorts im Kanal prominent hervorheben. YouTube bietet in der Kanalansicht dazu jetzt einen Short Shelf. Das zeigt die neuesten Kurz-Videos des entsprechenden Kanals an.

Ruft ein Nutzer den Kanal auf, sieht er die YouTube Shorts im Kanal in einer separaten Übersicht, dem sogenannten Short Shelf.
Das Short Shelf des Kanals technisch gesehen, direkt an zweiter Stelle der “Kanalabschnittsempfehlungen”

Nachdem erst TikTok und in der Folge auch Instagram mit kurzen Hochkant-Videos einen Trend gesetzt haben, pusht auch YouTube seit einiger Zeit dieses Format. Creator können direkt aus Smartphone-App heraus Shorts aufnehmen, vertonen und auf ihren Kanal hochladen.

Grundsätzlich lassen sich die Shorts im Kanal Seite an Seite mit längeren Videos im Querformat zu Playlists anordnen. Um YouTube Shorts im Kanal hervorzuheben, ist es auch möglich, sie in einer separaten Playlist zu sammeln. Letzteres ist dank Short Shelf jetzt überflüssig geworden.

YouTuber, die bereits Shorts auf ihrem Kanal veröffentlicht haben, finden das Short Shelf auf der Kanalseite ganz unten. Über die Funktion “Kanal anpassen” (am Desktop) können die YouTuber die Position des Short Shelf variieren – auf Wunsch auch ganz nach oben.

YouTube schiebt Shorts energisch an

Dass Shorts für YouTube von enormer Bedeutung sind, lässt sich auch an einem Tweet von YouTubes Chief Product Officer Neal Mohan ablesen:

So arbeitet das Unternehmen an Möglichkeiten für die Creator, mit ihren Shorts Geld zu verdienen. Bald soll YouTube-Nutzer auch mit eigenen Shorts auf andere Shorts antworten können. Mohan kündigt daneben umfangreichere Bearbeitungsmöglichkeiten, Filter und Effekte an.

Von dem Dreikampf zwischen TikTok, Instagram und YouTube profitieren nicht zuletzt die Creator und die Marketer, die damit bisher unerreichbar geglaubte Reichweiten erzielen können.

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VR180: YouTubes neues Virtual Reality-Format verzichtet auf Rundumsicht

Youtube hat ein neues Videoformat für Virtual Reality-Darstellungen angekündigt, das im Vergleich zu den bisherigen 360-Grad-Videus nur noch die Hälfte des Sichtbereichs abdeckt. VR180-Videos sollen dem Betrachter ein ausreichend authentisches Virtual Reality-Erlebnis bieten, gleichzeitig aber wesentlich problemloser zu drehen sein. Neben der Datenmenge ist ein häufiges Problem bei 360-Grad-Videos etwa die Person, die die Kamera führt, und dabei fast zwangsläufig mit ins Bild gerät – in 180-Grad-Aufnahmen kann der Betrachter seine Blickrichtung hingegen nach wie vor nach links und rechts verändern, bekommt aber nichts mehr von dem zu sehen, was sich hinter der Kamera abspielt.

VR180-Videos sollen am Desktop, auf Mobilgeräten ebenso wie in den VR-Brillen vom Typ Cardboard, Daydream oder der Playstation VR nutzbar sein. Wie es in der Ankündigung heißt, arbeitet Googles Daydream-Team bereits mit einer Reihe von Kameraherstellern zusammen, deren Kameras das neue Format künftig ab Werk unterstützen können sollen.

YouTube Live: YouTube schaltet Livestreams per Smartphone frei

YouTuber, deren Kanäle mindestens 10.000 Abonnenten aufweisen, können ab sofort Livestreams per Smartphone starten. Das teilt das Unternehmen im offiziellen YouTube-Blog mit. Die schon im Sommer 2016 angekündigte Funktion soll der Mitteilung zufolge demnächst auch allen anderen Nutzern zur Verfügung stehen.

Wie seinerzeit angekündigt, bieten die mobilen Livestreams alle von anderen YouTube-Videos bekannten Möglichkeiten, sind also über die YouTube-Suche und über Empfehlungen auffindbar, können in Playlists aufgenommen werden, die Ersteller können die Videos aber auch als privat oder nicht gelistet deklarieren und das Einbetten in andere Webangebote unterbinden.

Gleichzeitig startet YouTube in 20 Ländern (für Zuschauer sogar in mehr als 40 Ländern) sein Super Chat-Programm, mit dessen Hilfe YouTuber in Livestreams zusätzliche Einnahmen generieren können. Die Super Chat-Funktion ermöglicht es Zuschauern, ihre Kommentare gegen eine Gebühr hervorgehoben darzustellen und oberhalb des allgemeinen Kommentarstroms anzeigen zu lassen.

Super Chat: YouTube macht Kommentare in Livestreams zu Geld

YouTube führt einen neuen Typ von Kommentaren ein, den Super Chat. So nennt der Dienst hervorgehobene Kommentare, die für bis zu fünf Stunden oben gehalten werden. Künftig soll jeder Zuschauer eines Livestreams die Möglichkeit erhalten, gegen Bezahlung solche Kommentare zu verfassen. Den Video-Ersteller will Youtube an den so erzielten Einnahmen beteiligen.

Vorerst bietet YouTube die Möglichkeit, Super Chats zu erstellen, in einer Beta-Phase für eine kleine Gruppe ausgewählter Videoproduzenten an. Schon vom 31. Januar an sollen aber Videoproduzenten in 20 Ländern und Zuschauer in mehr als 40 Ländern den Kommentartyp Super Chat nutzen können.

Gleichzeitig kündigt Produktmanagerin Barbara Macdonald das Ende eines anderen Monetarisierungsmodells an: Für das “Fan Funding”, über das Zuschauer direkt Geld an die Videoproduzenten senden konnten, sind keine Anmeldungen mehr möglich, auf angemeldeten Kanälen kann die Option nur noch bis zum 28. Februar genutzt werden.

Elbphilharmonie: YouTube überträgt Eröffnungskonzert live in 360 Grad

Nur einem ausgewählten Publikum ist es vergönnt, das Eröffnungskonzert der Hamburger Elbphilharmonie vor Ort zu genießen. Wer nicht dazu gehört, kann dem Erlebnis aber mit Hilfe von YouTube ziemlich nahe kommen:

https://www.youtube.com/watch?v=__4EmRRYbO8

Heute, am 11. Januar von 18:30 Uhr an, überträgt YouTube das Eröffnungskonzert live und in 360-Grad-Rundumsicht. Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock treten zusätzlich zum NDR Elbphilharmonie Orchester eine Reihe hochkarätiger Solisten wie Philippe Jaroussky und Camilla Tilling auf.

Auf einem Desktop-Bildschirm kann der Zuschauer die Perspektive mit der Maus variieren. Wer das Konzert in Virtual Reality erleben möchte, benötigt ein Mobilgerät, die zugehörige YouTube-App (für iOS oder Android) und ein Cardboard. Wer in Hamburg ist, kann die faltbare VR-Brille im Besucherzentrum der Elbphilharmonie oder im Elbphilharmonie Kulturcafé in der Hamburger Innenstadt heute noch kostenlos erhalten.