Archiv der Kategorie: Know How

Facebook startet Online-Kurse für Journalisten

Facebook hat für seine E-Learning-Plattform Blueprint eine Reihe kostenloser Online-Kurse angekündigt, die sich speziell an Journalisten richten. Das soziale Netzwerk will Journalisten auf diese Art vermitteln, wie sie mit Hilfe der Produkte des Unternehmens interessante Inhalte entdecken, Geschichten erzählen und ihre Leserschaft vergrößern können. Neben Handlungsempfehlungen und Anleitungen sollen Fallstudien erfolgreicher Journalisten im Fokus der Online-Kurse stehen.

Die angebotenen Webinare sollen sich an neuen Produkten und Funktionen orientieren, am individuellen Erfahrungshorizont des Lernenden und seiner Rolle als Journalist – etwa als Rechercheur, Autor oder als Verantwortlicher für die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.

Die Videoreihe zum Buch “Journalistische Genres”

Im Frühjahr 2016 hat der Deutsche Fachjournalisten-Verband das Fachbuch Journalistische Genres veröffentlicht. Nach und nach stellt der Verband nun einzelne der in dem Sammelband genannten Genres in einer Videoreihe vor.

Die Genres in Einzelbeiträgen:

Advocacy Journalism

Advocacy Journalism

Non-profit Journalism

Non-profit Journalism

Backpack Journalism

Backpack Journalism

Preventive Journalism

Preventive Journalism

Comics Journalism

Comics Journalism

Robot Journalism

Robot Journalism

Interactive Journalism

Interactive Journalism

Open Source Journalism

Open Source Journalism

Embedded Journalism

Embedded Journalism

Solutions Journalism

Solutions Journalism

Immersive Journalism

Immersive Journalism

Positive Journalism

Positive Journalism

Alle bisherigen Beiträge in einer Playlist

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt7NEjtDckWeoOJl6XJhyBaQ

15.000 Euro für eine Auskunft? Innenministerium verliert Prozess gegen Journalisten

Fast 15.000 Euro Gebühren und Auslagen hat das Bundesinnenministerium von zwei Journalisten für eine Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz verlangt – und muss ihnen jetzt den größten Teil davon erstatten. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden.

Die Reporter hatten im Umfeld des Olympiasportverbandes recherchiert und Einsicht in rund 100 Akten nehmen wollen, in denen es um die Sportförderung durch den Bund ging. Das Ministerium hatte den Antrag in mehr als 60 Einzelfälle zerlegt und dafür Gebühren von mehr als 12.000 € sowie Auslagen von mehr als 2.000 € erhoben. Die Richter entschieden, das Ministerium habe damit gegen das Verbot einer abschreckenden Wirkung der Gebührenbemessung verstoßen. “Betrifft ein auf Informationszugang gerichteter Antrag einen einheitlichen Lebenssachverhalt, so stellt seine Bescheidung – unabhängig von der Zahl der ergangenen Verwaltungsakte – gebührenrechtlich eine einheitliche Amtshandlung dar, die eine Gebühr von höchstens 500 € auslöst”, heißt es in dem Urteil.

Jetzt kann Ihre Instagram Stories jeder sehen!

Als Instagram im August den Klon der gleichnamigen Snapchat-Funktion vorgestellt hat, konnten zunächst nur diejenigen die Stories eines Nutzers ansehen, die ihm bei Instagram folgten. Das ist ab sofort anders: Die Instagram Stories, deren Urheber öffentliche Profile nutzen, erscheinen jetzt auch im Bereich Explore. Nutzer, die zuvor ähnliche Bilder und Videos angesehen, kommentiert oder für gut befunden haben, oder Nutzern mit ähnlichen Profilen folgen, finden oberhalb der vorgeschlagenen Fotos und Videos jetzt auch eine Reihe passender Instagram Stories.

120 Zeitungen bitten (einige) ihre(r) Online-Leser zur Kasse

120 deutsche Zeitungen haben der Kostenloskultur im Internet – zumindest teilweise – abgeschworen. Nach einer Zählung des BDZV setzt diese Zahl von Zeitungen bei ihren Internetangeboten auf mehr oder weniger strenge Bezahlschranken. Nur jede zwanzigste dieser Publikationen versteckt allerdings das gesamte Angebot hinter einer Paywall:

Infografik Paywall

Die verbreitetsten Typen von Paywall sind das Freemium- und das Metered Model. Bei der Freemium-Variante steht dem Leser ein großer Teil des Angebots kostenlos zur Verfügung, ausgewählte Beiträge bleiben aber zahlenden Kunden vorbehalten. Spiegel Online und Bild Online vermarkten so ihre “Plus”-Artikel. Beim Metered Model darf der Leser pro Zeitraum eine begrenzte Anzahl von Artikeln kostenlos lesen, danach wird er zur Kasse gebeten. Aus dem Online-Angebot der Welt etwa darf ein Nutzer pro Monat kostenlos zwanzig Beiträge lesen, will er mehr, zahlt er dafür ab 4,49 € pro Monat.

Datenjournalismus für Einsteiger – Teil 1

Datenjournalismus: Undurchdringliche Zahlendschungel in komplexen, mehrdimensionalen Tabellen, in die sich nur die fähigsten Mathematiker wagen. Ausgerüstet mit Hochleistungsrechnern, in denen ausgefeilte Algorithmen ein endlos mühsames Werk verrichten, ringen sie diesen Dschungeln Stück für Stück ihre Geheimnisse ab – danke, nichts für mich!

Zugegeben, Datenjournalismus ist ein großes Wort, hinter dem sich viel Kleinarbeit verbirgt. Aber nicht jeder, der Datenjournalismus betreibt, muss deshalb gleich Datenberge wie die Wikileaks-Sammlungen oder die Panama Papers analysieren. Für’s erste genügen sicher auch ein paar Erhebungen aus dem Bundesamt für Statistik.

So lässt sich mit Datenjournalismus beispielsweise mancher Stammtischthese auf den Grund gehen. Untersuchen wir die folgende:

In Deutschland leben Männer weniger lang, weil sie höhere Risiken eingehen als Frauen.

Zunächst ein paar Vorüberlegungen: Wer am Stammtisch von “Risiken” spricht, meint damit gewöhnlich nicht Gesundheitsrisiken, hervorgerufen durch Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, Nikotin- und Alkoholkonsum. Welche Risiken der Stammtischbruder im einzelnen meint, müssten wir ihn persönlich fragen. Hier gehen wir vereinfachend davon aus, dass unter die Risiken etwa eine sportliche Fahrweise fällt, die Bereitschaft, gefährliche Maschinen zu bedienen oder einen Kopfsprung in ein unbekanntes Gewässer zu wagen – kurz: Risiken, durch äußere Einflüsse Schaden zu erleiden.

Um die Stammtischthese zu prüfen, benötigen wir eine Statistik, die uns verrät, wie hoch der Anteil von Männern im Vergleich zu Frauen ist, die durch solche äußeren Einflüsse ihr Leben verloren haben (wir gehen hier davon aus, dass der Anteil von Männern und Frauen an der Gesamtbevölkerung etwa gleich ist – tatsächlich betrug das Verhältnis von Männern zu Frauen beim Zensus 2011 48,8 Prozent zu 51,2 Prozent).

Eine solche Statistik finden wir in der Datenbank Genesis des Bundesamts für Statistik. Sie trägt den Titel Gestorbene: Deutschland, Jahre, Todesursachen, Geschlecht und den Code 23211-0002.

Über die Datenbank lässt sich der abgefragte Zeitraum eingrenzen: Zehn Jahre, von 2005 bis zum aktuellsten Jahr der Statistik, 2014, dürften ausreichen, um ein hinlänglich verlässliches Ergebnis zu erzielen.

Als zu betrachtende Todesursachen wählen wir

  • Unfälle einschließlich Spätfolgen
  • Transportmittelunfälle
  • Stürze
  • Ertrinken und Untergehen
  • Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen
  • Tätlicher Angriff

Dann erhalten wir diese Tabelle:

Todesursachenstatistik
Deutschland
Gestorbene (Anzahl)
Todesursachen Geschlecht
männlich weiblich Insgesamt
2005
Unfälle einschließlich Spätfolgen 11 133 8 860 19 993
Transportmittelunfälle 4 111 1 524 5 635
Stürze 3 788 4 760 8 548
Ertrinken und Untergehen 280 120 400
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 279 205 484
Tätlicher Angriff 247 206 453
2006
Unfälle einschließlich Spätfolgen 10 999 8 465 19 464
Transportmittelunfälle 3 946 1 413 5 359
Stürze 3 803 4 578 8 381
Ertrinken und Untergehen 298 120 418
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 242 164 406
Tätlicher Angriff 255 229 484
2007
Unfälle einschließlich Spätfolgen 10 367 8 141 18 508
Transportmittelunfälle 3 783 1 387 5 170
Stürze 3 457 4 271 7 728
Ertrinken und Untergehen 250 101 351
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 205 141 346
Tätlicher Angriff 242 209 451
2008
Unfälle einschließlich Spätfolgen 10 613 8 517 19 130
Transportmittelunfälle 3 468 1 306 4 774
Stürze 3 777 4 556 8 333
Ertrinken und Untergehen 269 123 392
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 229 169 398
Tätlicher Angriff 222 221 443
2009
Unfälle einschließlich Spätfolgen 10 673 8 579 19 252
Transportmittelunfälle 3 304 1 167 4 471
Stürze 3 865 4 638 8 503
Ertrinken und Untergehen 284 105 389
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 249 184 433
Tätlicher Angriff 222 225 447
2010
Unfälle einschließlich Spätfolgen 10 987 9 303 20 290
Transportmittelunfälle 2 882 1 060 3 942
Stürze 4 347 5 132 9 479
Ertrinken und Untergehen 282 111 393
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 226 147 373
Tätlicher Angriff 238 240 478
2011
Unfälle einschließlich Spätfolgen 11 176 9 279 20 455
Transportmittelunfälle 3 218 1 118 4 336
Stürze 4 445 5 277 9 722
Ertrinken und Untergehen 269 101 370
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 215 161 376
Tätlicher Angriff 232 199 431
2012
Unfälle einschließlich Spätfolgen 11 255 9 614 20 869
Transportmittelunfälle 2 934 1 045 3 979
Stürze 4 689 5 551 10 240
Ertrinken und Untergehen 297 120 417
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 211 173 384
Tätlicher Angriff 204 199 403
2013
Unfälle einschließlich Spätfolgen 11 844 10 172 22 016
Transportmittelunfälle 2 789 982 3 771
Stürze 4 972 5 870 10 842
Ertrinken und Untergehen 335 130 465
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 241 174 415
Tätlicher Angriff 180 214 394
2014
Unfälle einschließlich Spätfolgen 12 240 10 536 22 776
Transportmittelunfälle 2 796 927 3 723
Stürze 5 363 6 219 11 582
Ertrinken und Untergehen 287 102 389
Exposition gegenüber Rauch, Feuer und Flammen 214 133 347
Tätlicher Angriff 174 194 368

Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2016  | Stand: 17.08.2016 / 14:00:00

Vorsicht vor zu grober Vereinfachung

Bilden wir jetzt die Summen der an den genannten Ursachen gestorbenen Männer und Frauen, stellen wir fest, dass in den zehn Jahren 194.402 Männer, aber nur 159.167 Frauen aus diesen Gründen ihr Leben verloren haben. Rund 55 Prozent der Getöteten waren also Männer, nur 45 Prozent Frauen.

Ein genauerer Blick in die Tabelle verrät jedoch: Die Sachlage verdient eine differenziertere Betrachtung: Feuer, Wasser und Transportunfälle raffen wesentlich mehr Männer dahin als Frauen. Aber Frauen sterben öfter durch Stürze und liegen als Opfer tätlicher Angriffe mit Männern nahezu gleichauf.

Übertragen wir diese Ergebnisse mit dem Infografik-Dienst Infogr.am in eine Bildstatistik, stellt sich das Resultat so dar:

[infogram id=”b7445f24-a482-4371-a23c-fd3dbfa0b4bf” prefix=”rQ8″ format=”interactive” title=””]

Da behaupte noch einmal jemand, differenzierte Betrachtungen seien nichts für den Stammtisch. Datenjournalismus muss nicht aufwändig sein.

Google räumt auf: Live-Events bald nur noch via YouTube

Um einer breiten Öffentlichkeit Live-Events oder Live-Diskussionen zugänglich zu machen, eignen sich sowohl YouTube Live also auch die bislang unter Google+ verfügbaren Hangouts On Air. Das wird sich vom 12. September an ändern, wie Google mitteilt. Von da an stehen die Hangouts On Air als Übertragungsmodus für einen “schnellen” Livestreams unter YouTube Live zur Verfügung, aber nicht mehr unter Google+.

Wer Livestreams unter Google+ für Zeitpunkte ab dem 12. September geplant hat, muss sie zu YouTube Live verschieben. Nach der Übertragung eines Livestreams steht folgerichtig auch die Aufzeichnung künftig auf YouTube bereit. Wie bei anderen YouTube-Videos auch kann der Nutzer entscheiden, ob er sein Video als öffentlich deklariert, als “nicht gelistet” (wie es bei Hangouts on Air unter Google+ auch schon der Fall war), oder als privat. Die Maßnahme gehört zu einem größeren Umbau an Google Hangouts: Künftig soll der Dienst sich vor allem an geschäftliche Nutzer richten, während für private Eins-zu-Eins-Videochats in Zukunft der mobile Dienst Duo (für Android und iOS) bereitsteht.

Bald kann’s jeder: Meinungsvielfalt und gemeinsam erzählte Geschichten in Twitter Moments

Twitter öffnet seinen Kuratierdienst Twitter Moments für einen größeren Nutzerkreis. Bislang konnten nur ein zum Unternehmen gehörendes Redaktionsteam und wenige ausgewählte Medienpartner das Werkzeug nutzen. Jetzt hat Twitter weitere Medienpartner an Bord geholt und will das Werkzeug nach eigener Ankündigung in den nächsten Monaten für alle Nutzer freischalten.

In Moments lassen sich die Tweets verschiedener Nutzer verbinden – etwa um unterschiedliche Reaktionen auf eine aktuelle Meldung zu zeigen, eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen oder den Fortgang eines Ereignisses in aufeinander folgenden Tweets zu dokumentieren. Bislang benötigen die meisten Twitterer für solche Vorhaben ein externes Kuratier-Werkzeug, zum Beispiel Storify.

Zu erkennen sind Moments in der Timeline an einem Blitzsymbol auf blauem Grund. Den kompletten Inhalt bekommt der Nutzer erst nach dem Anklicken zu sehen:

https://twitter.com/TwitterMoments/status/763164093133926400

Diese Videoreihe ist ein Muss für jeden, der für die Medien arbeiten will

Arbeiten in der schillernden Medienwelt wollen viele. Doch wie sieht der Berufsalltag derjenigen aus, die sich für einen der begehrten Medienberufe entschieden haben? Philipp Walulis hat für ZAPP, das Medienmagazin des NDR, diesen Alltag, geringfügig zugespitzt, in Szene gesetzt. Hier alle bisher erschienen Beiträge:

Alle Medienberufe in einer Playlist

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt5UAbzAEbvngOZLdbtQklee

Die Medienberufe in einzelnen Beiträgen

Der Sportreporter

Walulis' Medientypen: Der Sportreporter | ZAPP | NDR

Der Pressefotograf

Walulis' Medientypen: Der Pressefotograf | ZAPP | NDR

Der Pressesprecher

Walulis' Medientypen: Der Pressesprecher | ZAPP | NDR

Der Lokaljournalist

Walulis' Medientypen: Der Lokalredakteur | ZAPP | NDR

Die Polittalk-Redaktion

Walulis' Medientypen: Die Polittalk-Redaktion | ZAPP | NDR

Der freie Mitarbeiter

Walulis' Medientypen: Der freie Mitarbeiter | ZAPP | NDR

Der Auslandskorrespondent

Walulis' Medientypen: Der Auslandskorrespondent | ZAPP | NDR

Die Kulturjournalistin

Walulis' Medientypen: Die Kulturjournalistin | ZAPP | NDR

Der Social-Media-Redakteur

https://www.youtube.com/watch?v=OflseXwnDsk

Der Finanzjournalist

Walulis' Medientypen: Der Finanzjournalist | ZAPP | NDR

Der Ex-Mitarbeiter

Walulis' Medientypen: Der Ex-Mitarbeiter | ZAPP | NDR

Der Producer

Walulis' Medientypen: Der Producer | ZAPP | NDR

Dass einige “Lügenpresse” schreien, ist kein Problem. Dass einige Millionen “Lügenpresse” denken, schon.

Lügenpresse? Es gab eine Zeit, da wollten die meisten mit Aussagen wie “Es stand in der Zeitung” oder “Es kam in den Nachrichten” zum Ausdruck bringen, es handle sich bei einem behaupteten Sachverhalt um eine gesicherte Tatsache. Dieses Vertrauen in die Wahrhaftigkeit medialer Berichterstattung ist verloren gegangen.

Zweifel an Unabhängigkeit der Medien, Infografik

Die oben illustrierte Studie des Bayerischen Rundfunks zeigt: Selbst die Medien mit dem insgesamt höchsten Ansehen gelten nicht einmal bei jedem zweiten als unabhängig, und bei den am schlechtesten beleumundeten – den Boulevardzeitungen – glaubt nicht einmal jeder vierte an die Unabhängigkeit, und nur gut jeder achte hält sie inhaltlich für glaubwürdig.

Der Kampfbegriff „Lügenpresse“ markiert seit einigen Jahren das Extrem dieses Vertrauensverlusts. Der „Lügenpresse”-Diskurs wird vor allem im Netz geführt, er findet sich in Blogs und als Leserkommentar unter missliebigen Artikeln. Medienkritik hat sich zu einem politischen Breitensport entwickelt – was aber nicht bedeutet, dass es sportlich zuginge: Journalisten werden teils rabiat beschimpft, teils bedroht, mitunter körperlich attackiert.

Journalisten stellen sich dem Lügenpresse-Vorwurf

In der Ringvorlesung “Lügenpresse”, die den Auftakt zur neuen Reihe „Augstein Lectures“ bildet, will die Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Uni Hamburg den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Am Ende sollen Antworten auf die Fragen stehen, was getan werden könnte, um die Akzeptanz von Journalismus als Institution gesellschaftlicher Selbstreflexion, als Frühwarnsystem, als kritische Instanz in einer freien Gesellschaft zu retten.

Die Vortragenden sind namhafte Journalistinnen und Journalisten wie Giovanni di Lorenzo (DIE ZEIT) und Jakob Augstein (der freitag) sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Kommunikationswissenschaft und anderen sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern wie beispielsweise Prof. Dr. Maria Löblich (FU Berlin) und Prof. Dr. Carsten Reinemann (LMU München). Die Veranstaltung findet vom 17.10.16–30.01.17 immer montags, 18–20 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg statt.