Schlagwort-Archiv: twitter

Geschichten auf Instagram, Twitter und Co. -
Social Storytelling: Wie Unternehmen in Social Media erfolgreiche Geschichten erzählen können

In der heutigen digitalen Welt ist Social Media ein fester Bestandteil unseres Lebens. Unternehmen nutzen Social-Media-Plattformen, um mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren und ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Dabei spielt Storytelling eine immer wichtigere Rolle, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. In dem Buch „Social Storytelling: Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“ geben die Autoren Marie Elisabeth Müller und Devadas Rajaram einen Einblick in die Welt des Social Storytellings und zeigen anhand von Fallbeispielen, wie Unternehmen erfolgreich Geschichten in ihren Social-Media-Strategien einsetzen.

Wie Social Storytelling den Social-Media-Trend bestimmt

Social Storytelling ist ein wichtiger Bestandteil der Social-Media-Strategie von Unternehmen. Die Autoren erklären in ihrem Buch, wie das Erzählen von Geschichten in den sozialen Medien funktioniert und wie Unternehmen davon profitieren können. Sie zeigen, dass Social Storytelling mehr ist als nur das Posten von schönen Bildern und Texten. Es geht darum, eine Verbindung zu den Kunden aufzubauen und sie emotional anzusprechen. Unternehmen, die die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe verstehen und diese in ihre Geschichten einbeziehen, können ihre Kunden langfristig binden und eine starke Markenidentität aufbauen.

Fallbeispiele: So erfolgreich sind Unternehmen mit Social Storytelling

In dem Buch werden verschiedene Unternehmen vorgestellt, die Social Storytelling erfolgreich in ihrer Social-Media-Strategie einsetzen. Die Autoren analysieren, welche Elemente in den Geschichten dieser Unternehmen besonders erfolgreich sind und welche Strategien sie nutzen, um ihre Zielgruppe anzusprechen. Dabei zeigen sie, dass Social Storytelling in allen Branchen funktionieren kann, solange die Geschichten authentisch und relevant für die Zielgruppe sind. Unternehmen, die erfolgreich Social Storytelling einsetzen, können nicht nur ihre Kundenbindung stärken, sondern auch ihre Reichweite und ihren Umsatz steigern.

Tipps und Tricks für eine erfolgreiche Strategie

Im letzten Teil des Buches geben die Autoren Tipps und Tricks, wie Unternehmen eine erfolgreiche Social-Storytelling-Strategie entwickeln können. Sie erklären, wie man die richtigen Geschichten findet, wie man sie erzählt und wie man die Ergebnisse messen kann. Dabei betonen sie, dass es wichtig ist, eine langfristige Strategie zu entwickeln und kontinuierlich zu optimieren. Unternehmen, die sich an den Tipps und Tricks der Autoren orientieren, können ihre Social-Media-Präsenz verbessern und ihre Zielgruppe besser erreichen.

Die Arbeit mit Geschichten ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Social-Media-Strategie. In dem Buch „Social Storytelling: Wie Storytelling heute in Social Media funktioniert“ zeigen die Autoren, wie Unternehmen erfolgreich Geschichten erzählen können, um ihre Zielgruppe emotional anzusprechen und zu binden. Anhand von Fallbeispielen und Tipps und Tricks geben sie wertvolle Einblicke in die Welt des Social Storytellings und zeigen, wie Unternehmen davon profitieren können. Das Buch ist ein Must-read für alle, die ihre Social-Media-Präsenz verbessern und ihre Zielgruppe besser erreichen möchten.

*Disclaimer: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.

Dezentrale Alternative -
Bluesky: Jack Dorseys Twitter-Rivale in den Startlöchern

Ich tippe nicht schnell meine E-Mail-Adresse in irgendwelche Formularfelder, aber heute habe ich es wieder einmal getan. In dieses hier:

Mit Bluesky Social will Jack Dorsey Twitter herausfordern

Dass ich Twitter für kaputt halte, wird für regelmäßige Leser von Netknowhow.de keine Überraschung sein. Jack Dorsey hat Twitter seinerzeit aus der Taufe gehoben und daraus das gemacht, was das soziale Netzwerk zu besten Zeiten war. Also zu Zeiten vor Elon Musk, dessen sehr spezielle Auslegung von „Free Speech“ und dessen zwanghaftes Bedürfnis, Leute zu feuern, die ihm Widerworte geben, droht, Twitter in den Abgrund zu reißen.

Um so erfreulicher, dass eben dieser Jack Dorsey jetzt eine Plattform aufgebaut hat, die das „nächste Twitter“ werden könnte. Dezentral, ähnlich wie Mastodon, aber dem Vernehmen nach deutlich weniger erklärungsbedürftig und deshalb (hoffentlich) noch etwas massenkompatibler. Bluesky Social heißt die Plattform und wer sie ausprobieren möchte, kann seine E-Mail-Adresse auf die Warteliste setzen (a propos … siehe unten). Aus der Redaktion von Engadget war zu erfahren, dass Bluesky zumindest von der Handhabung her nur marginale Unterschiede zu Twitter aufweist.

Allerdings ist auch Jack Dorsey ein entschiedener Fan von „Free Speech“. Das Entfernen von Inhalten aus sozialen Netzwerken soll seiner Auffassung nach deren Autoren vorbehalten bleiben. Das wäre freilich immer noch eine begrüßenswertere Variante als die, die Elon Musk derzeit praktiziert.

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

Meinung: Quo vadis, Twitter? Und wen kümmert’s?

Was hatte ich mit Twitter Spaß. So vor elf, zwölf Jahren, als ich, just for fun, ein paar Western verfasste und die Plattform nutzte, um dafür die Werbetrommel zu rühren. Und auch in den Jahren danach, wenn ich während bedeutender Sportwettkämpfe, Tatort-Erstausstrahlungen und anderer Fernsehereignisse an Echtzeit-Diskussionen zu eben diesen teilnahm.

Blocken half auf Twitter immer weniger

Auch als die ersten aus meinem Umfeld die Twitterei drangaben, weil sie sich angesichts immer häufigerer, immer heftigerer Pöbeleien dort zunehmend unwohl fühlten, blieb ich. Trolle, Schwurbler und andere Unsympathen blockte ich mir vom Halse und behielt so eine weitgehend deppenfreie Timeline.

Aber dann kam Covid-19, ein Virus, das offenbar selbst bei manchen Nicht-Infizierten die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Kam ich schon zu Beginn der Pandemie mit dem Blocken kaum hinterher, brach mit der Entwicklung der ersten Impfstoffe endgültig der Irrsinn aus.

Bitte nicht falsch verstehen: Irrsinn ist nicht, das persönliche Risiko einer Impfkomplikation gegen das persönliche Risiko einer unvorbereiteten Infektion abzuwägen, und dabei zu einer Bewertung zu kommen, die sich von meiner Bewertung unterscheidet. Irrsinn ist es unter anderem, sachliche Diskussionen durch Todesdrohungen zu ersetzen.

Von “Free Speech” zu “Name & Shame”

Seither hat sich die Lage nicht gebessert, nicht global, und nicht auf Twitter. Und das wird sie wohl auch nicht mehr. Elon Musk ist ein enthusiastischer Verteidiger der freien Rede, Kollateralschäden nimmt er in Kauf. Es sei denn, die äußern sich in abwandernden Werbekunden:

Elon Musk zieht also ein thermonukleares Bloßstellen „abtrünniger“ Werbekunden in Erwägung. Dass die ihre Werbebotschaft nicht in einem Umfeld platzieren wollen, wie es Twitter derzeit bietet, scheint Musk nicht in den Sinn zu kommen. Oder dass sie mit dem von wenig Wertschätzung geprägten Umgang Musks mit seinen Mitarbeitern nicht identifiziert werden mögen. Es können nur „Aktivisten“ sein, mit denen es sich die Werber nicht verscherzen wollen, da ist der Aufbau einer Drohkulisse gewiss die wirksamste Gegenmaßnahme.

Wenn im alten Rom ein siegreicher Feldherr im Triumphzug durch die Ewige Stadt fuhr, stand hinter ihm stets ein Sklave. Der hatte einerseits die Aufgabe, dem Triumphator einen Lorbeerkranz über sein Haupt zu halten. Andererseits wiederholte er während des Triumphzugs immer wieder „Memento te hominem esse“ – „Bedenke, dass du ein Mensch bist“. Es war nicht alles schlecht im alten Rom.

Zum Beispiel gab es da kein Twitter.

Lange Tweets: Twitter hebt Zeichenbegrenzung auf – vorerst aber nicht für jeden

Das grundsätzliche Limit von 280 Zeichen pro Tweet könnte bald Geschichte sein. Wie Techchrunch berichtet, arbeitet Twitter an einer Funktion mit dem Namen ‘Twitter Notes’, die es erlaubt, in einem separaten Bereich beliebig lange Tweets zu posten. Bisher können nur ausgewählte Nutzer Twitter Notes sehen und nutzen.

Twitter Notes sollen wie herkömmliche Tweets unter eigenen Urls erreichbar sein, Nutzer sollen sie außerdem retweeten, ‘liken’ und Lesezeichen für sie anlegen können.

Gäbe Twitter die Notes tatsächlich für alle Nutzer frei, stürbe damit ein Alleinstellungsmerkmal des sozialen Netzwerks. Schon als Twitter 2017 das Zeichenlimit von 140 auf 280 Zeichen verdoppelte, sahen viele Nutzer das ‘Micro’ in ‘Microblogging-Plattform’ in Gefahr.

Tatsache ist aber auch, dass Nutzer das Limit längst überschreiten, indem sie einfach so viele Tweets aneinander hängen, wie sie für ihren Text benötigen. Diese ‘Threads’ sind allerdings sperrig in der Handhabung, insbesondere wenn sich Nutzer eine lebhafte Diskussion dazu liefern. Ein anderer häufig genutzter Weg, lange Tweets zu posten, führt über das Posten eines Screenshots – dann sind allerdings die Inhalte nicht durchsuchbar, und natürlich bringt auch ein Klicken auf die in den Screenshots verwendeten Hashtags nichts.

Eine offizielle Stellungnahme von Twitter steht noch aus. Nachdem noch in der Schwebe befindlichen Deal mit Elon Musk und der bereits zuvor neu entfachten Diskussion um einen Edit-Button wäre das ein weiterer Abschied von Fundamenten, die Twitterer einst für unverrückbar gehalten hatten. Verkauft Twitter seine Seele schon wieder?

Alternative Welten: Unterwegs im Paralleluniversum Fediverse

Es war nicht Elon Musk, der seine Hände nach Twitter ausgestreckt hatte, oder jener Twitterer, der es sich zur Aufgabe gemacht zu haben schien, mich über die Lebensgefahren der Elektromobilität aufzuklären.

Es war auch nicht das wissenschaftsfeindliche Pack, das auf YouTube unter einem neuen Video von Mailab seine selbstgewählte Blödheit dokumentiert hatte.

Es war nicht einmal Ex-Bildchef Julian Reichelt mit seiner Wortschöpfung “Zwangsmaus” – dem Wörtchen kann man ja in Kenntnis seiner Laufbahn zumindest eine gewisse Mehrdeutigkeit abringen. Übrigens: Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass der gute Mann abgekürzt JR heißt? Wie der schlimmste Schurke meiner Kindheit, samt ähnlicher Affinität zu fossilen Brennstoffen, nur mit erheblich schlechterem Stil.

Ach, egal, vielleicht waren es auch alle zusammen, und noch ein paar mehr, die mich jenes denkwürdigen Tages dazu brachten, mir die Frage zu stellen, ob es das jetzt gewesen sei mit dem Internet, oder ob es jenseits dieser bunten, lauten, zerstrittenen Welt nicht noch etwas anderes gebe, vielleicht ein anderes Internet, nur weniger voll, weniger aggressiv, weniger marktschreierisch.

Twitters Alternative im Fediverse ist ein Rüsseltier aus der Urzeit

Und dann hörte ich von der Alternative Fediverse. Das begegnete mir als erstes in Gestalt eines urzeitlichen Rüsseltiers namens Mastodon. Schon verwirrt? Keine Sorge, das wird schon noch schlimmer. Also: Das Fediverse heißt so wegen seiner föderalen (englisch “federal”) Struktur miteinander verbundener Instanzen. Mastodon selbst ist keine Instanz, sondern ein dezentrales soziales Netzwerk, das in der Handhabung und Anmutung an Twitter erinnert. Bloß ohne Elon Musk und Julian Reichelt. Außerdem wird hier nicht gezwitschert, der Mastodon-Bewohner trötet seine Botschaft in die Welt. Beziehungsweise erst einmal in seine Heimat-Instanz, die aber mit allen anderen Instanzen verbunden ist.

Dezentral meint: Ich kann ein Konto bei irgendeiner der Instanzen dieses sozialen Netzwerks erstellen (auf Mastodon bin ich über die Instanz https://social.tchncs.de zu erreichen, konkret über https://social.tchncs.de/@technischgesehen). Von einer Instanz aus kann ich aber nahtlos mit den Nutzern aller anderen Instanzen plaudern, wenn ich will. Dazu kann ich von der lokalen zu einer föderierten Zeitleiste wechseln. Muss ich aber natürlich nicht.

Im Augenblick fühlt sich Mastodon an wie ein Twitter, dem irgendwer den Zynismus, den Konfrontations- und Zerstörungswillen entzogen hat. Hätte ich vorher versucht, mir Twitter ohne diese Attribute vorzustellen, wäre da bloß ein großes, unförmiges Nichts gewesen. Aber da ist nicht nichts: Mastodon hat seine eigene Schönheit – die extrem viel stillere unmittelbare Umgebung auf dem ausgewählten Server, und die immer noch recht ruhige föderierte Zeitleiste. Als sei ich aus einem der schlechteren Viertel Berlins an den Rand einer Kleinstadt in Ostwestfalen-Lippe gezogen.

YouTubes Alternative im Fediverse – auch eine Heimat für Nervensägen

Eine Regierung aus Echsenmenschen, Alien-Spinneneier in Covid-19-Impfstoffen – Gestalten, die voller Sendungsbewusstsein derartigen Schwachsinn verbreiten, blockte ich mir einst auf Twitter mit nur mäßigem Erfolg vom Halse. Auf Mastodon bin ich davon bislang verschont geblieben. Aber föderale Systeme sind naturgemäß ziemlich heterogen. Die schrägsten Vögel (oder Mammuts?) scheinen allerdings nicht zu tröten, sondern ihre Botschaften präferiert per Bewegtbild zu verbreiten. PeerTube heißt die föderale Alternative zu Googles ultrakommerzieller Videosammlung. Wie bei Mastodon gehören zu PeerTube etliche lose miteinander verbundene Instanzen, und wer will, kann mit wenig technischen Kenntnissen auch eine eigene aufsetzen.

PeerTube zieht leider auch Verschwörungspraktiker an, weil jede Instanz ihre eigenen Regeln im Umgang mit hirnerweichenden Inhalten hat, und den meisten Betreibern der Instanzen der Löschknopf längst nicht so locker sitzt wie den Verantwortlichen der zentralisierten Videoplattform YouTube.

Was PeerTube aber auch nicht hat, ist ein Algorithmus, der mich immer tiefer in den Kaninchenbau zerrt, wenn ich aus Versehen einmal auf eines der besagten Videos geklickt habe. Den vermisse ich ebenso wenig wie die überbordende Werbung, mit der YouTube die Zuschauer inzwischen zuschüttet. Wer ab und zu ein Mountainbike-Video von mir sehen will: Auf https://tube.tchncs.de/a/oldmanriding/video-channels habe ich mir einen kleinen Kanal angelegt.

Die genannte Instanz scheint mir bislang noch spinnerfrei zu sein. Leider kann ich auch sicher sein: Meine Lieblings-YouTuber wird’s nicht so bald hierhin verschlagen. Ebenso wenig wie meine Lieblings-Twitterer sich in größerer Zahl mit dem Mastodon anfreunden werden. Aber was soll’s, wenn mir nach “Lautsprecher” ist, kann ich ja jederzeit wieder zurück. Es ist eine Sache, in einer lauten, versifften, heruntergekommenen Stadt zu leben, und eine andere, von Zeit zu Zeit dort als Besucher aufzutauchen, weil es nur dort diesen einen Dönerladen gibt. Und wenn dann JR um die Ecke kommt, geh’ ich halt wieder.

Circle: Bringt Twitter altes Google-Plus-Feature zurück?

Twitter testet derzeit eine Funktion, die Nutzern bekannt vorkommen könnte, die seinerzeit auf Google Plus aktiv waren. Nutzer jenes sozialen Netzwerks konnten andere Nutzer in sogenannte Kreise aufnehmen und dann gezielt Nachrichten für diese Kreise verfassen. Nach einem sehr ähnlichen Prinzip funktioniert der Twitter Circle, den einige ausgewählte Twitterer derzeit nutzen können.

Ein Circle (genauer der Circle, denn derzeit können die ausgewählten Nutzer nur jeweils einen Circle erstellen) kann bis zu 150 andere Twitterer umfassen. Der Nutzer kann einzelne seiner Tweets dann gezielt an diesen Circle richten. Tweets, die an einen Circle gerichtet sind, lassen sich nicht retweeten oder teilen. Was im kleinen Kreis gesagt wurde, soll dadurch in diesem kleinen Kreis bleiben. Dass Nutzer, die sich von den Tweets getriggert fühlen, Screenshots erstellen und diese der ganzen Welt präsentieren, lässt sich freilich nicht verhindern.

Wird der Twitter Circle tatsächlich global eingeführt, hätte Twitter damit eine weitere Möglichkeit geschaffen, die Reichweite eigener Tweets bewusst einzugrenzen. Bislang lassen sich nur komplette Twitterkonten als “geschützt” kennzeichnen. Nutzer geschützter Twitterkonten können entscheiden, wer ihnen folgen und ihre Tweets lesen darf. Nutzer des Twitter Circle können dagegen mit ihren Tweets weltweit sichtbar bleiben, und gezielt einzelne Tweets an ihren “erlauchten Kreis” schicken.

Elon Musk startet Umfrage: Kommt jetzt der Edit-Button für Twitter?

Einen Edit-Button für Twitter fordern Nutzer seit Bestehen des Microblogging-Dienstes. Der könnte vielleicht bald Wirklichkeit werden. Darauf deutet zumindest eine Umfrage hin, die Elon Musk heute auf Twitter gestartet hat.

In der vergangenen Woche hatte Elon Musk überraschend rund 9 Prozent der Anteile an dem Kurznachrichtendienst erworben. Das Ergebnis der Umfrage könnte daher mehr als nur ein aktuelles Stimmungsbild liefern. Bei Abfassung dieser Meldung votierten knapp drei Viertel aller Umfrageteilnehmer für einen Edit-Button für Twitter.

Erst einige Tage zuvor hatte es auf dem offiziellen Twitter-Kanal des Netzwerks selbst eine solche Meldung gegeben:

https://twitter.com/Twitter/status/1509951255388504066

Die sorgte allerdings bei den meisten Nutzern nur kurz für Aufsehen, bis sie das Veröffentlichungsdatum, den 1. April, realisierten.

Die Forderung nach einem Edit-Button hatten die Verantwortlichen im Hause Twitter bis dato mit der Begründung abgelehnt, damit ließe sich die Aussage eines Tweets nachträglich in ihr Gegenteil verkehren. So ließe sich auf Twitter nicht mehr sinnvoll diskutieren und auch Retweets seien dann nicht mehr möglich, ohne befürchten zu müssen, dass die Twitterer die so gewonnene Reichweite nutzten, um später eine ganz andere Botschaft zu twittern. Bislang ist die einzige Möglichkeit, einen bereits gesendeten Tweet zu korrigieren, die, ihn komplett zu löschen.

Das ist auch Gegenstand der Diskussion unter dem Tweet mit der Umfrage. Im Gespräch ist dort unter anderem ein Edit-Button, der sich nur einige Minuten nach dem Absenden des Tweets nutzen lässt. Immerhin Rechtschreibfehler ließen sich so korrigieren, ohne einen neuen Tweet abzusetzen.

Twitter sagt Beschimpfungen und Belästigungen den Kampf an

In den kommenden Wochen will Twitter eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, die eine offene Diskussionskultur auf der Microblogging-Plattform fördern sollen. Das hat Twitters VP of Engineering Ed Ho in einem aktuellen Blogeintrag angekündigt. Die freie und offene Diskussionskultur sieht man bei Twitter bedroht durch Belästigungen und Beschimpfungen, die genutzt werden, um Stimmen gezielt zu unterdrücken oder ganz zum Schweigen zu bringen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, solchen Tweets weniger Raum und weniger Gewicht zu geben. Insbesondere drei Neuerungen sollen dazu beitragen:

  • Maßnahmen, die verhindern sollen, dass dauerhaft gesperrte Twitterer einfach neue Twitter-Konten erstellen;
  • eine sichere Suche, die potentiell missbräuchliche Tweets und solche von gesperrten oder stummgeschalteten Konten auf Wunsch ausfiltert;
  • Diskussionsstränge, die Kommentare geringer Qualität sowie Beschimpfungen standardmäßig ausblenden

Tweets, die dann in der Suche oder in den Diskussionssträngen nicht mehr auftauchen, sollen allerdings auffindbar bleiben, wenn Nutzer gezielt danach suchen.

Mehr Übersicht: Twitter-Apps bekommen Explore-Funktion

Twitter aktualisiert seine Apps für iOS (ab sofort) und Android (in den kommenden Wochen):

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/uebersicht-twitter.png” credit=”Foto: Twitter” alt=”Explore-Funktion in Twitter-Apps” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Nach dem Antippen der Lupe erscheint dann nicht mehr die von einer Trend-Übersicht begleitete Suchfunktion, sondern eine “Explore” genannte kombinierte Übersicht. Twitter vereint darin Trends, von Nutzern kuratierte Moments, beliebte Live-Videos, und natürlich auch weiterhin ein Eingabefeld für die Suche. Das hat Twitters Produkt-Designerin Angela Lam in einem aktuellen Blogeintrag angekündigt.

Bislang müssen Twitter-Nutzer sich durch verschiedene Ansichten arbeiten, um sich einen Gesamtüberblick über diese Inhalte zu verschaffen. Angela Lam betont, dass die neue Explore-Funktion keine liebgewordenen Merkmale oder Inhalte ersetzt, sondern lediglich das Stöbern nach interessanten Tweets vereinfachen soll. Mit der Aktualisierung der App unter iOS hat Twitter bereits begonnen, unter Android soll die neue Ansicht demnächst ebenfalls bereitstehen.

Alternative Fakten: Regierung Trump löst globales Umdenken aus

Bei der harschen Kritik an der Berichterstattung zur Amtsübernahme des US-Präsidenten Donald Trump hat Trumps Sprecher Sean Spicer nicht gelogen, und auch keine falschen Tatsachenbehauptungen aufgestellt. Stattdessen hat er, wie Trumps Beraterin Kellyanne Conway erläuterte, “alternative Fakten” präsentiert. Inzwischen hat diese Sicht der Dinge global – nicht zuletzt auch in Deutschland – zu einer radikalen Neubewertung der Faktenlage geführt:

Zu den ersten, die das neue Denken hierzulande verinnerlicht haben, gehörten die Social Media-Beauftragten der viel gescholtenen Deutschen Bahn:

Was die Bahn zu Julian SBs Idee meint, seine persönlichen Transportkosten mit Hilfe alternativer Fakten zu reduzieren, war indes nicht zu erfahren:

Marco Arni nutzt die Trumpsche Denkschule, um das aktuelle Klima für alle unter der Kälte leidenden erträglicher zu gestalten:

Netflix hat sein Bild von seinen als Binge-Watchern verschrienen Zuschauern mit dieser Methode ebenfalls revidieren können:

Frank Überall entledigt sich indessen dauerhaft aller finanziellen Sorgen:

Und Broccolialternative startet dank des neuen Denkens in den Tag wie nie zuvor:

https://twitter.com/SaschaTee/status/823766307778756609

Eines steht in jedem Fall fest: Für Journalisten wird die Recherche in Zukunft erheblich einfacher werden. Von Trump lernen heißt siegen lernen.

Live in 360 Grad: Jetzt zeigt auch Periscope Rundum-Videos

Nachdem erst kürzlich YouTube und Facebook diese Möglichkeit geschaffen haben, ermöglicht jetzt auch Twitter über seinen Live-Video-Dienst Periscope Rundum-Videos. Wie die Periscope-Entwickler in einem aktuellen Blog-Eintrag erläutern, sind 360-Grad-Videos mit der Markierung Live 360 gekennzeichnet. Ruft ein Nutzer ein solches Video über sein Smartphone auf, kann er während der Wiedergabe die gezeigte Umgebung erkunden, indem er sein Smartphone in verschiedene Richtungen schwenkt. Aber auch durch Wisch- oder, etwa auf Desktops, durch Mausbewegungen lässt sich die Blickrichtung ändern.

360-Grad-Videos ansehen können ab sofort alle Twitter- oder Periscope-Nutzer, selbst streamen dürfen aber bislang nur ausgewählte Partner. In den kommenden Wochen will Twitter diese Möglichkeit auf weitere Nutzer ausdehnen. Interessenten, die es eilig haben, können sich schon jetzt in eine Warteliste eintragen.