120 deutsche Zeitungen haben der Kostenloskultur im Internet – zumindest teilweise – abgeschworen. Nach einer Zählung des BDZV setzt diese Zahl von Zeitungen bei ihren Internetangeboten auf mehr oder weniger strenge Bezahlschranken. Nur jede zwanzigste dieser Publikationen versteckt allerdings das gesamte Angebot hinter einer Paywall:
Die verbreitetsten Typen von Paywall sind das Freemium- und das Metered Model. Bei der Freemium-Variante steht dem Leser ein großer Teil des Angebots kostenlos zur Verfügung, ausgewählte Beiträge bleiben aber zahlenden Kunden vorbehalten. Spiegel Online und Bild Online vermarkten so ihre “Plus”-Artikel. Beim Metered Model darf der Leser pro Zeitraum eine begrenzte Anzahl von Artikeln kostenlos lesen, danach wird er zur Kasse gebeten. Aus dem Online-Angebot der Welt etwa darf ein Nutzer pro Monat kostenlos zwanzig Beiträge lesen, will er mehr, zahlt er dafür ab 4,49 € pro Monat.
Chelsea Manning wurde zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, Edward Snowden musste ins russische Asyl fliehen: Whistleblower gehen mit ihren Enthüllungen oft hohe Risiken ein. Der Heise-Verlag hat deshalb eine Enthüllungsplattform geschaffen, die es Tippgebern ermöglichen soll, Material im Schutz völliger Anonymität an Heises Investigativ-Team zu senden.
Enthüllungsplattform mit PGP-Formular und TOR-Briefkasten
Tippgebern stehen unter heise.de/tipps ein anonymes Kontaktformular und ein sicherer Briefkasten zur Verfügung. Die per Kontaktformular übermittelten Nachrichten werden PGP-verschlüsselt transportiert, der sichere Briefkasten ist als TOR Hidden Service eingerichtet. Wer den Briefkasten nutzen will, muss dazu auf seinem Gerät einen TOR-Client verwenden.
Als erstes deutsches Investigativ-Team bietet Heise einen elektronischen Briefkasten, der auf dem als äußerst sicher geltenden Open Source-Projekt Secure Drop basiert, das unter anderem auch der Guardian einsetzt.
Anders als etwa die Enthüllungsplattform Wikileaks legt das Heise-Investigativteam Wert auf hohe journalistische Standards. Die Journalisten veröffentlichen die erhaltenen Dokumente daher nicht ungefiltert, sondern prüfen alle Informationen zunächst ausgiebig und ergänzen sie durch weitere Recherchen. “Eine anschließende Veröffentlichung erfolgt dann im zugehörigen Kontext und angemessen bearbeitet”, heißt es in der entsprechenden Mitteilung.
Eine häufige Krux bei der “Berichterstattung” via Snapchat: Viele interessante Dinge passieren innerhalb kurzer Zeit, danach ereignet sich über längere Zeit nichts Berichtenswertes mehr. Um ihre Snapchat-Kontakte bei der Stange zu halten, kann es da durchaus sinnvoll sein, Snaps zeitversetzt zu senden. Wie, das verrät Buffer auf seinem YouTube-Kanal:
Die schlechte Nachricht: Komplett automatisieren lässt sich das zeitversetzte Snappen nicht.
Der Trick, kurz zusammengefasst:
Versetzen Sie Ihr Smartphone in den Flugmodus.
Snappen Sie alles, was Sie für snappenswert halten, in Ihre Story.
Schalten Sie den Flugmodus wieder ab.
Unter “Meine Story” zeigt Ihnen Snapchat die Snaps als “fehlgeschlagen” an. Tippen Sie zum gewünschten Zeitpunkt auf einen der zuvor aufgenommenen Snaps, um ihn zu verschicken.
Wiederholen Sie Schritt 4 zu späteren Zeitpunkten für die weiteren Snaps.
Onlinerecherche ist mehr das Eintippen passender Begriffe in das Eingabefeld einer Suchmaschine. Bei der Suche nach Informationen im Internet bedienen sich Journalisten einer ganzen Reihe von Quellen von YouTube bis zum persönlichen Online-Handarchiv. Die von news aktuell veröffentlichte Erhebung zeigt, wie wichtige welche Onlinequellen für Journalisten sind:
Nicht nur in akuten Ausnahmesituationen, auch im medialen Alltag kann eine Karte oft als Grundlage eines Beitrags dienen oder seinen Informationswert erhöhen. Hier eine Auswahl, die zeig, wie unterschiedlich Onlinemedien Karten nutzen:
Zeit Online: Die Serie “Deutschlandkarte”
Wo gibt es das beste Eis? Wo wird in Deutschland Kaffee geröstet? Wie viele Einwohner pro Metalband gibt es in einer Region? Solche Fragen beantworten die Kartografen der Zeit-Serie Deutschlandkarte. Die Karten sind themenabhängig grafisch gestaltet, mal interaktiv und mal bloß zum Anschauen.
Spiegel Online: Orte der Schande
Gewalt gegen Flüchtlinge dokumentiert die Spiegel Online-Karte Orte der Schande. Die interaktive Karte zeigt, wo es zu Übergriffen gekommen ist – von Steinwürfen gegen Unterkünfte bis hin zu Brandstiftung und anderen Mordversuchen reicht die Palette. Beim Anklicken einer Ortsmarke erscheinen Details zu den dort registrierten Übergriffen. Erstellt wurde die Karte mit Hilfe des Dienstes Mapbox.
Stern Online: Massenschießereien in den USA 2016
Das Jahr 2016 ist erst zur Hälfte herum, doch die Karte, auf der die Massenschießereien dieses Jahres in den USA verzeichnet sind, ist schon ziemlich voll. Als Massenschießerei gilt jeder Schusswechsel, bei dem vier oder mehr Personen zu Schaden kommen. Der Stern nutzt den Dienst Carto zur Kartierung der Vorfälle, das Zahlenmaterial stammt von der Organisation Mass Shooting Tracker.
Welt Online: Karte der Länder, die Boris Johnson schon beleidigt hat
Anlässlich der Ernennung von Boris Johnson zum britischen Außenminister hat der Independent sich die Mühe gemacht, all die Länder zu kartieren, gegen die Johnson in der Vergangenheit verbal ausfällig geworden war. Die Anregung hat die Welt aufgegriffen – nicht originell, aber unterhaltsam.
Time Magazine: America’s Wealth Map
Dass der Wohlstand in den USA sehr ungleich verteilt ist, war schon vorher bekannt. Das Time Magazin hat mit der interaktiven und wohl mit einigem Aufwand programmierten Karte America’s Wealth Map deutlich gemacht, dass sich diese Ungleichverteilung auch geographisch bemerkbar macht.
RuhrNachrichten: Hier wird in Dortmund geblitzt
Wo in Dortmund mit Geschwindigkeitskontrollen zu rechnen ist, verraten die Ruhrnachrichten in dieser auf Google Maps basierenden interaktiven Karte, die täglich aktualisiert wird. Das ist ein der regionalen Ausrichtung der Publikation angemessener Leserservice.
Der Aufwand, solche Karten zu erstellen, variiert deutlich: Während die Karte des Time Magazine einiges an Programmieraufwand erfordert haben dürfte, stehen für Karten wie die aus dem Online-Angebot des Stern oder aus den Ruhrnachrichten bereits einfach zu handhabende Werkzeuge bereit.
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