Kategoriearchiv: Know How

Die Plattform geht, die App bleibt: Aus Vine wird Vine Camera

Anders als ursprünglich angekündigt, nimmt Twitter die Kurz-Video-App Vine nicht komplett aus dem Netz: Ab Januar wird die App Vine Camera heißen. Das geht aus einem Blog-Eintrag der beteiligten Teams hervor. Unter der Adresse Vine.co soll der Zugriff auf alle bis dahin veröffentlichten Kurz-Videos erhalten bleiben – das soziale Netzwerk Vine wird dann allerdings Geschichte sein.

Mit Vine Camera haben Nutzer weiterhin die Möglichkeit, Videos von maximal sechs Sekunden Dauer aufzunehmen. Die lassen sich dann lokal auf dem Smartphone des Nutzers speichern oder direkt auf Twitter teilen. In der Mitteilung heißt es weiter, Vine-Nutzer würden in den nächsten Tagen eine einfache Möglichkeit erhalten, den Nutzern, denen sie bisher auf Vine folgen, künftig auf Twitter zu folgen. Ihre eigenen älteren Werke können Nutzer inzwischen via App oder Website auf ihre Geräte herunterladen.

Vine für iOS

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Vine für Android

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Fotojournalisten und Dokumentarfilmer fordern In-Kamera-Verschlüsselung

Hersteller sollen für eine In-Kamera-Verschlüsselung von Aufnahmen sorgen. Das fordert die Freedom of Press Foundation in einem offenen Brief, der annähernd wortgleich an Canon, Sony, Nikon, Fujifilm und Olympus gegangen ist. Mehr als 150 Fotojournalisten und Dokumentarfilmer haben den offenen Brief unterzeichnet.

Fotoreporter und Dokumentarfilmer sind bei ihrer Arbeit oft einem hohen Risiko ausgesetzt. Wird ihre Ausrüstung gestohlen oder beschlagnahmt, haben sie in der Regel keine Chance mehr, ihre Aufnahmen vor Missbrauch zu schützen. Nach Angaben des Committee to Protect Journalists ist die Praxis, Kameras zu konfiszieren, derart verbreitet, dass es schier unmöglich ist, allen derartigen Vorkommnissen nachzugehen.

Nach Auffassung der Freedom of Press Foundation sind Kamerahersteller nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was den Schutz der Aufnahmen betrifft. Während bei Instant Messengern Verschlüsselung die Regel ist, und gängige PC- und Mobilbetriebssysteme ebenfalls umfassende Verschlüsselungsmöglichkeiten bieten, seien Aufnahmen auf den Speicherkarten moderner Kameras nach wie vor nicht vor fremdem Zugriff sicher. Die Initiatoren des offenen Briefes hoffen auf eine ebenso öffentliche Reaktion der angeschriebenen Kamerahersteller, und haben die Bereitschaft angekündigt, Herstellern bei der konkreten Umsetzung ihrer Forderung beratend zur Seite zu stehen.

Virtual Reality: WordPress.com-Blogs können jetzt 360-Grad-Fotos darstellen

Seitenbetreiber, die für ihre Websites das gehostete Angebot bei WordPress.com nutzen, können deren Besuchern ab sofort mit relativ geringem Aufwand VR-Inhalte, insbesondere 360-Grad-Fotos und eingeschränkt auch 360-Grad-Videos, zugänglich machen. Das geht aus einem aktuellen Blogeintrag des Dienstes hervor. Ziel sei es, das Veröffentlichen von VR-Inhalten so einfach zu machen wie das Veröffentlichen von Texten und Fotos.

Toni Schneider, der die Mitteilung verfasst hat, zeigt darin eine Reihe von Beispielen. Sieht sich ein Nutzer diese Beispiele am Desktop an, kann er sich darin mit Hilfe von Mausbewegungen in alle Richtungen umschauen. Betrachtet er sie auf einem Mobilgerät, kann er die Inhalte in vollem 3D für eine VR-Brille – zum Beispiel Cardboard, Gear, Daydream, Rift oder Vive – rendern lassen und darin betrachten.

Die VR-Inhalte lassen sich mit Hilfe von Shortcodes in die Beiträge einbinden. Auf WordPress.com findet sich bereits eine Hilfe-Seite mit detaillierteren Erklärungen dazu.

Instagram bekommt Lesezeichen-Funktion

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/instagram-lesezeichen.jpg” alt=”Instagram-Lesezeichen” align=”right” lightbox=”on” caption=”Im Gegensatz zu Likes sind Instagram-Lesezeichen nicht öffentlich.” captionposition=”center” revealfx=”fromright”]

Beiträge merken, ohne sie bewerten zu müssen: Instagram-Lesezeichen sind eine nicht-öffentliche Alternative zur Gefällt-mir-Angabe.

Rechts unterhalb jedes Foto oder Videos findet sich seit heute ein Lesezeichen-Symbol. Tippt der Nutzer darauf, übernimmt er den Inhalt in seine Sammlung. Im Profil jedes Nutzers findet sich jetzt auch ein Lesezeichen-Reiter, über den er diese Sammlung aufrufen kann.

Wer bisher Fotos und Videos auf Instagram wiederfinden wollte, konnte entweder – vergleichsweise umständlich – die Urls der Beiträge extern speichern, oder Beiträge durch Antippen des Herzchens positiv bewerten.

Per “Profil/Beiträge, die dir gefallen” findet der Nutzer dann zu einer Übersicht der Beiträge, die er in der Vergangenheit positiv bewertet hat. Solche Gefällt-mir-Angaben sind allerdings öffentlich. Im Gegensatz dazu erfährt weder der Urheber noch sonst jemand von den bei Instagram angelegten Lesezeichen.

Übrigens: Hier erfährst du, wie das Netzwerk es erleichtern will, Trolle auf Instagram zu blockieren.

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Twitter integriert Video-Livestreams in die Standard-App

Wer Video-Livestreams über Twitter verbreiten möchte, ist künftig nicht mehr auf die separate App Periscope angewiesen. Twitter hat die Livestream-Funktion in seine Apps für iOS und Android integriert. Um auf Twitter live zu gehen, genügt es, den Dialog zum Verfassen eines neuen Tweet aufzurufen, auf das Kamerasymbol und dann in der anschließenden Medienübersicht auf “Live” zu tippen. Handhaben lässt sich die in Twitter integrierte Livestream-Funktion so, wie Nutzer es von Periscope gewohnt sind.

Die separate Periscope-App soll dennoch erhalten bleiben, wie Sara Haider, Senior Engineering Manager bei Periscope gegenüber dem Online-Magazin The Verge sagt. Periscope werde weiter entwickelt, neue Funktionen würden als erstes in der Standalone-App verfügbar gemacht. Wie sie anmerkt, verwenden längst nicht alle Periscope-Nutzer regelmäßig Twitter.

Twitter für iOS

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Periscope für iOS

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Twitter für Android

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Periscope für Android

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Facebook zeigt 360-Grad-Videos ab jetzt auch als Livestream

‘Live 360’ heißt Facebooks neueste Möglichkeit, Bewegtbilder live in die Welt zu senden: Während das mit konventionellen Videos schon länger möglich ist, können Facebook-Nutzer von jetzt an auch 360-Grad-Videos live streamen. Die Zuschauer sollen so die Möglichkeit erhalten, noch tiefer ins Geschehen einzutauchen. Den Anfang macht ein Rundum-Video von der Mars Desert Research Station in Utah, USA, das National Geographic am Dienstagabend aussendet.

Bislang können nur ausgewählte Facebook-Nutzer respektive Betreiber von Facebook-Seiten die Live-API nutzen, um Livestreams mit 360-Grad-Videos zu zeigen. In den kommenden Monaten will Facebook diese Möglichkeit ausweiten, irgendwann im Jahr 2017 soll die Funktion dann für alle Profile und Seiten zur Verfügung stehen.

App-Tipp Pocket Reporter: Fakten sammeln leicht gemacht

Relevante Fakten sammeln, Gespräche führen, Hintergründe ausleuchten und Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen – das sind die Arbeiten, die ein Reporter zu erledigen hat, bevor er seine Story aufschreiben kann. Speziell an Einsteiger und Bürgerjournalisten, die darin (noch) nicht all zu routiniert sind, richtet sich die Android-App Pocket Reporter der Organisation Code for South Africa.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/pocket-reporter.png” alt=”Pocket Reporter” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromright”]

Die App bietet eine Reihe von Vorlagen, um die Fakten dreizehn unterschiedlicher Arten von Stories zusammen zu tragen. Dazu gehören Biographien, Nachrufe, Berichte über Verbrechen, Brände und Unfälle oder etwa Protestveranstaltungen. Mit Hilfe von passenden Checklisten können der (angehende) Reporter prüfen, ob er alle relevanten Fakten zusammengetragen und geprüft hat.

Mit der App erstellte Faktensammlungen lassen sich einfach per E-Mail übermitteln, beispielsweise, um sie anschließend am PC zu einer Story zu verarbeiten. Daneben liefert die App nützliche Tipps – etwa, zu Protestveranstaltungen, auf denen vielleicht Tränengas zum Einsatz kommt, stets einen Schal und ein Fläschchen Essig mitzunehmen.

Dank der app-internen Übersicht “My Stories” kann der Reporter beliebig viele Materialsammlungen parallel anlegen. Zwei kleine Wermutstropfen: Die App ist nur in englischer Sprache erhältlich, und sie eignet sich nicht, um zu den Stories Dateien von Fotos, Videos oder Tonaufnahmen zu speichern.

Pocket Reporter für Android

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Earing: Soziales Netzwerk für das gesprochene Wort

Noch im Dezember will Entwickler Hyuck Jae Lee in seiner Heimat Korea mit dem sozialen Netzwerk Earing an den Start gehen, bald darauf soll es auch international nutzbar sein. Im Zentrum des sozialen Netzwerks stehen gesprochene Nachrichten, auf die die Nutzer ihrerseits mit gesprochenen Kommentaren reagieren können.

Die Nutzer des Netzwerks können zunächst verschiedene Nachrichten und Inhalte abonnieren. Sobald diese Kopfhörer ins Handy stecken, werden die News automatisch abgespielt, wodurch sich die App auch beim Autofahren oder Sport nutzen lässt. Eine gesprochene Aufnahme ist auf 27 Sekunden limitiert. “Nach zahllosen Tests haben wir herausgefunden, dass 27 Sekunden die ideale Zeitspanne für User ist, um Inhalte zusammenfassen und zu erzählen und auch für die Personen, die sich diese Inhalte anhören, gut geeignet sind”, meint Lee. Die koreanischen Versionen der zugehörigen Apps für iOS und für Android sind bereits erhältlich.

App-Tipp Cogi: Für Sprachnotizen ohne Blabla

Bei Interviews, Hintergrundgesprächen, Pressekonferenzen und ähnlichen Ereignissen hat der Journalist oft die Wahl, mitzuschreiben oder – das Einverständnis seiner Gesprächspartner vorausgesetzt – Sprachnotizen aufzunehmen. So bequem das Mitschneiden während des Gesprächs ist, so umständlich ist es später, aus dem Mitschnitt die Highlights heraus zu schreiben. Eine enorme Arbeitserleichterung bietet die App Cogi, die sowohl für iOS als auch für Android zu bekommen ist.

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Hinweis: Cogi bietet nach einer Registrierung die Möglichkeit, die Aufzeichnungen ‘in der Cloud’ zu sichern – also auf einem Server des Dienstanbieters in den USA. Ohne ausdrückliches Einverständnis aller jeweiligen Gesprächspartner ist das wahrscheinlich ein Verstoß gegen deutsche Datenschutzgesetze.

Auch wer die Sprachnotizen nur auf seinem persönlichen Gerät aufbewahrt, benötigt – bei nicht-öffentlichen Gesprächen – das Einverständnis seiner Gesprächspartner. Es hat sich bewährt, diese Zustimmung vor Beginn der Aufnahme einzuholen und das Okay bei laufender Aufnahme dann noch einmal bestätigen zu lassen.

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[aesop_image imgwidth=”25%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2016/12/app-cogi.png” alt=”Sprachnotizen leicht gemacht” align=”left” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromleft”]

 

Hat der Reporter eine Session mit Cogi gestartet, hört die App dem Gespräch oder der Rede zunächst nur zu. Sagt einer der Gesprächspartner dann etwas Bedeutungsvolles, tippt der Reporter auf die Schaltfläche im Zentrum der App, um die Aufnahme zu starten. Cogi zeichnet dann das Gespräch auf – und zwar rückwirkend von einem Zeitpunkt an, der bis zu 45 Sekunden vor dem Moment liegen kann, an dem der Reporter die Schaltfläche angetippt hat (in den Settings lassen sich Zeiträume von 5, 15, 30 und 45 Sekunden auswählen). Durch erneutes Antippen hält er die Aufzeichnung wieder an.

Im Lauf eines Gesprächs kann der Reporter auf diese Art beliebig viele Highlights aufzeichnen. Wenn nötig, lassen sich die Highlights aus der App heraus dann auch noch mit schriftlichen Notizen und/oder einem Foto ergänzen – etwa, um die Schreibweise eines Namens zu notieren oder ein Schaubild festzuhalten, dass der Gesprächspartner zeigt. Solche Aufzeichnungen lassen sich später wesentlich einfacher verschriftlichen als ein vollständiger Mitschnitt.

Cogi für iOS

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Cogi für Android

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YouTube erlaubt jetzt Livestreams in 4K-Auflösung

Maximal 3840 x 2160 Pixel, maximal 60 Bilder pro Sekunde, und auf Wunsch auch eine 360-Grad-Rundumsicht: Das sind die neuen Grenzen, die YouTube für Livestreams festgelegt hat. Aufgezeichnete Videos in 4K-Auflösung sind bereits seit 2010 möglich, seit 2015 auch mit einer Bildrate von 60 FPS. Wer Livestreams auf YouTube zeigen wollte, musste sich aber bislang mit einer Auflösung von höchstens 2560 x 1440 Pixeln bescheiden.

Sowohl Zuschauer als auch YouTuber, die selbst einen Livestream in 4K-Auflösung zeigen wollen, sind allerdings auf eine stabile Internetverbindung mit hoher Bandbreite angewiesen: YouTube nennt bei höchster Auflösung und Bildrate eine Datenrate von bis zu 51.000 Kilobit pro Sekunde. Dass zudem auch die verwendete Hardware 4K-tauglich sein muss, versteht sich von selbst.

Internet-Archiv bekommt Backup: Archive.org rüstet sich für die Ära Trump

Die Betreiber des Internet-Archiv Archive.org wollen eine Kopie ihres gesamten Datenbestands nach Kanada auslagern. Das hat Gründer Brewster Kahle im offiziellen Blog des Archivs angekündigt. “Die Geschichte der Bibliotheken ist eine Geschichte des Verlusts”, leitet Kahle seine Ankündigung ein. Von der neuen US-Regierung erwartet Kahle radikale Änderungen – im Hinblick auf Trumps Ankündigungen im Wahlkampf sicher nicht ganz unbegründet.

Das Backup in Kanada erfordert allerdings immense Ressourcen: Die Wayback Machine hält die historischen Daten von 279 Milliarden Websites vor und speichert pro Woche 300 Millionen Seiten. Außerdem umfasst das Internet-Archiv Fotos, Videos, Bücher und Spiele. Seit Januar 2016 gehört zum Archiv außerdem ein Political TV Ad Archive, das unter anderem Journalisten hilft, die Wahlkampfaussagen von Politikern zu prüfen.

Ungepatchte Joomla-Websites unter Beschuss: Lücke jetzt schließen

Dringender Handlungsbedarf für Betreiber von Joomla-Websites: Zwei seit dem 25. Oktober bekannte Sicherheitslücken im beliebten Content Management System Joomla sind Ziele massiver Angriffe. Das melden die Experten des Sicherheitsunternehmens Sucuri. Über die Lücken können Angreifer auf den verwundbaren Websites Nutzerkonten mit weitreichenden Berechtigungen einrichten und sie darüber anschließend nach Belieben manipulieren.

Wie es in der Meldung heißt, sei es den Experten – und wohl auch böswilligen Zeitgenossen – gelungen, die am 25. Oktober veröffentlichte gepatchte Version zu analysieren und mit Hilfe des Codes die Sicherheitslücken zu identifizieren. Danach sei es den Angreifern ein Leichtes gewesen, Schadprogramme zu schreiben, die diese Sicherheitslücken ausnutzen. Sucuri habe bereits innerhalb von drei Tagen nach Veröffentlichung der Aktualisierung eine exponentielle Zunahme an solchen Angriffen in freier Wildbahn verzeichnet. Die Experten gehen davon aus, das alle noch nicht abgesicherten Joomla-Websites akut gefährdet sind.