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Deutscher Reporterpreis 2017: Preisträger stehen fest

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Das Reporter-Forum hat am 11.12.2017 die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben. Aus 1612 eingereichten Arbeiten haben die 95 Vorjuroren in den zwölf Kategorien insgesamt 112 Texte und Projekte für den Reporterpreis 2017 nominiert. Hier sind die Sieger.

Direkt zu den Reportagen:

Die Jury der jährlich vergebenen Preise ist zu gleichen Teilen mit preisgekrönten Reportern und prominenten Publizisten und Autoren besetzt; erklärtes Ziel der Initiative ist es, den Qualitätsjournalismus zu stärken.

App-Tipp Pocket Reporter: Fakten sammeln leicht gemacht

Relevante Fakten sammeln, Gespräche führen, Hintergründe ausleuchten und Behauptungen auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen – das sind die Arbeiten, die ein Reporter zu erledigen hat, bevor er seine Story aufschreiben kann. Speziell an Einsteiger und Bürgerjournalisten, die darin (noch) nicht all zu routiniert sind, richtet sich die Android-App Pocket Reporter der Organisation Code for South Africa.

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Die App bietet eine Reihe von Vorlagen, um die Fakten dreizehn unterschiedlicher Arten von Stories zusammen zu tragen. Dazu gehören Biographien, Nachrufe, Berichte über Verbrechen, Brände und Unfälle oder etwa Protestveranstaltungen. Mit Hilfe von passenden Checklisten können der (angehende) Reporter prüfen, ob er alle relevanten Fakten zusammengetragen und geprüft hat.

Mit der App erstellte Faktensammlungen lassen sich einfach per E-Mail übermitteln, beispielsweise, um sie anschließend am PC zu einer Story zu verarbeiten. Daneben liefert die App nützliche Tipps – etwa, zu Protestveranstaltungen, auf denen vielleicht Tränengas zum Einsatz kommt, stets einen Schal und ein Fläschchen Essig mitzunehmen.

Dank der app-internen Übersicht “My Stories” kann der Reporter beliebig viele Materialsammlungen parallel anlegen. Zwei kleine Wermutstropfen: Die App ist nur in englischer Sprache erhältlich, und sie eignet sich nicht, um zu den Stories Dateien von Fotos, Videos oder Tonaufnahmen zu speichern.

Pocket Reporter für Android

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Reporterpreis 2016: Reporter-Forum prämiert exzellenten Journalismus

Harte Arbeit für die Jury des Reporter-Forums: In diesem Jahr erhielt das Forum 1473 Beiträge für den Deutschen Reporterpreis, von denen schließlich 91 nominiert wurden. Hier die Preisträger:

Zwei Reportagen erhalten Reporterpreis für die beste Reportage

Die Auszeichnung als beste Reportage teilen sich gleich zwei Werke – eines aus Guantanamo, eines aus dem syrischen Dorf Tel Goran.

Beste Investigation

Ein Informant, 400 Journalisten: Ausgezeichnet als beste Investigation hat die Jury die Auswertung eines Datenpakets, die wohl noch lange nicht abgeschlossen ist.

Bester Essay

Macht es einen Unterschied, ob Männer oder Frauen im Wahlkampf gegeneinander antreten? In einem erstaunlichen Essay sucht Lara Fritzsche nach der Antwort auf diese Frage.

Beste Lokalreportage

Messer, Pistolen, Schlagstöcke: Ein örtlicher Waffenhändler, dessen Geschäfte immer besser laufen, ist Gegenstand dieser Reportage.

Beste Kulturkritik

Benjamin von Stuckrad-Barre und sein Werk Panikherz mussten sich dieser Kulturkritik stellen.

Zwei Werke erhalten Reporterpreis für die beste Wissenschaftsreportage

Ein Medikamentenhersteller, der ein vielleicht lebensrettendes Medikament nicht liefern will, und das, was sich in einem Körper abspielt, wenn er stirbt: Auch hier hat die Jury zwei Reportagen prämiert.

Bester freier Reporter

Herkunft contra Unterricht: Wie es um die Chancengleichheit im deutschen Schulsystem bestellt ist, beleuchtet Björn Stephan.

Bestes Interview

Die Eltern dreier Schülerinnen, die ihr Leben beim herbeigeführten Absturz der Germanwings-Flug 9525 im März 2015 haben mit Kerstin Herrnkind und Dominik Stawski vom Stern über die Tragödie gesprochen.

Innovation

Ausgezeichnet in dieser Kategorie wurde das erste gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum, Correctiv.

Datenjournalismus

An zwei von drei Tagen brannte 2015 ein Flüchtlingsheim. Gefasst oder gar verurteilt wurde kaum einer der Täter. Wie das sein kann, dem ist ein Team von Datenjournalisten auf den Grund gegangen.

Webreportage

Elisabeth Weydt, Jakob Fuhr und Christine Anas sind die Preisträger*innen dieser Kategorie. Ausgezeichnet wurden sie für ihre Reportage Ackerbunt.