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Wie gläsern sind wir? -
„Data and Goliath“ – Wie wir unsere Privatsphäre schützen können

Data and Goliath“ von Bruce Schneier beschäftigt sich kritisch mit der Überwachungsgesellschaft und dem Missbrauch unserer Daten. Schneier ist ein Experte für Datensicherheit und Privatsphäre und gibt in seinem Buch wertvolle Tipps, wie wir uns gegen diese Bedrohung schützen können.

Die Überwachungsgesellschaft – eine Bedrohung für unsere Freiheit?

In „Data and Goliath“ beschreibt Schneier ausführlich, wie die Überwachungsgesellschaft Privatsphäre und Freiheit bedroht. Er zeigt auf, dass Unternehmen und Regierungen immer mehr Daten über uns sammeln und analysieren, um uns zu kontrollieren und zu manipulieren. Das Buch enthüllt die geheimen Praktiken der Überwachung und erklärt, wie sie eingesetzt werden, um uns zu beeinflussen und zu steuern.

Schneier argumentiert, dass die Überwachungsgesellschaft eine Bedrohung für unsere Demokratie und unsere individuellen Freiheiten darstellt. Er fordert ein Ende der Massenüberwachung und eine Stärkung des Datenschutzes als notwendige Schritte, um unsere Freiheit zu schützen.

Praktische Ratschläge zum Datenschutz

Das Buch bietet praktische Ratschläge, wie wir unsere Daten besser schützen können. Schneier gibt Tipps für den Umgang mit Passwörtern, für den Schutz unserer E-Mails und für den sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken. Er erklärt, wie wir uns gegen Hackerangriffe und Identitätsdiebstahl schützen können.

Schneier betont auch die Bedeutung von Datenschutzgesetzen und fordert eine Reform des Systems, um unsere Privatsphäre zu schützen. Er zeigt auf, wie Unternehmen und Regierungen unsere Daten missbrauchen und fordert eine neue Kultur des Datenschutzes, die sich auf das Recht auf Privatsphäre konzentriert.

Bruce Schneier: Experte für Datensicherheit und Privatsphäre

Bruce Schneier ist ein renommierter Experte für Datensicherheit und Privatsphäre. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel über das Thema veröffentlicht und ist ein gefragter Redner auf Konferenzen und Veranstaltungen. Schneier ist bekannt für seine kritische Haltung gegenüber der Überwachungsgesellschaft und seine Forderung nach einer Stärkung des Datenschutzes.

„Data and Goliath“ ist ein wichtiger Beitrag zur aktuellen Debatte über die Überwachungsgesellschaft und die Bedrohung unserer Freiheit durch den Missbrauch unserer Daten. Schneier zeigt auf, wie wir uns gegen diese Bedrohung schützen können und fordert eine neue Kultur des Datenschutzes, die unser Recht auf Privatsphäre respektiert.

*Disclaimer: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.

Daten verstehen -
Die Kunst der Statistik: Wie Daten unser tägliches Leben beeinflussen

Statistiken sind allgegenwärtig, aber wie können wir sie verstehen und nutzen? David Spiegelhalter, Professor für Statistik an der Universität Cambridge, führt uns in seinem Buch „Die Kunst der Statistik: Was uns Daten wirklich sagen und wie wir dies im Alltag nutzen können“ in die Welt der Statistik ein und zeigt uns, wie wir Daten richtig interpretieren und für unser tägliches Leben nutzen können.

Die Kunst der Statistik: Wie Daten uns helfen, die Welt zu verstehen

Spiegelhalter zeigt uns, wie Statistiken uns helfen können, die Welt um uns herum besser zu verstehen. Er erklärt, wie wir die Wahrscheinlichkeit von Ereignissen berechnen können und wie wir die Statistik in unserem Alltag anwenden können, etwa, um Entscheidungen zu treffen und Probleme zu lösen. Spiegelhalter zeigt uns auch die Möglichkeiten und Grenzen der Statistik auf und wie wir sie nutzen können, um bessere Entscheidungen zu treffen.

Von Wahrscheinlichkeit bis Big Data: Ein Leitfaden für den Alltag

In diesem Buch erfahren wir zudem, wie wir mit Big Data umgehen und wie wir die Daten in unserem täglichen Leben nutzen können. Er zeigt uns auch, welche Werkzeuge und Methoden wir verwenden können, um Daten zu analysieren und zu verstehen. Das Buch befähigt seine Leser, Statistik im Alltag anzuwenden und bessere Entscheidungen zu treffen, basierend auf Fakten und Daten.

*Disclaimer: Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate Link. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.

Personalisierter Content: Wenn der Algorithmus dich besser kennt als deine Eltern

Filmempfehlungen von Netflix, Kauftipps von Amazon, Hörtipps von Spotifiy haben eines gemeinsam: Sie treffen sehr oft präzise die Wünsche des einzelnen Konsumenten. Und denen ist das ganz recht, ersparen ihnen die Vorschläge doch viel Zeit, die sie sonst beim Durchstöbern der Inhalte verbringen würden. Suspekt ist den meisten derart personalisierter Content dennoch. Zu Recht.

“Heute wieder die Calamaris?” – Die Kellnerin in unserem Stammrestaurant weiß längst, was meine Frau bestellen wird, als sie an unseren Tisch kommt. Sie liegt, wie meistens, richtig. Das ist gut für’s Geschäft, und gut für uns. Mit seinen Bedürfnissen und Wünschen wahrgenommen zu werden, sorgt bei den meisten Konsumenten für ein behagliches Gefühl, und die geben deshalb bereitwillig Geld aus und noch ein großzügiges Trinkgeld obendrauf.

Ein Algorithmus vergisst nicht

Nun ist es eine Sache, ob die Kellnerin in unserem Stammrestaurant weiß, welche Gerichte Schatz und ich bevorzugen, und dass ich nach jedem Essen noch einen doppelten Espresso bestelle. Und eine ganz andere Sache, welche Datenmengen die Algorithmen der sozialen Netze, Onlineshopping-Anbieter und Streaming-Dienstleister von mir kennen.

Allein aus den Titeln der Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, ließe sich eine ziemlich präzise Persönlichkeitsstudie erstellen (lassen wir einmal außer acht, dass ich den Inhalt einiger weniger davon für derart verachtenswert hielt, dass ich sie sorgfältig zerfetzt dem Altpapier zuführte). Nehmen wir dazu die Filme, die ich mir angesehen, und die, deren Ansehen ich abgebrochen habe, die Tweets, auf die ich reagiert und die Twitter-Nutzer, die ich geblockt habe, meine favorisierten YouTube-Videos und meinen Suchverlauf.

In Summe dürften diese Informationen ausreichen, um einen ziemlich perfekten Klon meines Bewusstseins zu schaffen. Zweifellos ein Segen für die Menschheit, aber irgendwie auch gruselig.

“Irgendwie auch gruselig” war zwar keine zur Wahl stehende Antwort, die der Marktforscher Toluna bei der Arbeit am Social-Media-Atlas 2022 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor vorgegeben hatte, dennoch fasst diese Aussage gut zusammen, wie personalisierter Content bei den Nutzern ankommt.

Tatsächlich sehen rund drei von vier der befragten Nutzer personalisierten Content kritisch: 79 Prozent der Social-Media-Nutzer, würden lieber im Web 2.0 surfen, ohne dass die Anbieter dabei ihr Nutzungsverhalten tracken. 75 Prozent fühlen sich dabei regelrecht “beobachtet”, wenn ihnen Vorschläge angezeigt werden, die sich klar mit ihrem Nutzungsverhalten decken. Aber: Mehr als die Hälfte der Nutzer gaben an, den Vorschlägen des Algorithmus manchmal bis häufig zu folgen.

Wer jetzt denkt “Genau wie bei der Kellnerin”, der übersieht eine Kleinigkeit: Restaurants müssen hierzulande strenge Kontrollen über sich ergehen lassen. Die Kellnerin dürfte uns nicht vergiften, selbst wenn wir das wollten. Der Algorithmus schon.

Für den aktuellen Social-Media-Atlas (Hamburg, Mai 2022) wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 16 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Umfrage führte Marktforscher Toluna im Dezember 2021 und Januar 2022 durch.

WOT spioniert seine Nutzer aus: Personalisierbare Daten an Händler verkauft

WOT spioniert: Der Dienst Web of Trust, kurz WOT, überträgt nach einem Bericht des NDR Daten über das Surfverhalten seiner Nutzer an Datenhändler – offenbar, ohne die Daten ernsthaft zu anonymisieren.

Das jedenfalls ergab die Recherche der NDR-Reporter, die dazu eine “kostenlose Probe”, erhalten von einem der Datenhändler, ausgewertet haben. In Stichproben konnten die Journalisten mehr als 50 Nutzerinnen und Nutzer persönlich identifizieren, zum Beispiel über E-Mail-Adressen, in denen der Name steht, Anmeldenamen oder andere Bestandteile der aufgerufenen URLs. Insgesamt umfassten die ausgewerteten Daten mehr als zehn Milliarden Web-Adressen, aufgerufen von rund drei Millionen Usern aus Deutschland.

Zwar erhalten Nutzer bei der Einrichtung der WOT-Browsererweiterung einen Hinweis auf die Datennutzung. Wie eindeutig die Daten personalisierbar sind, dürfte aber den wenigsten bewusst gewesen sein. Die Ironie: WOT-Nutzer versprachen sich vom Einsatz der Browsererweiterung mehr Sicherheit beim Surfen. Über ein Ampelsystem zeigt die Erweiterung an, für wie vertrauenswürdig die Nutzerschaft die jeweils besuchte Website hält, bei als gefährlich eingestuften Websites erhält der Nutzer einen Warnhinweis, noch bevor er die Seite betreten kann.

Die Welt in Draufsicht: So unterschiedlich nutzen Medien Onlinekarten

Nicht nur in akuten Ausnahmesituationen, auch im medialen Alltag kann eine Karte oft als Grundlage eines Beitrags dienen oder seinen Informationswert erhöhen. Hier eine Auswahl, die zeig, wie unterschiedlich Onlinemedien Karten nutzen:

Zeit Online: Die Serie “Deutschlandkarte”

Karte aus der Zeit OnlineWo gibt es das beste Eis? Wo wird in Deutschland Kaffee geröstet? Wie viele Einwohner pro Metalband gibt es in einer Region? Solche Fragen beantworten die Kartografen der Zeit-Serie Deutschlandkarte. Die Karten sind themenabhängig grafisch gestaltet, mal interaktiv und mal bloß zum Anschauen.

Spiegel Online: Orte der Schande

Karte der SchandeGewalt gegen Flüchtlinge dokumentiert die Spiegel Online-Karte Orte der Schande. Die interaktive Karte zeigt, wo es zu Übergriffen gekommen ist – von Steinwürfen gegen Unterkünfte bis hin zu Brandstiftung und anderen Mordversuchen reicht die Palette. Beim Anklicken einer Ortsmarke erscheinen Details zu den dort registrierten Übergriffen. Erstellt wurde die Karte mit Hilfe des Dienstes Mapbox.

Stern Online: Massenschießereien in den USA 2016

Karte zu MassenschießereienDas Jahr 2016 ist erst zur Hälfte herum, doch die Karte, auf der die Massenschießereien dieses Jahres in den USA verzeichnet sind, ist schon ziemlich voll. Als Massenschießerei gilt jeder Schusswechsel, bei dem vier oder mehr Personen zu Schaden kommen. Der Stern nutzt den Dienst Carto zur Kartierung der Vorfälle, das Zahlenmaterial stammt von der Organisation Mass Shooting Tracker.

Welt Online: Karte der Länder, die Boris Johnson schon beleidigt hat

Karte zu Ländern, die Boris Johnson beleidigt hatAnlässlich der Ernennung von Boris Johnson zum britischen Außenminister hat der Independent sich die Mühe gemacht, all die Länder zu kartieren, gegen die Johnson in der Vergangenheit verbal ausfällig geworden war. Die Anregung hat die Welt aufgegriffen – nicht originell, aber unterhaltsam.

Time Magazine: America’s Wealth Map

Karte zu Wohlstand in den USADass der Wohlstand in den USA sehr ungleich verteilt ist, war schon vorher bekannt. Das Time Magazin hat mit der interaktiven und wohl mit einigem Aufwand programmierten Karte America’s Wealth Map deutlich gemacht, dass sich diese Ungleichverteilung auch geographisch bemerkbar macht.

RuhrNachrichten: Hier wird in Dortmund geblitzt

Karte Geschwindigkeitskontrollen in DortmundWo in Dortmund mit Geschwindigkeitskontrollen zu rechnen ist, verraten die Ruhrnachrichten in dieser auf Google Maps basierenden interaktiven Karte, die täglich aktualisiert wird. Das ist ein der regionalen Ausrichtung der Publikation angemessener Leserservice.

Der Aufwand, solche Karten zu erstellen, variiert deutlich: Während die Karte des Time Magazine einiges an Programmieraufwand erfordert haben dürfte, stehen für Karten wie die aus dem Online-Angebot des Stern oder aus den Ruhrnachrichten bereits einfach zu handhabende Werkzeuge bereit.