Archiv der Kategorie: Know How

Drei Bücher für ein besseres Gedächtnis, mehr Kreativität und klügeren Umgang mit Feedback

(Disclaimer: Bei den Links in diesem Beitrag handelt es sich um Affiliate Links. Wenn Sie ein Buch darüber kaufen, erhalte ich eine kleine Provision. Für Sie ändert sich der Preis jedoch nicht.)

Moonwalking with Einstein, Joshua Foer

Kernthese: Wer sich ein besseres Gedächtnis wünscht, könnte von diesem Buch profitieren. Der Autor erklärt die Loci-Technik, sich Dinge in einem mentalen Gedächtnispalast zu merken. Er beschreibt außerdem, wie sich unser Umgang mit dem Gedächtnis im Laufe der Geschichte verändert hat, von der Erfindung der Schrift und des Buchdrucks bis hin zum dank Internet überall verfügbaren Wissen ohne Gedächtnisarbeit.

Originals, Adam Grant

Kernthese: Kreative sind dann besonders erfolgreich, wenn sie eine große Zahl an Ideen entwickeln. Nicht jede Idee eines Kreativen wird ein Erfolg, aber je größer die Zahl der Ideen, desto wahrscheinlicher sind eine oder mehrere erfolgreiche dabei. Prokrastinieren verbessert den kreativen Prozess. Seine Ideen anzubringen, erfordert Ehrlichkeit, Geduld und kommunikatives Geschick.

Thanks for the Feedback, Douglas Stone, Sheila Heen

Kernthese: Es gibt drei Arten von Feedback: Dank, Rat und Bewertung. Wer eine negative Bewertung erhalten hat, braucht einige Tage, bis er offen für Rat ist. Bewertung und Dank sollten immer spezifisch sein. Wer erhaltenes Feedback, besonders eine negative Bewertung, als falsch beurteilt, ist eventuell auf einen blinden Fleck in der Selbstwahrnehmung gestoßen. Es lohnt, Feedback speziell von denen einzuholen, zu denen man ein gespanntes Verhältnis hat.

Hier gibt’s weitere Buchtipps.

Fünf Bücher für bessere Kommunikation, erfolgreicheres Marketing, produktiveres Arbeiten

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‘Deep Work’, Cal Newport

Kernthese: Deep Work, konzentriertes, fokussiertes Arbeiten über einen längeren Zeitraum bringt außerordentliche Resultate, ist aber eine rare Fähigkeit. Der Autor empfiehlt deshalb

  • feste Orte und Rituale für Deep Work
  • strikte Trennung von Arbeit und Freizeit,
  • zu lernen, Langeweile auszuhalten,
  • Social Media aufzugeben,
  • Shallow Work (Routineaufgaben, die keine hohe Aufmerksamkeit beanspruchen) auf das Notwendigste zu beschränken.

Der Autor rät außerdem dazu, jede Minute des Arbeitstages den verschiedenen Aufgaben zuzuweisen.

‘The black Swan’, Nassim Nicholas Taleb

Kernthese: Es gibt Dinge, die wir nicht wissen, und Dinge, von denen wir nicht einmal wissen, dass wir sie nicht wissen – schwarze Schwäne, die Europäer bis zur Entdeckung Australiens ausnahmslos für weiß gehalten haben. Schwarze Schwäne sind

  1. Ausreißer,
  2. mit extremen Auswirkungen,
  3. die erst in der Rückschau erklärt werden können.

Es gibt Gebiete, auf denen schwarze Schwäne mit größerer Wahrscheinlichkeit auftreten als auf anderen – sogenannte skalierbare Geschäftsfelder gehören dazu. Wer auf positive schwarze Schwäne setzt, benötigt Durchhaltevermögen.

‘Contagious’, Jonah Berger

Kernthese: Virale Verbreitung basiert auf einem oder mehreren von insgesamt sechs Faktoren:

  1. Die Inhalte dienen als soziale Währung;
  2. Die Inhalte sind mit Triggern in der Umwelt der Rezipienten verknüpft;
  3. Die Inhalte lösen Emotionen aus;
  4. Die Inhalte oder Produkte stehen in der Öffentlichkeit;
  5. Die Informationen haben praktischen Nutzen;
  6. Die Inhalte sind in Geschichten eingewoben.

‘Think Again’, Adam Grant

Kernthese: Bei jeder Kommunikation nehmen wir die Rolle eines Predigers (will überzeugen), eines Staatsanwalts (will Recht behalten) oder eines Politikers (will gefallen) ein. Der Autor empfiehlt stattdessen die Rolle eines Wissenschaftlers, der an der Wahrheit oder der besten Lösung interessiert ist.

‘Start with Why’ , Simon Sinek

Kernthese: Der Autor rät, sein Unternehmen um das Warum herum aufzubauen. Er beschreibt einen Golden Circle aus drei konzentrischen Kreisen, die von innen nach außen Warum, Wie und Was (die eigentlichen Produkte des Unternehmens) heißen. Kunden kaufen seiner Ansicht nach wegen des Warum. Er belegt das mit Dell, die ihr Unternehmen auf das Was aufgebaut haben (Computer) und deshalb ihr Angebot nicht erfolgreich auf andere Elektronik erweitern könnten – anders als Apple, die (‘think different’) im Kern ihr Warum verkörpern.

Hier gibt’s weitere Buchtipps.

Live-Audio-Streaming jetzt auch bei Spotify

Seit dem anfänglichen Erfolg von Clubhouse sind etliche Dienste entstanden, bei denen Live-Audio eine Rolle spielt, von den Spaces bei Twitter bis zu Amazon Amp. Spotify ist über die separate App Greenroom schon länger dabei. Jetzt nimmt Spotify Live-Audio auch in sein Hauptangebot auf.

Wie das Unternehmen gestern mitteilte, bekommt Greenroom zunächst den neuen Namen Spotify Live. Dieses Angebot wird vorerst als separate App weitergeführt werden. Parallel dazu integriert Spotify ein Live-Audio-Angebot in seine Standard-App. Hörer können sich über die Künstler- oder Podcast-Seite in einen gerade laufenden Livestream schalten. Wer über das reine Hören hinaus in die Konversation einsteigen möchte, kann von da aus zur Spotify Live-App wechseln.

Derzeit können nur ausgewählte Creator direkt auf Spotify live veröffentlichen. Alle übrigen können dazu weiter die frisch in Spotify Live umbenannte App Greenroom nutzen. Der Rollout ist im Gange, die ersten Live-Audio-Events sollen bereits heute stattfinden.

Suche nach Texten und Bildern gleichzeitig: Google stellt Multisearch vor

Bislang lässt Google seinen riesigen Datenbestand wahlweise mit Hilfe von Suchbegriffen in Schriftform oder mit Hilfe von Bildern (über die Rückwärtssuchfunktion in der Google-Bildersuche) durchforsten. Google Multisearch kombiniert jetzt die beiden Methoden.

Manches lässt sich besser zeigen als beschreiben. Über die mobile Google-App lässt sich deshalb nicht nur nach eingetippten Wörtern suchen, sondern auch nach gespeicherten oder über die Kamera erfassten Fotos.

In einem nächsten Schritt kombiniert Google diese Suchmöglichkeiten: Auf dem hauseigenen Blog stellt Produktmanagerin Belinda Zeng Google Multisearch vor. Bislang steht die Funktion nur Android- oder iOS-Nutzern in den USA, und auch nur als Beta-Version zur Verfügung, in dem o. g. Blogbeitrag lässt sich aber schon gut erkennen, wie nützlich diese Suchfunktion werden könnte:

In der mobilen Google-App tippt der Nutzer zunächst auf das Bild-Symbol im Suchfeld, und wählt anschließend ein Foto von seinem Smartphone oder richtet seine Kamera auf ein gesuchtes Motiv in seiner Umgebung. Nachdem er ein Bild ausgewählt oder aufgenommen hat, wischt er nach oben, tippt auf eine Schaltfläche “+ Add to your search”, und ergänzt die Aufnahme um eine Texteingabe.

Als Anwendungsbeispiele nennt Zeng unter anderem das Foto eines orangenfarbenen Kleides, begleitet von der Texteingabe “grün”, um ein ähnlich geschnittenes Kleid in grüner Farbe aufzuspüren, oder das Foto einer Zimmerpflanze, ergänzt um die Textsuche “Pflegeanleitung”. Wann die Funktion das Beta-Stadium verlässt und international bereitgestellt wird, war noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Amazon Amp: Nicht noch ein Clubhouse-Klon! Oder doch?

Jetzt springt auch Amazon auf den Live-Audio-Zug auf: Mit “Amp” testet der Online-Versender in den USA einen entsprechenden Dienst – vorerst, auch das eine Parallele zu den frühen Tagen von Clubhouse – nur für iOS und nur per Einladung nutzbar. Nostalgie dürfte aber aus anderen Gründen aufkommen.

Amazon beschreibt seinen neuen Dienst als Neuerfindung des Radios: Die Hosts, also die Studiomoderatoren können abwechselnd plaudern, Höreranrufe entgegen nehmen und Musik auflegen. Dabei haben nach Angaben von Amazon die freie Wahl aus einer Bibliothek von mehreren Millionen Songs.

Amazon Amp soll für Hörer wie für Hosts kostenlos sein. Der Dienst ist aber noch in Entwicklung. Nach Angaben der Verantwortlichen soll die Invite-Only-Lösung Amazon helfen, ihn noch besser auf die Bedürfnisse von Hosts und Hörern zuzuschneiden. Zu den ersten, deren Radioshows dort zu hören sein werden, gehören Künstler und Künstlerinnen wie Nicki Minaj, Pusha T, Tinashe, Lindsey Stirling, Travis Barker, Lil Yachty oder Big Boi.

Derzeit kann die zugehörige App nur über den iOS-Store in den USA heruntergeladen werden. Nutzer können sich über diese App dann auf die Warteliste setzen lassen. Zur Anmeldung benötigen Nutzer ein Konto bei Amazon.

Introducing Amp. Host your own radio show with the music you love!

So präsentierst du YouTube Shorts im Kanal

Video-Creator können jetzt ihre YouTube Shorts im Kanal prominent hervorheben. YouTube bietet in der Kanalansicht dazu jetzt einen Short Shelf. Das zeigt die neuesten Kurz-Videos des entsprechenden Kanals an.

Ruft ein Nutzer den Kanal auf, sieht er die YouTube Shorts im Kanal in einer separaten Übersicht, dem sogenannten Short Shelf.
Das Short Shelf des Kanals technisch gesehen, direkt an zweiter Stelle der “Kanalabschnittsempfehlungen”

Nachdem erst TikTok und in der Folge auch Instagram mit kurzen Hochkant-Videos einen Trend gesetzt haben, pusht auch YouTube seit einiger Zeit dieses Format. Creator können direkt aus Smartphone-App heraus Shorts aufnehmen, vertonen und auf ihren Kanal hochladen.

Grundsätzlich lassen sich die Shorts im Kanal Seite an Seite mit längeren Videos im Querformat zu Playlists anordnen. Um YouTube Shorts im Kanal hervorzuheben, ist es auch möglich, sie in einer separaten Playlist zu sammeln. Letzteres ist dank Short Shelf jetzt überflüssig geworden.

YouTuber, die bereits Shorts auf ihrem Kanal veröffentlicht haben, finden das Short Shelf auf der Kanalseite ganz unten. Über die Funktion “Kanal anpassen” (am Desktop) können die YouTuber die Position des Short Shelf variieren – auf Wunsch auch ganz nach oben.

YouTube schiebt Shorts energisch an

Dass Shorts für YouTube von enormer Bedeutung sind, lässt sich auch an einem Tweet von YouTubes Chief Product Officer Neal Mohan ablesen:

So arbeitet das Unternehmen an Möglichkeiten für die Creator, mit ihren Shorts Geld zu verdienen. Bald soll YouTube-Nutzer auch mit eigenen Shorts auf andere Shorts antworten können. Mohan kündigt daneben umfangreichere Bearbeitungsmöglichkeiten, Filter und Effekte an.

Von dem Dreikampf zwischen TikTok, Instagram und YouTube profitieren nicht zuletzt die Creator und die Marketer, die damit bisher unerreichbar geglaubte Reichweiten erzielen können.

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Search Chips: Suche im Google Drive wird effizienter

Nutzer des Cloud-Speicherdienstes Google Drive können ihre Datenbestände in Zukunft noch effizienter durchsuchen. Die “Search Chips”, die Google im November einzelnen Nutzern in einer Beta-Version präsentiert hat, stehen demnächst allen Nutzern zur Verfügung. Die Suche im Google Drive wird damit deutlich effizienter – vor allem in umfangreichen Datensammlungen.

Für die Suche im Google Drive stehen jetzt "Search Chips" zur Verfügung. Mit Hilfe einer Leiste oberhalb der Suchergebnisse kann der Anwender die Resultate filtern.
“Search Chips” nennt Google die Schaltflächen oberhalb der Resultate.

Search Chips nennt Google die Schaltflächen, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs im Drive oberhalb der Suchergebnisse erscheinen. Damit kann der Nutzer die Resultate nach verschiedenen Kriterien filtern. So lassen sich die Ergebnisse nach Speicherort und Dateityp eingrenzen, nach Personen filtern, mit denen der Inhalt geteilt wurde, oder nach dem Zeitpunkt der letzten Bearbeitung.

Insbesondere Nutzer, die im Google Drive umfangreiche Datenbestände lagern, finden so wahrscheinlich erheblich schneller ein gesuchtes Dokument. Google hat mit dem Freischalten der neuen Funktion am 15. Februar begonnen. Es kann, wie es in der Mitteilung des Unternehmens heißt, aber noch bis zu zwei Wochen dauern, bis die Search Chips bei allen Nutzern sichtbar werden. Ein Zutun der Anwender ist aber nicht erforderlich.

Wer testen möchte, ob sein Cloud-Speicher bereits die neue Funktion bietet, kann in die Suche im Google Drive einfach einen Suchbegriff eingeben und die Eingabetaste drücken. Sind die Search Chips verfügbar, erscheinen sie dann automatisch.

Zoom: Mehr Sicherheit in drei Schritten

Zoom ist zu einem der beliebtesten Videokonferenzsysteme avanciert. Doch in den Medien ist auch immer wieder von Sicherheitsproblemen die Rede.

🔒 Plane kein Zoom-Meeting, bevor du DAS gesehen hast!

Drei Schritte, mit denen du in Zoom für mehr Sicherheit sorgen kannst.

Schritt 1: Kennwörter, Warteraum, von innen abschließen

Es soll schon vorgekommen sein, dass Trolle so lange Meeting-IDs ausprobiert haben, bis sie Zugang zu einem bekommen haben. Dort haben sie dann herumgepöbelt – und schlimmeres. Dazu muss es aber nicht kommen.
Logge dich im Browser in dein Zoom-Konto ein und rufe die “Einstellungen” auf. Schalte für alle Arten von Meetings die Kennwort-Abfrage ein. Also nicht nur für geplante, sondern auch für Sofort-Meetings und solche, die du mit einer persönlichen Meeting-ID durchführst.
Damit keiner der eingeladenen Teilnehmer aus Versehen anderen den Zugang zu eurem Meeting weitergibt, deaktiviere außerdem die Option “Einbetten des Kennworts in den Meeting-Link”
Von jetzt an vergibt Zoom für jedes Meeting ein Kennwort. Ohne dieses Kennwort kann niemand am Meeting teilnehmen. So wie niemand eine verschlossene Tür ohne Schlüssel öffnen kann.
Eine Alternative oder Ergänzung dazu stellt der “Warteraum” dar. Jeder, der sich zu einem Meeting anmeldet, gelangt dann zunächst in einen Warteraum. Er kann dann erst am Meeting teilnehmen, wenn der Host ihn herein lässt. Bei einer großen Teilnehmerzahl, von denen es einige mit der Pünktlichkeit nicht so genau nehmen, ist das aber kaum praktikabel.
In kleinen, überschaubaren Meetings hast du noch eine weitere Möglichkeit, ungebetene Gäste fernzuhalten: Sind alle geplanten Teilnehmer da, klicke im Meeting auf “Teilnehmer verwalten”, dann auf die kleine Schaltfläche “mehr” und abschließend auf “Meeting sperren”. Jetzt kann niemand weiteres mehr das Meeting betreten. Auch nicht, wenn er das Kennwort hat.

Schritt 2: Sicherheit in Zoom durch klare Regeln

Bei einer großen Zahl eingeladener Teilnehmer kannst du nie zu einhundert Prozent sicher sein, dass nicht doch einer davon die Zugangsdaten samt Kennwort bei Facebook, Twitter oder in einem anderen sozialen Netzwerk veröffentlicht hat. Oder dass eingeladene Teilnehmer sich aus Spieltrieb, Ungeschick oder bösem Willen beim Meeting störend verhalten. Schütze dein Meeting mit klaren Regeln und Berechtigungen.
Logge dich auch dazu in dein Zoom-Konto ein, rufe die Einstellungen auf und schalte die “Bildschirmübertragung” ab, falls sie nicht benötigt wird. Es soll schon vorgekommen sein, dass Störer im Meeting einer Schulklasse per Bildschirmübertragung Pornos gezeigt haben.
Benötigst du die Bildschirmübertragung in deinem Meeting, dann lege fest, dass nur ein Host seinen Bildschirm übertragen kann, aber keiner der übrigen Teilnehmer. Sollen mehrere Präsentationen halten, kannst du sie zu Co-Hosts machen – dazu gleich mehr.
Eine weitere Regel: Wer fliegt, bleibt draußen. Deaktiviere dazu die Option “Entfernten Teilnehmern den erneuten Beitritt erlauben”.
Wenn es wirklich nötig ist, einen Teilnehmer aus dem Meeting zu werfen, hat der dann keine Möglichkeit, gleich wieder ins Meeting zu kommen. Bevor du jemanden endgültig aus dem Meeting wirfst, weist dich Zoom aber zur Sicherheit noch einmal auf diese Konsequenz hin.
Wem das zu drastisch ist, der hat direkt im Meeting auch die Möglichkeit, einen Teilnehmer stumm zu schalten und zu verhindern, dass dieser sein Mikrofon selbst wieder einschaltet.

Schritt 3: Ein Team aus Aufpassern

Kein Club ohne Türsteher, kein Konzert ohne Security: Besonders wenn du Meetings mit mehreren Dutzend Teilnehmern veranstaltest, verteile die Aufgaben auf mehrere Schultern. Such dir im Vorfeld ein paar besonders zuverlässige Teilnehmer, besprich mit ihnen, wie sie sich in welchen Fällen verhalten sollen, und weise ihnen im Meeting die Rolle eines Co-Host zu. Wenn sich dann ein Teilnehmer nicht benimmt oder ein ungebetener Gast herumpöbelt, stehen gleich mehrere Aufpasser parat, die für Ruhe im Meeting sorgen können.
Ein Co-Host hat grundsätzlich die gleichen Rechte wie der Host eines Meetings, kann also Teilnehmer stummschalten, aus dem Meeting werfen oder – wenn die Bildschirmfreigabe auf Hosts beschränkt ist – seinen Bildschirminhalt präsentieren.

Zoom: 5 plus 1 Tipps für den beliebten Videokonferenz-Dienst

Der Videokonferenz-Dienst Zoom ist zu einem der beliebtesten seiner Art avanciert und hat seinen Konkurrenten von Microsoft (Skype) und Google (Hangouts) den Rang abgelaufen. Der Dienst ist stabil auch bei einer großen Teilnehmerzahl, selbst von technischen Laien einfach zu bedienen, bietet Software für Windows, Mac, Android und iOS. Hier fünf plus eins Tipps für Videokonferenzen mit Zoom:

Alle Tipps im Video:

💻 Mit diesen 5+1 Tipps beherrschst du Zoom besser als 98% aller Nutzer!

Tipp 1: Mikrofon ein- und ausschalten, ganz einfach

Wenn sehr viele gleichzeitig an einer Videokonferenz mit Zoom teilnehmen, ist es am besten, wenn alle, die gerade nichts zu sagen haben, ihre Mikrofone stumm geschaltet lassen, und sie erst einschalten, unmittelbar bevor sie sich zu Wort melden.

Mit der Maus ist das aber eine umständliche Klickerei: Mauszeiger finden, damit übers Mikrofon fahren, drauf klicken, reden, nochmal draufklicken. Viel einfacher geht’s mit der Leertaste:

Wenn du einen kurzen Kommentar geben möchtest, halte die Leertaste gedrückt, so lange du sprichst. Sobald du sie loslässt, ist dein Mikrofon wieder stumm.

Willst du etwas länger sprechen, drücke stattdessen die Tastenkombination ALT + A, um das Mikrofon einzuschalten. Drücke danach nochmal ALT+A, um es wieder abzuschalten.

Tipp 2: Auch bei ausgeschalteter Kamera Gesicht zeigen

Wenn du in Videokonferenzen mit Zoom nicht immer deine Kamera einschalten möchtest – vielleicht, weil du dir gerade Kaffee über das Hemd gekleckert hast -, aber auch in solchen Situationen Gesicht zeigen willst, dann erstelle ein kostenloses Basis-Konto bei Zoom. Bearbeite dann dein Profil und lade ein Selfie hoch, auf dem du so aussiehst, wie du gern gesehen werden möchtest.

Klicke dazu auf der Zoom-Website auf “Profil”, dann auf das graue Kopf-Symbol. Im nächsten Schritt klickst du auf “Hochladen”, suchst ein passendes Foto von deinem PC aus und ziehst dir mit der Maus den Ausschnitt zurecht, den du anzeigen lassen möchtest.

Wenn du in Zukunft deine Kamera in Zoom abschaltest, erscheint dann das ausgewählte Foto anstelle deines Kamerabildes.

Tipp 3: Wenn dein Wohnzimmer nicht aufgeräumt ist

Wenn du deine Umgebung gerade lieber niemandem zeigen möchtest, wechsle am besten den Hintergrund. Klicke auf den aufwärts gerichteten Pfeil neben der Kamera und dann auf “Wählen Sie einen virtuellen Hintergrund”. Such dir danach einen der Hintergründe aus, die Zoom dir anbietet, oder wähle ein Video oder ein Foto, das du auf deinem PC hast.

Achtung: Das funktioniert am besten bei einer hellen, gleichmäßigen Beleuchtung. Sonst passiert es leicht, dass Teile deines Körpers oder deiner Frisur vom virtuellen Hintergrund verschluckt werden.

Tipp 4: Digitale Hautpflege

Lässt deine Notebook-Kamera dich ganz schön alt aussehen? Zoom bietet eine digitale Verjüngungskur. Tippe, wie eben gezeigt, auf den aufwärts gerichteten Pfeil neben der Kamera und dann auf Videoeinstellungen. Im dann erscheinenden Dialog setzt du ein Häkchen bei “Mein Erscheinungsbild retuschieren”.

Ab sofort wirkt deine Haut wesentlich glatter. Von jetzt an siehst du so jung aus, wie du dich fühlst.

Tipp 5: Gemeinsam Musik hören

Mit Zoom kannst du auch mit anderen Konferenzteilnehmern gemeinsam Musik hören. Starte dazu die Musik, die ihr hören wollt, zunächst auf deinem PC. Wechsle dann zurück zur Zoom-Konferenz und klicke auf die große Schaltfläche unten in der Mitte “Bildschirm freigeben”. Im nächsten Dialogfenster wählst du den Reiter “Erweitert” und dann “Nur Computerton”. Klicke danach auf “Teilen”. Die Musik von deinem PC ist auf allen mit der Konferenz verbundenen Geräten zu hören.

Bonus-Tipp: Schick deinen Klon ins Meeting

Vorsicht: Wenn du diesen Tipp in beruflichen Videokonferenzen mit Zoom in die Tat umsetzt, kann dich das eventuell den Job, sehr wahrscheinlich aber die nächste Beförderung kosten – falls du erwischt wirst. Aber weil du ein verantwortungsbewusster Erwachsener bist, der weiß, was sich gehört, erzähle ich ihn dir trotzdem:

Nimm zunächst, zum Beispiel mit deinem Smartphone, ein Video aus der selben Perspektive auf, aus der du auch bei einem Meeting in die Kamera schaust. Blicke aufmerksam in die Kamera, nicke von Zeit zu Zeit zustimmend – eine Minute sollte reichen.

Dann verwende diese Aufnahme als virtuellen Hintergrund, wie in Tipp 3 beschrieben. Bei der nächsten motivierenden Rede deines Chefs fällst du durch höchste Aufmerksamkeit auf – auch wenn du tatsächlich währenddessen ein Nickerchen machst.

Aber Achtung: Spätestens wenn er dich direkt anspricht, bemerkt dein Chef die Schummelei. Chefs, die bei Besprechungen grundsätzlich nicht mehr als ein zustimmendes Nicken erwarten, dürften mit deinem digitalen Alter Ego aber zufrieden sein.

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Virtuelle Drohnenflüge mit Google Earth Studio

“Der genaueste Globus der Welt”, so beschreibt Google seine digitale 3D-Weltkarte Google Earth. Mit Google Earth Studio (Tutorial unten im Video) kannst du diese Karte nutzen, um virtuelle Kamerafahrten aus der Vogelperspektive aufzuzeichnen. Google Earth Studio erfordert keinen Download, setzt allerdings ein Windows-Betriebssystem voraus.

Über Position, Kameraperspektive und Höhe errechnet das Online-Tool die exakten Ansicht für jedes Einzelbild auf einem vorgegebenen Pfad. Besonders spektakuläre Ergebnisse erhältst du von Städten und Regionen, für die bereits 3D-Modelle in Google Earth existieren. Zu den “3D-Cities” gehören etwa Paris, New York oder Rom. Google Earth Studio ist kostenlos und derzeit noch in der Beta-Phase. Wer das Animationswerkzeug nutzen möchte, muss auf der Website ein paar Fragen beantworten. Dann bekommt er in der Regel kurz darauf das Go.

Viele der Berechnungen finden direkt im Browser statt, weshalb Google Earth Studio die Verwendung einer aktuellen Version des Google Chrome voraussetzt. Auch die Bandbreite der jeweils genutzten Internetverbindung ist für den Erfolg der Berechnung ausschlaggebend.

Als Resultat liefert das Online-Tool keine sofort nutzbare Videodatei, sondern eine der vorgegebenen Länge entsprechende Anzahl an JPG-Dateien. Mit einer Videoschnittsoftware wie Adobe After Effects, aber auch mit dem in der Grundversion kostenlosen Lightworks kannst du diese Fotos zu einer Animation – also einer virtuellen Kamerafahrt – verknüpfen.

Google Earth Studio Tutorials

🌍 Google Earth Studio Tutorial: Die Welt von oben, erste Schritte [How To]

Das Flugzeug im oben gezeigten Video ist allerdings kein Bestandteil des Tools. Ich habe es über mein Videoschnittprogramm nachträglich in die virtuellen Luftaufnahmen eingefügt. Gegen Ende des Videos siehst du auch den Unterschied zwischen den in 3D verfügbaren Orten und dem noch in gutem alten 2D gehaltenen kleinen Ort, an dem ich aus dem Flugzeug steige.

🏯 Google Earth Studio Tutorial: 🎥 Gebäude umkreisen per Kameraziel [How To]

Das obige Video zeigt, wie du ein “Kameraziel” dazu nutzen kannst, Gebäude oder Landschaftsmerkmale mit der virtuellen Kamera zu umkreisen.

🌞 🌘 Google Earth Studio Tutorial: Tageszeit und Lichtverhältnisse anpassen [How To]

Und hier erfährst du, wie du in den Animationen die Tageszeit anpassen oder Zeit vergehen lassen kannst.

Im folgenden Video habe ich Earth Studio genutzt, um die Stationen zu überfliegen, an die Dan Brown seinen Protagonisten im Roman “Illuminati” schickt – wie in o. g. Video erläutert, in der Reihenfolge, die Dan Brown auch in seinem Roman aufführt.

👁 Auf den Spuren der Illuminati - mit Dan Brown und Google Earth Studio

Google Earth Studio in der Kurzübersicht

  • Virtuelle Kamerafahrten aus Vogelperspektive möglich
  • Kein Download erforderlich, Windows-Betriebssystem vorausgesetzt
  • Online-Tool berechnet exakte Ansichten für Einzelbilder
  • Besonders spektakulär bei Städten mit 3D-Modellen
  • Viele Berechnungen direkt im Browser
  • Liefert Anzahl an JPG-Dateien statt Videodatei

Flesch: Wie Sie die Lesbarkeit Ihrer Texte messen können

Je länger der Satz, und je länger seine Wörter, desto schwerer fällt es dem Leser, ihn zu verstehen. Die wenigsten Autoren werden das bestreiten. Doch wie lang ist zu lang? Wie einfach darf ich es andererseits meinem Leser machen, ohne befürchten zu müssen, er fühle sich nicht für voll genommen?

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von Methoden, um Lesbarkeit – unabhängig vom Inhalt – zu berechnen. Der bekannteste ist der Flesch Reading Ease, auch Flesch-Grad genannt. Aus der mittleren Satzlänge und der mittleren Wortlänge eines Textes kann ein Autor (oder sein Computer) diesen Index errechnen.

Die (von Toni Amstad für die deutsche Sprache angepasste) Formel lautet:

Flesch-Grad = 180 – mittlere Satzlänge – (58,5 x mittlere Silbenzahl pro Wort)

Neben dem Flesch Reading Ease gibt es noch eine Reihe weiterer Formeln zur Lesbarkeit. Im deutschsprachigen Raum bekannt ist unter anderem die Wiener Sachtextformel. Sie berücksichtigt ebenfalls Satz- und Wortlängen, die Anzahl der Silben pro Wort und außerdem noch die Anteile unterschiedlich langer Wörter im Text. Als Resultat liefert sie die Schulklassenstufe, für die ein Sachtext geeignet sein soll.

Vergleichen Sie diese beiden Sätze, und beobachten Sie, wie sich die Bewertungen verändern, sobald Sie die Texte bearbeiten (oder Ihre eigenen Texte ausprobieren):

Natürlich sind diese Beispiele bewusst plakativ gewählt. Neben Silbenzahl und Satzlänge hängt die Lesbarkeit von vielen weiteren Faktoren ab. Lesbarkeit und Lesegenuss sind überdies zwei verschiedene paar Schuhe: Dem Leser mag es genügen, dass “Pflanzen” am Schauplatz eines Textes blühen. Das Bild in seinem Kopf gewinnt aber an Farbe und Struktur, wenn er von “Ackerschachtelhalmen und Schwertlilien” lesen darf.

Wer einen Text aber nur schnell auf überlange Sätze und Wörter durchsehen und den von Rudolf Flesch entwickelten Flesch-Grad ermitteln will, kann das künftig auf dieser Website tun: Unter Know How/Lesbarkeits-Test oder mit Hilfe der beiden Textfelder oben.

Deutsche entdecken Podcasts für sich

Mehr als jeder fünfte Bundesbürger hört Podcasts. Das hat eine repräsentative Umfrage des BITKOM ergeben, für die die Meinungsforscher des Verbandes 1006 Personen zu diesem Thema befragten.

Podcasts, per Feed abonnierbare Audio- oder audiovisuelle Medien, gibt es bereits seit dem Jahr 2000, diesen Namen (angelehnt an Apples Medienplayer iPod) tragen sie seit dem Jahr 2004. Während Podcasts in den USA bereits früh relativ populär wurden, sind sie in Deutschland erst in den letzten paar Jahren auf allgemeines Interesse gestoßen.

Podcasts
Ergebnisse einer Studie von Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM (Grafik: BITKOM)

So dürften sich viele Hörer erstmals näher mit Podcasts beschäftigt haben, nachdem die regelmäßige Radiosendung Sanft und Sorgfältig mit Olli Schulz und Jan Böhmermann eingestellt worden war, und unter dem Titel Fest und Flauschig ihre Fortsetzung als Podcast bei Spotify fand.

Breites Themenspektrum in Podcasts

Inzwischen betreiben etliche Online-Medien Podcasts als Teil ihres Angebots. So etwa die Zeit mit

und noch einigen Serien mehr.

Bei Spiegel Online sind die Titel

oder der Podcast von

als Hörstücke abonnierbar.

Eine von solchen Leitmedien unabhängige Podcastschmiede ist Viertausendhertz. Dort finden sich unter anderem

oder

  • Systemfehler

Der nach wie vor international wichtigste Katalog ist die Podcast-Rubrik im iTunes-Store. Wer nicht ausschließlich in Walled Gardens wie Spotify publiziert, kann über diesen Katalog ein riesiges Publikum erreichen.

Dass dieses Format hierzulande erst in den letzten Jahren den Durchbruch geschafft hat, könnte der Studie zufolge auch etwas mit der Verbreitung von Smartphones zu tun haben: Drei von vier Nutzern hören die Audio-on-Demand-Angebote auf ihren Mobiltelefonen.

Thematisch liegen Nachrichten und Politik ganz vorn in der Gunst der Podcast-Hörer. Mehr als jeder dritte hört Comedy als Podcasts, und immerhin noch fast jeder fünfte unter den Hörern informiert sich über damit über Technologie- und Gesundheitsthemen. Mit der wachsenden Zahl von Podcast-Hörern haben aber auch Nischenthemen – seit jeher bei Podcast-Machern beliebt – eine Chance, auf einige offene Ohren zu stoßen.

Podcasts: Bei Hörern beliebte Themen
(Grafik: Statista, Daten: Bitkom Research)