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Bitkom-Umfrage -
Homeoffice auch nach Ende der Pandemiemaßnahmen gefragt

Wie eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, nutzen noch rund zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die diese Möglichkeit haben, das Homeoffice vollständig oder teilweise. Im letzten Jahr waren es noch drei Viertel.

Interessanterweise ist die Zahl derjenigen, denen ihr Arbeitgeber diese Möglichkeit einräumt, ist sogar leicht gestiegen. Fast zwei Drittel der Beschäftigten (64 Prozent) haben diese Option. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 425 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Homeoffice als Wettbewerbsfaktor

Laut Bitkom-Präsident Achim Berg möchten eine breite Mehrheit der Erwerbstätigen ihren Arbeitsort flexibel wählen können, um zwischen Homeoffice, Büro und anderen Orten zu wechseln. Für Unternehmen sei dies angesichts des massiven Fachkräftemangels ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Hybride Arbeitsmodelle können zu einer besseren Work-Life-Balance, höherer Motivation und Produktivität beitragen.

Diejenigen, die nur gelegentlich oder gar nicht im Homeoffice arbeiten, möchten vor allem wieder mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Kaffeeküche plaudern, und mehr als ein Drittel möchte dies wieder vor Ort und nicht mehr nur virtuell tun. Ein weiteres Drittel möchte Berufliches und Privates stärker trennen.

Als weitere Gründe nannten die Befragten eine langsame oder fehleranfällige Internetverbindung, eine starke Präsenzkultur in den Unternehmen, zu häufige Ablenkung durch Familie oder Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie das Fehlen eines richtigen Arbeitsplatzes zu Hause.

Nur Instagram legt zu: Meta-Dienste WhatsApp und Facebook verlieren Nutzer

Die vom Meta-Konzern angebotenen Dienste WhatsApp und Facebook haben in Deutschland seit 2019 etliche Nutzer eingebüßt. Einzig Instagram konnte regelmäßige Nutzer hinzu gewinnen. Das zeigt eine Umfrage des Statista Global Consumer Survey.

Die gute Nachricht für Mark Zuckerberg: Viele Entscheidungen des Meta-Konzerns zu Instagram kommen gut an. Der Anteil regelmäßiger Nutzer legte in Deutschland von 2019 (38 Prozent) um 22 Prozentpunkte auf 60 Prozent zu. Neben einigen Änderungen bei den Stories und einem Zurückfahren der Aktivitäten rund um IGTV dürfte das vor allem den Reels geschuldet sein, mit denen Meta ein Gegenangebot zur äußerst erfolgreichen Plattform TikTok aufgebaut hat.

Die schlechte Nachricht für Mark Zuckerberg: So viele Prozentpunkte, wie Instagram zugelegt hat, haben WhatsApp und Facebook gemeinsam verloren – trotz einer Reihe neuer Funktionen und, was Facebook betrifft, einer stärkeren Fokussierung auf Video-Inhalte. Bei den 18-29 Jährigen sind sogar nur noch rund die Hälfte der Befragten regelmäßig bei Facebook unterwegs.

Die Meta-Dienste WhatsApp und Facebook verzeichnen seit 2020 in jeden Jahr einen Rückgang der aktiven Nutzer (Grafik: Statista)

Die Gründe für die rückläufige Nutzung von WhatsApp und Facebook dürften vielfältig sein. So gibt es zum Messenger WhatsApp inzwischen eine ganze Reihe von Alternativen, während bei Facebook die direkte Kommunikation mit anderen Nutzern zunehmend unerfreulicher wird. Das letztgenannte Problem ist zwar ein gesellschaftliches, und betrifft in der einen oder anderen Form alle Meta-Dienste (ebenso wie die Dienste der Wettbewerber). Mit seinem inkonsequenten und wenig transparenten Umgang mit Hass auf seiner Plattform dürfte Facebook aber so manche Nutzer vergrault haben.

Umfrage: Gedruckte Bücher weiter deutlich beliebter als E-Books

Ressourcenverbrauch hin, Gewicht und Platzbedarf her, das E-Book fasst hierzulande nur schwer Fuß. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage von YouGov und Statista. Die Marktforscher befragten dazu im April 2022 insgesamt 2.035 Personen ab 18 Jahren nach ihren Lesegewohnheiten. Klarer Sieger: Gedruckte Bücher.

Gefragt wurden die Teilnehmer, ob sie eher gedrückte Bücher oder eher E-Books lesen würden. Für die gedruckten Bücher entschieden sich 52 Prozent der Befragten, während nur 14 Prozent E-Books den Vorzug gaben. Zwanzig Prozent – immerhin also jeder Fünfte – gaben an, überhaupt keine Bücher zu lesen.

Die Ergebnisse der Umfrage spiegeln sich auch in den Verkaufszahlen wieder. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels beziffert den Anteil von E-Book-Verkäufen am Gesamtumsatz auf rund sechs Prozent im Jahr 2021.

Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Einen Ausreißer lieferte lediglich das erste Quartal des Jahres 2021. Der Absatz von E-Books kletterte Anfang 2021 um 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bemerkenswert: Die Zahl der Käufer ging in diesem Zeitraum sogar leicht zurück. Eine sinkende Zahl von Kunden kauften – im Lockdown – also eine größere Zahl von E-Books.

E-Books bleiben vorerst also in der Nische, die “Holzmedien”, gedruckte Bücher sind für die große Mehrzahl der Leser erste Wahl – trotz ihres Gewichts und der zu ihrer Herstellung benötigten Ressourcen.

Elon Musk startet Umfrage: Kommt jetzt der Edit-Button für Twitter?

Einen Edit-Button für Twitter fordern Nutzer seit Bestehen des Microblogging-Dienstes. Der könnte vielleicht bald Wirklichkeit werden. Darauf deutet zumindest eine Umfrage hin, die Elon Musk heute auf Twitter gestartet hat.

In der vergangenen Woche hatte Elon Musk überraschend rund 9 Prozent der Anteile an dem Kurznachrichtendienst erworben. Das Ergebnis der Umfrage könnte daher mehr als nur ein aktuelles Stimmungsbild liefern. Bei Abfassung dieser Meldung votierten knapp drei Viertel aller Umfrageteilnehmer für einen Edit-Button für Twitter.

Erst einige Tage zuvor hatte es auf dem offiziellen Twitter-Kanal des Netzwerks selbst eine solche Meldung gegeben:

https://twitter.com/Twitter/status/1509951255388504066

Die sorgte allerdings bei den meisten Nutzern nur kurz für Aufsehen, bis sie das Veröffentlichungsdatum, den 1. April, realisierten.

Die Forderung nach einem Edit-Button hatten die Verantwortlichen im Hause Twitter bis dato mit der Begründung abgelehnt, damit ließe sich die Aussage eines Tweets nachträglich in ihr Gegenteil verkehren. So ließe sich auf Twitter nicht mehr sinnvoll diskutieren und auch Retweets seien dann nicht mehr möglich, ohne befürchten zu müssen, dass die Twitterer die so gewonnene Reichweite nutzten, um später eine ganz andere Botschaft zu twittern. Bislang ist die einzige Möglichkeit, einen bereits gesendeten Tweet zu korrigieren, die, ihn komplett zu löschen.

Das ist auch Gegenstand der Diskussion unter dem Tweet mit der Umfrage. Im Gespräch ist dort unter anderem ein Edit-Button, der sich nur einige Minuten nach dem Absenden des Tweets nutzen lässt. Immerhin Rechtschreibfehler ließen sich so korrigieren, ohne einen neuen Tweet abzusetzen.

Totale Zensur – weil eine Million Rüpel zuviel sind!

Eine Kommentarfunktion wird es auf NetKnowHow.de vorläufig nicht geben. Nach einer Befragung der Leser, von denen die Hälfte für, die andere gegen eine solche Funktion war, habe ich mich (widerruflich) dagegen entschieden. Schweren Herzens, aber aus guten Gründen:

Wie der ARD-ZDF-Onlinestudie 2016 zu entnehmen ist, nutzen hierzulande rund 58 Millionen Menschen das Internet. Bei einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW gaben ein Prozent der deutschen Internetnutzer an, bereits selbst einen Hasskommentar verfasst zu haben, und zwei Prozent bekannten sich dazu, auf einen Hasskommentar geantwortet zu haben, um diesen zu unterstützen. Es gibt also allein in Deutschland mindestens 1.160.000 verbale Gewalttäter – und das sind nur die Einsichtsfähigen.

Und: Praktisch jedes Thema kann verbale Gewaltorgien auslösen. Es reicht schon ein Kommentar zu erwachsenen Skateboardfahrern, um sich übelste Beleidigungen, bis hin zu Mord- und Vergewaltigungsaufrufen, einzuhandeln. Ganz so üble eigene Erfahrungen habe ich noch nicht gemacht (okay, ich habe mal eine Gruppe von Fans einer Rechtsrock-Band gefragt, warum sie, bei aller Vaterlandsliebe, so verächtlich mit der deutschen Rechtschreibung umgehen – das Echo war wie zu erwarten, verhallte aber schnell wieder), aber ich lege auch nicht wirklich Wert darauf.

Dazu kommt: NetKnowHow.de ist eine Ein-Mann-Show. Wenn ich im Urlaub bin oder tief in anderen Projekten stecke, oder schlicht keine Lust habe, blieben die Kommentare unmoderiert. Das hieße, sie entweder für diese Zeit in der Warteschleife zu belassen, oder das Risiko verbaler Gewaltakte einzugehen. Das erstere wäre für die anständigen Kommentatoren frustrierend, das letztere könnten Rüpel als Einladung verstehen.

Letzter und egoistischster Grund: Ich will diese Arbeit nicht leisten. Kommentare zu moderieren heißt eben nicht nur, einen sachlichen Diskurs zu begleiten. Sachlicher Diskurs braucht nur sehr wenig Moderation. Aber Beleidigungen, Bedrohungen, Hetze und andere verbale Gewalt sind Dinge, von denen ich so wenig wie möglich in meinem Leben haben möchte. 98 Prozent der Internetnutzer sind zu sachlichem Diskurs fähig. Leider reicht das nicht.

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Medien-Trendmonitor 2017: Journalisten sorgen sich um Glaubwürdigkeit und ignorante Pressesprecher

Die Haltung von Journalisten zu ihrer Arbeit stand im März 2017 im Mittelpunkt einer Online-Befragung, für die news aktuell und Faktenkontor insgesamt 1.740 Journalisten gewinnen konnten. Jetzt haben die Initiatoren die Ergebnisse im Medien-Trendmonitor 2017 vorgestellt.

Eine absolute Mehrheit von 57 Prozent zählte den Faktor Glaubwürdigkeit zu den drei größten Herausforderungen des gegenwärtigen Journalismus, gefolgt von Fake News und der Sorge um die journalistische Unabhängigkeit, die je 29 Prozent der Befragten nannten. Genervt sind Journalisten aber nicht nur von Lügenpresse-Rufen: Mehr als die Hälfte der befragten Medienmacher ärgern sich am meisten, wenn Kommunikationschefs auf Anfragen nicht reagieren. Deutlich weniger Kopfzerbrechen bereitet Journalisten gegenwärtig der Roboter-Journalismus: Von acht Prozent der Befragten genannt, nimmt er den vorletzten Platz unter den Herausforderungen ein.

Im guten Mittelfeld rangiert die Sorge um digitale Erlöse, die immerhin jeder vierte Journalist nannte. Rund 42 Prozent der Befragten favorisieren ein Freemium-Modell, bei dem die Leser nur für einen Teil der Beiträge zur Kasse gebeten werden. Allerdings sind 18 Prozent inzwischen der Meinung, mit Paid Content seien keine maßgeblichen Gewinne zu erwirtschaften.

Ein gespaltenes Verhältnis bescheinigt der Medien-Trendmonitor den Journalisten beim Einsatz von Social Media: Noch immer verzichten neun Prozent gänzlich auf soziale Netzwerke, 55 Prozent setzen sie hauptsächlich zur Recherche ein, und jeweils knapp die Hälfte der Befragten gab an, dort andere Journalisten (49 Prozent) und Politiker (48 Prozent) zu beobachten. Kaum eine Bedeutung für Journalisten hat Snapchat: Während nur zwei Prozent angaben, Snapchat regelmäßig bei der Arbeit zu nutzen, nannten satte 68 Prozent Facebook. Auch nur noch jeder vierte Journalist nutzt das Business-Netzwerk Xing regelmäßig.

Umfrage: Bundesbürger wollen Meldesystem, Lösch- und Sperrpflichten

Falschmeldungen, die bewusst gestreut werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren, stoßen in Deutschland auf wenig Gegenliebe: Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalbranchenverbands Bitkom unter 1.009 Personen ab 14 Jahren.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/umfrage-fake-news.jpg” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista auf Basis einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom” captionposition=”left” revealfx=”off”]

Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich darin für ein hartes Durchgreifen aus: 88 Prozent wünschen sich eine Möglichkeit, Betreiber sozialer Netzwerke auf Falschmeldungen hinzuweisen, 87 Prozent erwarten von den Betreibern selbst strengere Prüfungen und bei Bedarf ein zeitnahes Löschen, und deutliche 91 Prozent schließen sich der Forderung an, notorische Verbreiter von Fake News zu sperren. Die Notwendigkeit, vor dem Löschen von Beiträgen einen richterlichen Beschluss einzuholen, sieht dagegen nicht einmal jeder vierte Umfrageteilnehmer, und gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer stimmt der Aussage zu, eine Demokratie müsse Falschmeldungen aushalten können.