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Vorstellungsgespräche trainieren: Google stellt ‘Interview Warmup’ vor

Ein KI-basiertes Online-Tool, mit dessen Hilfe sich Vorstellungsgespräche trainieren lassen, bietet Google mit Interview Warmup. Wer sich demnächst den Fragen eines Arbeitgebers in Spe stellen muss, kann sich damit auf diese stressreiche Situation vorbereiten. Vorerst aber wohl nur in englischer Sprache.

Interview Warmup stellt Job-Aspiranten eine Reihe von typischen Fragen und transkribiert in Echtzeit die per Mikrofon aufgezeichneten Antworten. Mit Hilfe von Mustererkennung macht das Tool anschließend auf sprachliche Eigenheiten aufmerksam, und analysiert, über welche Inhalte – etwa Erfahrungen, Fähigkeiten und Ziele – die Trainierenden in welchen Anteilen sprechen.

Google weist allerdings darauf hin, dass Interview Warmup die Antworten nicht bewertet. Wer das Tool nutzt, um damit für Vorstellungsgespräche zu trainieren, erfährt dennoch eine Menge über sich selbst, seine Art, sich zu präsentieren und die Schwerpunkte, die er in seinen Antworten eventuell unbewusst setzt. So erhalten Bewerber die Möglichkeit, an ihrer Selbstvermarktung zu feilen und gelassener in die eigentlichen Gesprächssituationen zu gehen.

Google hat Interview Warmup für Nutzer entwickelt, die ein Google Career Certificate anstreben und enthält deshalb eine Reihe von Fragen, die auf die dabei vermittelten Inhalte abzielen. Es lässt sich aber von Jedermann und -frau nutzen und umfasst auch einen großen Bereich genereller Fragen. Wer dabei nach eigenem Empfinden nicht gut abgeschnitten hat, kann das Training (mit den selben oder neuen Fragen) beliebig oft wiederholen.

Suche nach Texten und Bildern gleichzeitig: Google stellt Multisearch vor

Bislang lässt Google seinen riesigen Datenbestand wahlweise mit Hilfe von Suchbegriffen in Schriftform oder mit Hilfe von Bildern (über die Rückwärtssuchfunktion in der Google-Bildersuche) durchforsten. Google Multisearch kombiniert jetzt die beiden Methoden.

Manches lässt sich besser zeigen als beschreiben. Über die mobile Google-App lässt sich deshalb nicht nur nach eingetippten Wörtern suchen, sondern auch nach gespeicherten oder über die Kamera erfassten Fotos.

In einem nächsten Schritt kombiniert Google diese Suchmöglichkeiten: Auf dem hauseigenen Blog stellt Produktmanagerin Belinda Zeng Google Multisearch vor. Bislang steht die Funktion nur Android- oder iOS-Nutzern in den USA, und auch nur als Beta-Version zur Verfügung, in dem o. g. Blogbeitrag lässt sich aber schon gut erkennen, wie nützlich diese Suchfunktion werden könnte:

In der mobilen Google-App tippt der Nutzer zunächst auf das Bild-Symbol im Suchfeld, und wählt anschließend ein Foto von seinem Smartphone oder richtet seine Kamera auf ein gesuchtes Motiv in seiner Umgebung. Nachdem er ein Bild ausgewählt oder aufgenommen hat, wischt er nach oben, tippt auf eine Schaltfläche “+ Add to your search”, und ergänzt die Aufnahme um eine Texteingabe.

Als Anwendungsbeispiele nennt Zeng unter anderem das Foto eines orangenfarbenen Kleides, begleitet von der Texteingabe “grün”, um ein ähnlich geschnittenes Kleid in grüner Farbe aufzuspüren, oder das Foto einer Zimmerpflanze, ergänzt um die Textsuche “Pflegeanleitung”. Wann die Funktion das Beta-Stadium verlässt und international bereitgestellt wird, war noch nicht in Erfahrung zu bringen.

Search Chips: Suche im Google Drive wird effizienter

Nutzer des Cloud-Speicherdienstes Google Drive können ihre Datenbestände in Zukunft noch effizienter durchsuchen. Die “Search Chips”, die Google im November einzelnen Nutzern in einer Beta-Version präsentiert hat, stehen demnächst allen Nutzern zur Verfügung. Die Suche im Google Drive wird damit deutlich effizienter – vor allem in umfangreichen Datensammlungen.

“Search Chips” nennt Google die Schaltflächen oberhalb der Resultate.

Search Chips nennt Google die Schaltflächen, die nach der Eingabe eines Suchbegriffs im Drive oberhalb der Suchergebnisse erscheinen. Damit kann der Nutzer die Resultate nach verschiedenen Kriterien filtern. So lassen sich die Ergebnisse nach Speicherort und Dateityp eingrenzen, nach Personen filtern, mit denen der Inhalt geteilt wurde, oder nach dem Zeitpunkt der letzten Bearbeitung.

Insbesondere Nutzer, die im Google Drive umfangreiche Datenbestände lagern, finden so wahrscheinlich erheblich schneller ein gesuchtes Dokument. Google hat mit dem Freischalten der neuen Funktion am 15. Februar begonnen. Es kann, wie es in der Mitteilung des Unternehmens heißt, aber noch bis zu zwei Wochen dauern, bis die Search Chips bei allen Nutzern sichtbar werden. Ein Zutun der Anwender ist aber nicht erforderlich.

Wer testen möchte, ob sein Cloud-Speicher bereits die neue Funktion bietet, kann in die Suche im Google Drive einfach einen Suchbegriff eingeben und die Eingabetaste drücken. Sind die Search Chips verfügbar, erscheinen sie dann automatisch.

Jetzt offiziell: Chrome OS für PC und Mac

Mit Chrome OS Flex macht Google jetzt ganz offiziell sein browserbasiertes Betriebssystem Chrome OS für PC und Mac verfügbar. Das Betriebssystem stellt bescheidene Anforderungen an die Hardware des Gerätes, da es vor allem cloudbasierte Lösungen nutzt – etwa Googles Office-Suite Docs, sowie andere im Browser nutzbare Anwendungen.

Bislang gab es Chrome OS offiziell allerdings nur auf den eigens dafür hergestellten Chromebooks. Allerdings hat der Drittanbieter Neverware schon vor einigen Jahren den Open-Source-Kern von Chrome OS so angepasst, dass dieser auf PCs und Macs genutzt werden konnte. Diesen Anbieter hat Google Ende 2020 übernommen und das von ihm angepasste Chrome-Betriebssystem Cloudready weiterentwickelt.

Nutzer, die derzeit auf ihren Geräten Cloudready einsetzen, sollen ein Upgrade auf Chrome OS Flex erhalten, sobald eine stabile Version verfügbar wird. Das Chrome OS für PC und Mac wird sich allerdings in Nuancen auch in Zukunft von dem unterscheiden, das auf dedizierten Chromebooks läuft. So werden bestimmte Sicherheitsfunktionen nicht nutzbar sein, der Zugriff auf einige Hardware-Ports (etwa Firewire) bleibt verwehrt. Bedauern werden einige Nutzer sicher auch, dass das Chrome OS für PC und Mac kein Android-Apps zulässt, und auch keinen Zugriff auf den Google Play Store bietet.

Neugierige können Chrome OS Flex ab sofort testen: Über Chromeenterprise können Nutzer die Daten herunterladen und damit einen bootfähigen USB-Stick generieren. Mit dem lässt sich das Google-Betriebssystem zunächst unaufwändig testen, und auf Wunsch anschließend auf dem Ziel-PC oder -Mac installieren.

Virtuelle Drohnenflüge mit Google Earth Studio

“Der genaueste Globus der Welt”, so beschreibt Google seine digitale 3D-Weltkarte Google Earth. Mit Google Earth Studio (Tutorial unten im Video) kannst du diese Karte nutzen, um virtuelle Kamerafahrten aus der Vogelperspektive aufzuzeichnen. Google Earth Studio erfordert keinen Download, setzt allerdings ein Windows-Betriebssystem voraus.

Über Position, Kameraperspektive und Höhe errechnet das Online-Tool die exakten Ansicht für jedes Einzelbild auf einem vorgegebenen Pfad. Besonders spektakuläre Ergebnisse erhältst du von Städten und Regionen, für die bereits 3D-Modelle in Google Earth existieren. Zu den “3D-Cities” gehören etwa Paris, New York oder Rom. Google Earth Studio ist kostenlos und derzeit noch in der Beta-Phase. Wer das Animationswerkzeug nutzen möchte, muss auf der Website ein paar Fragen beantworten. Dann bekommt er in der Regel kurz darauf das Go.

Viele der Berechnungen finden direkt im Browser statt, weshalb Google Earth Studio die Verwendung einer aktuellen Version des Google Chrome voraussetzt. Auch die Bandbreite der jeweils genutzten Internetverbindung ist für den Erfolg der Berechnung ausschlaggebend.

Als Resultat liefert das Online-Tool keine sofort nutzbare Videodatei, sondern eine der vorgegebenen Länge entsprechende Anzahl an JPG-Dateien. Mit einer Videoschnittsoftware wie Adobe After Effects, aber auch mit dem in der Grundversion kostenlosen Lightworks kannst du diese Fotos zu einer Animation – also einer virtuellen Kamerafahrt – verknüpfen.

Google Earth Studio Tutorials

Das Flugzeug im oben gezeigten Video ist allerdings kein Bestandteil des Tools. Ich habe es über mein Videoschnittprogramm nachträglich in die virtuellen Luftaufnahmen eingefügt. Gegen Ende des Videos siehst du auch den Unterschied zwischen den in 3D verfügbaren Orten und dem noch in gutem alten 2D gehaltenen kleinen Ort, an dem ich aus dem Flugzeug steige.

Das obige Video zeigt, wie du ein “Kameraziel” dazu nutzen kannst, Gebäude oder Landschaftsmerkmale mit der virtuellen Kamera zu umkreisen.

Und hier erfährst du, wie du in den Animationen die Tageszeit anpassen oder Zeit vergehen lassen kannst.

Im folgenden Video habe ich Earth Studio genutzt, um die Stationen zu überfliegen, an die Dan Brown seinen Protagonisten im Roman “Illuminati” schickt – wie in o. g. Video erläutert, in der Reihenfolge, die Dan Brown auch in seinem Roman aufführt.

Google Earth Studio in der Kurzübersicht

  • Virtuelle Kamerafahrten aus Vogelperspektive möglich
  • Kein Download erforderlich, Windows-Betriebssystem vorausgesetzt
  • Online-Tool berechnet exakte Ansichten für Einzelbilder
  • Besonders spektakulär bei Städten mit 3D-Modellen
  • Viele Berechnungen direkt im Browser
  • Liefert Anzahl an JPG-Dateien statt Videodatei

Story Spheres: Einfacher Einstieg in das Virtual Reality Storytelling

Es müssen nicht immer Videos sein: Auf der von Google gemeinsam mit der Kreativagentur Grumpy Sailor geschaffenen experimentellen Plattform Story Spheres kann ein Nutzer VR-Geschichten mit Hilfe von 360-Grad-Fotos und Audiodateien erstellen.

Die hier eingebettete Story Sphere basiert auf einem 360-Grad-Foto, das ich mit einem Android-Smartphone, mit der App Cardboard Camera, aufgenommen habe, sowie einigen unter freier Lizenz nutzbaren Audiodateien:

Audiodateien lassen sich frei in einem 360-Grad-Foto platzieren. Deshalb erklingt das Kinderlachen aus Richtung der spielenden Kinder, der Bach plätschert von da, wo das Gewässer zu sehen ist, und das Vogelgezwitscher kommt aus dem Baum. Auf dem gegenüberliegenden Hügel habe ich dann noch eine Melodie platziert, fertig war der kleine Rundblick. In diesem Beispiel habe ich für alle Audiodateien den Typ “Background” gewählt. Wer anklickbare Audiodateien benötigt – etwa eine Erzählstimme, die Erläuterungen zu den visuellen Inhalten liefert – wählt dafür den Typ “Hotspot”. In Story Spheres lassen sich zudem mehrere 360-Grad-Fotos miteinander verlinken, sodass der Betrachter innerhalb der selben Story verschiedene miteinander verbundene Schauplätze besuchen kann.

Im Moment sind leider keine Umfragen verfügbar.

Künstliche Intelligenz gegen natürliche Psychopathen

Mit Hilfe einer auf maschinellem Lernen basierenden Technologie namens Perspective will Google dazu beitragen, das Diskussionsklima in Online-Foren, im Kommentarbereich von Publikationen und andernorts im Internet zu entgiften. Die Idee dahinter: Perspective soll Beleidigungen, Beschimpfungen und Verleumdungen, wie sie oft das Klima in Online-Diskussionen vergiften, als solche erkennen, und weist diesen jeweils einen Score, einen numerische Wert zu, der die “Toxizität” repräsentiert.

Was mit Nutzer-Beiträgen geschieht, die die API als “toxisch” erkannt hat, bleibt den Betreibern der jeweiligen Plattformen überlassen. Auf der Website zur API zeigen zwei Experimente die damit verbundenen Möglichkeiten auf:

  • Beim “Reading Experiment” kann der Leser über einen Schieberegler festlegen, bis zu welchem Grad er bereit ist, sich toxischen Kommentaren auszusetzen;
  • Beim “Writing Experiment” ermittelt die Technologie zu einem beliebigen geschriebenen Text, ob und mit welcher Wahrscheinlichkeit andere Nutzer ihn für “giftig” halten würden.

Trainiert wurde Perspective mit Hilfe mehrerer hunderttausend Kommentare, die zunächst von menschlichen Moderatoren bewertet wurden. Entwickler können schon jetzt einen API-Key anfordern. Vorerst wird Perspective allerdings nur englischsprachige Inhalte bewerten können.

CrossCheck: Google News Lab und First Draft gründen Faktencheck-Partnerschaft

CrossCheck heißt die Initiative, die das Google News Lab gemeinsam mit dem Non-Profit-Projekt First Draft ins Leben gerufen hat. Ziel der Inititiative ist es, im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen Falschmeldungen, Gerüchte und unwahre Behauptungen zu widerlegen und irreführende oder konfuse Berichte verständlich wiederzugeben. David Dieudonné, der das News Lab in Paris leitet, erklärt, die Initiative wolle den französischen Wählern in den kommenden Monaten helfen, sich darüber klar zu werden, wem und welchen Geschichten sie vertrauen können, wenn sie soziale Medien nutzen, im Web suchen oder Online-Nachrichtenangebote konsumieren.

Die Inititative konnte eine Reihe von Medienpartnern gewinnen. Dazu gehören bislang die AFP, BuzzFeed News, France Médias Monde, France Télévisions, Global Voices, Libération, La Provence, Les Echos, La Voix du Nord, Le Monde, Nice-Matin, Ouest-France, Rue89 Bordeaux, Rue89Lyon, Rue89 Strasbourg, Storyful und StreetPress. Deren Journalisten suchen und überprüfen Fotos, Videos, Memes, Kommentarfolgen und Nachrichten-Websites, die im öffentlichen Raum kursieren. Die Partner verwenden die Rechercheergebnisse dann in eigenen Texten, TV-Beiträgen und Social-Media-Inhalten.

Bei wackliger Verbindung: Google-Suche für Android liefert Resultate nach

Die Google-App für Android bietet ab sofort eine Art Offline-Suche.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/offline-suche.png” alt=”Offline-Suche unter Android” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”fromright”]

Bricht die Internetverbindung ab, bevor der Nutzer eine Suche abschließen konnte, liefert die App die Resultate nach, sobald die Daten wieder fließen. Bis es soweit ist, kann der Nutzer sein Smartphone anderweitig verwenden. Sobald die Suchergebnisse angekommen sind, informiert die App den Nutzer per Benachrichtigung davon, er kann die Resultate dann über die Benachrichtigungsleiste aufrufen.

Praktisch: Über die Android-App kann der Nutzer bei unterbrochener Internetverbindung gleich mehrere Suchvorgänge anstoßen. Steht dann die Verbindung wieder, liefert die App eine Liste “Abgeschlossene Suchen”, deren Resultate der Nutzer einzeln aufrufen kann. Über das Hamburger-Menü und dort den Menüpunkt “Suchen verwalten” zeigt die App alle abgeschlossenen, aber noch nicht angesehen Suchvorgänge.

Google Maps wird schärfer

Mit neuen Satellitenfotos hat Google das in Maps verwendete Kartenmaterial aktualisiert. In das neue Bild der Erde sind die Fotos eingeflossen, die der 2013 ins All geschossene Satellit Landsat 8 aufgenommen hat. Chris Herwig, Program Manager für die Google Earth Engine, verspricht in seiner Mitteilung einen scharfen und nahezu wolkenfreien Blick auf die Erde. Google Maps wird schärfer weiterlesen