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Zweifel an “authentischer Handlungsfähigkeit” – BSI warnt vor Kaspersky

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, warnt vor dem Einsatz von Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky. Konkrete Anhaltspunkte für Spionage- oder Sabotageaktionen mit Hilfe der Schutzsoftware gibt es indessen nicht.

Das BSI begründet seine aktuelle Warnung mit “von russischer Seite ausgesprochenen Drohungen gegen die EU, die NATO und die Bundesrepublik Deutschland”, die sich nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine eindeutig gegen Russland positioniert haben.

In der Meldung des BSI heißt es unter anderem:

Ein russischer IT-Hersteller kann selbst offensive Operationen durchführen, gegen seinen Willen gezwungen werden, Zielsysteme anzugreifen, oder selbst als Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis ausspioniert oder als Werkzeug für Angriffe gegen seine eigenen Kunden missbraucht werden.

Gleichzeitig warnt das BSI aber auch vor übereilten Aktionen (Anmerkung des Autors: Angesichts einer solchen Warnung drei Wochen nach Kriegsausbruch hat man beim BSI wohl eine sehr spezielle Definition von “übereilt”): “Würden IT-Sicherheitsprodukte und insbesondere Virenschutzsoftware ohne Vorbereitung abgeschaltet, wäre man Angriffen aus dem Internet möglicherweise schutzlos ausgeliefert.”

Angesichts der sehr weitreichenden Berechtigungen, die Virenschutzsoftware generell benötigt, ist das Potenzial, den Zweck dieser Software in ihr Gegenteil zu verkehren, unbestritten. Konkrete Anhaltspunkte, dass Kaspersky-Software für Spionage- oder Sabotageakte missbraucht würde, gibt es allerdings derzeit nicht.

Jetzt offiziell: Chrome OS für PC und Mac

Mit Chrome OS Flex macht Google jetzt ganz offiziell sein browserbasiertes Betriebssystem Chrome OS für PC und Mac verfügbar. Das Betriebssystem stellt bescheidene Anforderungen an die Hardware des Gerätes, da es vor allem cloudbasierte Lösungen nutzt – etwa Googles Office-Suite Docs, sowie andere im Browser nutzbare Anwendungen.

Bislang gab es Chrome OS offiziell allerdings nur auf den eigens dafür hergestellten Chromebooks. Allerdings hat der Drittanbieter Neverware schon vor einigen Jahren den Open-Source-Kern von Chrome OS so angepasst, dass dieser auf PCs und Macs genutzt werden konnte. Diesen Anbieter hat Google Ende 2020 übernommen und das von ihm angepasste Chrome-Betriebssystem Cloudready weiterentwickelt.

Nutzer, die derzeit auf ihren Geräten Cloudready einsetzen, sollen ein Upgrade auf Chrome OS Flex erhalten, sobald eine stabile Version verfügbar wird. Das Chrome OS für PC und Mac wird sich allerdings in Nuancen auch in Zukunft von dem unterscheiden, das auf dedizierten Chromebooks läuft. So werden bestimmte Sicherheitsfunktionen nicht nutzbar sein, der Zugriff auf einige Hardware-Ports (etwa Firewire) bleibt verwehrt. Bedauern werden einige Nutzer sicher auch, dass das Chrome OS für PC und Mac kein Android-Apps zulässt, und auch keinen Zugriff auf den Google Play Store bietet.

Neugierige können Chrome OS Flex ab sofort testen: Über Chromeenterprise können Nutzer die Daten herunterladen und damit einen bootfähigen USB-Stick generieren. Mit dem lässt sich das Google-Betriebssystem zunächst unaufwändig testen, und auf Wunsch anschließend auf dem Ziel-PC oder -Mac installieren.

Jeder dritte Surfer blockiert Werbung – im Durchschnitt jedenfalls

Einer von drei Internetnutzern verwendet einen Adblocker. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Studie von YouGov hervor, für die 8.600 Internetnutzer befragt wurden. Allerdings setzen nur rund die Hälfte dieser Nutzer ihren Adblocker unterschiedslos auf jeder Website ein. Rund ein Drittel der Werbemuffel deaktivieren den Werbeblocker auf ausgewählten Websites. Weitere elf Prozent gehen den umgekehrten Weg und aktivieren die Software gezielt nur für einzelne Websites, deren Werbung sie als unzumutbar aufdringlich empfinden.

Wie sehr auf Werbung angewiesene Publisher unter Werbeblockern leiden, hängt aber nicht nur davon ab, wie aggressiv die eingesetzte Werbung empfunden wird, sondern auch von ihrer angepeilten Zielgruppe: Unter 18- bis 29-Jährigen nutzt mehr als jeder zweite einen Werbeblocker, unter den Surfen in der Altersgruppe ab 55 aufwärts gab nur jeder vierte an, eine solche Software verwenden.

Adblocker-Nutzer und Nutzungsverhalten
Grafik: YouGov

Weltgrößte Sammlung von Quellcodes

“Das Software-Erbe der Menschheit bewahren” ist das hehre Ziel der Initiative Software Heritage. Der Initiator ist das Institut national de recherche en informatique et en automatique (kurz: Inria). Sein Ziel: Die gesamte global verfügbare freie Software sammeln, organisieren und die zugehörigen Quellcodes weltweit zugänglich machen.

Schon jetzt Milliarden Quellcodes

Schon jetzt umfasst die Sammlung nach Angaben der Mitwirkenden zwanzig Millionen Software-Projekte, zu denen rund zweieinhalb Milliarden Quellcode-Dateien gehören. Damit ist sie schon jetzt die umfangreichste Quellcode-Sammlung der Welt. Nach dem Willen der Initiatoren sollen Entwickler die Datenbank künftig sowohl dazu nutzen, um nach wieder verwendbarem Quellcode zu suchen als auch dazu, ihre Neuentwicklungen zu archivieren.