Jetzt hat auch WhatsApp Stories: Noch ein Klon-Angriff auf Snapchat

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/whatsapp-stories.png” alt=”WhatsApp Stories: Der neue Status ist eine 1:1-Kopie der Snapchat Stories” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Die erst am Montag angekündigte neue Status-Funktion für den Messenger WhatsApp ist bereits allgemein verfügbar. Trotz ihres offiziellen Namens “Status” handelt es sich bei ihr um einen Klon der Snapchat Stories. Genau wie Snapchat Stories setzen sich die WhatsApp Stories aus vom Nutzer aufgenommenen und mit Schriftzügen, Icons und Freihandmalerei aufgehübschten Fotos und Videos zusammen, die jeweils für 24 Stunden sichtbar bleiben. Grundsätzlich können nur die Kontakte eines Nutzers seine “Status”-Bilder und -Videos sehen. Er kann außerdem einzelne Kontakte davon ausschließen oder die Statusanzeige auf ausgewählte Kontakte beschränken.

Die WhatsApp Stories: Der dritte Klon einer Snapchat-Funktion aus dem Hause Facebook

Bereits Anfang August 2016 hat Facebook mit den Instagram Stories die beliebte Snapchat-Funktion nahezu deckungsgleich kopiert, Ende Januar folgte dann die Ankündigung einer identischen Funktion innerhalb der Facebook-Apps für iOS und Android. Snapchat ist damit schon jetzt nur noch ein Dienst unter vielen, der eine Stories-Funktion bietet.

Weltraumbehörde ESA stellt eigene Inhalte unter Creative Commons-Lizenz

Die European Space Agency (ESA) will ihre Fotos, Videos und Daten künftig unter der speziellen Creative Commons-Lizenz CC BY-SA 3.0 IGO öffentlich zugänglich machen. Nutzer können die Werke dann – auch zu kommerziellen Zwecken – bearbeiten, verbreiten und in eigenen Publikationen nutzen. Im Gegenzug verpflichten sie sich, bei jeder Nutzung Bildquelle und Lizenz anzugeben, und Bearbeitungen unter der gleichen Lizenz zugänglich zu machen.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/ESA_Phlegra_Montes_in_perspective.jpg” align=”center” lightbox=”on” caption=”Phlegra Montes, Mars, Foto: ESA/DLR/FU Berlin (G. Neukum), CC BY-SA 3.0 IGO” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Viele der von der Behörde bereitgestellten Aufnahmen sind in Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung oder Industrie entstanden. Deshalb kann sie zunächst nur die Werke unter der genannten Creative Commons-Lizenz verfügbar machen, an der sie die alleinigen Rechte hält, oder für deren Nutzung sie mit den jeweiligen Partnern bereits entsprechende Vereinbarungen getroffen hat. Eine Reihe von unter oben genannter oder einer anderen offenen Lizenz nutzbaren Inhalten hat die ESA unter open.esa.int veröffentlicht.

Umfrage: Bundesbürger wollen Meldesystem, Lösch- und Sperrpflichten

Falschmeldungen, die bewusst gestreut werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren, stoßen in Deutschland auf wenig Gegenliebe: Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalbranchenverbands Bitkom unter 1.009 Personen ab 14 Jahren.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/umfrage-fake-news.jpg” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista auf Basis einer Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom” captionposition=”left” revealfx=”off”]

Eine deutliche Mehrheit der Befragten spricht sich darin für ein hartes Durchgreifen aus: 88 Prozent wünschen sich eine Möglichkeit, Betreiber sozialer Netzwerke auf Falschmeldungen hinzuweisen, 87 Prozent erwarten von den Betreibern selbst strengere Prüfungen und bei Bedarf ein zeitnahes Löschen, und deutliche 91 Prozent schließen sich der Forderung an, notorische Verbreiter von Fake News zu sperren. Die Notwendigkeit, vor dem Löschen von Beiträgen einen richterlichen Beschluss einzuholen, sieht dagegen nicht einmal jeder vierte Umfrageteilnehmer, und gerade einmal etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer stimmt der Aussage zu, eine Demokratie müsse Falschmeldungen aushalten können.

Adblocker-Software hat (nicht nur) in Deutschland viele Fans

Online-Publikationen mit klassischer Display-Werbung zu finanzieren, wird – nicht zuletzt in Deutschland – zunehmend schwieriger: Fast drei von zehn Internetnutzern hierzulande blenden Banner, Video-Ads und Co. mit Hilfe einer Adblocker-Software aus, heißt es im Global Adblock Report 2017 von Pagefair.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/adblocker-weltkarte.jpg” alt=”Einsatz von Adblocker-Software im internationalen Vergleich” align=”center” lightbox=”on” caption=”Einsatz von Adblocker-Software im internationalen Vergleich – Grafik: Statista auf Basis einer Studie von Pagefair” captionposition=”left” revealfx=”off”]

Damit reiht sich Deutschland in die Weltspitze ein: Nur in 5 der insgesamt 110 untersuchten Länder nutzt ein noch höherer Anteil an Nutzern Adblocker. Zu den Gründen, eine solche Software einzusetzen, gehören Sicherheitsbedenken, Unterbrechungen durch Werbung und längere Ladezeiten. Im mobilen Einsatz schonen Adblocker zudem das – meist durch den Mobilfunkvertrag begrenzte – monatliche Datenvolumen. Für die Betreiber werbefinanzierter Online-Angebote wird die Luft hingegen immer dünner.

Automatischer Ton im Newsfeed und Apps fürs TV: Facebook forciert Videos

Mit einer ganzen Reihe von Neuerungen zum Thema Video wartet Facebook auf:

  • Bei Videos im Newsfeed startet und stoppt künftig auch die Tonwiedergabe automatisch;
  • vertikale Videos erhalten auf Smartphone-Displays mehr Platz;
  • Videos lassen sich verkleinern und als Bild-im-Bild in einer Ecke des Displays wiedergeben, während der Nutzer durch den Newsfeed scrollt (auf Android-Geräten kann der Nutzer Videos sogar weiter laufen lassen, nachdem er die Facebook-App verlassen hat);
  • für Apple TV, Amazon Fire TV und Samsung Smart TV werden demnächst eigene Facebook-Video-Apps verfügbar sein.

Die umstrittenste Neuerung dürfte die selbst startende Audiowiedergabe von Videos im Newsfeed sein. In den Einstellungen soll es aber möglich sein, dieses Verhalten zu ändern. Außerdem, so heißt es in der Mitteilung, werde natürlich kein Ton wiedergegeben, wenn der Nutzer sein Gerät stummgeschalten habe.

Google Maps: Nutzer können jetzt Listen wichtiger Orte anlegen

In der Google Maps-App für Android und iOS können Nutzer jetzt individuelle Ortslisten zusammenstellen, etwa bevorzugte Restaurants, architektonisch interessante Gebäude, wichtige Anlaufstellen bei Behörden oder ähnliches. Wer eine solche Liste erstellen möchte, tippt in der Kartenansicht auf den Ort, und wählt im nächsten Schritt die Schaltfläche “Speichern”.

Neben den drei Listen “Favoriten”, “Möchte ich hin” und “Markierte Orte” kann der Nutzer auch eine “neue Liste” wählen, die er dann benennen, kommentieren und später um weitere Orte ergänzen kann. In seiner Mitteilung zu der neuen Maps-Funktion im offiziellen Google-Blog kündigt Maps-Produktmanager Zach Maier außerdem eine Möglichkeit an, solche Ortslisten unkompliziert mit anderen zu teilen. Diese Möglichkeit ist – zumindest in der deutschsprachigen Android-Version der App – noch nicht zu entdecken, das dürfte aber wohl nur eine Frage einiger Tage sein.

Save and share your favorite places with Lists in Google Maps

Zu viele Enten: Wikipedia stuft Daily Mail nicht mehr als zuverlässige Quelle ein

Die Daily Mail ist keine zuverlässige Quelle. Das ist das Ergebnis einer Diskussion, die die Autoren der englischsprachigen Wikipedia seit Anfang Januar geführt haben. Als Konsequenz daraus sollen in künftigen Artikeln Quellenhinweise oder Links zu Daily Mail-Inhalten nur noch in begründeten Ausnahmen erlaubt sein. Bereits existierende Artikel, in denen die Daily Mail als Quelle dient, wollen die Autoren überarbeiten und die Links durch Verweise zu verlässlicheren Quellen ersetzen.

Der Schritt, eine Publikation pauschal als unzuverlässig einzustufen, ist ein Novum in der Geschichte der Wikipedia. Eine Liste verbotener Quellen existiert bislang nicht. Entsprechend kontrovers wurde die Diskussion geführt. Letztlich trugen vor allem drei Faktoren zur Entscheidung der Wikipedia-Autoren bei: Die Daily Mail hat den Ruf, Fakten nur unzureichend zu prüfen, Tatsachen sensationsheischend zu überzeichnen und mitunter Geschichten komplett frei zu erfinden. Diskussionsteilnehmer konnten etliche Beispiele nennen, die diesen schlechten Ruf untermauern.

Die Daily Mail könnte neben dem Imageschaden dadurch auch einen Verlust an Reichweite erleiden. Backlinks – insbesondere solche aus Wikipedia-Artikeln – sind wertvolle Faktoren für das Suchmaschinen-Ranking. Deren Wegfall dürfte also durchaus zu einem Abrutschen der Daily-Mail-Artikel bei Google und Co. führen.

Der blinde Fleck: Top Ten der vergessenen Nachrichten vorgestellt

Jährlich veröffentlicht die Inititative Nachrichtenaufklärung e. V. eine Top Ten der vergessenen Nachrichten. Am 8. Februar hat die Jury zusammen mit der Nachrichtenredaktion des Deutschlandfunks die aus ihrer Sicht unterrepräsentierten Themen 2017 vorgestellt. Vergessene Nachrichten im Sinne der Inititative sind “Sachverhalte, die für die deutsche Öffentlichkeit relevant sind, über die aber bislang in Presse, Funk, Fernsehen und Internet kaum Debatten geführt werden”.

Hier die von der Jury genannten vergessenen Themen des Jahres 2017:

  1. Bundesrichterwahl illegal?
  2. Die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr sind unbekannt
  3. Costa Rica und andere Länder ohne Militär
  4. Kann Hunger durch weniger Nahrungsmittelverschwendung verringert werden?
  5. Deregulierung von Au-Pair Agenturen in Deutschland durch EU-Recht
  6. Die Rolle des Westens im Jemen-Konflikt
  7. Unzuverlässiges Gütesiegel führt zu Gewalt bei der Pferdeausbildung
  8. Medikamentöse Ruhigstellung in Altenheimen
  9. Fehlender Schutz von Kulturgütern bei atomarem GAU
  10. Scheinselbstständigkeit unter freien Mitarbeitern

Warum diese Themen in den Medien stiefmütterlich behandelt werden, hat unterschiedliche Gründe: Aufwändige Recherche, hoher Erklärungsbedarf, ein mutmaßlich geringes Interesse der Leserschaft dürften die meisten “blinden Flecken” erklären. Zumindest das Thema Scheinselbständigkeit unter freien Mitarbeitern dürfte aber auch im Eigeninteresse der für die Publikumsmedien Verantwortlichen unter den Tisch gefallen sein: Vom unscheinbaren lokalen Anzeigenblatt bis zu den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten beschäftigen Medien freie Mitarbeiter, oft zu umstrittenen Konditionen.

YouTube Live: YouTube schaltet Livestreams per Smartphone frei

YouTuber, deren Kanäle mindestens 10.000 Abonnenten aufweisen, können ab sofort Livestreams per Smartphone starten. Das teilt das Unternehmen im offiziellen YouTube-Blog mit. Die schon im Sommer 2016 angekündigte Funktion soll der Mitteilung zufolge demnächst auch allen anderen Nutzern zur Verfügung stehen.

Wie seinerzeit angekündigt, bieten die mobilen Livestreams alle von anderen YouTube-Videos bekannten Möglichkeiten, sind also über die YouTube-Suche und über Empfehlungen auffindbar, können in Playlists aufgenommen werden, die Ersteller können die Videos aber auch als privat oder nicht gelistet deklarieren und das Einbetten in andere Webangebote unterbinden.

Gleichzeitig startet YouTube in 20 Ländern (für Zuschauer sogar in mehr als 40 Ländern) sein Super Chat-Programm, mit dessen Hilfe YouTuber in Livestreams zusätzliche Einnahmen generieren können. Die Super Chat-Funktion ermöglicht es Zuschauern, ihre Kommentare gegen eine Gebühr hervorgehoben darzustellen und oberhalb des allgemeinen Kommentarstroms anzeigen zu lassen.

Twitter sagt Beschimpfungen und Belästigungen den Kampf an

In den kommenden Wochen will Twitter eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, die eine offene Diskussionskultur auf der Microblogging-Plattform fördern sollen. Das hat Twitters VP of Engineering Ed Ho in einem aktuellen Blogeintrag angekündigt. Die freie und offene Diskussionskultur sieht man bei Twitter bedroht durch Belästigungen und Beschimpfungen, die genutzt werden, um Stimmen gezielt zu unterdrücken oder ganz zum Schweigen zu bringen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, solchen Tweets weniger Raum und weniger Gewicht zu geben. Insbesondere drei Neuerungen sollen dazu beitragen:

  • Maßnahmen, die verhindern sollen, dass dauerhaft gesperrte Twitterer einfach neue Twitter-Konten erstellen;
  • eine sichere Suche, die potentiell missbräuchliche Tweets und solche von gesperrten oder stummgeschalteten Konten auf Wunsch ausfiltert;
  • Diskussionsstränge, die Kommentare geringer Qualität sowie Beschimpfungen standardmäßig ausblenden

Tweets, die dann in der Suche oder in den Diskussionssträngen nicht mehr auftauchen, sollen allerdings auffindbar bleiben, wenn Nutzer gezielt danach suchen.

Geheimdienstbericht: Keine Beweise für Fake-News-Kampagne aus Russland

Dass die russische Regierung versucht, die öffentliche Meinung in Deutschland zu manipulieren, lässt sich nicht zweifelsfrei beweisen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die die deutschen Geheimdienste über knapp ein Jahr durchgeführt haben, wie die Tagesschau unter Berufung auf Recherchen des NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung berichtet.

Der Geheimdienstbericht selbst bleibt geheime Verschlusssache. Dem Medienbericht zufolge sei es ursprünglich beabsichtigt gewesen, ihn in Teilen zu veröffentlichen. Ohne schlüssige Beweise für eine gezielte, von der russischen Regierung betriebene Desinformationskampagne sei eine solche Veröffentlichung aber nicht sinnvoll, und belaste zudem das ohnehin zuletzt angespannte Verhältnis zum Kreml.

Entwarnung wollen die Geheimdienste deshalb aber nicht geben. Dass keine Beweise zu finden seien, entlaste Russland nicht unbedingt. Es sei ebenso gut denkbar, die verantwortlichen Dienste seien schlau genug, sich nicht erwischen zu lassen.

CrossCheck: Google News Lab und First Draft gründen Faktencheck-Partnerschaft

CrossCheck heißt die Initiative, die das Google News Lab gemeinsam mit dem Non-Profit-Projekt First Draft ins Leben gerufen hat. Ziel der Inititiative ist es, im Vorfeld der französischen Präsidentschaftswahlen Falschmeldungen, Gerüchte und unwahre Behauptungen zu widerlegen und irreführende oder konfuse Berichte verständlich wiederzugeben. David Dieudonné, der das News Lab in Paris leitet, erklärt, die Initiative wolle den französischen Wählern in den kommenden Monaten helfen, sich darüber klar zu werden, wem und welchen Geschichten sie vertrauen können, wenn sie soziale Medien nutzen, im Web suchen oder Online-Nachrichtenangebote konsumieren.

Die Inititative konnte eine Reihe von Medienpartnern gewinnen. Dazu gehören bislang die AFP, BuzzFeed News, France Médias Monde, France Télévisions, Global Voices, Libération, La Provence, Les Echos, La Voix du Nord, Le Monde, Nice-Matin, Ouest-France, Rue89 Bordeaux, Rue89Lyon, Rue89 Strasbourg, Storyful und StreetPress. Deren Journalisten suchen und überprüfen Fotos, Videos, Memes, Kommentarfolgen und Nachrichten-Websites, die im öffentlichen Raum kursieren. Die Partner verwenden die Rechercheergebnisse dann in eigenen Texten, TV-Beiträgen und Social-Media-Inhalten.

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