Archiv der Kategorie: Nachrichten

Lokale Suche im sozialen Netzwerk: Instagram zeigt Umgebungskarten

Instagram zeigt Karten der Umgebung - und Nutzerprofile als Ortsmarken.

Wer bislang in einer ihm nicht vertrauten Umgebung ein schickes Café oder einen fotogenen Springbrunnen aufspüren wollte, fragte entweder einen Ortskundigen oder nutzte Google Maps. Der letztgenannte Dienst bekommt starke Konkurrenz: Jetzt zeigt auch Instagram Karten der Umgebung.

Eine geografische Suche in Instagram gibt es schon länger. Dazu musste der Nutzer nach Eingabe eines Suchbegriffes auf die Ortsmarke tippen und konnte anschließend aus Suchergebnissen wählen, die zu dem Suchbegriff passten. Jetzt zeigt Instagram auch gleich die passende Karte der Umgebung. Vorgestellt wurde die Funktion kürzlich auf dem offiziellen Twitter-Kanal von Instagram:

Der Nutzer kann dann die übrigen Elemente nach unten wegschieben und sich mit Fingerbewegungen auf der Karte orientieren. Je nach (mit zwei Fingern justierbarem) Maßstab sieht er dann mehr oder weniger Orte in der Umgebung. Tippt er auf einen der angezeigten Orte, gelangt er zum entsprechenden Nutzerprofil auf Instagram.

Das bietet nicht nur Influencern mehr Chancen, entdeckt zu werden. Auch die Betreiber schicker Cafés, Restaurants und Inhaber anderer fotografierenswerter Örtlichkeiten können über die Karten auf Instagram auf sich aufmerksam machen. Noch ist die Kartenfunktion allerdings etwas umständlich zu erreichen – wenn sich aber erst herumgesprochen hat, dass Instagram Karten mit Orten zeigt, die “instagrammable” sind, dürfte die Funktion bald rege genutzt werden.

Google Glass: Mitarbeiter testen neuen Prototyp der AR-Brille

“Ein paar Dutzend Mitarbeiter und einige ausgewählte vertrauenswürdige Tester” probieren derzeit den Prototyp einer neuen AR-Brille aus dem Hause Google aus. Google hat erst kürzlich den Prototyp einer solchen Brille vorgestellt, der die Übersetzung gesprochener Worte in Echtzeit im Sichtfeld des Nutzers anzeigt.

Die Einsatzmöglichkeiten von Augmented Reality gehen jedoch deutlich darüber hinaus. Deshalb – und weil manche Erfahrung in geschlossenen Räumen eine andere ist als unter freiem Himmel – testet Google die Prototypen seiner neuesten AR-Brille jetzt auch außer Haus. Dass Google explizit auf die sehr kleine Zahl von Testern hinweist, dürfte nicht zuletzt an den Erfahrungen liegen, die das Unternehmen mit der ersten Generation der “Google Glass” machen konnte. Damals, im Jahr 2014, waren Träger der Datenbrille tätlich angegriffen worden – und wohl auch andere Brillenträger, deren Gestelle entsprechenden Verdacht erregt hatten. Google stellte den Verkauf kurz danach ein. Seit 2019 können Unternehmen die Google Glass Enterprise Edition 2 kaufen,

Die Prototypen sollen mit Kameras, Mikrofonen und Display-Gläsern ausgestattet, aber in ihren Funktionen stark limitiert sein. So bieten sie nach Angaben von Google weder die Möglichkeit, Fotos aufzunehmen noch Videos aufzuzeichnen, auch wenn die AR-Brillen Bilddaten auswerten, um etwa Speisekarten zu übersetzen oder dem Träger den Weg ins nächste Café zu weisen. Google verspricht, dabei die Privatsphäre der Träger ebenso zu schützen wie der Menschen in deren Umgebung.

Nur Instagram legt zu: Meta-Dienste WhatsApp und Facebook verlieren Nutzer

Die vom Meta-Konzern angebotenen Dienste WhatsApp und Facebook haben in Deutschland seit 2019 etliche Nutzer eingebüßt. Einzig Instagram konnte regelmäßige Nutzer hinzu gewinnen. Das zeigt eine Umfrage des Statista Global Consumer Survey.

Die gute Nachricht für Mark Zuckerberg: Viele Entscheidungen des Meta-Konzerns zu Instagram kommen gut an. Der Anteil regelmäßiger Nutzer legte in Deutschland von 2019 (38 Prozent) um 22 Prozentpunkte auf 60 Prozent zu. Neben einigen Änderungen bei den Stories und einem Zurückfahren der Aktivitäten rund um IGTV dürfte das vor allem den Reels geschuldet sein, mit denen Meta ein Gegenangebot zur äußerst erfolgreichen Plattform TikTok aufgebaut hat.

Die schlechte Nachricht für Mark Zuckerberg: So viele Prozentpunkte, wie Instagram zugelegt hat, haben WhatsApp und Facebook gemeinsam verloren – trotz einer Reihe neuer Funktionen und, was Facebook betrifft, einer stärkeren Fokussierung auf Video-Inhalte. Bei den 18-29 Jährigen sind sogar nur noch rund die Hälfte der Befragten regelmäßig bei Facebook unterwegs.

Meta-Dienste WhatsApp und Facebook: Im dritten Jahr in Folge sinkt die Zahl aktiver Nutzer
Die Meta-Dienste WhatsApp und Facebook verzeichnen seit 2020 in jeden Jahr einen Rückgang der aktiven Nutzer (Grafik: Statista)

Die Gründe für die rückläufige Nutzung von WhatsApp und Facebook dürften vielfältig sein. So gibt es zum Messenger WhatsApp inzwischen eine ganze Reihe von Alternativen, während bei Facebook die direkte Kommunikation mit anderen Nutzern zunehmend unerfreulicher wird. Das letztgenannte Problem ist zwar ein gesellschaftliches, und betrifft in der einen oder anderen Form alle Meta-Dienste (ebenso wie die Dienste der Wettbewerber). Mit seinem inkonsequenten und wenig transparenten Umgang mit Hass auf seiner Plattform dürfte Facebook aber so manche Nutzer vergrault haben.

Unterstützt Instagram bald gründlicheres Blockieren?

“Igitt, bist du fett!” “Lösch dich, du nutzloses Stück!” Jeden Tag, unter jedem neuen Instagram-Beitrag fand Nathalie solche Kommentare. Und sie alle stammten von ein und demselben Nutzer. Einige Wochen ignorierte sie ihn, aber das schien ihm egal zu sein. Sie entschloss sich, ihn auf Instagram zu blockieren. Dann war Ruhe – für zwei ganze Tage.

Einen anderen Nutzer auf Instagram zu blockieren, führt nicht immer zum gewünschten Ziel. Während manche Trolle ihre Provokationen an anderer Stelle fortsetzen, sind andere hartnäckiger. Noch vor einiger Zeit genügte es, als Blockierter einfach ein neues Instagram-Konto zu eröffnen, um seinen alten miesen Charakter unter einem neuen Benutzernamen auszuleben. Dem hat Instagram aber schon länger einen Riegel vorgeschoben – wer ein neues Konto eröffnet, nachdem ihn jemand blockiert hat, bleibt für die entsprechenden Instagram-Konten blockiert.

Anders sieht das bislang aus, wenn ein Troll bereits eine Reihe von Instagram-Konten erstellt hat, bevor seine Opfer ihn blockiert haben. Er konnte dann einfach eines seiner nicht-blockierten alten Konten verwenden. Der Twitterer Alessandro Paluzzi hat einen Screenshot gepostet, der nahelegt, dass man dieses Konzept bei Instagram noch einmal überdacht hat:

Wenn Instagram diese Funktion einführt, bleiben hartnäckigen Trollen zwar immer noch eine ganze Reihe von Möglichkeiten – unbequemer wird das Stalken, Mobben und Pöbeln aber definitiv.

Nathalie war es irgendwann zu bunt, und sie hat ihren Dauerpöbler gemeldet – und Instagram hat dessen Konto auch tatsächlich gesperrt, samt sämtlicher verbundener Konten. Sie ist schon gespannt, wann er wieder da ist, und wie er sich dann nennen wird.

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Lange Tweets: Twitter hebt Zeichenbegrenzung auf – vorerst aber nicht für jeden

Das grundsätzliche Limit von 280 Zeichen pro Tweet könnte bald Geschichte sein. Wie Techchrunch berichtet, arbeitet Twitter an einer Funktion mit dem Namen ‘Twitter Notes’, die es erlaubt, in einem separaten Bereich beliebig lange Tweets zu posten. Bisher können nur ausgewählte Nutzer Twitter Notes sehen und nutzen.

Twitter Notes sollen wie herkömmliche Tweets unter eigenen Urls erreichbar sein, Nutzer sollen sie außerdem retweeten, ‘liken’ und Lesezeichen für sie anlegen können.

Gäbe Twitter die Notes tatsächlich für alle Nutzer frei, stürbe damit ein Alleinstellungsmerkmal des sozialen Netzwerks. Schon als Twitter 2017 das Zeichenlimit von 140 auf 280 Zeichen verdoppelte, sahen viele Nutzer das ‘Micro’ in ‘Microblogging-Plattform’ in Gefahr.

Tatsache ist aber auch, dass Nutzer das Limit längst überschreiten, indem sie einfach so viele Tweets aneinander hängen, wie sie für ihren Text benötigen. Diese ‘Threads’ sind allerdings sperrig in der Handhabung, insbesondere wenn sich Nutzer eine lebhafte Diskussion dazu liefern. Ein anderer häufig genutzter Weg, lange Tweets zu posten, führt über das Posten eines Screenshots – dann sind allerdings die Inhalte nicht durchsuchbar, und natürlich bringt auch ein Klicken auf die in den Screenshots verwendeten Hashtags nichts.

Eine offizielle Stellungnahme von Twitter steht noch aus. Nachdem noch in der Schwebe befindlichen Deal mit Elon Musk und der bereits zuvor neu entfachten Diskussion um einen Edit-Button wäre das ein weiterer Abschied von Fundamenten, die Twitterer einst für unverrückbar gehalten hatten. Verkauft Twitter seine Seele schon wieder?

Willkommen im Club 27: Der Tod des Internet Explorer

Todesdatum 15. Juni 2022: Microsoft begräbt den Internet Explorer endgültig. Nach 27 Jahren gehen für den einstigen Marktführer alle Lichter aus. Microsoft rät der kleinen noch treuen Anhängerschaft zum Umstieg auf den Edge. Wer sich mit dem Ende des Internet Explorer nicht abfinden will, kann die Software freilich vorerst weiter nutzen, nur Aktualisierungen – auch Sicherheits-Updates – wird es nicht mehr geben.

Eine Tragödie ist das Ende des Internet Explorer freilich nicht. 27 Jahre sind ein stolzes Alter für ein Stück Software. Dessen Entwickler hatten ihn einst als Standard anstelle des Standards etabliert – wer Websites gestaltete, war einst besser beraten, sich an den Eigenwilligkeiten des Internet Explorer zu orientieren als an den vom W3C beschlossenen Standards. Wer im Web gelesen werden wollte, orientierte sich an dem, was seine Zielgruppe verwendete – und praktisch jede Zielgruppe (ausgenommen ein paar Nerds) nutzte den Internet Explorer.

Das Ende des Internet Explorer hat sich lange angekündigt

“Optimiert für Internet Explorer” prangte auf vielen Websites und wurde von einer Mehrzahl der Nutzer als Qualitätsmerkmal gelesen. Bis der selbe Satz irgendwann als Makel galt, weil der Web-Entwickler damit seine Ignoranz gegenüber einer wachsenden Nutzerschar anderer Browser dokumentierte.

Most Popular Internet Browsers 1996 - 2019

Der YouTube-Kanal Data is Beautiful hat das Werden und Vergehen der Webbrowser in einem eindrucksvollen Video dokumentiert – der umfasste Zeitraum endet allerdings 2019, drei Jahre vor dem Ende des Internet Explorer:

Luftverschmutzung und Flächenbrände: Google Maps bekommt neue Kartendetails

Nutzer von Google Maps können jetzt zusätzliche Kartendetails einblenden: “Flächenbrände” und “Luftqualität” sind die Layer in der deutschsprachigen App benannt. Wermutstropfen: Echten Informationswert haben diese Kartenebenen derzeit nur für die USA.

Google Maps zeigt in den Kartendetails auch Waldbrände an - aber noch nicht überall.
Google Maps weist in den Kartendetails auf Waldbrände und Luftverschmutzung hin – derzeit aber noch nicht überall.

Zeigt die Karte eine Region außerhalb der USA, erscheint nach Auswahl der Kartendetails zur Luftqualität nur die Meldung ´Keine Informationen für dieses Gebiet’. Informationen zu Flächenbränden sind aber zumindest teilweise bereits auch für Europa abrufbar.

Anzeigen lassen sich die zusätzlichen Kartendetails in Google Maps nach Antippen der Ebenen-Schaltfläche rechts oben in der mobilen App, oder über einen Klick auf “Ebenen/Mehr” in der Browseransicht von Google Maps.

In den USA arbeitet Google zur Bereitstellung der Informationen zur Luftqualität mit Regierungsbehörden wie der Environmental Protection Agency und den Betreibern des Luftsensor-Netzwerks PurpleAir zusammen.

Google reagiert damit nach eigenen Angaben auf einen deutlichen Anstieg von Suchanfragen zu diesen Themen. So habe sich das Suchinteresse nach Suchbegriffen wie “Best air filters for wildfire smoke” und “Best mask for wildfire smoke” allein im letzten Jahr verdoppelt.

Auch hierzulande rechnet das Umweltbundesamt mit einem wachsenden Risiko von Flächen- und namentlich von Waldbränden. “Risikountersuchungen sagen für die kommenden Jahrzehnte ein steigendes Waldbrandrisiko für Deutschland voraus. Dies liegt im Wesentlichen an erhöhten Temperaturen und rückläufigen Niederschlägen in den Frühjahrs-, Sommer- und Herbstmonaten.”

Zur neuen Wohnung per VR: Jeder zweite würde Immobilien in der Virtual Reality besichtigen

Rund 52 Prozent aller Deutschen sind offen dafür, sich eine neue Wohnung zunächst in der virtuellen Realität anzusehen. Wie eine Umfrage von Bitkom Research belegt, würde mehr als jeder vierte davon nach einer ausschließlich virtuellen Besichtigung einen Mietvertrag unterschreiben.

Tatsächlich haben vier Prozent der Befragten bereits eine virtuelle Hausbesichtigung hinter sich. Immobilien in der Virtual Reality zu besichtigen, erspart den Interessenten Anfahrtswege und Terminvereinbarungen. Allerdings lassen sich längst nicht alle Aspekte, die bei Kauf oder Miete eine Rolle spielen, virtuell erfahren: Während Raumaufteilung und – authentisches Bildmaterial vorausgesetzt – Helligkeit der Räumlichkeiten per VR erfahrbar ist, bliebe ein feuchter Geruch oder das Knirschen von Fußbodendielen dem VR-Besucher verborgen. Wer sich ein ungefähres Bild davon machen möchte, wie sich Immobilien in der Virtual Reality besichtigen lassen, kann das (auch ohne VR-Brille, direkt im Browser) beim Dienst Immoviewer bewundern.

Dennoch sind von den Befragten, die VR-Besichtigungen positiv gegenüberstehen, rund zehn Prozent theoretisch bereit, eine Immobilie auf Basis einer rein virtuellen Besichtigung zu kaufen. Bitkom Research konnte hier einen deutlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen ausmachen: Nur sieben Prozent der VR-positiven Männer könnten sich einen Immobilienkauf auf Basis einer VR-Besichtigung vorstellen, bei den Frauen lag der Anteil bei zwölf Prozent.

Für die repräsentative Umfrage befragte Bitkom Research 1.003 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Gefragt wurde „Können Sie sich vorstellen, eine Immobilie künftig per Virtual Reality zu besichtigen?“; „Können Sie sich vorstellen, eine Immobilie wie eine Wohnung oder ein Haus zu mieten bzw. zu kaufen, die Sie vorher ausschließlich per Virtual Reality besichtigt haben?”

Bösartige Bots verursachen ein mehr als ein Viertel des Traffic im Internet

Bots verbreiten Propaganda, stehlen Content, verbreiten E-Mail- und Social-Media-Spam und dienen als Werkzeuge für eine Reihe weiterer krimineller Aktionen. Inzwischen verursachen schädliche Bots 27,7 Prozent des Datenverkehrs im Internet. Zusammen mit ihren gutartigen Pendants kommen sie sogar auf über vierzig Prozent.

Die Zahlen hat das Sicherheitsunternehmen Imperva veröffentlicht und in seinem Bad Bot Report für 2022 veröffentlicht. Der Anteil der Aktivitäten schädlicher Bots am gesamten Internet-Traffic ist damit gegenüber dem Vorjahr erneut um 2,1 Prozentpunkte gestiegen, während der von gutartigen (wie zum Beispiel den Crawlern von Suchmaschinen) sogar geringfügig um 0,6 Prozentpunkte zurückgegangen ist.

Infografik: Good Bot, bad Bot | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Wie der Report ausführt, gehören Kontenübernahmen zu den Hauptaktivitäten bösartiger Bots. Betrug durch die Übernahme fremder Konten ist im vergangenen Jahr um 148 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Betroffen waren Finanzdienstleister, Reiseunternehmen, alle Arten von Business-Dienstleistern und nicht zuletzt der Online-Handel.

Barrierefreie E-Mails: Gmail ermöglicht Bilder mit ALT-Text

In Googles E-Mail-Dienst Gmail lassen sich zu per E-Mail verschickten Bildern jetzt auch ALT-Texte hinterlegen. Google will damit barrierefreie E-Mails möglich machen, die auch für Blinde und Sehbehinderte nutzbar sind.

Damit Menschen mit Sehbehinderung erfahren, was auf Bildern im Internet zu sehen ist, bietet HTML die Möglichkeit, ALT-Texte zu diesen Bildern zu hinterlegen. Screenreader lesen diese Texte dann vor. Bei Webinhalten gehört das Hinterlegen von ALT-Texten zu Bildern deshalb schon seit vielen Jahren zum guten Ton.

Seit einigen Tagen bietet der E-Mail-Dienst Gmail jetzt auch eine Möglichkeit, barrierefreie E-Mails zu verfassen. Wer in die zu verschickende E-Mail ein Foto einbettet, findet nach einem Klick darauf im Fuß des Bildes nicht nur Möglichkeiten, die dargestellte Größe anzupassen, sondern auch die Option “Alt-Text bearbeiten”. Damit lässt sich zu dem Bild ein kurzer Text hinterlegen. Der sollte im Idealfall genau das beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Während ALT-Texte auf Websites oft auch dazu genutzt werden, SEO-relevante Keywords zu hinterlegen, dürfte sich die sinnvolle Verwendung in E-Mails auf eine reine Beschreibung beschränken. Empfänger mit Sehproblemen werden das zu schätzen wissen.

Vorstellungsgespräche trainieren: Google stellt ‘Interview Warmup’ vor

Ein KI-basiertes Online-Tool, mit dessen Hilfe sich Vorstellungsgespräche trainieren lassen, bietet Google mit Interview Warmup. Wer sich demnächst den Fragen eines Arbeitgebers in Spe stellen muss, kann sich damit auf diese stressreiche Situation vorbereiten. Vorerst aber wohl nur in englischer Sprache.

Interview Warmup stellt Job-Aspiranten eine Reihe von typischen Fragen und transkribiert in Echtzeit die per Mikrofon aufgezeichneten Antworten. Mit Hilfe von Mustererkennung macht das Tool anschließend auf sprachliche Eigenheiten aufmerksam, und analysiert, über welche Inhalte – etwa Erfahrungen, Fähigkeiten und Ziele – die Trainierenden in welchen Anteilen sprechen.

Google weist allerdings darauf hin, dass Interview Warmup die Antworten nicht bewertet. Wer das Tool nutzt, um damit für Vorstellungsgespräche zu trainieren, erfährt dennoch eine Menge über sich selbst, seine Art, sich zu präsentieren und die Schwerpunkte, die er in seinen Antworten eventuell unbewusst setzt. So erhalten Bewerber die Möglichkeit, an ihrer Selbstvermarktung zu feilen und gelassener in die eigentlichen Gesprächssituationen zu gehen.

Google hat Interview Warmup für Nutzer entwickelt, die ein Google Career Certificate anstreben und enthält deshalb eine Reihe von Fragen, die auf die dabei vermittelten Inhalte abzielen. Es lässt sich aber von Jedermann und -frau nutzen und umfasst auch einen großen Bereich genereller Fragen. Wer dabei nach eigenem Empfinden nicht gut abgeschnitten hat, kann das Training (mit den selben oder neuen Fragen) beliebig oft wiederholen.

Fotos auf Smartphones: Schnell geschossen, schnell vergessen

Nur gut jeder Zweite schaut Fotos auf Smartphones nach der Aufnahme noch regelmäßig an. Das ergab eine Umfrage von Bitkom Research. Noch einmal deutlich niedriger lag der Anteil der Nutzer, die ihre Fotos (und Videos) später bearbeiten – oder zumindest überschüssiges Bildmaterial löschen.

Auflösungen von über 100 Megapixeln sind auf modernen Smartphones keine Seltenheit mehr, die Geräte von der Mittelklasse an aufwärts sind immer gleich mit mehreren Kameras ausgestattet, bieten optische Bildstabilisierung und unterschiedlichste Aufnahmemodi. Der Siegeszug der Kamera im Smartphone hat den Markt für Standalone-Kompaktkameras in den vergangenen Jahren extrem ausgedünnt. Alles nur für Fotos, die sich nach dem Druck auf den Auslöser keiner mehr ansieht?

Der Eindruck drängt sich beim Lesen der Ergebnisse einer Umfrage auf, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. 44 Prozent der 1002 Befragten gaben an, sich später kaum noch mit ihren Aufnahmen zu beschäftigen. Lediglich 16 Prozent bearbeiten ihre Fotos oder Videos im Nachhinein. Aber: Nur 9 Prozent löschen Fotos oder Videos regelmäßig.

Den Smartphone-Herstellern dürften diese Ergebnisse ganz recht sein, führt ein sich stetig weiter füllender Smartphone-Speicher doch ganz natürlich zu immer träger reagierenden Geräten. Die wiederum lassen den Wunsch nach neuen Geräten reifen – mit mehr Speicher, aber, versteht sich, auch mit einer besseren und höher auflösenden Kamera.

Ein gewachsenes Bewusstsein für Nachhaltigkeit steht dem allerdings entgegen. Nach einer Studie von Euler Hermes ist die Nutzungsdauer von Smartphones in Europa auf rund 40 Monate gestiegen, das ist ein Anstieg von rund 24 Prozent gegenüber 2016. Dass viele Fotos auf Smartphones keines zweiten Blickes gewürdigt werden, ist trotzdem schade. Zumindest regelmäßiges Löschen könnte die Zeitspanne, bis sich ein Smartphone langsam anfühlt, noch einmal verlängern.