Schlagwort-Archiv: videos

Videos auf Facebook: Zuckerberg mit Netflix-Ambitionen

“Professionelle episodische Video-Inhalte” – in klassischem Deutsch “gut gemachte Fernsehserien” – spielen in Mark Zuckerbergs Vision für die Zukunft von Facebook eine wichtige Rolle. Darüber sprach der CEO am Mittwoch bei der Präsentation der Quartalsergebnisse, wie Recode meldet.

Zuckerberg formulierte die Idee von Facebook als einer Plattform, die Nutzer aufsuchen, wenn sie sich Videos ansehen wollen, wenn sie sich auf den neuesten Stand zu ihrer Lieblingssendung bringen oder sich aktuelles zu einer Person des öffentlichen Lebens ansehen wollen. “Das sind einigermaßen andere Gründe als die, aus denen Leute heute Facebook aufsuchen”, räumte Zuckerberg ein.

Er erklärte, Facebook müsse ein Geschäftsmodell entwickeln, das Video-Herstellern Anreize bietet, Material für das soziale Netzwerk zu produzieren. Ausdrücklich erwähnte er in diesem Zusammenhang die kürzlich angekündigten Mid-Roll-Ads. “Viele der besten episodischen Inhalte werden pofessionell hergestellt”, erklärte Zuckerberg, “und diese Leute müssen ausreichend Geld verdienen, damit sich ihr Geschäftsmodell trägt.”

Super Chat: YouTube macht Kommentare in Livestreams zu Geld

YouTube führt einen neuen Typ von Kommentaren ein, den Super Chat. So nennt der Dienst hervorgehobene Kommentare, die für bis zu fünf Stunden oben gehalten werden. Künftig soll jeder Zuschauer eines Livestreams die Möglichkeit erhalten, gegen Bezahlung solche Kommentare zu verfassen. Den Video-Ersteller will Youtube an den so erzielten Einnahmen beteiligen.

Vorerst bietet YouTube die Möglichkeit, Super Chats zu erstellen, in einer Beta-Phase für eine kleine Gruppe ausgewählter Videoproduzenten an. Schon vom 31. Januar an sollen aber Videoproduzenten in 20 Ländern und Zuschauer in mehr als 40 Ländern den Kommentartyp Super Chat nutzen können.

Gleichzeitig kündigt Produktmanagerin Barbara Macdonald das Ende eines anderen Monetarisierungsmodells an: Für das “Fan Funding”, über das Zuschauer direkt Geld an die Videoproduzenten senden konnten, sind keine Anmeldungen mehr möglich, auf angemeldeten Kanälen kann die Option nur noch bis zum 28. Februar genutzt werden.

Neue Erlösquelle für Publisher: Facebook will Werbung in Videos platzieren

Facebook will Werbung in Videos platzieren und die Video-Publisher an den Werbeeinnahmen beteiligen. Das will unter anderem das Online-Magazin Recode in Erfahrung gebracht haben.

Wenngleich Facebook-Offizielle den Bericht bislang nicht kommentieren wollten, beschreibt Recode das mögliche Werbe- und Erlösmodell sehr detailliert: So sollen für die Werbeplatzierung nur Videos von mindestens 90 Sekunden Länge in Frage kommen, und erst wenn ein Nutzer mindestens 20 Sekunden davon gesehen hat, soll ein Werbespot den Videoclip unterbrechen dürfen. Recode verwendet den Begriff “Mid-Roll Ads” für diese Art von Werbung in Videos – im Unterschied zu den auf anderen Plattformen üblichen “Pre-Roll Ads”, die dem Zuschauer vor den eigentlichen Inhalten gezeigt werden.

Für die Vermarktung der Werbeplätze will dem Bericht zufolge Facebook vorerst selbst sorgen. Publisher sollen einen Anteil von 55 Prozent an den Werbeeinnahmen erhalten, was dem Anteil entspricht, den auch YouTube ausschüttet.

Live in 360 Grad: Jetzt zeigt auch Periscope Rundum-Videos

Nachdem erst kürzlich YouTube und Facebook diese Möglichkeit geschaffen haben, ermöglicht jetzt auch Twitter über seinen Live-Video-Dienst Periscope Rundum-Videos. Wie die Periscope-Entwickler in einem aktuellen Blog-Eintrag erläutern, sind 360-Grad-Videos mit der Markierung Live 360 gekennzeichnet. Ruft ein Nutzer ein solches Video über sein Smartphone auf, kann er während der Wiedergabe die gezeigte Umgebung erkunden, indem er sein Smartphone in verschiedene Richtungen schwenkt. Aber auch durch Wisch- oder, etwa auf Desktops, durch Mausbewegungen lässt sich die Blickrichtung ändern.

360-Grad-Videos ansehen können ab sofort alle Twitter- oder Periscope-Nutzer, selbst streamen dürfen aber bislang nur ausgewählte Partner. In den kommenden Wochen will Twitter diese Möglichkeit auf weitere Nutzer ausdehnen. Interessenten, die es eilig haben, können sich schon jetzt in eine Warteliste eintragen.

Die Plattform geht, die App bleibt: Aus Vine wird Vine Camera

Anders als ursprünglich angekündigt, nimmt Twitter die Kurz-Video-App Vine nicht komplett aus dem Netz: Ab Januar wird die App Vine Camera heißen. Das geht aus einem Blog-Eintrag der beteiligten Teams hervor. Unter der Adresse Vine.co soll der Zugriff auf alle bis dahin veröffentlichten Kurz-Videos erhalten bleiben – das soziale Netzwerk Vine wird dann allerdings Geschichte sein.

Mit Vine Camera haben Nutzer weiterhin die Möglichkeit, Videos von maximal sechs Sekunden Dauer aufzunehmen. Die lassen sich dann lokal auf dem Smartphone des Nutzers speichern oder direkt auf Twitter teilen. In der Mitteilung heißt es weiter, Vine-Nutzer würden in den nächsten Tagen eine einfache Möglichkeit erhalten, den Nutzern, denen sie bisher auf Vine folgen, künftig auf Twitter zu folgen. Ihre eigenen älteren Werke können Nutzer inzwischen via App oder Website auf ihre Geräte herunterladen.

Vine für iOS

[qrcode content=”https://itunes.apple.com/de/app/vine/id592447445?mt=8″]

Vine für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=co.vine.android”]

Twitter integriert Video-Livestreams in die Standard-App

Wer Video-Livestreams über Twitter verbreiten möchte, ist künftig nicht mehr auf die separate App Periscope angewiesen. Twitter hat die Livestream-Funktion in seine Apps für iOS und Android integriert. Um auf Twitter live zu gehen, genügt es, den Dialog zum Verfassen eines neuen Tweet aufzurufen, auf das Kamerasymbol und dann in der anschließenden Medienübersicht auf “Live” zu tippen. Handhaben lässt sich die in Twitter integrierte Livestream-Funktion so, wie Nutzer es von Periscope gewohnt sind.

Die separate Periscope-App soll dennoch erhalten bleiben, wie Sara Haider, Senior Engineering Manager bei Periscope gegenüber dem Online-Magazin The Verge sagt. Periscope werde weiter entwickelt, neue Funktionen würden als erstes in der Standalone-App verfügbar gemacht. Wie sie anmerkt, verwenden längst nicht alle Periscope-Nutzer regelmäßig Twitter.

Twitter für iOS

[qrcode content=”https://itunes.apple.com/de/app/twitter/id333903271?mt=8″]

Periscope für iOS

[qrcode content=”https://itunes.apple.com/de/app/periscope/id972909677?mt=8″]

Twitter für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=com.twitter.android”]

Periscope für Android

[qrcode content=”https://play.google.com/store/apps/details?id=tv.periscope.android”]

Facebook zeigt 360-Grad-Videos ab jetzt auch als Livestream

‘Live 360’ heißt Facebooks neueste Möglichkeit, Bewegtbilder live in die Welt zu senden: Während das mit konventionellen Videos schon länger möglich ist, können Facebook-Nutzer von jetzt an auch 360-Grad-Videos live streamen. Die Zuschauer sollen so die Möglichkeit erhalten, noch tiefer ins Geschehen einzutauchen. Den Anfang macht ein Rundum-Video von der Mars Desert Research Station in Utah, USA, das National Geographic am Dienstagabend aussendet.

Bislang können nur ausgewählte Facebook-Nutzer respektive Betreiber von Facebook-Seiten die Live-API nutzen, um Livestreams mit 360-Grad-Videos zu zeigen. In den kommenden Monaten will Facebook diese Möglichkeit ausweiten, irgendwann im Jahr 2017 soll die Funktion dann für alle Profile und Seiten zur Verfügung stehen.

YouTube erlaubt jetzt Livestreams in 4K-Auflösung

Maximal 3840 x 2160 Pixel, maximal 60 Bilder pro Sekunde, und auf Wunsch auch eine 360-Grad-Rundumsicht: Das sind die neuen Grenzen, die YouTube für Livestreams festgelegt hat. Aufgezeichnete Videos in 4K-Auflösung sind bereits seit 2010 möglich, seit 2015 auch mit einer Bildrate von 60 FPS. Wer Livestreams auf YouTube zeigen wollte, musste sich aber bislang mit einer Auflösung von höchstens 2560 x 1440 Pixeln bescheiden.

Sowohl Zuschauer als auch YouTuber, die selbst einen Livestream in 4K-Auflösung zeigen wollen, sind allerdings auf eine stabile Internetverbindung mit hoher Bandbreite angewiesen: YouTube nennt bei höchster Auflösung und Bildrate eine Datenrate von bis zu 51.000 Kilobit pro Sekunde. Dass zudem auch die verwendete Hardware 4K-tauglich sein muss, versteht sich von selbst.

Instagram forciert Echtzeit-Kommunikation

Live-Videos und flüchtige Nachrichten, die nach dem Ansehen verschwinden: Die Foto- und Videoplattform Instagram zielt mit neuen Aktualisierungen zugleich auf den Markenkern des Konkurrenten Snapchat und startet einen Angriff auf den zu Twitter gehörenden Dienst Periscope: Künftig können Nutzer in ihren Instagram Stories Live-Videos streamen. Die können bis zu einer Stunde dauern und verschwinden, sobald der Livestream endet. Während der Übertragung können Zuschauer den Stream kommentieren und liken. Von vielen angesehene Livestreams sollen auch im Explore-Bereich erscheinen.

Außerdem will Instagram künftig die Möglichkeit bieten, persönliche Nachrichten zu versenden, die wieder verschwinden, nachdem die Empfänger sie angesehen haben. Wie bei Snapchat erhält der Absender eine Benachrichtigung, wenn ein Empfänger eine solche flüchtige Nachricht per Screenshot gesichert hat.

Superfans, exklusive Gruppen-Broadcasts und bessere Desktop-Unterstützung für Periscope

Während Twitters Kurz-Videoplattform Vine vor der Einstellung steht, bekommt Twitters Livestream-Plattform Periscope gleich eine ganze Reihe neuer Funktionen. Wie der Dienst bekanntgab, hilft Periscope seinen Broadcastern in Zukunft, ihre “Superfans” zu identifizieren. Ein Algorithmus zählt und gewichtet, wie oft sich die einzelnen Nutzer die Streams eines Broadcasters ansehen, bewerten und kommentieren. Die bis zu zehn engagiertesten Fans weist Periscope dann als Superfans aus.

Diese Superfans, wahlweise aber auch nach anderen Kriterien zusammengestellte Gruppen, können Periscope-Broadcaster künftig mit exklusiven Streams erreichen. Damit gibt Periscope Nutzern die Möglichkeit, Streams auf enge Freunde oder auf Follower mit speziellen Interessen zu beschränken.

Dritte Neuerung: Wer Streams lieber am Desktop verfolgt als auf seinem Mobilgerät, kann sich ab sofort mit seinen Zugangsdaten auf der Website Periscope.tv anmelden, und Livestreams dann nicht nur ansehen, sondern auch bewerten und kommentieren.

Drehschluss: Twitter schließt seine Videoplattform Vine

Sekunden-Videos statt abendfüllender Spielfilme sind der Markenkern der Videoplattform Vine. Unter diesem Aspekt hätte er sich gut in das Portfolio des Mutterunternehmens Twitter eingefügt.

https://vine.co/v/h1O5gam52A3

Doch Twitter wird den 2012 übernommenen Dienst aller Voraussicht nach einstellen: In einer Mitteilung auf der Plattform Medium heißt es, die mobile App werde in den nächsten Monaten eingestellt, eine längerfristige Fortführung des gesamten Dienstes scheint deshalb ebenfalls unwahrscheinlich.

Die Website bleibt der Mitteilung zufolge vorerst online, und Nutzer sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Werke auf ihren lokalen Rechner herunter zu laden. Details, etwa einen genauen Zeitplan, verrät die Mitteilung nicht, die Betreiber versprechen jedoch, die Nutzer zeitnah über die Entwicklung auf dem laufenden zu halten.

Jetzt kann Ihre Instagram Stories jeder sehen!

Als Instagram im August den Klon der gleichnamigen Snapchat-Funktion vorgestellt hat, konnten zunächst nur diejenigen die Stories eines Nutzers ansehen, die ihm bei Instagram folgten. Das ist ab sofort anders: Die Instagram Stories, deren Urheber öffentliche Profile nutzen, erscheinen jetzt auch im Bereich Explore. Nutzer, die zuvor ähnliche Bilder und Videos angesehen, kommentiert oder für gut befunden haben, oder Nutzern mit ähnlichen Profilen folgen, finden oberhalb der vorgeschlagenen Fotos und Videos jetzt auch eine Reihe passender Instagram Stories.