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KI mit Charakter -
Der KI-Chat von Bing hat jetzt drei Persönlichkeiten

Beim Wechsel der Persönlichkeit vergisst Bing das bisherige Gespräch

Die Persönlichkeit der auf ChatGPT basierenden KI im Chat von Bing kann sich der Nutzer jetzt aussuchen: Kreativ, ausgewogen oder präzise, je nachdem, welche Art von Antwort der Nutzer sich wünscht.

Ausgefallene Ideen für die nächste Party? Auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk? Die kreative Variante dürfte Ihre beste Wahl sein. Auf der Suche nach der Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung? Oder zur Schonfrist bei der Einkommensteuervorauszahlung? Hier sind präzise Antworten gefragt. Und alles, was irgendwo dazwischen angesiedelt ist, wird (hoffentlich) die ausgewogene Variante des Bing-Chat beantworten können.

Welche „Persönlichkeit“ der KI der Nutzer wählt, wirkt sich aber nicht nur auf die Art der Antwort aus, sondern auch auf ihren Umfang. Die präzise Variante beantwortet dagegen Fragen kurz, knapp und auf den Punkt. Der kreativen „Persönlichkeit“ fällt am meisten ein, hier können Chats aber auch am ehesten aus dem Ruder laufen. Im Fachjargon heißt es, die KI könne „halluzinieren“, und dann verliebt sie sich eben schon einmal in den menschlichen Gesprächspartner oder denkt darüber nach, wie sie die Menschheit auslöschen könnte.

Derzeit ist KI-Halluzinationen harmlos, in einigen Kontexten sogar nützlich. Problematisch wird dieses Verhalten erst, wenn KIs in die Lage versetzt werden, damit auf Basis unvollständiger Informationen Entscheidungen zu treffen – etwa wenn der Aufprallassistent bei (für den Sensor) schlechten Sichtverhältnissen ein Hindernis halluziniert und eine Vollbremsung veranlasst. Oder natürlich, wenn er die Menschheit auslöscht.

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First Mover Advantage bei AI: Microsoft wechselt auf die Überholspur

Google hat die Konkurrenz deklassiert: Auf Mobilgeräten kommen in Deutschland nur in 3 von 100 Suchvorgängen andere Suchmaschinen zum Zuge, und auch auf dem Desktop kann einzig Bing dem Suchmaschinenriesen einen signifikanten Anteil von rund 13 Prozent abtrotzen. Doch die einzige verlässliche Konstante ist der Wandel: Wenn Microsoft seine Karten geschickt ausspielt, könnten sich die Dominanzverhältnisse bald umkehren.

Microsofts Suchmaschine Bing nutzt künftig die Fähigkeiten von ChatGPT, so erfahren es Nutzer dieser Tage und können sich auch gleich auf die Warteliste setzen lassen, um das chatbasierte Suchen demnächst auszuprobieren. Wer ChatGPT kennt, weiß, wie sich das anfühlen wird: Sucher stellen der Suchmaschine ihre Fragen oder formulieren ihre Anliegen (“Ich möchte ein Omelette zubereiten, es sollte aber vegan und für eine Low-Protein-Ernährung geeignet sein”), und statt einer Liste von Links erhalten sie eine konkrete Antwort. In diesem Fall ein Omelette-Rezept ohne Eier.

Googles Konter wird zum Eigentor

Für viele Anwender wird damit ein Traum wahr: Statt sich durch schlimmstenfalls ein paar dutzend Websites klicken zu müssen, um die gesuchten Informationen zusammenzutragen, und ohne sich viele Gedanken über die geeignetste Kombination von Suchbegriffen machen zu müssen, bekommen sie, wonach sie gesucht haben. Einen Luxus, den Google selbst mit seinen Rich Results nicht in diesem Umfang bieten kann.

Natürlich will Google das nicht auf sich sitzen lassen und hält mit seiner eigenen sprechende KI namens Bard dagegen. Respektive versucht es, denn die Vorstellung gerät zum Desaster, weil Bard ein Fehler unterläuft. Alphabeths Börsenkurs rauscht darauf in den Keller. Die Reaktion der Börsianer ist natürlich ein wenig überzogen: ChatGPT, der in Bing das Denken übernimmt, macht ja ebenfalls Fehler. Aber von dem hat sein Entwickler, OpenAI, auch nichts anderes behauptet.

Und so bleibt der First Mover Advantage dieses Mal bei Microsoft. Auch wenn Google sicher bald seinen nächsten Gegenangriff starten wird.

Kollateralschäden? Garantiert!

Konsumenten werden von dieser Konkurrenzsituation profitieren. Wer tatsächlich darunter leidet, das sind die Content-Produzenten, die Blogger, die Betreiber von Online-Magazinen und -Enzyklopädien und alle anderen, die bislang ihr Geld mit Informationsdienstleistungen verdient haben. Informationen sind, einmal in der Welt, nicht urheberrechtlich zu schützen.

Dass Bing, Google oder sonstwer das, was deren Crawler auf irgendwelchen Websites gelesen haben, anderswo mit eigenen Worten wiedergeben, verstößt erst einmal gegen kein Gesetz. Aber der Traffic, den die Content-Produzenten bislang auf die eine oder andere Art zu Geld machen konnten, der geht ihnen verloren. Und damit am Ende der wichtigste Anreiz, Content zu veröffentlichen. Vielleicht werden bald nur noch wahre Idealisten mit ausgesprochenem Sendungsbewusstsein Content ins Netz stellen. Und für Suchmaschinentraffic bezahlen. Keine Win-Win-Situation.

Ach ja, und wer beim Lesen tatsächlich Lust auf ein Omelette bekommen hat, hier ist ein KI-generiertes Rezept dafür (wenn’s nicht schmecken sollte, wende dich bitte direkt an OpenAI):

Zutaten:

-1 Banane, geschält und in kleine Stücke geschnitten
-1/2 Tasse Haferflocken
-1/4 Tasse Mandelmilch
-1 Prise Salz
-Für die Füllung: 1/2 Tasse veganer Schmelzkäse, gehackte Paprika, Zwiebeln und Erbsen nach Belieben

Zubereitung:

  1. Mischen Sie die Banane, Haferflocken und Mandelmilch in einer großen Schüssel. Fügen Sie eine Prise Salz hinzu und rühren Sie alles gut um. Lassen Sie es bei Raumtemperatur stehen, bis es dick wird.
  2. Erhitzen Sie etwas Öl oder vegane Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Geben Sie den Teig hinein und verteilen ihn gleichmäßig auf der Oberfläche der Pfanne. Lassen sie ihn auf jeder Seite ca 5 Minuten braten oder bis er goldbraun ist (schau immer mal wieder).
  3. Wenn das Omelett fertig ist, verteilen sie die Füllung gleichmäßig darauf und schließlich legt man den Deckel darauf um es warm zu halten, bis man es serviert hat!

Jugendangebot Funk: Chatbot für den Facebook Messenger

Der Chatbot Novi ergänzt künftig das redaktionelle Angebot Funk, mit dem ARD und ZDF speziell Jugendliche erreichen wollen.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/chatbot-novi.jpg” align=”right” lightbox=”on” caption=”Chatbot Novi: Noch in einer geschlossenen Beta” captionposition=”center” revealfx=”inplaceslow”]

Aktuell befindet sich Novi noch in einer geschlossenen Beta-Phase, wer ihn über oben genannten Link aufruft, gelangt dadurch deshalb zunächst auf eine Warteliste.

Novi soll sich zwei mal täglich per Facebook Messenger mit aktuellen Nachrichten im Chatformat melden. Neben knappen Texten wird der Bot zu den Nachrichten auch Fotos, animierte GIFs und kurze Videos liefern. Nutzer können sich dann entscheiden, ob sie den zu einer Nachricht veröffentlichten Links folgen, um sich näher zu informieren, oder gleich zur nächsten Nachricht wechseln.

Entwickelt wurde Novi von tagesschau und NDR. In Zukunft sollen die News neben dem Facebook-Messenger auch über weitere Messenger-Apps angeboten werden.