Schlagwort-Archiv: messenger

Signal vorn, WhatsApp im Mittelfeld, Telegram außen vor: Stiftung Warentest prüft Instant Messenger

Die Stiftung Warentest hat 15 Instant Messenger-Dienste, jeweils für iOS und Android, näher unter die Lupe genommen. Platzhirsch WhatsApp hat dabei schlechter abgeschnitten, als es seine Beliebtheit vermuten ließe.

Im guten Mittelfeld sehen die Tester der Stiftung Warentest den Instant Messenger WhatsApp vor allem auf Grund seiner intransparenten Angaben zum Datenschutz. Dabei wussten sie allerdings auch seine Stärken zu würdigen, namentlich die Möglichkeit, auch bei schlechter Verbindung damit zu telefonieren.

Im Gesamtpaket schnitt Signal am besten ab, auch wenn die Tester hier ebenfalls problematische Formulierungen in der Datenschutzerklärung bemängelten. Für viele überraschen, hatte es dagegen Telegram erst garnicht in die Übersicht geschafft: Die Stiftung Warentest schloss sich der Auffassung des Justizministeriums an, es handle sich um ein soziales Netzwerk. Damit verbot sich der direkte Vergleich mit anderen Instant Messengern.

Vermutet werden darf allerdings, dass Telegram auch als Messenger nicht auf einem vorderen Platz gelegen hätte: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gewährleistet Telegram nämlich nicht durchgängig.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist eine Sicherheitsmethode, bei der Informationen so verschlüsselt werden, dass nur die beteiligten Personen sie entschlüsseln und lesen können. Selbst der Dienstleister kann den Inhalt nicht einsehen.

Jetzt hat auch WhatsApp Stories: Noch ein Klon-Angriff auf Snapchat

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/02/whatsapp-stories.png” alt=”WhatsApp Stories: Der neue Status ist eine 1:1-Kopie der Snapchat Stories” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplaceslow”]

Die erst am Montag angekündigte neue Status-Funktion für den Messenger WhatsApp ist bereits allgemein verfügbar. Trotz ihres offiziellen Namens “Status” handelt es sich bei ihr um einen Klon der Snapchat Stories. Genau wie Snapchat Stories setzen sich die WhatsApp Stories aus vom Nutzer aufgenommenen und mit Schriftzügen, Icons und Freihandmalerei aufgehübschten Fotos und Videos zusammen, die jeweils für 24 Stunden sichtbar bleiben. Grundsätzlich können nur die Kontakte eines Nutzers seine “Status”-Bilder und -Videos sehen. Er kann außerdem einzelne Kontakte davon ausschließen oder die Statusanzeige auf ausgewählte Kontakte beschränken.

Die WhatsApp Stories: Der dritte Klon einer Snapchat-Funktion aus dem Hause Facebook

Bereits Anfang August 2016 hat Facebook mit den Instagram Stories die beliebte Snapchat-Funktion nahezu deckungsgleich kopiert, Ende Januar folgte dann die Ankündigung einer identischen Funktion innerhalb der Facebook-Apps für iOS und Android. Snapchat ist damit schon jetzt nur noch ein Dienst unter vielen, der eine Stories-Funktion bietet.

Facebook will auch im Messenger Werbung zeigen

Facebook testet derzeit Möglichkeiten, in seinem Messenger Werbung zu platzieren.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/messenger-werbung.png” credit=”Foto: Facebook” alt=”Zeigt Facebook bald im Messenger Werbung?” align=”right” lightbox=”on” captionposition=”left” revealfx=”inplace”]

Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich vorerst um einen eng begrenzten Test in Australien und Thailand. Die Werbeanzeigen sollen auf dem Homescreen des Messengers, unterhalb der letzten Konversation, erscheinen, nicht aber innerhalb von Konversationen selbst. Werbetreibende haben auch nicht die Möglichkeit, von sich aus einen Chat mit einem Nutzer zu startet – Konversationen zwischen Nutzern und werbenden Unternehmen sollen nur auf Initiative der Nutzer hin möglich sein.

Bei Facebook sieht man Potential in dieser Werbeform. Schon jetzt nehmen Nutzer nach Angaben des Unternehmens monatlich eine Milliarde mal per Messenger Kontakt zu Unternehmen auf. Wie es in der Mitteilung heißt, will man sich bei Facebook Zeit lassen, um zu entscheiden, ob und in welcher Form künftig in weiteren Ländern im Messenger Werbung zu sehen sein wird.

Jugendangebot Funk: Chatbot für den Facebook Messenger

Der Chatbot Novi ergänzt künftig das redaktionelle Angebot Funk, mit dem ARD und ZDF speziell Jugendliche erreichen wollen.

[aesop_image imgwidth=”30%” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/chatbot-novi.jpg” align=”right” lightbox=”on” caption=”Chatbot Novi: Noch in einer geschlossenen Beta” captionposition=”center” revealfx=”inplaceslow”]

Aktuell befindet sich Novi noch in einer geschlossenen Beta-Phase, wer ihn über oben genannten Link aufruft, gelangt dadurch deshalb zunächst auf eine Warteliste.

Novi soll sich zwei mal täglich per Facebook Messenger mit aktuellen Nachrichten im Chatformat melden. Neben knappen Texten wird der Bot zu den Nachrichten auch Fotos, animierte GIFs und kurze Videos liefern. Nutzer können sich dann entscheiden, ob sie den zu einer Nachricht veröffentlichten Links folgen, um sich näher zu informieren, oder gleich zur nächsten Nachricht wechseln.

Entwickelt wurde Novi von tagesschau und NDR. In Zukunft sollen die News neben dem Facebook-Messenger auch über weitere Messenger-Apps angeboten werden.

Bloggen ohne Anmeldung: Telegram startet Blogplattform Telegra.ph

Mit der Blogplattform Telegra.ph hat Telegram einen Dienst geschaffen, über den jedermann umfangreiche Blogposts verfassen kann, ohne sich zu registrieren oder anzumelden. Der sehr einfach gehaltene Editor steht direkt nach dem Aufruf der Website parat. Der Verfasser eines Blogposts muss zwar (s)einen Namen angeben, seine Identität aber sonst in keiner Weise verifizieren.

Das Bloggen ohne Anmeldung bietet bislang allerdings nur sehr rudimentäre Möglichkeiten. So kann der Blogger neben Überschrift und Text noch Bilder, Tweets und Videos in seinen Beitrag integrieren, eine Anbindung sozialer Medien fehlt aber ebenso wie eine Kommentarfunktion, über die Leser mit dem Verfasser in Kontakt treten könnten, oder ein RSS-Feed.

In seiner derzeitigen Form bietet Telegra.ph keinerlei Schutz vor Spambots (es gibt nicht einmal eine Capture-Funktion) und ließe sich mühelos nutzen, um Falschmeldungen, Hassbotschaften, jugendgefährdende oder anderweitig rechtswidrige Inhalte zu verbreiten.