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Instagram forciert Echtzeit-Kommunikation

Live-Videos und flüchtige Nachrichten, die nach dem Ansehen verschwinden: Die Foto- und Videoplattform Instagram zielt mit neuen Aktualisierungen zugleich auf den Markenkern des Konkurrenten Snapchat und startet einen Angriff auf den zu Twitter gehörenden Dienst Periscope: Künftig können Nutzer in ihren Instagram Stories Live-Videos streamen. Die können bis zu einer Stunde dauern und verschwinden, sobald der Livestream endet. Während der Übertragung können Zuschauer den Stream kommentieren und liken. Von vielen angesehene Livestreams sollen auch im Explore-Bereich erscheinen.

Außerdem will Instagram künftig die Möglichkeit bieten, persönliche Nachrichten zu versenden, die wieder verschwinden, nachdem die Empfänger sie angesehen haben. Wie bei Snapchat erhält der Absender eine Benachrichtigung, wenn ein Empfänger eine solche flüchtige Nachricht per Screenshot gesichert hat.

Superfans, exklusive Gruppen-Broadcasts und bessere Desktop-Unterstützung für Periscope

Während Twitters Kurz-Videoplattform Vine vor der Einstellung steht, bekommt Twitters Livestream-Plattform Periscope gleich eine ganze Reihe neuer Funktionen. Wie der Dienst bekanntgab, hilft Periscope seinen Broadcastern in Zukunft, ihre “Superfans” zu identifizieren. Ein Algorithmus zählt und gewichtet, wie oft sich die einzelnen Nutzer die Streams eines Broadcasters ansehen, bewerten und kommentieren. Die bis zu zehn engagiertesten Fans weist Periscope dann als Superfans aus.

Diese Superfans, wahlweise aber auch nach anderen Kriterien zusammengestellte Gruppen, können Periscope-Broadcaster künftig mit exklusiven Streams erreichen. Damit gibt Periscope Nutzern die Möglichkeit, Streams auf enge Freunde oder auf Follower mit speziellen Interessen zu beschränken.

Dritte Neuerung: Wer Streams lieber am Desktop verfolgt als auf seinem Mobilgerät, kann sich ab sofort mit seinen Zugangsdaten auf der Website Periscope.tv anmelden, und Livestreams dann nicht nur ansehen, sondern auch bewerten und kommentieren.

Google räumt auf: Live-Events bald nur noch via YouTube

Um einer breiten Öffentlichkeit Live-Events oder Live-Diskussionen zugänglich zu machen, eignen sich sowohl YouTube Live also auch die bislang unter Google+ verfügbaren Hangouts On Air. Das wird sich vom 12. September an ändern, wie Google mitteilt. Von da an stehen die Hangouts On Air als Übertragungsmodus für einen “schnellen” Livestreams unter YouTube Live zur Verfügung, aber nicht mehr unter Google+.

Wer Livestreams unter Google+ für Zeitpunkte ab dem 12. September geplant hat, muss sie zu YouTube Live verschieben. Nach der Übertragung eines Livestreams steht folgerichtig auch die Aufzeichnung künftig auf YouTube bereit. Wie bei anderen YouTube-Videos auch kann der Nutzer entscheiden, ob er sein Video als öffentlich deklariert, als “nicht gelistet” (wie es bei Hangouts on Air unter Google+ auch schon der Fall war), oder als privat. Die Maßnahme gehört zu einem größeren Umbau an Google Hangouts: Künftig soll der Dienst sich vor allem an geschäftliche Nutzer richten, während für private Eins-zu-Eins-Videochats in Zukunft der mobile Dienst Duo (für Android und iOS) bereitsteht.

Nur die auf Twitter sahen seine Liveshows. Bis er diese Funktion entdeckte!

Code, um Tweets mit Livestreams einzubettenBis gestern waren mit Periscope gedrehte Livestreams nur an zwei Orten im Web zu finden: Auf Twitter und auf Periscope.tv. Das ist seit heute anders: Wie Periscope in einem Blog-Beitrag auf Medium.com mitteilt, können Nutzer Tweets mit Periscope-Streams jetzt in ihre Websites einbetten. Besucher dieser Websites können sich die Livestreams oder deren Aufzeichnungen dann direkt dort ansehen:

In die meisten WordPress-Installationen lassen sich Tweets einfach durch Angabe der Tweet-Url einbetten. Online-Redakteure, deren CMS keine solche Funktion bietet, können den HTML-Code von Twitter verwenden. Nach einem Klick auf die drei Punkte am Fuß des Tweets und den Menüpunkt “Tweet einbetten” erscheint der benötigte Code.

Livestreaming für (fast) alle

YouTubes neues Livestreaming im EinsatzFacebook macht’s, Periscope sowieso, und seit kurzem sogar Tumblr: Die Dienste bieten ihren Nutzern die Möglichkeit, mit Live-Videos ins Netz zu gehen. Jetzt zieht Video-Riese YouTube nach, nicht ohne im hauseigenen Blog darauf hinzuweisen, man biete Livestreaming eigentlich ja schon seit 2011 an, “before it was cool”. Bislang durfte aber längst nicht jeder mitmachen. Livestreaming für (fast) alle weiterlesen