Archiv der Kategorie: Darstellen

Virtual Reality: Bis 2020 mehr als eine Milliarde Umsatz

Bis zum Jahr 2020 sollen Unternehmen im Bereich Virtual Reality jährlich über eine Milliarde Euro umsetzen, überproportional wachsen wird vor allem der Umsatz der VR-Inhalte. Diese Zahl geht aus einer Prognose des Prüfungs- und Beratungsunternehmens
Deloitte hervor, die der Branchenverband Bitkom in der Studie Zukunft der Consumer Technology – 2016 anführt.

[aesop_image imgwidth=”content” img=”https://netknowhow.de/wp-content/uploads/2017/01/vr-inhalte.jpg” alt=”VR-Inhalte” align=”center” lightbox=”on” caption=”Grafik: Statista, CC BY-ND 3.0” captionposition=”left” revealfx=”inplace”]

Während die Nachfrage nach Hardware schon 2019 vorübergehend Sättigungserscheinungen aufweisen könnte, rechnen die Experten mit einer ungebrochen steigenden Nachfrage auf dem Gebiet der Inhalte. Zwar interessieren sich viele der potentiellen VR-Nutzer vor allem für das intensivere Spielerlebnis beim Gaming in der virtuellen Realität, aber auch Filme, Nachrichtenclips, Musikkonzerte oder Sportereignisse bieten sich als VR-Inhalte an. Wie verschiedene Medien ihre Themen in die virtuelle Realität übertragen, zeigt die folgende, in unregelmäßigen Abständen aktualisierte Playlist:

https://www.youtube.com/playlist?list=PL7Gb3QsknHt47nAoc_bCnTcClmPoNTCsY

Bald kann’s jeder: Meinungsvielfalt und gemeinsam erzählte Geschichten in Twitter Moments

Twitter öffnet seinen Kuratierdienst Twitter Moments für einen größeren Nutzerkreis. Bislang konnten nur ein zum Unternehmen gehörendes Redaktionsteam und wenige ausgewählte Medienpartner das Werkzeug nutzen. Jetzt hat Twitter weitere Medienpartner an Bord geholt und will das Werkzeug nach eigener Ankündigung in den nächsten Monaten für alle Nutzer freischalten.

In Moments lassen sich die Tweets verschiedener Nutzer verbinden – etwa um unterschiedliche Reaktionen auf eine aktuelle Meldung zu zeigen, eine Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen oder den Fortgang eines Ereignisses in aufeinander folgenden Tweets zu dokumentieren. Bislang benötigen die meisten Twitterer für solche Vorhaben ein externes Kuratier-Werkzeug, zum Beispiel Storify.

Zu erkennen sind Moments in der Timeline an einem Blitzsymbol auf blauem Grund. Den kompletten Inhalt bekommt der Nutzer erst nach dem Anklicken zu sehen:

https://twitter.com/TwitterMoments/status/763164093133926400

Die Welt in Draufsicht: So unterschiedlich nutzen Medien Onlinekarten

Nicht nur in akuten Ausnahmesituationen, auch im medialen Alltag kann eine Karte oft als Grundlage eines Beitrags dienen oder seinen Informationswert erhöhen. Hier eine Auswahl, die zeig, wie unterschiedlich Onlinemedien Karten nutzen:

Zeit Online: Die Serie “Deutschlandkarte”

Karte aus der Zeit OnlineWo gibt es das beste Eis? Wo wird in Deutschland Kaffee geröstet? Wie viele Einwohner pro Metalband gibt es in einer Region? Solche Fragen beantworten die Kartografen der Zeit-Serie Deutschlandkarte. Die Karten sind themenabhängig grafisch gestaltet, mal interaktiv und mal bloß zum Anschauen.

Spiegel Online: Orte der Schande

Karte der SchandeGewalt gegen Flüchtlinge dokumentiert die Spiegel Online-Karte Orte der Schande. Die interaktive Karte zeigt, wo es zu Übergriffen gekommen ist – von Steinwürfen gegen Unterkünfte bis hin zu Brandstiftung und anderen Mordversuchen reicht die Palette. Beim Anklicken einer Ortsmarke erscheinen Details zu den dort registrierten Übergriffen. Erstellt wurde die Karte mit Hilfe des Dienstes Mapbox.

Stern Online: Massenschießereien in den USA 2016

Karte zu MassenschießereienDas Jahr 2016 ist erst zur Hälfte herum, doch die Karte, auf der die Massenschießereien dieses Jahres in den USA verzeichnet sind, ist schon ziemlich voll. Als Massenschießerei gilt jeder Schusswechsel, bei dem vier oder mehr Personen zu Schaden kommen. Der Stern nutzt den Dienst Carto zur Kartierung der Vorfälle, das Zahlenmaterial stammt von der Organisation Mass Shooting Tracker.

Welt Online: Karte der Länder, die Boris Johnson schon beleidigt hat

Karte zu Ländern, die Boris Johnson beleidigt hatAnlässlich der Ernennung von Boris Johnson zum britischen Außenminister hat der Independent sich die Mühe gemacht, all die Länder zu kartieren, gegen die Johnson in der Vergangenheit verbal ausfällig geworden war. Die Anregung hat die Welt aufgegriffen – nicht originell, aber unterhaltsam.

Time Magazine: America’s Wealth Map

Karte zu Wohlstand in den USADass der Wohlstand in den USA sehr ungleich verteilt ist, war schon vorher bekannt. Das Time Magazin hat mit der interaktiven und wohl mit einigem Aufwand programmierten Karte America’s Wealth Map deutlich gemacht, dass sich diese Ungleichverteilung auch geographisch bemerkbar macht.

RuhrNachrichten: Hier wird in Dortmund geblitzt

Karte Geschwindigkeitskontrollen in DortmundWo in Dortmund mit Geschwindigkeitskontrollen zu rechnen ist, verraten die Ruhrnachrichten in dieser auf Google Maps basierenden interaktiven Karte, die täglich aktualisiert wird. Das ist ein der regionalen Ausrichtung der Publikation angemessener Leserservice.

Der Aufwand, solche Karten zu erstellen, variiert deutlich: Während die Karte des Time Magazine einiges an Programmieraufwand erfordert haben dürfte, stehen für Karten wie die aus dem Online-Angebot des Stern oder aus den Ruhrnachrichten bereits einfach zu handhabende Werkzeuge bereit.

Wege aus dem Kugelhagel: Onlinekarten in akuten Anschlags- und Katastrophen-Situationen

Sie sind die ultimative Herausforderung für jede Redaktion, die in Echtzeit berichtet: Flut- oder Feuerkatastrophen, Terroranschläge wie die von Paris und Nizza, oder ein Amoklauf wie der von München. Echte und vermeintliche Augenzeugen melden sich in den sozialen Medien zu Wort, Ummengen von Fotos und Videos tauchen auf, darunter mischen sich Spekulationen und Schuldzuweisungen, politische Forderungen – und immer auch Hinweise auf weitere Schreckensereignisse. Während des Ereignisses bleibt nur ein Minimum an Zeit, diese Informationen zu veri- oder falsifizieren. Was den Redakteuren bleibt, ist der Konjunktiv, verbunden mit einem klaren Hinweis auf die unklare Quellenlage.

In Situationen, in denen sich Bedrohungen geografisch zuordnen lassen, können Redaktionen mit verlässlichen, zeitnah aktualisierten Onlinekarten aber auch Leben retten:

Auch auf der Karte kann der Redakteur zwischen gesicherten und ungesicherten Informationen unterscheiden – durch die Wahl der entsprechenden Ortsmarke. Während des Amoklaufs in München wurden Schießereien vom Stachus, vom Tollwood-Festival und aus der Nähe des Redaktionsgebäudes der Abendzeitung gemeldet. An keinem dieser Orte waren tatsächlich Schüsse gefallen – aber kein Redakteur hatte die Möglichkeit, die Information minutenschnell zu prüfen.

Nicht auf die potentielle Gefahr hinzuweisen, hätte sich verboten. Aber eine Falschmeldung als Tatsache zu kolportieren, wäre ebenfalls keine Option gewesen (es sei denn, die Publikation richtet sich an ein spezielles Publikum, dem überprüfte Fakten egal sind). Auch wenn Redakteure der alten Schule es hassen: Das Fragezeichen war ein der Situation angemessenes Symbol.

Online-Publikationen, deren Redaktionssystem keine eigene Karten-Anwendung bietet, können in entsprechenden Situationen zum Beispiel auf mymaps.google.com eine entsprechende Onlinekarte anlegen. Für die Ortsmarkierungen bietet Google eine große Zahl von Symbolen, eine Symbolgruppe ist zweckmäßig “Krisenhilfe” benannt. Die Markierungen lassen sich um Texte, Fotos und Videos ergänzen.

Nur die auf Twitter sahen seine Liveshows. Bis er diese Funktion entdeckte!

Code, um Tweets mit Livestreams einzubettenBis gestern waren mit Periscope gedrehte Livestreams nur an zwei Orten im Web zu finden: Auf Twitter und auf Periscope.tv. Das ist seit heute anders: Wie Periscope in einem Blog-Beitrag auf Medium.com mitteilt, können Nutzer Tweets mit Periscope-Streams jetzt in ihre Websites einbetten. Besucher dieser Websites können sich die Livestreams oder deren Aufzeichnungen dann direkt dort ansehen:

In die meisten WordPress-Installationen lassen sich Tweets einfach durch Angabe der Tweet-Url einbetten. Online-Redakteure, deren CMS keine solche Funktion bietet, können den HTML-Code von Twitter verwenden. Nach einem Klick auf die drei Punkte am Fuß des Tweets und den Menüpunkt “Tweet einbetten” erscheint der benötigte Code.