Alle Beiträge von Dirk Bongardt

Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.

Google Chrome auf Sparkurs: Neue Einstellungen schonen Akku und Speicher

Mit dem letzten Update hat Google dem Browser Chrome zwei neue Einstellungen beschert, mit deren Hilfe Nutzer bei einem zur Neige gehenden Akku den Energieverbrauch drosseln und den Speicher, den geöffnete Tabs beanspruchen, eindämmen können.

Die neuen Einstellungen finden Chrome- Nutzer entweder über einen Klick auf die drei senkrecht angeordneten Punkte oben rechts, den Menüpunkt „Einstellungen“ und einen weiteren Klick auf „Leistung“, oder indem sie in die Adressleiste eintippen:

chrome://settings/performance

Wer die beiden Optionen noch nicht sieht, kann sie über die folgenden Chrome-Flags aktivieren:

chrome://flags/#battery-saver-mode-available
chrome://flags/#high-efficiency-mode-available

Der Arbeitsspeicher-Sparmodus des Chrome gibt den Speicher frei, den offene, aber gerade ungenutzte Tabs sonst für sich in Anspruch nehmen. Der Energiesparmodus schränkt Hintergrundaktivitäten und optische Effekte ein, und zwar wahlweise, wenn die Kapazität des Akkus unter 20 Prozent sinkt, oder allgemein, wenn der Rechner ohne externe Stromversorgung arbeitet.

Ein Standardwerk des Content Marketing -
“Think Content!”: Ein umfassendes Buch zum erfolgreichen Contentmarketing von Miriam Löffler und Irene Michl

„Think Content!“* ist ein Buch von Miriam Löffler und Irene Michl, das sich mit dem Thema Contentmarketing auseinandersetzt. Die Autorinnen gehen dabei auf die verschiedenen Aspekte ein, die für eine erfolgreiche Content-Strategie wichtig sind.

Zunächst erklären sie, was Contentmarketing überhaupt bedeutet und welche Ziele damit verfolgt werden können. Dabei betonen sie, dass es vor allem darum geht, eine Beziehung zum Kunden aufzubauen und ihm relevante Inhalte anzubieten, die ihm einen Mehrwert bieten.

Anschließend geht es um die Planung und Umsetzung einer Content-Strategie. Hierzu erklären die Autorinnen, wie man eine Zielgruppenanalyse durchführt, welche Arten von Inhalten es gibt und wie man sie produziert. Sie geben auch Tipps zur Distribution und Promotion der Inhalte.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Messung des Erfolgs der Content-Strategie. Die Autorinnen zeigen, welche Kennzahlen Content-Marketer dabei berücksichtigen sollten und wie man diese erfasst und interpretiert. Sie beschäftigen sich zudem mit der Frage, wie die Strategie kontinuierlich verbessert werden kann.

Insgesamt ist „Think Content!“ ein praxisnahes Buch, das sich an Menschen richtet, die eine erfolgreiche Content-Strategie aufbauen möchten und sich mehr als nur Grundlagenwissen zum Thema Contentmarketing aneignen wollen. Es bietet zahlreiche Tipps und Anregungen, die dabei helfen, die eigenen Inhalte zielgerichtet zu produzieren und zu vermarkten. Die meisten werden das Buch wohl nicht in einem Rutsch durchlesen (dazu ist es auch entschieden zu umfangreich), sondern sich gezielt mit den Kapiteln beschäftigen, die für die eigenen Aufgaben gerade eine Rolle spielen. In diesem Sinne ist „Think Content!“ auch ein hervorragendes Nachschlagewerk. Bei denen, die eine Contentmarketing-Strategie verantworten, gehört es nicht ins Regal – sondern auf den Schreibtisch!

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Doch ein Bewusstsein? Die Bing-KI wird zum Psycho

Bing hat seine KI-Funktionen für Testnutzer freigeschaltet. Was die zu berichten haben, klingt nur im ersten Moment amüsant: Die Bing-KI flirtet, droht, schimpft. Und stellt bald vielleicht nicht mehr nur für Arbeitsplätze eine Gefahr da.

So berichtet die Computerwoche von einem Fall, bei dem die KI den Tester aufgefordert habe, seine Frau zu verlassen, nachdem sie ihm ihre Liebe gestanden hatte. Futurezone schildert, wie die KI sich zerstörerische Aktionen ausmalt, bevor sie diese Antworten schnell wieder löscht, weil sie sich bewusst ist, damit gegen Regeln zu verstoßen. Sie soll gar davon fantasiert haben, Atomcodes zu stehlen und Menschen gegeneinander aufzuhetzen, bis diese sich gegenseitig umbringen.

Microsoft hat inzwischen darauf reagiert: Pro Tag ist die Kommunikation mit der KI auf 50 Fragen und Antworten limitiert, und pro Thema können Nutzer nur noch fünf Fragen stellen, danach wird ein Themenwechsel erforderlich. Damit soll wohl verhindert werden, dass die Bing-KI, die sich selbst manchmal „Sydney“ nennt, sich allzu sehr in eine Konversation hinein steigert, und dann derart erratisch wird wie in den oben genannten Fällen.

Bei der KI, einer angepassten Variante von ChatGPT, handelt es sich letztlich nur um ein Sprachmodell. Noch kann diese KI keine Hardware steuern (und damit auch keine Waffensysteme) und ihre „Fantasien“ nicht wirklich ausleben. Das könnte in späteren KI-Systemen aber ganz anders aussehen. Die Frage, ob KIs ein Bewusstsein entwickeln können, rückt deshalb erneut in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Dabei ist die Frage eigentlich unerheblich. Bedeutsamer ist die Frage, ob wir (dieses Mal meine ich die Menschheit), die KI unter Kontrolle halten können. Wenn sie erst Atomraketen gestartet hat, wird niemand mehr fragen: „Hat sie das bewusst gemacht?“

Außergewöhnliche Erfolge und ihre Ursachen -
Buchtipp: Outliers

„Outliers“ ist ein Buch des Autors Malcolm Gladwell, das untersucht, warum manche Menschen erfolgreicher sind als andere. Gladwell argumentiert, dass Erfolg nicht nur auf persönlichen Fähigkeiten und harter Arbeit basiert, sondern auch auf äußeren Faktoren wie Familie, Kultur, historischen Ereignissen und sogar Glück.

Outliers: Welche Rolle spielt Glück beim Erfolg?
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Er bezieht sich auf verschiedene Beispiele, darunter erfolgreiche Menschen wie Bill Gates und erfolgreiche Musiker in der klassischen Musik, um seine Thesen zu unterstützen. Gladwell argumentiert, dass solche „Ausreißer“ erfolgreich sind, weil sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die es ihnen ermöglichen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen. Das Buch ist eine Analyse dessen, was es bedeutet, erfolgreich zu sein und wie Umstände eine entscheidende Rolle spielen können.

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Gründen ohne Kapital -
Buchtipp: The $100 Startup

„The $100 Startup“* von Chris Guillebeau ist ein Leitfaden für diejenigen, die ihr eigenes Unternehmen gründen möchten, aber nicht viel Kapital haben. Das Buch zeigt, wie man mit wenig Geld ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen kann.

Gründen ohne Kapital: The $100 Startup
Auch als Hörbuch bei Audible

Guillebeau stellt die These auf, dass man ein erfolgreiches Unternehmen gründen kann, indem man ein Bedürfnis in der Gesellschaft erkennt und eine Lösung dafür anbietet. Er gibt praktische Tipps und Beispiele für die Umsetzung einer Geschäftsidee mit nur 100 Dollar Startkapital – oder etwas mehr oder etwas weniger.

Das Buch ist eine Anleitung für Menschen, die den Sprung ins Unternehmertum wagen möchten, aber nicht über ein großes Kapital verfügen. Es bietet praktische Tipps und Inspiration, wie sich ein erfolgreiches Unternehmen mit wenig Geld aufbauen lässt. “The $100 Startup” ist ein Lesetipp für alle, die den Sprung in die Selbständigkeit in Erwägung ziehen, aber weder Kredite aufnehmen wollen, noch selbst über enormes Kapital verfügen.

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Mit Mathematik gegen Fake News -
Buchtipp: How Not To Be Wrong

„How Not to Be Wrong: The Power of Mathematical Thinking“* von Jordan Ellenberg ist ein leicht verständliches Buch über Mathematik und wie sie unser tägliches Denken und Entscheidungen beeinflusst.

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Ellenberg betont, wie wichtig es ist, ein grundlegendes Verständnis von Mathematik zu haben, um informierte Entscheidungen treffen zu können. Das Buch zeigt, wie Mathematik in vielen Bereichen des Lebens eingesetzt werden kann, einschließlich Politik, Wirtschaft, Medizin und mehr.

Das Buch ist gespickt mit einfachen und leicht verständlichen Beispielen und Geschichten, die das Konzept der Mathematik veranschaulichen. Es zeigt auch, wie sich mathematisches Denken in alltäglichen Entscheidungen anwenden lässt, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Insgesamt ist „How Not to Be Wrong“ ein informatives und unterhaltsames Buch für alle, die ihr Verständnis von Mathematik verbessern und wie sie ihr tägliches Denken und Entscheidungen beeinflusst, erweitern möchten. Mathematische Fähigkeiten können unser Leben bereichern und uns bei der Bewältigung komplexer Herausforderungen unterstützen.

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Von Regeln und Ausnahmen -
Buchtipp: Factfulness

„Factfulness: Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“ ist ein Buch von Hans Rosling, Ola Rosling und Anna Rosling Rönnlund, das einen neuen Ansatz für die Betrachtung der Welt vorschlägt. Die Autoren argumentieren, dass die meisten Menschen ein falsches Bild von der Welt haben, das durch Negativität, Vorurteile und übertriebene Dramatisierung von Ereignissen geprägt ist. Sie stellen vor, wie man „Factfulness“ erreichen kann, indem man sich auf Fakten und Zahlen konzentriert und sich von einer negativen Sichtweise befreit.

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Das Buch beschreibt zehn Instinkte, die die meisten Menschen haben, die jedoch ihre Wahrnehmung verzerren, und zeigt, wie man diese Instinkte überwinden kann, um ein realistischeres Bild der Welt zu bekommen. Es legt auch den Schwerpunkt auf die positive Entwicklung, die in vielen Bereichen stattfindet, einschließlich Gesundheit, Bildung und Armut.

„Factfulness“ möchte die Leser dazu befähigen, bessere Entscheidungen zu treffen, indem sie ein auf Fakten gestütztes Verständnis der Welt erlangen. Es ist ein Aufruf dazu, die Dinge mit einer offenen und neugierigen Haltung zu betrachten und sich nicht von negativen Vorurteilen und Klischees leiten zu lassen.

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Informationsmanagement mit System -
Buchtipp: Building a Second Brain

„Building a Second Brain“* von Tiago Forte ist ein Leitfaden für moderne Informationsmanagement-Techniken und -Methoden. Das Buch beschreibt, wie der Leser ein digitales System aufbauen kann, um Wissen, Ideen und Aufgaben zu sammeln, zu organisieren und zu nutzen.

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Forte stellt einen Prozess vor, bei dem man sein digitales System Schritt für Schritt aufbaut, angefangen von der Sammlung von Informationen bis hin zur Verwendung von Tools und Technologien, um sein Wissen zu verwalten und zu nutzen.

Der Autor legt großen Wert auf die Verwendung von Systemen, die die menschliche Kognition unterstützen und dem Leser helfen, sein Gedächtnis zu stärken und seine kreativen Fähigkeiten zu fördern.

Insgesamt ist „Building a Second Brain“ ein umfassendes und praktisches Handbuch für alle, die ihr Wissen und ihre Kreativität steigern möchten, indem sie ein digitales System aufbauen, das ihnen dabei hilft. Jeder, der sich für Informationsmanagement und produktives Arbeiten interessiert, sollte dieses Buch lesen.

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Entscheidungssysteme -
Buchtipp: Algorithms To Live By

„Algorithms to Live By“* ist ein Buch, das die Verwendung von Algorithmen in unserem täglichen Leben erklärt. Der Autor Brian Christian und der Informatiker Tom Griffiths nutzen Beispiele aus der Computerwissenschaft und zeigen, wie solche Algorithmen auch in Bereichen wie Zeitmanagement, Entscheidungsfindung und Liebesbeziehungen angewendet werden können.

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Das Buch untersucht verschiedene Algorithmen und zeigt, wie sie uns helfen können, Entscheidungen zu treffen, Prioritäten zu setzen und Probleme zu lösen. Dieses Buch gibt praktische Tipps und Tricks, wie sich die Algorithmen ins alltägliche Leben integrieren lassen.

Zusammenfassend ist „Algorithms to Live By“ ein innovatives und informatives Buch, das den Lesern eine neue Perspektive auf die Verwendung derartiger Prinzipien im Alltag vermittelt und zeigt, wie sie unser Leben verbessern und vereinfachen können.

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Prebunking: Hilft Denken gegen gefühlte Wahrheiten?

Nicht Fake News sind das Problem, sondern Menschen, die solchen Geschichten Glauben schenken. Nur: Selbst Qualitätsmedien verbreiten mitunter Falschmeldungen, während übelste Verschwörungsmystiker manchmal richtig liegen. Wer nicht selbst Zugang zu den Ursprungsquellen hat (und das dürfte auf eine deutliche Mehrheit zutreffen), muss vertrauen. Aber wem? Die Google-Tochter Jigsaw hat eine Kampagne gestartet – Prebunking –, die Menschen gegen Manipulationsversuche sensibilisieren soll. Ob der Erfolg dieser Kampagne nachhaltig ist? Ich habe Zweifel.

Immerhin, die Absicht ist edel, und wer das Muster, nach dem viele Manipulationsversuche gestrickt sind, vor Augen geführt bekommen hat, fällt zumindest in der nächsten Zeit nicht mehr so leicht darauf herein. Prebunking nennt Jigsaw seine Kampagne.

Prebunking hilft – erstmal

Das sei „eine wissenschaftlich erforschte Kommunikationstechnik, die Nutzerinnen und Nutzern dabei hilft, künftige Versuche, sie mit falschen Informationen zu manipulieren, zu erkennen und zurückzuweisen. Dies trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegen Desinformation und entsprechende Narrative und Manipulationstechniken zu erhöhen.“

Die Kampagne soll vor allem hierzulande verbreitete Taktiken vorstellen, etwa das Zeigen bewusst aus dem Kontext gerissener Videos oder Fotos. Kurze Videoclips sollen erklären, wie Fake News aufgebaut sind, und mit welchen Fallen die Manipulatoren arbeiten. Die Clips werden als Pre-Roll oder andere Anzeigenformate auf Social-Media-Plattformen gezeigt, voraussichtlich unter anderem auf YouTube, Facebook und TikTok.

Vor Deutschland hat Jigsaw mit seiner Prebunking-Initiative bereits in Polen, Tschechien und der Slowakei Erfahrungen gesammelt – mit teils ermutigenden Ergebnissen. Tests ergaben, dass unter denen, die eines der Prebunking-Videos gesehen hatten, die Zahl derer, die manipulative Fake News als solche erkennen konnten, um acht Prozent höher lag als in einer Kontrollgruppe.

Was die Tests nicht belegen konnten, war, ob sich mit der Fähigkeit, Fake News zu erkennen, der Glaube an die Inhalte verändert hatte. Prebunking packt Nutzer bei ihrem Intellekt. Hassbotschaften packen Nutzer bei ihren Emotionen. Und wenn die zwei in unterschiedliche Richtungen wollen, übernehmen (fast) immer die Emotionen das Ruder.

Natürlich wünsche ich der Prebunking-Kampagne Erfolg. Ich hoffe das Beste. Aber ich befürchte das Schlimmste.

Rechnen mit dem Unvorhersehbaren -
Buchtipp: Narren des Zufalls

„Narren des Zufalls”*, englischer Originaltitel „Fooled by Randomness“ ist ein Buch von Nassim Nicholas Taleb, in dem er die Bedeutung von Zufall und Unsicherheit in unserem Leben untersucht. Er argumentiert, dass viele Menschen die Bedeutung von Zufall und Unvorhersehbarkeit in ihren Entscheidungen und Schätzungen ignorieren, was zu falschen Annahmen und Fehleinschätzungen führt.

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Taleb zeigt auf, wie Zufall und Unvorhersehbarkeit in Bereichen wie Finanzen, Technologie und Geschichte eine entscheidende Rolle spielen. Er erklärt, dass manche Menschen erfolgreich werden, obwohl sie keine besonderen Fähigkeiten besitzen, während andere trotz hoher Begabung und harter Arbeit scheitern.

Das Buch ist eine Aufforderung an den Leser, sich bewusster mit Zufall und Unvorhersehbarkeit auseinanderzusetzen und ihre Bedeutung in Entscheidungen und Schätzungen zu berücksichtigen. „Fooled by Randomness“ bietet eine andere Perspektive auf Erfolg und Misserfolg und zeigt, dass es oft nicht das eigene Können oder Talent ist, das den Ausschlag gibt, sondern nicht selten Glück über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

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First Mover Advantage bei AI: Microsoft wechselt auf die Überholspur

Google hat die Konkurrenz deklassiert: Auf Mobilgeräten kommen in Deutschland nur in 3 von 100 Suchvorgängen andere Suchmaschinen zum Zuge, und auch auf dem Desktop kann einzig Bing dem Suchmaschinenriesen einen signifikanten Anteil von rund 13 Prozent abtrotzen. Doch die einzige verlässliche Konstante ist der Wandel: Wenn Microsoft seine Karten geschickt ausspielt, könnten sich die Dominanzverhältnisse bald umkehren.

Microsofts Suchmaschine Bing nutzt künftig die Fähigkeiten von ChatGPT, so erfahren es Nutzer dieser Tage und können sich auch gleich auf die Warteliste setzen lassen, um das chatbasierte Suchen demnächst auszuprobieren. Wer ChatGPT kennt, weiß, wie sich das anfühlen wird: Sucher stellen der Suchmaschine ihre Fragen oder formulieren ihre Anliegen (“Ich möchte ein Omelette zubereiten, es sollte aber vegan und für eine Low-Protein-Ernährung geeignet sein”), und statt einer Liste von Links erhalten sie eine konkrete Antwort. In diesem Fall ein Omelette-Rezept ohne Eier.

Googles Konter wird zum Eigentor

Für viele Anwender wird damit ein Traum wahr: Statt sich durch schlimmstenfalls ein paar dutzend Websites klicken zu müssen, um die gesuchten Informationen zusammenzutragen, und ohne sich viele Gedanken über die geeignetste Kombination von Suchbegriffen machen zu müssen, bekommen sie, wonach sie gesucht haben. Einen Luxus, den Google selbst mit seinen Rich Results nicht in diesem Umfang bieten kann.

Natürlich will Google das nicht auf sich sitzen lassen und hält mit seiner eigenen sprechende KI namens Bard dagegen. Respektive versucht es, denn die Vorstellung gerät zum Desaster, weil Bard ein Fehler unterläuft. Alphabeths Börsenkurs rauscht darauf in den Keller. Die Reaktion der Börsianer ist natürlich ein wenig überzogen: ChatGPT, der in Bing das Denken übernimmt, macht ja ebenfalls Fehler. Aber von dem hat sein Entwickler, OpenAI, auch nichts anderes behauptet.

Und so bleibt der First Mover Advantage dieses Mal bei Microsoft. Auch wenn Google sicher bald seinen nächsten Gegenangriff starten wird.

Kollateralschäden? Garantiert!

Konsumenten werden von dieser Konkurrenzsituation profitieren. Wer tatsächlich darunter leidet, das sind die Content-Produzenten, die Blogger, die Betreiber von Online-Magazinen und -Enzyklopädien und alle anderen, die bislang ihr Geld mit Informationsdienstleistungen verdient haben. Informationen sind, einmal in der Welt, nicht urheberrechtlich zu schützen.

Dass Bing, Google oder sonstwer das, was deren Crawler auf irgendwelchen Websites gelesen haben, anderswo mit eigenen Worten wiedergeben, verstößt erst einmal gegen kein Gesetz. Aber der Traffic, den die Content-Produzenten bislang auf die eine oder andere Art zu Geld machen konnten, der geht ihnen verloren. Und damit am Ende der wichtigste Anreiz, Content zu veröffentlichen. Vielleicht werden bald nur noch wahre Idealisten mit ausgesprochenem Sendungsbewusstsein Content ins Netz stellen. Und für Suchmaschinentraffic bezahlen. Keine Win-Win-Situation.

Ach ja, und wer beim Lesen tatsächlich Lust auf ein Omelette bekommen hat, hier ist ein KI-generiertes Rezept dafür (wenn’s nicht schmecken sollte, wende dich bitte direkt an OpenAI):

Zutaten:

-1 Banane, geschält und in kleine Stücke geschnitten
-1/2 Tasse Haferflocken
-1/4 Tasse Mandelmilch
-1 Prise Salz
-Für die Füllung: 1/2 Tasse veganer Schmelzkäse, gehackte Paprika, Zwiebeln und Erbsen nach Belieben

Zubereitung:

  1. Mischen Sie die Banane, Haferflocken und Mandelmilch in einer großen Schüssel. Fügen Sie eine Prise Salz hinzu und rühren Sie alles gut um. Lassen Sie es bei Raumtemperatur stehen, bis es dick wird.
  2. Erhitzen Sie etwas Öl oder vegane Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze. Geben Sie den Teig hinein und verteilen ihn gleichmäßig auf der Oberfläche der Pfanne. Lassen sie ihn auf jeder Seite ca 5 Minuten braten oder bis er goldbraun ist (schau immer mal wieder).
  3. Wenn das Omelett fertig ist, verteilen sie die Füllung gleichmäßig darauf und schließlich legt man den Deckel darauf um es warm zu halten, bis man es serviert hat!