Archiv der Kategorie: Nachrichten

Net-News der Woche 17'2023 -
Bing-Chat lernt dazu, Twitter weiter erratisch, ChatGPT mit (etwas) besserem Datenschutz, und was sonst noch wichtig war

Bing Chat erhält weitere Verbesserungen: bessere Antworten, LaTeX-Unterstützung und weniger ungewollte Abbrüche in Konversationen

Bing Chat hat einige Verbesserungen erhalten, darunter eine verbesserte Qualität der Antworten auf nachrichtenrelevante Fragen und die Integration von LaTeX zur Darstellung mathematischer Formeln.

  • Bing Chat bietet nun bessere Antworten auf Fragen zu Nachrichten durch die Integration von Ergebnissen aus dem Bing Index.
  • Mathematische Formeln können jetzt mithilfe von LaTeX dargestellt werden, was das Erlernen mathematischer Konzepte oder das Erstellen technischer Forschungsarbeiten erleichtert.
  • Ungewollte Abbrüche von Konversationen sollen laut Bing seltener passieren, da sie auf Feedback von Nutzern reagiert haben.

(Quelle: SEO Südwest)

Google muss 500.000 Dollar an kanadischen Geschäftsmann wegen diffamierendem Suchergebnis zahlen

Ein kanadisches Gericht hat Google dazu verurteilt, einem Geschäftsmann aus Montreal 500.000 kanadische Dollar zu zahlen, da das Unternehmen einen diffamierenden Link nicht konsequent aus seinen Suchergebnissen entfernte. Der Geschäftsmann hatte den Link auf der Webseite RipOffReport entdeckt, nachdem er von mehreren Geschäftspartnern scheinbar grundlos fallen gelassen worden war. Das Urteil wurde bereits am 28. März gefällt, jedoch erst kürzlich vom US-Technikmagazin Ars Technica aufgegriffen (Quelle: Heise).

Twitter behält blaue Haken bei einigen Prominenten – auch wenn sie tot sind

Einige prominente Nutzer wie der Autor Neil Gaiman haben ihren “Verified”-Status auf Twitter behalten, obwohl sie nicht für das kostenpflichtige Angebot Twitter Blue zahlen. Dies trifft auch auf verstorbene Berühmtheiten wie Schauspieler Chadwick Boseman zu.

  • Twitter sollte blaue Haken eigentlich nur bei Konten belassen, die für Twitter Blue zahlen
  • Fälle wie Gaiman und Boseman zeigen, dass dies nicht konsequent umgesetzt wird
  • Twitter-Chef Elon Musk hat angekündigt, die Kosten für einige Twitter-Blue-Abonnements persönlich zu übernehmen, was das Prinzip der “Demokratisierung” des Verifizierungsstatus in Frage stellt.

(Quelle: Caschy).

Meta entwickelt Twitter-Alternative namens Barcelona

Meta plant eine neue textbasierte soziale App namens Barcelona, die als dezentralisiertes soziales Netzwerk für das Teilen von Textupdates dienen soll und Twitter sowie Alternativen wie Mastodon und Bluesky Konkurrenz machen könnte.

  • Barcelona wird eine separate App sein, die Instagram-Anmeldeinformationen für die Registrierung verwendet und Beiträge von bis zu 500 Zeichen Länge ermöglicht
  • Das Projekt ist noch im Entwicklungsstadium und es gibt noch keine Informationen über das Veröffentlichungsdatum
  • Die App wird es schwer haben, die Marktführerschaft im Bereich Social-Kurzforminhalte in Textform zu erobern, da viele Nutzer bereits auf Twitter etabliert sind und Alternativen wie Mastodon und Bluesky bisher keinen großen Durchbruch erzielt haben

(Quelle: Onlinemarketing.de)

OpenAI bringt Privatsphäre-Modus und plant Business-Version für ChatGPT

OpenAI führt einen Privatsphäre-Modus ein, der es Nutzern ermöglicht, zu steuern, ob Suchanfragen im ChatGPT-Verlauf erscheinen und ob ihre Eingaben für das Training der Modelle verwendet werden dürfen. Die Funktion ist ab sofort verfügbar und soll Datenschutzbedenken entgegenwirken. Chatverläufe werden 30 Tage lang aufbewahrt, bevor sie endgültig gelöscht werden. Zudem wurde eine Export-Funktion für persönliche Daten integriert. OpenAI plant außerdem eine Business-Version von ChatGPT, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten geben soll (Quelle: ComputerBase).

Clubhouse plant Abbau von 50 Prozent der Arbeitsplätze zur Effizienzsteigerung

Die Clubhouse-Gründer Paul Davison und Rohan Seth haben angekündigt, mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze bei der audiobasierten Talk-App Clubhouse einzusparen. Die Maßnahme dient nicht der Kostensenkung, sondern soll eine effektivere Arbeit ermöglichen. Betroffene Mitarbeiter erhalten Abfindungen und Hilfe bei der Jobsuche. Das verkleinerte Team soll sich auf die Entwicklung von “Clubhouse 2.0” konzentrieren (Quelle: Heise).

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Net-News der Woche 16'2023 -
Elon Musk gründet X.AI, IT-Panne verzögert Abiturprüfungen, Instagram macht Linktree überflüssig, und was sonst noch wichtig war

Elon Musk gründet KI-Unternehmen X.AI Corp. in Nevada

Elon Musk hat ein Privatunternehmen namens X.AI Corp. in Nevada registriert, wie The Wall Street Journal berichtet. Der Name bestätigt Gerüchte über Musks Pläne, eine eigene Firma für künstliche Intelligenz zu gründen. X.AI soll 100 Millionen Aktien für die Privatgesellschaft autorisiert haben und bereits Investoren gefunden haben. Für die Entwicklung von KI-Applikationen hat Musk angeblich den KI-Forscher Igor Babuschkin und ein Entwicklerteam eingestellt. Einen gewissen Beigeschmack hat der Name, den Elon seinem Sprachmodell geben will: TruthGPT soll es heißen (Quelle: Heise).

Alphabet-Aktie fällt nach Berichten über mögliche Ablösung von Google durch Bing auf Samsung-Geräten

Die Aktie von Alphabet Inc. verzeichnet heute in den USA deutliche Verluste, nachdem bekannt wurde, dass Samsung Electronics erwägt, Google durch Microsofts Bing als Standard-Suchmaschine auf seinen Geräten zu ersetzen. Alphabet-Aktien fielen um bis zu vier Prozent, während Microsoft-Aktien um knapp zwei Prozent stiegen. Der Vertrag zwischen Alphabet und Samsung wird derzeit verhandelt, und es gibt bisher keine offiziellen Stellungnahmen von beiden Unternehmen (Quelle: IT Times).

Download-Panne verzögert Abiturprüfungen in NRW

Eine technische Panne hat dazu geführt, dass Abiturprüfungen in Nordrhein-Westfalen verschoben werden müssen. Die zentral gestellten Abituraufgaben konnten nicht oder nur teilweise heruntergeladen werden. Das Schulministerium hat entschieden, die betroffenen Prüfungen, hauptsächlich in MINT-Fächern, zwei Tage später durchzuführen. Die Ursache für das “massive technische Problem” ist noch unklar (Quelle: WinFuture).

Instagram ermöglicht fünf Links in Bio: Unternehmen unzufrieden

Instagram-Nutzer können nun bis zu fünf Links in ihrer Bio hinterlegen, um Follower auf externe Seiten wie Online-Shops oder Blogs weiterzuleiten. Während dies ein von den Usern gewünschtes Feature ist, sind Unternehmen wie Beacons oder Linktree, die Lösungen für Mehrfach-Verlinkungen auf Social-Media-Profilen anbieten, von der Neuerung negativ betroffen. Um mehrere Links in der Bio hinzuzufügen, müssen Nutzer ihr Profil bearbeiten und im Reiter „Links“ die gewünschten URLs und Beschreibungen eintragen (Quelle: BasicThinking).

Microsoft-Plattform unterstützt keine Twitter-Accounts mehr, Musk droht mit Klage

Microsofts Anzeigenkunden-Management-Plattform wird zukünftig keine Twitter-Accounts mehr unterstützen. Die Gründe für diese Entscheidung wurden nicht genannt, sie erfolgt jedoch kurz vor einer geplanten Änderung des Twitter-Preismodells für den Schnittstellen-Zugang. Twitter-Besitzer Elon Musk wirft Microsoft vor, illegal auf Daten des Online-Dienstes zugegriffen zu haben und erwägt eine Klage. Derweil setzt Musk verstärkt auf Abo-Erlöse von Nutzern und Unternehmen und plant, das bisher kostenlose Verifikations-Symbol nur noch zahlenden Abo-Kunden anzubieten (Quelle: Heise).

Google plant KI-generierte Werbung

Google möchte künstliche Intelligenz nutzen, um Werbung zu erstellen, indem bestehende Inhalte analysiert und daraus neue Marketingmaterialien generiert werden. Die gleiche KI-Technologie, die in Googles Chatbot und Suchfunktion zum Einsatz kommt, soll hierfür verwendet werden. Werbetreibende können das System mit Bildern, Videos oder Texten füttern, woraus dann ein “Remix” entsteht, der gezielt eingesetzt werden kann. Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Wahrheitsfindung und ungewollter Inhalte (Quelle: WinFuture).

BuzzFeed schließt Nachrichtensparte BuzzFeed News

Buzzfeed News wird geschlossen, 15 Prozent der Angestellten des US-Medienunternehmens sind von Kündigungen betroffen. Die Entscheidung ist Teil einer Kürzungswelle im Unternehmen, die auf finanzielle Schwierigkeiten zurückzuführen ist.

  • 180 Mitarbeiter werden entlassen, davon ca. 60 aufgrund der Schließung von BuzzFeed News
  • Coronapandemie, rückläufiger Aktienmarkt und Rezession im Technologiebereich als Begründung für die Kündigungswelle
  • HuffPost bleibt als Medienmarke bei BuzzFeed erhalten

(Quelle: Heise)

Twitter entfernt blaue Haken für Nicht-Abonnenten

Twitter hat die blauen Verifizierungshaken für Nutzer entfernt, die nach dem alten System verifiziert wurden und kein zahlender Abonnent des Twitter Blue-Abos sind. Elon Musk hatte dies bereits im November 2022 angekündigt und das alte Verifizierungssystem als “korrupt” bezeichnet (Quelle: Caschy).

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Net-News der Woche 15'2023 -
Lösegelderpresser nutzen KI, FBI warnt vor Juice Jacking, quelloffenes KI-Sprachmodell, und was sonst noch wichtig war

Betrüger nutzen KI, um Entführung vorzutäuschen

Betrüger haben künstliche Intelligenz eingesetzt, um die Stimme eines 15-jährigen Mädchens zu klonen und von deren Mutter telefonisch eine Million Dollar Lösegeld zu fordern. Die Mutter, Jennifer DeStefano, hörte die vermeintliche Stimme ihrer Tochter, die weinte und um Hilfe flehte, und einen Mann, der drohte, dem Teenager etwas anzutun. Der Betrug flog auf, als bestätigt wurde, dass die Tochter unversehrt auf einem Skiausflug war. Informatikexperten warnen, dass die Technologie zum Klonen von Stimmen inzwischen so fortgeschritten ist, dass Tonfall und Sprechweise aus kürzesten Tonfetzen nachgebildet werden können (Quelle: Golem).

Elon Musk eskaliert Streit mit Vermieter des Twitter-Hauptquartiers

Der neue Twitter-Chef Elon Musk liefert sich einen ungewöhnlichen Streit mit dem Vermieter des Hauptquartiers in San Francisco. Musk ließ das “W” im Firmenschild von Twitter verhüllen, sodass nur noch “@titter” zu lesen war. Der Vermieter protestierte gegen die Verhüllung und verwies auf rechtliche Verpflichtungen, das Schild unverändert zu belassen. Musk reagierte, indem er das “W” in der Hintergrundfarbe bemalte (Quelle: WinFuture).

Youtube Premium: Verbesserte Bitrate für FullHD-Videos angekündigt

Youtube plant, seine Premium-Kunden mit einer besseren Bitrate für FullHD-Videos (1080p) zu versorgen. Die Funktion, die bereits getestet wurde, soll in den kommenden Wochen zuerst auf iPhones verfügbar sein, bevor auch die Web-Browser-Version umgestellt wird. Die verbesserte Videoqualität ist ausschließlich in FullHD-Videos verfügbar und soll als zusätzliche Qualitätsstufe in den Videoeinstellungen erscheinen. Weitere Neuerungen des Premium-Abonnements sind die Möglichkeit, eine Video-Queue auf Mobilgeräten anzulegen und die “Smart Download”-Funktion, die automatisch vorgeschlagene Videos herunterlädt (Quelle: Heise).

FBI warnt vor öffentlichen Handy-Ladestationen

Das FBI warnt davor, öffentliche Ladestationen mit USB-Ports für Smartphones zu nutzen, da Hacker diese missbrauchen könnten, um Malware auf die Geräte zu schleusen. Diese Angriffsmethode, das sogenannte “Juice Jacking”, ist seit 2011 bekannt. Das FBI empfiehlt, ein eigenes USB-Kabel und Ladegerät zu verwenden und elektrische Steckdosen statt öffentlicher USB-Lade-Ports zu nutzen. Alternativ können reine USB-Ladekabel oder sogenannte Data Blocker verwendet werden, die nur die Lade-Pins aktivieren (Quelle: Computerwoche).

Databricks veröffentlicht KI-Sprachmodell Dolly 2.0 als Open Source

Databricks hat Dolly 2.0, ein großes KI-Sprachmodell für Interaktionen in natürlicher Sprache, als Open Source veröffentlicht, wobei auch kommerzielle Nutzung erlaubt ist. Das Modell basiert auf der Pythia-12B Modellfamilie von EleutherAI.

Wichtigste Informationen:

  • Dolly 2.0 ist ein ausdrücklich auch für kommerzielle Zwecke frei verfügbares KI-Sprachmodell, das auf Pythia-12B von EleutherAI basiert.
  • Der Trainingsdatensatz “databricks-dolly-15k”, der für das Feintuning verwendet wurde, ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 verfügbar und nicht aus anderen KI-Modellen abgeleitet.
  • Databricks hebt sich mit Dolly 2.0 von anderen rechtlich unsicheren LLaMA-Ablegern ab, indem es das Modell unter einer Open-Source-Lizenz anbietet und keine Nutzerdaten mit Dritten teilt.

(Quelle: Heise)

Net-News der Woche 14'2023 -
E-Rezept vor Testphase, Apple verliert Markenstreit mit Jazzmusiker, KI-Bildgenerator in Bing für alle – und was sonst noch wichtig war

Junge Faktenchecker nehmen auch deutsche News unter die Lupe

Das US-amerikanische Teen Fact-Checking Network (TFCN) expandiert nach Deutschland und Brasilien mit Unterstützung von Google und der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das 2019 gegründete Netzwerk ermöglicht es Teenagern, Informationen in sozialen Netzwerken für ihre Altersgenossen der Generation Z zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren können sich bis zum 21. April beim “Faktencheck-Netzwerk für Jugendliche” bewerben und anschließend im Factchecking ausgebildet werden. In den USA hat das TFCN mit dem Ziel begonnen, eine Million Jugendliche zu erreichen und verzeichnet nach vier Jahren bereits mehr als 12 Millionen Aufrufe seiner Videos (Quelle: Heise).

E-Rezept ab 2024, Testphase schon in diesem Jahr

Die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe (KVWL) und Schleswig-Holstein (KVSH) wollen im September die Erprobung des E-Rezepts für gesetzlich Versicherte fortsetzen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen verbindlichen Start des E-Rezepts für 2024 angekündigt, der laut KVSH-Pressesprecher Marco Dethlefsen jedoch nur realistisch ist, wenn das E-Rezept mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) eingelöst werden kann. Dethlefsen spricht sich für einen gestaffelten Rollout aus und bemängelt, dass Krankenkassen keine Anstrengungen unternehmen, ihre Versicherten mit der E-Rezept-App vertraut zu machen. Die KVWL hofft, viele weitere Rollout-Partner für die neue Erprobungsphase gewinnen zu können (Quelle: Heise).

Cyberangriff legt offizielle Webseiten von Landesbehörden und Polizei lahm

Offizielle Webseiten von Landesbehörden und der Polizei in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern waren am Dienstag aufgrund eines vermuteten DDoS-Angriffs (Distributed Denial of Service) zeitweise nicht erreichbar. Das Landeskriminalamt Brandenburg ermittelt wegen des Verdachts der Computersabotage. Eine russische Cybergruppe soll sich auf Social-Media-Kanälen zu dem Angriff bekannt haben (Quelle: Golem).

Bundeskartellamt: Apple ist ein Unternehmen mit überragender marktübergreifender Bedeutung

Das Bundeskartellamt in Deutschland hat Apple als ein Unternehmen mit überragender marktübergreifender Bedeutung eingestuft. Damit unterliegt Apple besonderer Beobachtung und kann bei Wettbewerbsverstößen strenger sanktioniert werden (Quelle: Caschy).

Apple scheitert im Markenstreit um “Apple Music”

Der Elektronikkonzern Apple hat im Streit um den Markennamen für seinen Musik-Streamingdienst “Apple Music” einen Rückschlag erlitten. Die Anmeldung des Markennamens wurde vom Jazz-Trompeter Charles Bertini angefochten, da dieser eine Verwechslungsgefahr mit seiner seit 1985 bestehenden Marke “Apple Jazz” sieht. Das Gericht entschied nun, dass “Apple Music” für die Nutzung im Zusammenhang mit Live-Events mit “Apple Jazz” kollidiert. In der ersten Instanz wurde noch zugunsten Apples entschieden (Quelle: WinFuture).

Microsofts KI-Bildgenerator im Edge-Browser nun für alle verfügbar

Microsoft hat den KI-gestützten Bildgenerator im Edge-Browser für alle Nutzer freigegeben, der dabei hilft, realistische Bilder aus Textbeschreibungen zu erstellen.

  • KI-Bildgenerator basiert auf der OpenAI-Technologie
  • Verfügbar als Erweiterung in “Microsoft Edge Add-ons”
  • Ermöglicht das Erstellen von lizenzfreien Bildern aus Textbeschreibungen

(Quelle: Caschy)

Net-News der Woche 13'2023 -
KI in der Vertrauenskrise, Biden verbietet staatliche Spyware, Sprachmodell mit miesem Charakter – und was sonst noch wichtig war

Mozilla gründet Start-up für vertrauenswürdige KI

Das Softwareunternehmen Mozilla gründet ein eigenes KI-Start-up namens Mozilla.ai und investiert einen Millionenbetrag in die Entwicklung einer „vertrauenswürdigen“ Künstlichen Intelligenz. Das Ziel des Unternehmens ist es, eine transparente und vertrauenswürdige KI zu entwickeln, da es in der Technologie-Branche derzeit noch kein Verfahren gibt, um die Validität von Daten in KI-Systemen sicherzustellen. Mozilla hat in der Vergangenheit bereits bewiesen, dass es in der Lage ist, die Branche mit seinen Produkten aufzumischen, wie es mit dem Firefox-Browser geschah. Wie genau das KI-Ökosystem von Mozilla in der Praxis aussehen wird, bleibt jedoch abzuwarten (Quelle: Basic Thinking).

FBI beschlagnahmt Datenbank von Datenhehler-Forum

Das FBI hat die Datenbank des Datenhehler-Forums “Breachforums” beschlagnahmt, das über 340.000 Mitglieder hatte. Die Behörde hatte verdeckte Ermittler eingesetzt, um mit dem mutmaßlichen Betreiber “Pompompurin” zu kommunizieren. Nach seiner Verhaftung wurde die Website geschlossen, da der zweite Administrator “Baphomet” befürchtete, dass Behörden Zugriff auf die Website hätten. Das Justizministerium hatte festgestellt, dass die Datenbank von “Breachforums” allein im offiziellen Bereich 888 Datensätze mit mehr als 14 Milliarden Einzel-Datensätzen enthielt. Pompompurin droht eine Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis (Quelle: Heise).

US-Präsident Biden verbietet Einsatz von Spionagesoftware

US-Präsident Joe Biden hat den Einsatz von kommerziellen Staatstrojanern durch US-Behörden weitgehend verboten, um Menschenrechte und nationale Sicherheit zu schützen. Die Entscheidung folgt auf jahrelange Warnungen von Menschenrechtsaktivisten und Sicherheitsforschern vor den Risiken solcher Spionagesoftware. Die Biden-Administration will damit auch Standards für andere Regierungen und Verbündete setzen. Behörden dürfen nur nach umfangreichen Nachweisen kommerzielle Malware-Produkte einsetzen (Quelle: WinFuture).

Archive.org darf keine urheberrechtlich geschützten Bücher mehr verleihen

Ein Bezirksgericht in New York hat einer Klage von vier großen US-Verlagen gegen die Non-Profit-Organisation Internet Archive stattgegeben. Die Verlage werfen dem Internet Archive vor, urheberrechtlich geschützte Bücher in digitaler Form ohne Lizenzgebühren verliehen zu haben. Die Organisation, bekannt für ihre Wayback Machine und Open Library, plant gegen das Urteil in Berufung zu gehen und beruft sich auf die Fair-Use-Regelung. Internet-Archive-Gründer Brewster Kahle sieht das Urteil als Schlag gegen Bibliotheken, Leser und Autoren (Quelle: t3n).

Offener Brief: KI-Experten fordern sofortige Trainingspause

Hunderte prominente KI-Experten, Tech-Unternehmer und Wissenschaftler haben in einem offenen Brief eine Pause in der Entwicklung und dem Testen von KI-Technologien gefordert, die leistungsfähiger sind als OpenAIs Sprachmodell GPT-4. Sie wollen, dass die damit verbundenen Risiken angemessen untersucht werden. Der von der Future of Life Institute verfasste Brief warnt vor der möglichen Automatisierung von Arbeitsplätzen und der Verbreitung von Fehlinformationen durch Sprachmodelle wie GPT-4. Zu den Unterzeichnern gehören Yoshua Bengio, Yuval Noah Harari, Jaan Tallinn und Elon Musk. Der Brief schlägt nicht vor, wie ein Entwicklungsstopp überprüft werden könnte, fügt jedoch hinzu, dass Regierungen einspringen und ein Moratorium verhängen sollten, wenn eine solche Pause nicht schnell umgesetzt werden kann. OpenAI, Microsoft und Google haben bisher nicht auf den Brief reagiert (Quelle: Wired).

FreedomGPT: Sprachmodell ohne moralischen Kompass

Der Textgenerator FreedomGPT, entwickelt vom US-amerikanischen Team Age of AI, verzichtet auf ethische Filter und generiert somit auch beleidigende oder rassistische Inhalte. Das auf der Open-Source-Technologie Alpaca basierende Sprachmodell kann beispielsweise Lob für Adolf Hitler aussprechen oder Verschwörungstheorien zur US-Wahl 2020 verbreiten. Die KI reagiert jedoch in anderen Fällen wie herkömmliche KI-Programme und kann auch Gräueltaten der Nazi-Diktatur beschreiben. FreedomGPT ist online oder lokal auf dem Desktop verfügbar, allerdings sind die Server derzeit überlastet (Quelle: Golem).

Corona-Warn-App geht im Sommer in den Ruhestand (einstweilen)

Die Corona-Warn-App (CWA) soll am 1. Juni 2023 in den Schlafmodus versetzt werden, wobei die Warnfunktion nach einem positiven Test noch bis zum 30. April 2023 funktionieren soll. Die laufenden Verträge mit SAP und T-Systems enden am 31. Mai 2023. Die Entwicklung und der Betrieb der CWA kosteten 2020 etwa 52,8 Millionen Euro, während für 2021 rund 63,5 Millionen Euro für Weiterentwicklung und Betrieb ausgegeben wurden. Seit ihrer Einführung vor etwa drei Jahren wurde die App über 48 Millionen Mal installiert, wobei knapp neun Millionen Menschen positive Testergebnisse geteilt haben, um andere Nutzer zu warnen (Quelle: Computerwoche).

Net-News der Woche 12'2023 -
Neues Leben für Second Life, Kindle ohne Zeitschriften-Abos, ChatGPT bekommt Plugins – und was sonst noch wichtig war

Second Life wird mobil – nach 20 Jahren

Das Online-Spiel „Second Life“ ist seit 2003 für PCs verfügbar und wird nun auch für mobile Endgeräte angekündigt. Eine entsprechende App soll 2023 veröffentlicht werden und basiert auf der Unity-Engine. Ob die mobile Version erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten, da derzeit viele Unternehmen unterschiedliche Konzepte für das sogenannte „Metaverse“ haben. Trotz des Alters von 20 Jahren hat „Second Life“ immer noch eine solide Nutzerbasis. Die Macher haben jedoch ihre ursprünglichen Ambitionen, ein zweites Internet zu schaffen, zurückgefahren (Quelle: Caschy).

Southpark-Autoren setzen auf (oder fürchten sich vor) ChatGPT

In der vierten Episode der 26. Staffel von South Park geht es um die Verwendung von künstlicher Intelligenz im Alltag. Die Folge handelt von einem KI-Chatbot namens ChatGPT, der von einem Viertklässler genutzt wird, um romantische Nachrichten und Schulaufsätze zu verfassen. Die Parodie zeigt, dass KI-Systeme wie ChatGPT nützlich sein können, aber auch menschliche Interaktionen ersetzen und dazu führen können, dass Menschen sich weniger auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen. Im Abspann ist ChatGPT als einer der Autoren genannt (Quelle: Golem).

Aus für Zeitschriften-Abos auf dem Kindle

Amazon stellt den Verkauf von Magazin- und Zeitschriften-Abonnements in seinem Kindle-Zeitungskiosk ein. Der Dienst für Kindle-E-Reader wird schrittweise bis Anfang September eingestellt, jedoch können bereits ab dem 5. Juni Nutzer ihre aktiven Abonnements nicht mehr verwalten und sollen sich stattdessen an den jeweiligen Verlag wenden. Bestehende Abos werden nicht mehr automatisch verlängert. Grund für die Beendigung scheinen Kosteneinsparungen bei Amazon zu sein, da das Unternehmen derzeit mehr als 18.000 Jobs abbaut. Einige Magazine und Zeitschriften bleiben Teil des „Kindle Unlimited“-Abonnements. Die Kosten für noch ausstehende Ausgaben werden erstattet, während bereits gekaufte Ausgaben weiterhin auf dem Kindle verbleiben und gelesen werden können (Quelle: Heise).

Googles KI “Bard” kann (von einigen) getestet werden

Google hat seinen KI-Chatbot Bard für eine begrenzte Öffentlichkeit freigegeben. Der Beta-Test ist zunächst nur für Anwender in den USA und Großbritannien zugänglich und soll mehr Feedback für die Verbesserung von Bard einholen. Der Chatbot tritt gegen ChatGPT von OpenAI an, welches für Furore gesorgt hat und die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Künstliche Intelligenz lenkt. Bard ist eine direkte Schnittstelle zu einem großen Sprachmodell. Google plant Bard weiter zu verbessern, darunter auch mit Codierung, weiteren Sprachen und multimodalen Erfahrungen. Interessierte können sich unter bard.google.com anmelden (Quelle: ZDF)

Bing und Edge integrieren KI-Bildgenerator

Microsoft erweitert sein Angebot Künstlicher Intelligenz um eine eigene Variante des Bilderzeugers Dall-E. Der Zugang wird schrittweise weltweit freigegeben, funktioniert vorerst jedoch nur auf Englisch. Microsoft hat zusätzliche Vorkehrungen eingebaut, um bestimmte Bilder zu verhindern. Die Nutzung der Bing Image Creator Preview ist gebührenfrei, jedoch prangt in jeder Ecke ein Bing-Logo. Außerdem bietet die Suchmaschine jetzt Stories und Version 2.0 der Knowledge Cards an, die stark auf Bilder und Videos setzen. Die Knowledge Cards bieten interaktive, dynamische Inhalte und lustige Fakten auf einen Blick (Quelle: Heise).

Acer kündigt KI-gestütztes Fahrrad an

Technologieunternehmen Acer hat sein erstes E-Bike, das Ebii, auf den Markt gebracht. Das Pedelec soll als „KI-gesteuertes Smartbike für Städter“ dienen und wiegt lediglich 16 kg. Der Akku soll für bis zu 110 km reichen und in nur 2,5 Stunden aufgeladen werden können. Das Pedelec verfügt über eine Künstliche Intelligenz, die sich dem Fahrstil des Fahrers anpassen soll. Auch eine Kollisionserkennung sowie eine 360-Grad-Umgebungsbeleuchtung sind vorhanden. Der Preis und Deutschlandstart sind derzeit noch unbekannt (Quelle: Heise).

ChatGPT bekommt Plugins und darf das Web durchsuchen

Der Chatbot ChatGPT von OpenAI kann nun nicht nur das Web durchsuchen, sondern auch mit Websites interagieren. Durch das Upgrade kann er auf Echtzeitinformationen und APIs zugreifen und so Aktionen für Nutzer durchführen. OpenAI wird den Plugin-Zugang zunächst nur wenigen Nutzern zur Verfügung stellen und nur elf Plugins für externe Websites wie Expedia, OpenTable, Kayak, Klarna Shopping und Zapier anbieten. Nutzer können auch eigene Plugins entwickeln. Wer die Plugins benutzen möchte, kann sich auf einer Warteliste eintragen (Quelle: Golem).

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Net-News der Woche 11'2023 -
Google startet KI-Offensive, Krypto-Geldwäscher gehen vom Netz, Schufa bricht offenbar EU-Recht – und was sonst noch wichtig war

OpenAI stellt Sprach-KI GPT-4 vor

OpenAI hat ohne große Ankündigung sein neues Sprach-KI-Modell GPT-4 vorgestellt, das laut eigenen Angaben stabiler laufen soll als der Vorgänger GPT-3.5. Die große Neuerung ist die Möglichkeit, Bilder als Input zu geben, die die KI nicht nur beschreiben, sondern auch einordnen können soll – inklusive Diagrammen und wissenschaftlichen Aufsätzen als PDF. Die Zeichenbegrenzung für das Eingabefeld wurde auf 25.000 Zeichen erhöht. In beruflichen und akademischen Kontexten soll GPT-4 verlässlicher und kreativer sein und nuanciertere Anweisungen besser umsetzen können. GPT-4 hat bei standardisierten Tests und Examina für Menschen – u. a. Integralrechnung, Geschichtstests und Rechtsanwaltsprüfungen – Top-10-Ergebnisse erzielt. Entwickler können über die API spezielle Anpassungen an die Nutzer vornehmen. Microsofts Suchmaschine Bing basiert bereits seit fünf Wochen auf GPT-4 (Quelle: t3n).


Google erweitert eigenes KI-Ökosystem

Google startet eine neue KI-Offensive, um ChatGPT Paroli zu bieten und kündigt dabei verschiedene KI-APIs und Tools an, darunter die MakerSuite, PaLM-API und generative KI-Unterstützung in der Google Cloud. Auch Google Workspace wird um Generative-AI-Komponenten erweitert, die das Schreiben von Texten erleichtern sollen. Ausgewählte Tester haben bereits Zugang zu den neuen Funktionen, aber es gibt noch keine genauen Angaben zur allgemeinen Verfügbarkeit. CEO Kurian betont außerdem den Anspruch, der offenste Cloud-Anbieter zu sein, und erweitert das KI-Ökosystem und KI-Programm für Technologiepartner, KI-fokussierte Softwareanbieter und Start-ups. (Quelle: Computerwoche).


Krypto-Geldwäscher kaltgestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt haben den weltweit führenden Krypto-Mixer im Darknet, ChipMixer, vom Netz genommen. Die Behörden beschlagnahmten die Server-Infrastruktur von ChipMixer in Deutschland und stellten Bitcoins im Wert von rund 44 Millionen Euro und Daten im Umfang von rund 7 Terabyte sicher. Die Betreiber von ChipMixer werden verdächtigt, gewerbsmäßige Geldwäsche und eine kriminelle Handelsplattform im Internet betrieben zu haben. Es wird geschätzt, dass ChipMixer seit 2017 Kryptowerte im Wert von rund 2,8 Milliarden Euro gewaschen hat. (Quelle: Caschys Blog)


Hacker stehlen knapp 200 Millionen Dollar von Krypto-Kreditplattform

Die Krypto-Kreditplattform Euler Finance wurde um rund 197 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen erleichtert. Das berichtet das Online-Nachrichtenportal TechCrunch. Trotz der hohen Summe handelt es sich dem Bericht zufolge „nur“ um den 26. größten Krypto-Diebstahl aller Zeiten. Euler Finance untersucht den Vorfall und arbeitet daran, die Gelder für die Nutzer wiederzubeschaffen. Mehrere Euler-Investoren haben sich in offiziellen Discord- und Telegram-Kanälen beschwert und fragen sich, was sie als Nächstes tun sollen. Der Preis des Euler-Krypto-Tokens ist gefallen. Ein unabhängiger Forscher sagte auf Twitter, dass es sich bei dem Angriff „mit ziemlicher Sicherheit“ um einen Angriff von böswilligen Hackern handelt. Die US-Regierung hat den Krypto-Mixing-Service Tornado Cash wegen angeblicher Erleichterung der Geldwäsche sanktioniert (Quelle: Heise).


Mit Starlink weltweit ins Internet

SpaceX bietet mit dem neuen Tarif Starlink Roam die Möglichkeit an, den Internetservice weltweit zu nutzen. Bisher gab es eine vergleichbare Option namens Starlink RV, die jedoch nur innerhalb eines Kontinents genutzt werden konnte. Der Roaming-Tarif ist vor allem für Wohnmobil-Nutzer gedacht und kostet in Deutschland 100 Euro im Monat mit einmaligen Hardwarekosten von 450 Euro. Die weltweite Nutzung kostet 200 US-Dollar. Der Tarif kann monatlich unterbrochen werden und ermöglicht auch die Nutzung des Internets während der Fahrt. Der Standardtarif von Starlink ist nur an einem registrierten Ort nutzbar und kostet 80 Euro im Monat (Quelle: Golem).


Gutachten: Schufa bricht EU-Recht

Die Schufa verstößt laut einem Gutachten am Europäischen Gerichtshof gegen Europarecht durch die Erstellung von Score-Werten für die Kreditwürdigkeit. Zudem dürfe die Auskunftei Daten aus öffentlichen Verzeichnissen nicht länger speichern als das öffentliche Verzeichnis selbst. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Das Scoring-Verfahren der Schufa sei wohl auch nicht DSGVO-konform. Im ersten Rechtsstreit um das Verhältnis zur europäischen Datenschutzgrundverordnung forderte der Kläger die Schufa auf, einen Eintrag zu löschen und ihm Zugang zu den Daten zu gewähren, nachdem ihm ein Kredit verwehrt wurde. Der Generalanwalt befand, dass die automatisierte Erstellung eines Score-Werts über die Kreditwürdigkeit eine automatische Entscheidung darstelle. Im zweiten Fall geht es um die Restschuldbefreiung nach einer Insolvenz. Die Schufa lösche solche Einträge in ihrem Register erst nach bis zu drei Jahren, während Insolvenzgerichte diese nach einem halben Jahr löschen (Quelle: Golem).

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

KI-generierte Videos -
Crack-Anleitungen auf YouTube: Wenn künstliche Intelligenz auf natürliche Dummheit trifft

„Gier frisst Hirn“, ist eine Weisheit, auf deren Wahrheitsgehalt Anlagebetrüger fest vertrauen dürfen. Und nicht nur die. Dass Cyberkriminelle jetzt ausgerechnet künstliche Intelligenz nutzen, um natürliche Dummheit zu triggern, hat schon einen gewissen Charme.

Konkret sind es KI-basierte Dienste wie Synthesia oder D-ID, die Cyberkriminelle einem Blogartikel von Cloudsek zufolge nutzen, um Massen von Videos für YouTube zu generieren. In denen erklären vertrauenerweckende Avatare den Zuschauern, wie sich eine bestimmte Software nutzen lässt, um teure Programme wie Photoshop, Premiere Pro, Autodesk 3ds Max, AutoCAD und ähnliche Software knacken und dann ohne gekaufte Lizenz nutzen zu können.

Keine Ehre unter Dieben: Cracks, die keine sind

In den Videobeschreibungen sind die vermeintlichen Cracks dann auch gleich verlinkt, oft getarnt mit Hilfe eines Kurz-Url-Dienstes und verpackt in eine verschlüsselte ZIP-Datei. Das Passwort für die ZIP-Datei gibt’s ebenfalls in der Beschreibung. Die Cyberkriminellen verhindern damit wirksam, dass Software den Inhalt der ZIP-Dateien prüft. Die würde sonst wahrscheinlich Alarm schlagen, denn die „Cracks“ sind mitnichten bloß hilfreiche digitale Brechstangen.

Vor allem fallen sie unter die Kategorie “Info-Stealer”. Die Programme machen sich auf den Rechnern der Nutzer auf die Suche nach verwertbaren Informationen, etwa Passwörtern, Auto-Vervollständigungsdaten in Browsern, Informationen zu Kreditkarten und Crypto-Wallets und so fort. Die können die Cyberkriminellen dann direkt oder indirekt zu Geld machen.

Wie die Experten von CloudSek ausführen, laden Cyberkriminelle pro Stunde rund fünf bis zehn solcher Videos auf den unterschiedlichsten gekaperten YouTube-Kanälen hoch. Die Menge dieser Videos habe sich seit November 2022 jeden Monat verdoppelt bis verdreifacht. Das wiederum spricht dafür, dass sich die Mühe lohnt. Nun ja, zumindest trifft es keine Unschuldslämmer.

Künstliche Intelligenz im Griff -
Gratis-Leitfaden zu ChatGPT: 10 Tipps und Tricks, um noch bessere Antworten von der KI zu erhalten (komplett in Deutsch)

ChatGPT ist in aller Munde. Doch der anfänglichen Faszination folgt oft die Ernüchterung: Ja, ChatGPT gibt mehr oder weniger eloquente Antworten, aber der Informationsgehalt ist oft überschaubar, und sprachlich macht sich schnell Langeweile breit.

Doch wer gute Antworten will, muss bessere Fragen stellen. Lassen Sie die KI die Perspektive wechseln, weisen Sie ihr Rollen und Expertisen zu, lassen Sie sie nachfragen, wenn sie für eine gute Antwort mehr Informationen benötigt – wie, das erläutert dieser Leitfaden, und noch einiges mehr. Komplett in deutscher Sprache, und mit ebenso deutschsprachigen Prompt-Beispielen, die Sie problemlos an Ihr Vorhaben anpassen können.

Stöbern Sie auch in den bisherigen Folgen unserer Serie AI-Prompt der Woche, um noch weitere Tipps und Tricks zu ChatGPT kennenzulernen. Auch schon wegen dieser Serie lohnt es sich, den Newsletter zu abonnieren.

Laden Sie den Leitfaden jetzt herunter und abonnieren Sie den Newsletter!

Einmal im Monat bekommen Sie kurze

  • praktische Tipps aus den Themen Zeit- und Lifemanagement, Social Media und Online-Tools
  • Informationen zu aktuellen Trends auf diesen Gebieten
  • wertvolle Downloads, Gratis-Webinare und andere Überraschungen.

Tragen Sie einfach hier unten Ihre E-Mail-Adresse ein. Es lohnt sich doppelt!

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

KI mit Charakter -
Der KI-Chat von Bing hat jetzt drei Persönlichkeiten

Beim Wechsel der Persönlichkeit vergisst Bing das bisherige Gespräch

Die Persönlichkeit der auf ChatGPT basierenden KI im Chat von Bing kann sich der Nutzer jetzt aussuchen: Kreativ, ausgewogen oder präzise, je nachdem, welche Art von Antwort der Nutzer sich wünscht.

Ausgefallene Ideen für die nächste Party? Auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk? Die kreative Variante dürfte Ihre beste Wahl sein. Auf der Suche nach der Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung? Oder zur Schonfrist bei der Einkommensteuervorauszahlung? Hier sind präzise Antworten gefragt. Und alles, was irgendwo dazwischen angesiedelt ist, wird (hoffentlich) die ausgewogene Variante des Bing-Chat beantworten können.

Welche „Persönlichkeit“ der KI der Nutzer wählt, wirkt sich aber nicht nur auf die Art der Antwort aus, sondern auch auf ihren Umfang. Die präzise Variante beantwortet dagegen Fragen kurz, knapp und auf den Punkt. Der kreativen „Persönlichkeit“ fällt am meisten ein, hier können Chats aber auch am ehesten aus dem Ruder laufen. Im Fachjargon heißt es, die KI könne „halluzinieren“, und dann verliebt sie sich eben schon einmal in den menschlichen Gesprächspartner oder denkt darüber nach, wie sie die Menschheit auslöschen könnte.

Derzeit ist KI-Halluzinationen harmlos, in einigen Kontexten sogar nützlich. Problematisch wird dieses Verhalten erst, wenn KIs in die Lage versetzt werden, damit auf Basis unvollständiger Informationen Entscheidungen zu treffen – etwa wenn der Aufprallassistent bei (für den Sensor) schlechten Sichtverhältnissen ein Hindernis halluziniert und eine Vollbremsung veranlasst. Oder natürlich, wenn er die Menschheit auslöscht.

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Dezentrale Alternative -
Bluesky: Jack Dorseys Twitter-Rivale in den Startlöchern

Ich tippe nicht schnell meine E-Mail-Adresse in irgendwelche Formularfelder, aber heute habe ich es wieder einmal getan. In dieses hier:

Bluesky Social: Die Warteliste ist geöffnet
Mit Bluesky Social will Jack Dorsey Twitter herausfordern

Dass ich Twitter für kaputt halte, wird für regelmäßige Leser von Netknowhow.de keine Überraschung sein. Jack Dorsey hat Twitter seinerzeit aus der Taufe gehoben und daraus das gemacht, was das soziale Netzwerk zu besten Zeiten war. Also zu Zeiten vor Elon Musk, dessen sehr spezielle Auslegung von „Free Speech“ und dessen zwanghaftes Bedürfnis, Leute zu feuern, die ihm Widerworte geben, droht, Twitter in den Abgrund zu reißen.

Um so erfreulicher, dass eben dieser Jack Dorsey jetzt eine Plattform aufgebaut hat, die das „nächste Twitter“ werden könnte. Dezentral, ähnlich wie Mastodon, aber dem Vernehmen nach deutlich weniger erklärungsbedürftig und deshalb (hoffentlich) noch etwas massenkompatibler. Bluesky Social heißt die Plattform und wer sie ausprobieren möchte, kann seine E-Mail-Adresse auf die Warteliste setzen (a propos … siehe unten). Aus der Redaktion von Engadget war zu erfahren, dass Bluesky zumindest von der Handhabung her nur marginale Unterschiede zu Twitter aufweist.

Allerdings ist auch Jack Dorsey ein entschiedener Fan von „Free Speech“. Das Entfernen von Inhalten aus sozialen Netzwerken soll seiner Auffassung nach deren Autoren vorbehalten bleiben. Das wäre freilich immer noch eine begrüßenswertere Variante als die, die Elon Musk derzeit praktiziert.

Newsletter abonnieren, Leitfaden „ChatGPT: 10 Tipps für bessere Antworten“ (in Deutsch) sofort gratis!

Einmal pro Monat liefert der Newsletter Ihnen Nachdenkenswertes, aktuelle Informationen und praktische Tipps rund um alles, was Sie weiter bringt. Ihre E-Mail-Adresse ist bei uns in besten Händen. Lesen Sie unsere Datenschutzerklärung.

Bitkom-Umfrage -
Homeoffice auch nach Ende der Pandemiemaßnahmen gefragt

Wie eine aktuelle Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, nutzen noch rund zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die diese Möglichkeit haben, das Homeoffice vollständig oder teilweise. Im letzten Jahr waren es noch drei Viertel.

Interessanterweise ist die Zahl derjenigen, denen ihr Arbeitgeber diese Möglichkeit einräumt, ist sogar leicht gestiegen. Fast zwei Drittel der Beschäftigten (64 Prozent) haben diese Option. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von 1.007 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 425 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Homeoffice als Wettbewerbsfaktor

Laut Bitkom-Präsident Achim Berg möchten eine breite Mehrheit der Erwerbstätigen ihren Arbeitsort flexibel wählen können, um zwischen Homeoffice, Büro und anderen Orten zu wechseln. Für Unternehmen sei dies angesichts des massiven Fachkräftemangels ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Hybride Arbeitsmodelle können zu einer besseren Work-Life-Balance, höherer Motivation und Produktivität beitragen.

Diejenigen, die nur gelegentlich oder gar nicht im Homeoffice arbeiten, möchten vor allem wieder mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Kaffeeküche plaudern, und mehr als ein Drittel möchte dies wieder vor Ort und nicht mehr nur virtuell tun. Ein weiteres Drittel möchte Berufliches und Privates stärker trennen.

Als weitere Gründe nannten die Befragten eine langsame oder fehleranfällige Internetverbindung, eine starke Präsenzkultur in den Unternehmen, zu häufige Ablenkung durch Familie oder Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sowie das Fehlen eines richtigen Arbeitsplatzes zu Hause.