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Wenn du erfährst, wie Facebook gegen Clickbaits kämpft, wird es dich umhauen!

Facebook verschärft sein Vorgehen gegen Clickbaits. Das hat das Unternehmen in einem aktuellen Beitrag angekündigt. Schon vor einigen Jahren hat Facebook dazu den Algorithmus angepasst, der entscheidet, wie oft und wie prominent Beiträge im Newsfeed eines Nutzers erscheinen. Schon jetzt fließen in die Bewertung von Links neben der Klickrate Kriterien ein wie die Verweildauer und die Nutzerinteraktionen (Kommentare, Likes und Shares).

Künftig will Facebook einen Clickbait anhand des eigentlichen Textes identifizieren: Enthält der Linktext Phrasen, die typischerweise in Köder-Überschriften verwendet werden, erscheint ein solcher Beitrag seltener und weiter unten in den Newsfeeds. Ziel ist es der Mitteilung zufolge, das Aufkommen von Überschriften zu verhindern, die a) dem Leser wesentliche Informationen vorenthalten, und b) den Leser in die Irre führen.

Wer wirklich scharf auf Nachrichtenvideos im Netz ist (die Nutzer schon mal nicht)

Das Angebot an Nachrichtenvideos im Netz ist explosionsartig gewachsen. Anders das Interesse der Konsumenten: Wie eine aktuelle Studie des Reuters Institute ergab, verbringen Nachrichtenkonsumenten im Netz rund 97,5 Prozent ihrer Zeit mit textbasierten Inhalten. Drei von vier Befragten gaben an, sich selten oder nie online mit Nachrichtenvideos zu beschäftigen. Das Interesse an Nachrichtenvideos steigt allerdings sprunghaft an bei erschütternden Ereignissen wie etwa den Terroranschlägen von Paris.

Wenn sich Nutzer dann doch einmal Videos ansehen, profitieren die Verlage davon nur eingeschränkt: Befragte Publisher gaben an, der größere Teil ihrer Videos werde nicht auf der eigenen Website, sondern auf Facebook und Co. konsumiert. Der Reuters-Studie zufolge haben die dort erfolgreichsten Videos einige Eigenschaften gemein:

  • Sie nehmen weniger als eine Minute in Anspruch.
  • Die Videos funktionieren (dank Untertiteln) auch ohne Ton.
  • Die Videos enthalten ein starkes emotionales Element.

Selbst in seriösen Medien sorgen Tiervideos auf Facebook für die meisten Reaktionen.

Verlage wollen in Nachrichtenvideos investieren

Knapp acht von zehn Medienunternehmen, die der Reuters-Bericht als “senior digital news leaders” bezeichnet, wollen im laufenden Jahr 2016 mehr in ihr Video-Angebot investieren. Sorge bereiten den Verantwortlichen die möglicherweise hohen erforderlichen Investionen, die schwierige Skalierbarkeit und unsichere Erlösmodelle. Dennoch sehen sie in einem wachsenden Videoangebot einen möglichen Weg aus der bislang schwierigen Finanzierbarkeit von Online-Angeboten.

Wie die ARD die “Generation Y” auf YouTube und Facebook abholen will

YouTube-Kanal und Facebook-Seite statt Sendeplatz: Unter dem Namen Y-Kollektiv ist seit Donnerstag ein Netzwerk junger Journalisten am Start. Das Angebot der ARD, ins Leben gerufen und geleitet von Dennis Leiffels, soll mit seinen Dokumentationen vor allem die als “Generation Y” bezeichnete Altersgruppe der in den Achtzigern und Neunzigern Geborenen ansprechen.

Die Macher des “Y-Kollektivs” sind davon überzeugt, dass sich junge Leute für Themen wie Politik und Menschenrechte interessieren, die Geschichten darum müssten nur anders, nämlich aus der Perspektive der Generation Y und im Netz, erzählt werden, sagt Dennis Leiffels im Gespräch mit Radio Bremen. Die Macher wollen Geschichten über die großen Themen der Zeit erzählen: Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit und Umwelt. Leiffels zum Beispiel wird in einer Dokumentation die Eindrücke und Erlebnisse schildern, die er bei einer Flüchtlingsrettungsmission auf dem Mittelmeer gewonnen hat. Den Anfang hat am Donnerstag Hubertus Koch gemacht, der in Bristol das Vertrauen unterschiedlicher Schichten der englischen Bevölkerung in die Politik unter die Lupe genommen hat.

Polizei durchsucht Wohnungen in 14 Bundesländern

Bundesweit geht die Polizei am heutigen Mittwoch gegen die Urheber von Hasspostings im Internet vor. In einer konzertierten Aktion durchsuchen Polizeibeamte in 14 Bundesländern von mehr als 25 Polizeidienststellen die Wohnräume von rund 60 Beschuldigten. Das Bundeskriminalamt koordiniert als Teil der im Dezember 2015 eingerichteten Bund-Länder-Projektgruppe “Bekämpfung von Hasspostings” den bundesweiten Einsatztag.

Im Zentrum der Ermittlungen: In einer geheimen Facebook-Gruppe wurden im Zeitraum zwischen Juli und November 2015 bundesweit regelmäßig Straftaten im Sinne der Paragrafen 86a und 130 StGB begangen. Hauptgegenstand der dort stattgefundenen Kommunikation war die Verherrlichung des Nationalsozialismus sowie der Austausch von fremdenfeindlichen, antisemitischen oder sonstigen als rechtsextremistisch zu beurteilenden Inhalten und Kommentierungen.

“Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte sind häufig das Ergebnis einer Radikalisierung, die auch in sozialen Netzwerken beginnt. Wir müssen deshalb einer Verrohung der Sprache Einhalt gebieten und strafbare Inhalte im Netz konsequent verfolgen”, erklärt BKA-Präsident Holger Münch.