Brasilien: Künstliche Intelligenz im Gerichtssaal

Brasilien: Künstliche Intelligenz im Gerichtssaal

Eine KI am Richtertisch? Eine Maschine, die über Schuld und Strafmaß befindet? Die Vorstellung macht sicher nicht nur mir Angst. Wenn die von OpenAI entwickelte KI künftig in Brasiliens Justiz zum Einsatz kommt, wird sie solche Entscheidungen zum Glück (noch) nicht zu treffen haben. Sie soll den Menschen im überlasteten Justizapparat helfen, ihre Arbeit effizienter zu erledigen – ein legitimes, bürgerfreundliches Vorhaben, bei dem KI bloß ein nützliches Werkzeug ist. Mit einem entscheidenden Unterschied: Egal, wie viele Figuren ich mit einem Schnitzmesser schnitze, es wird nie in der Lage sein, von sich aus, ganz allein, Figuren zu schnitzen. Anders als ein Schnitzmesser lernt eine KI aber permanent dazu. Und irgendwann wird sie dann eben doch am Richtertisch Platz nehmen. Im Gerichtsgebäude ist sie jedenfalls schon mal angekommen.

Darum geht’s: Brasilien setzt künftig OpenAIs KI in Gerichtsverfahren ein. Diese soll Anwälte und Richter bei der Analyse und Bearbeitung von Klagen unterstützen. Ziel ist es, die Effizienz zu steigern und die steigenden Kosten für Gerichtsverfahren zu senken. Die KI wird über Microsofts Azure-Plattform bereitgestellt und soll den Justizmitarbeitern helfen, schneller zu arbeiten. Entscheidungen bleiben weiterhin den Menschen vorbehalten. Die Maßnahme soll die jährlich anfallenden Gerichtskosten, die 2024 auf 18,7 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, reduzieren (Quelle: t3nhttps://netknowhow.de/t3n-ki-justiz).

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