Dream Machine: Das Filmset der Zukunft ist ein Prompt

Dream Machine: Das Filmset der Zukunft ist ein Prompt

Die Frage lautet nicht: Wann kommt der erste komplett KI-generierte Spielfilm ins Kino? Die bessere Frage lautet: Können wir unseren Augen noch trauen? Während OpenAI der Welt gezeigt hat, was möglich wäre, aber Sora noch unter Verschluss hält, gibt sich Luma AI weniger verschlossen. Wer auch immer mag, kann mit der Dream Machine aus einem Textprompt, oder einer Prompt-Bild-Kombination 5-Sekunden-Clips drehen, die oft extrem realistisch aussehen. Ich hab’s natürlich ausprobiert, und ich vergebe ein „Wow“, wenn auch mit kleinen Einschränkungen: Auf Basis reiner Textprompts geraten die Ergebnisse teils spektakulär, aber recht unberechenbar. Auf Basis von Prompt-Bild-Kombinationen gelingen oft überraschend sehenswerte Szenen. Personen, die darin zu sehen sind, haben aber oft überraschend viele Finger. Irgendwann wird wahrscheinlich auch dieses Problem gelöst sein. Den Untergang der Filmbranche werden solche Video-KIs sicher nicht herbeiführen, eher eine ganz gewaltige Umwälzung, von der wir als Zuschauer vielleicht sogar profitieren.

Angst macht mir eher, was solche Möglichkeiten für die Gesellschaft bedeuten. Wenn wir unseren eigenen Augen nicht mehr trauen können, wem dann? Schon jetzt bügeln manche Politiker unliebsame Tatsachen mit „Fake News“ ab, wenn sie mit ihnen konfrontiert werden. In Zukunft werden sie und ihre Anhänger sogar angesichts von Videobeweisen so reagieren können. Gab es wirklich einen Sturm aufs Kapitol? Hat Notre Dame tatsächlich gebrannt? War der Ball wirklich hinter der Torlinie? Für das Vertrauen in der Gesellschaft sind solche Technologien nicht die beste Medizin. Aber was wird aus einer Gesellschaft, in der keiner mehr dem anderen traut?

Zum Hintergrund: Luma AI hat das neue Text-zu-Video-Tool Dream Machine vorgestellt. Es ermöglicht die einfache Erstellung von hochauflösenden Videos und steht in begrenztem Umfang kostenfrei zur Verfügung. Das Tool soll mit Angeboten großer Tech-Unternehmen wie Sora von OpenAI konkurrieren können. Benutzer können Videos bis zu fünf Sekunden Länge und einer Auflösung von 1360×752 erstellen. Zukünftige Updates versprechen längere Videos und höhere Bildfrequenzen. Ein kostenloser Plan erlaubt 30 Videos pro Monat, während kostenpflichtige Pläne mehr Kapazität bieten (Quelle: Onlinemarketing.de).

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