<span style='font-weight:normal;font-size:smaller;'>Net-News der Woche 51'2023 - </span><br/>Tesla-Kritik auf X unerwünscht, Musik vom Copiloten, Aus für’s Usenet – und mehr

Net-News der Woche 51'2023 -
Tesla-Kritik auf X unerwünscht, Musik vom Copiloten, Aus für’s Usenet – und mehr

X/Twitter lockert Moderationsregeln drastisch

Interne Dokumente zeigen eine radikale Wende in der Content-Moderation von X (ehemals Twitter). Wie die „Business Post“ berichtet, dürfen nun auch Beiträge, die Hass und Diskriminierung beinhalten, auf der Plattform verbleiben. Einblick in Moderationshandbücher offenbart, dass antisemitische Posts, die den Holocaust verhöhnen, sowie rassistische und homophobe Inhalte nicht mehr gelöscht, sondern nur weniger auffindbar gemacht werden sollen. Auch Drohungen, Belästigungen und ‚Deadnaming‘ von Transpersonen erfahren weichere Sanktionen. Diese Praxis folgt offenbar Elon Musks Vorstellung von Redefreiheit und bestätigt Beobachtungen, dass seit seiner Übernahme umstrittene Inhalte weniger streng gehandhabt werden (Quelle: Heise).


Google stellt Usenet-Dienst in Groups ein

Google kündigte das Ende der Usenet-Unterstützung in Google Groups an, gültig ab 22. Februar 2024. Die Entscheidung wurde mit dem Rückgang legitimer Aktivitäten und der Zunahme von File-Sharing und Spam begründet. Nutzer verlieren die Möglichkeit, Beiträge zu posten, Gruppen zu abonnieren und neue Inhalte zu sehen. Das Usenet-Archiv bleibt jedoch erhalten. Google, das das Archiv seit der Übernahme von Deja.com im Jahr 2001 betreut, konzentriert sich nun auf die Reduzierung des technischen Aufwands und die Anpassung an Nutzergewohnheiten, die sich zu moderneren Plattformen verlagert haben (Quelle: Golem).


Microsofts KI Copilot komponiert Musik

Microsoft erweitert seine KI Copilot um eine Musikfunktion. Nutzer können nun in Minuten personalisierte Musikstücke mit oder ohne Text generieren lassen – musikalisches Vorwissen unnötig. Die Technologie, entwickelt in Kooperation mit Suno, zielt darauf ab, Laien bei der Erstellung einfacher Songs für persönliche Anlässe zu unterstützen. Der KI-Song-Generator greift auf Nutzerdaten zurück, um individualisierte Werke zu schaffen, die persönliche Bezüge enthalten können. Die Verfügbarkeit des Features wird schrittweise ausgerollt, wobei die Nutzer den Erstellungsprozess online verfolgen können, trotz anfänglicher technischer Schwierigkeiten (Quelle: WinFuture).


Freespeech mit Grenzen: X warnt Nutzer vor Tesla-Kritik

Nutzer der Social-Media-Plattform X erleben Warnmeldungen beim Anklicken von Links zur schwedischen Zeitung „Aftonbladet“, insbesondere bei Artikeln über Tesla. Die Plattform von Elon Musk kennzeichnet diese Links als Sicherheitsrisiko und rät zur Rückkehr, obwohl die Gründe für diese Einschätzungen unklar bleiben. Einige Artikel, die Tesla kritisieren, sind betroffen, während andere ohne Warnung zugänglich sind. Betroffen ist auch ein Bericht über Glimmerhandel, der Tesla Kinderarbeit vorwirft. X, bereits für manipulative Linkbehandlung kritisiert, schweigt zum aktuellen Vorfall (Quelle: Spiegel).


Midjourney v6: Präziser, aber auch teurer

Das neueste Modell der Bild-KI Midjourney, v6, befindet sich in der Alpha-Phase und verspricht bedeutsame Neuerungen. Entwickelt wurde v6 über neun Monate auf einem KI-Supercluster. Es ermöglicht nun eine präzisere Befolgung von Eingabeaufforderungen und unterstützt längere Inputs. Nutzer müssen sich auf angepasste Prompting-Mechanismen einstellen. Trotz höherer Detailgenauigkeit und der Fähigkeit, kleinere Texte im Bild zu generieren, weist das Modell noch Einschränkungen bei Geschwindigkeit und Bildqualität auf, die in den kommenden Wochen verbessert werden sollen. Durch höhere Leistungsanforderungen ist v6 langsamer und kostspieliger als sein Vorgänger v5 (Quelle: Caschy).