<span style='font-weight:normal;font-size:smaller;'>Net-News der Woche 52'2023 - </span><br/>Apple will KI ohne Cloud, Microsoft und OpenAI werden verklagt, und ein verschollenes Musical ist wieder da

Net-News der Woche 52'2023 -
Apple will KI ohne Cloud, Microsoft und OpenAI werden verklagt, und ein verschollenes Musical ist wieder da

KI direkt auf dem iPhone: Apple mit AI-On-Device-Strategie

Apple liege in der Entwicklung generativer KI-Tools zurück, plane aber, mit einer On-Device-Lösung für Large Language Models (LLM) aufzuholen. In einem Forschungspapier „LLM in a Flash“ beschreibt Apple eine Methode, um komplexe Modelle effizient auf hardware-begrenzten Geräten wie iPhones laufen zu lassen. Während Konkurrenten wie Google und Meta Cloud-basierte Ansätze nutzen, verfolgt Apple eine Strategie, die generative KI direkt auf Endgeräten ermöglicht. Dies könnte zukünftige iPhone-Modelle und iOS mit erweiterten KI-Funktionen ausstatten und die Verkaufszahlen der kriselnden Smartphone-Branche ankurbeln. Wann genau Apple entsprechende Neuerungen einführen wird, bleibt jedoch ungewiss (Quelle: ComputerBase).


Chatbot plaudert Journalisten-Mailadressen aus

Forscher der Indiana University Bloomington deckten eine Datenpanne des Chatbots ChatGPT-3.5-Turbo auf, indem sie E-Mail-Adressen von New York Times-Reportern extrahierten. Obwohl der Bot normalerweise keine privaten Informationen preisgeben sollte, lieferte er im API-Modus rund 80% korrekte Adressen. Dies verdeutlicht das grundsätzliche Problem großer Datensätze: Einmal eingelernt, lassen sich spezifische Daten kaum entfernen, ohne das gesamte KI-Modell zu löschen – ein kostspieliger Prozess, den Unternehmen zu vermeiden suchen. Der Vorfall betont das Risiko unkontrollierter Datenspeicherung und das potenzielle Entweichen sensibler Informationen (Quelle: Golem).


Microsofts KI Copilot nun für Android

Microsoft hat die Copilot-App für Android veröffentlicht, womit Nutzer direkt Zugriff auf KI-Systeme GPT-4 und DALLE-3 erhalten. Die App ist im Google Play Store erhältlich und ermöglicht das Verfassen von Texten sowie das Generieren von Bildern. Zuvor war der Copilot nur über Bing oder in Windows 10 und 11 sowie Office-Anwendungen und Skype verfügbar. Auch der Edge-Browser integrierte die Tools bereits. iOS-Nutzer müssen sich jedoch noch gedulden; eine Version für Apple-Geräte ist in Arbeit und wird in den kommenden Monaten erwartet (Quelle: WinFuture).


NYT klagt gegen ChatGPT-Entwickler

Die „New York Times“ (NYT) hat OpenAI und Microsoft verklagt, weil ChatGPT mit Millionen Artikeln gefüttert wurde, was die NYT als unrechtmäßige Nutzung ihres Contents sieht. Die Klage beziffert keinen konkreten Schadensersatz, strebt jedoch Milliardenforderungen an. OpenAI, das von Microsoft unterstützt wird und dessen Wert auf 80 Milliarden Dollar geschätzt wird, hat mit ChatGPT Aufsehen erregt. Die NYT beklagt, dass ihre Investitionen in Journalismus durch die KI, die kaum von Menschen unterscheidbare Antworten generiert, ausgebeutet werden. Der Ausgang könnte wegweisend für die Medienbranche sein (Quelle: Spiegel).


Windows XP Musical: Kurioses Comeback

Ein kurioses Windows XP-Musical, von Microsoft einst zur pompösen Premiere in Tel Aviv inszeniert, erlebt online eine späte Renaissance. Über 20 Jahre nach der skurrilen Darbietung mit Gesang und Tanz zur Feier von Windows XP-Funktionen, wurde ein Videomitschnitt der Veranstaltung wiederentdeckt. Zeitzeugen erinnern sich an Verwirrung und Fassungslosigkeit angesichts der Show, die Microsofts Versuche, Betriebssystem-Starts zu kulturellen Events zu stilisieren, widerspiegelt. Obwohl Microsoft alle Spuren zu verwischen suchte, zeugt das Video von der damaligen opulenten Werbestrategie, wie auch beim Windows 95 Launch mit dem Stones-Hit „Start Me Up“ (Quelle: Golem).