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Musikauswahl per KI -
AI-Prompt der Woche, Folge 1: Playlists für jeden Musikgeschmack

Ja, künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Arbeitsplätze zu vernichten und die Welt, wie wir sie kennen, drastisch zu verändern. Da in der Geschichte der Menschheit aber alle Bemühungen, neue Technologien zu verhindern, früher oder später gescheitert sind, startet hier – anstelle glühender Plädoyers wider die Algorithmen – eine neue Serie: der AI-Prompt der Woche. Zum Auftakt: Musik!

Wenn die KI die Musik auswählt

Ausgangssituation: Sie haben einen Ohrwurm im besten Sinne, und würden gern mehr Songs hören, die von Klang, Stimmung und Musikrichtung zu Ihrem aktuellen Song passen. Natürlich fallen Ihnen selbst ein paar Songs ein, die in eine ähnliche Richtung gehen, aber ChatGPT und seine Verwandten kennen wahrscheinlich mehr Musik als viele professionelle DJs. Also füttern Sie ChatGPT mit folgendem Prompt:

I want you to act as a song recommender. I will provide you with a song and you will create a playlist of 10 songs that are similar to the given song. And you will provide a playlist name and description for the playlist. Do not choose songs that are same name or artist. Do not write any explanations or other words, just reply with the playlist name, description and the songs. My first song is ‘Polonaise Blankenese’.

Sie können statt ‘Polonaise Blankenese’ natürlich ebenso ‘Dance Monkey’ oder ‘Highway to Hell’ einsetzen. In jedem Fall wird ChatGPT Ihnen eine Playlist mit zehn musikalisch passenden Songs liefern, die dann zum Beispiel so aussehen könnte:

Playlist Name: German Party Classics

Description: Get ready to dance and sing along with this playlist of classic German party songs! From traditional folk music to modern pop hits, this selection will have you tapping your feet and raising your voice.

  1. Cowboy Und Indianer – Olaf Henning
  2. Atemlos Durch Die Nacht – Helene Fischer
  3. Schatzi Schenk Mir Ein Foto – Mickie Krause
  4. Das Rote Pferd – Markus Becker
  5. 1000 Träume Weit (Tornerò) – Anna-Maria Zimmermann
  6. Viva Colonia – Höhner
  7. So A Schöner Tag (Fliegerlied) – Tim Toupet
  8. Ein Stern (Der Deinen Namen Trägt) – DJ Ötzi & Nik P.
  9. Joana – Peter Wackel
  10. Wahnsinn – Wolfgang Petry

Die Geschmäcker sind natürlich verschieden – nichtsdestoweniger: Gut für die KI, dass sie sich die von ihr vorgeschlagenen Songs nicht selbst anhören muss 😉

Nach diesem Prinzip arbeitet übrigens auch die iPhone-App PlaylistAI, deren Resultate sich dann auch gleich auf Spotify oder Apple Music anhören lassen. Da die Entwickler der App und die genannten Musikdienste nicht offiziell zusammen arbeiten, wird letzteres allerdings vielleicht nicht dauerhaft funktionieren.

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Net-News der Woche 11'2023 -
Google startet KI-Offensive, Krypto-Geldwäscher gehen vom Netz, Schufa bricht offenbar EU-Recht – und was sonst noch wichtig war

OpenAI stellt Sprach-KI GPT-4 vor

OpenAI hat ohne große Ankündigung sein neues Sprach-KI-Modell GPT-4 vorgestellt, das laut eigenen Angaben stabiler laufen soll als der Vorgänger GPT-3.5. Die große Neuerung ist die Möglichkeit, Bilder als Input zu geben, die die KI nicht nur beschreiben, sondern auch einordnen können soll – inklusive Diagrammen und wissenschaftlichen Aufsätzen als PDF. Die Zeichenbegrenzung für das Eingabefeld wurde auf 25.000 Zeichen erhöht. In beruflichen und akademischen Kontexten soll GPT-4 verlässlicher und kreativer sein und nuanciertere Anweisungen besser umsetzen können. GPT-4 hat bei standardisierten Tests und Examina für Menschen – u. a. Integralrechnung, Geschichtstests und Rechtsanwaltsprüfungen – Top-10-Ergebnisse erzielt. Entwickler können über die API spezielle Anpassungen an die Nutzer vornehmen. Microsofts Suchmaschine Bing basiert bereits seit fünf Wochen auf GPT-4 (Quelle: t3n).


Google erweitert eigenes KI-Ökosystem

Google startet eine neue KI-Offensive, um ChatGPT Paroli zu bieten und kündigt dabei verschiedene KI-APIs und Tools an, darunter die MakerSuite, PaLM-API und generative KI-Unterstützung in der Google Cloud. Auch Google Workspace wird um Generative-AI-Komponenten erweitert, die das Schreiben von Texten erleichtern sollen. Ausgewählte Tester haben bereits Zugang zu den neuen Funktionen, aber es gibt noch keine genauen Angaben zur allgemeinen Verfügbarkeit. CEO Kurian betont außerdem den Anspruch, der offenste Cloud-Anbieter zu sein, und erweitert das KI-Ökosystem und KI-Programm für Technologiepartner, KI-fokussierte Softwareanbieter und Start-ups. (Quelle: Computerwoche).


Krypto-Geldwäscher kaltgestellt

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt haben den weltweit führenden Krypto-Mixer im Darknet, ChipMixer, vom Netz genommen. Die Behörden beschlagnahmten die Server-Infrastruktur von ChipMixer in Deutschland und stellten Bitcoins im Wert von rund 44 Millionen Euro und Daten im Umfang von rund 7 Terabyte sicher. Die Betreiber von ChipMixer werden verdächtigt, gewerbsmäßige Geldwäsche und eine kriminelle Handelsplattform im Internet betrieben zu haben. Es wird geschätzt, dass ChipMixer seit 2017 Kryptowerte im Wert von rund 2,8 Milliarden Euro gewaschen hat. (Quelle: Caschys Blog)


Hacker stehlen knapp 200 Millionen Dollar von Krypto-Kreditplattform

Die Krypto-Kreditplattform Euler Finance wurde um rund 197 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen erleichtert. Das berichtet das Online-Nachrichtenportal TechCrunch. Trotz der hohen Summe handelt es sich dem Bericht zufolge „nur“ um den 26. größten Krypto-Diebstahl aller Zeiten. Euler Finance untersucht den Vorfall und arbeitet daran, die Gelder für die Nutzer wiederzubeschaffen. Mehrere Euler-Investoren haben sich in offiziellen Discord- und Telegram-Kanälen beschwert und fragen sich, was sie als Nächstes tun sollen. Der Preis des Euler-Krypto-Tokens ist gefallen. Ein unabhängiger Forscher sagte auf Twitter, dass es sich bei dem Angriff „mit ziemlicher Sicherheit“ um einen Angriff von böswilligen Hackern handelt. Die US-Regierung hat den Krypto-Mixing-Service Tornado Cash wegen angeblicher Erleichterung der Geldwäsche sanktioniert (Quelle: Heise).


Mit Starlink weltweit ins Internet

SpaceX bietet mit dem neuen Tarif Starlink Roam die Möglichkeit an, den Internetservice weltweit zu nutzen. Bisher gab es eine vergleichbare Option namens Starlink RV, die jedoch nur innerhalb eines Kontinents genutzt werden konnte. Der Roaming-Tarif ist vor allem für Wohnmobil-Nutzer gedacht und kostet in Deutschland 100 Euro im Monat mit einmaligen Hardwarekosten von 450 Euro. Die weltweite Nutzung kostet 200 US-Dollar. Der Tarif kann monatlich unterbrochen werden und ermöglicht auch die Nutzung des Internets während der Fahrt. Der Standardtarif von Starlink ist nur an einem registrierten Ort nutzbar und kostet 80 Euro im Monat (Quelle: Golem).


Gutachten: Schufa bricht EU-Recht

Die Schufa verstößt laut einem Gutachten am Europäischen Gerichtshof gegen Europarecht durch die Erstellung von Score-Werten für die Kreditwürdigkeit. Zudem dürfe die Auskunftei Daten aus öffentlichen Verzeichnissen nicht länger speichern als das öffentliche Verzeichnis selbst. Ein Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Das Scoring-Verfahren der Schufa sei wohl auch nicht DSGVO-konform. Im ersten Rechtsstreit um das Verhältnis zur europäischen Datenschutzgrundverordnung forderte der Kläger die Schufa auf, einen Eintrag zu löschen und ihm Zugang zu den Daten zu gewähren, nachdem ihm ein Kredit verwehrt wurde. Der Generalanwalt befand, dass die automatisierte Erstellung eines Score-Werts über die Kreditwürdigkeit eine automatische Entscheidung darstelle. Im zweiten Fall geht es um die Restschuldbefreiung nach einer Insolvenz. Die Schufa lösche solche Einträge in ihrem Register erst nach bis zu drei Jahren, während Insolvenzgerichte diese nach einem halben Jahr löschen (Quelle: Golem).

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Künstliche Intelligenz im Griff -
Gratis-Leitfaden zu ChatGPT: 10 Tipps und Tricks, um noch bessere Antworten von der KI zu erhalten (komplett in Deutsch)

ChatGPT ist in aller Munde. Doch der anfänglichen Faszination folgt oft die Ernüchterung: Ja, ChatGPT gibt mehr oder weniger eloquente Antworten, aber der Informationsgehalt ist oft überschaubar, und sprachlich macht sich schnell Langeweile breit.

Doch wer gute Antworten will, muss bessere Fragen stellen. Lassen Sie die KI die Perspektive wechseln, weisen Sie ihr Rollen und Expertisen zu, lassen Sie sie nachfragen, wenn sie für eine gute Antwort mehr Informationen benötigt – wie, das erläutert dieser Leitfaden, und noch einiges mehr. Komplett in deutscher Sprache, und mit ebenso deutschsprachigen Prompt-Beispielen, die Sie problemlos an Ihr Vorhaben anpassen können.

Stöbern Sie auch in den bisherigen Folgen unserer Serie AI-Prompt der Woche, um noch weitere Tipps und Tricks zu ChatGPT kennenzulernen. Auch schon wegen dieser Serie lohnt es sich, den Newsletter zu abonnieren.

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KI mit Charakter -
Der KI-Chat von Bing hat jetzt drei Persönlichkeiten

Beim Wechsel der Persönlichkeit vergisst Bing das bisherige Gespräch

Die Persönlichkeit der auf ChatGPT basierenden KI im Chat von Bing kann sich der Nutzer jetzt aussuchen: Kreativ, ausgewogen oder präzise, je nachdem, welche Art von Antwort der Nutzer sich wünscht.

Ausgefallene Ideen für die nächste Party? Auf der Suche nach einem ausgefallenen Geschenk? Die kreative Variante dürfte Ihre beste Wahl sein. Auf der Suche nach der Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung? Oder zur Schonfrist bei der Einkommensteuervorauszahlung? Hier sind präzise Antworten gefragt. Und alles, was irgendwo dazwischen angesiedelt ist, wird (hoffentlich) die ausgewogene Variante des Bing-Chat beantworten können.

Welche „Persönlichkeit“ der KI der Nutzer wählt, wirkt sich aber nicht nur auf die Art der Antwort aus, sondern auch auf ihren Umfang. Die präzise Variante beantwortet dagegen Fragen kurz, knapp und auf den Punkt. Der kreativen „Persönlichkeit“ fällt am meisten ein, hier können Chats aber auch am ehesten aus dem Ruder laufen. Im Fachjargon heißt es, die KI könne „halluzinieren“, und dann verliebt sie sich eben schon einmal in den menschlichen Gesprächspartner oder denkt darüber nach, wie sie die Menschheit auslöschen könnte.

Derzeit ist KI-Halluzinationen harmlos, in einigen Kontexten sogar nützlich. Problematisch wird dieses Verhalten erst, wenn KIs in die Lage versetzt werden, damit auf Basis unvollständiger Informationen Entscheidungen zu treffen – etwa wenn der Aufprallassistent bei (für den Sensor) schlechten Sichtverhältnissen ein Hindernis halluziniert und eine Vollbremsung veranlasst. Oder natürlich, wenn er die Menschheit auslöscht.

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