KI-Systeme dümmer als Katzen, sagt Google-Deepmind-Chef

KI-Systeme dümmer als Katzen, sagt Google-Deepmind-Chef

Wärst du lieber mit einem Tiger in einem Raum eingesperrt oder mit ChatGPT? Es gibt eine irrationale Angst vor künstlicher Intelligenz, und es gibt eine rationale. Die eigenen Ängste richtig einzuordnen, ist nicht ganz einfach. Was der CEO von Google Deepmind dieser Tage in einer Talkrunde geäußert hat, kann da ganz hilfreich sein: KI sei gegenwärtig dümmer als Katzen. Wer also eine Über-Intelligenz fürchtet, die ein eigenes Bewusstsein entwickeln und die Auslöschung der Menschheit in Angriff nehmen könnte, dessen Ängste liegen eher im irrationalen Spektrum.

Was Demis Hassabis allerdings nicht sagt, ist, künstliche Intelligenz sei harmlos. Er sagt, künstliche Intelligenz sei ein nützliches Werkzeug für vielerlei Aufgaben. Ein Hammer ist ein nützliches Werkzeug, eine Kettensäge ebenfalls, aber in den Händen von Kriminellen und Psychopathen werden sie zu tödlichen Waffen.

In den Händen von böswilligen Staatslenkern kann KI zu einer Waffe werden, die mit Deepfakes und anderen Desinformationskampagnen ganze Gesellschaftsordnungen untergräbt. In den Händen von Cyberkriminellen kann sie zu einem willigen Helfer bei Erpressung und Betrug werden. Und in einem wettbewerbsorientierten Markt können die mit KI-Werkzeugen zu erzielenden Effizienzgewinne Menschen ihre Jobs kosten. Das sind rationale Ängste.

Auch wenn unsere Hauskatzen Lotta und Pepe das nicht gern hören werden: KI mag dümmer sein als Katzen. Aber harmloser ist sie ganz bestimmt nicht. Außer vielleicht im Vergleich dazu, mit einem Tiger eingesperrt zu sein.

Zum Hintergrund: Demis Hassabis, CEO von Google Deepmind, sorgte mit einer provokanten Aussage für Aufsehen: Aktuelle KI-Modelle besitzen seiner Meinung nach weniger Intelligenz als eine Katze. In einer Talkrunde betonte er, dass trotz beeindruckender Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz noch ein weiter Weg zur menschenähnlichen KI zurückzulegen sei. Hassabis warnte deshalb vor überzogenen Erwartungen (Quelle: Golem).

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