<span style='font-weight:normal;font-size:smaller;'>Net-News der Woche 6'2024 - </span><br/>Raubzug per KI-Avatar, Bluesky ohne Wartezeit, Bard heißt jetzt Twix – ach ne, Gemini

Net-News der Woche 6'2024 -
Raubzug per KI-Avatar, Bluesky ohne Wartezeit, Bard heißt jetzt Twix – ach ne, Gemini

Google beendet Cache-Dienst

Google hat den hauseigenen Cache-Dienst beendet, wie über Twitter mitgeteilt wurde. Der US-Konzern begründet die Einstellung mit besserer Webseitenverfügbarkeit. Ursprünglich half der Cache Nutzern, nicht erreichbare Seiten zu öffnen. Googles Indexierungscrawler erfassten Webseiteninhalte, die Kopien waren lange öffentlich einsehbar, um Offline-Seiten oder Änderungen zu verfolgen. Speicherplatzersparnis könnte ein Grund für Googles Entscheidung sein. Der Cache-Link verschwand bereits in der Vergangenheit vorübergehend. Als Alternative könnte ein Link zum Internet Archive kommen, eine Kooperation steht jedoch aus. Betreiber können weiterhin in der Search Console die Crawler-Sicht ihrer Webseite prüfen (Quelle: Heise).


Betrug per Fake-Videokonferenz: 23 Millionen Euro weg

In Hongkong haben Betrüger bei einem internationalen Unternehmen über 23 Millionen Euro erbeutet. Sie bedienten sich der „Chef-Masche“ und inszenierten eine Videokonferenz, die mutmaßlich auf künstlicher Intelligenz basierte. Fälschlicherweise glaubten die Angestellten, mit dem Finanzvorstand und Kollegen zu kommunizieren. Nachweise durch Instant Messenger verstärkten die Täuschung. Erst eine Woche nach der Überweisung fiel der Betrug auf. Die Polizei rät zu Wachsamkeit und gezielten Nachfragen bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen. Bisher gibt es keine Verdächtigen (Quelle: Spiegel).


Twitter-Alternative Bluesky ohne Warteliste

Twitter-Mitgründer Jack Dorseys Projekt Bluesky öffnet seine Pforten für die Allgemeinheit. Mit bisher drei Millionen Nutzern hat die dezentrale, Open-Source-basierte Plattform die Wartelisten entfernt und fördert nun den freien Zugang. Bluesky unterscheidet sich von Mastodon durch ein eigenes Protokoll und plant, die Vernetzung eigenständiger Instanzen zu ermöglichen. Diese Entwicklung könnte im Wettbewerb mit anderen Diensten, wie Metas Threads, die ebenfalls auf Open-Source setzen, signifikante Auswirkungen haben. Blueskys Fokus auf freier Wechselbarkeit und Dezentralisierung positioniert sie als starken Twitter-Konkurrenten (Quelle: t3n).


OLG Dresden: Facebook-Kontosperrung ohne Anhörung nur im Ausnahmefall rechtens

Das Oberlandesgericht Dresden urteilte gegen Meta Platforms, dass Nutzerkonten in sozialen Netzwerken nur in Ausnahmefällen ohne Vorwarnung deaktiviert werden dürfen. Bei schweren Verstößen wie „kinderpornografische Bilder“ sei dies zwar möglich, jedoch muss der Betreiber die Notwendigkeit nachweisen und die Grundrechte abwägen. Im aktuellen Fall verstieß Meta gegen eigene Richtlinien, indem es ein Nutzerkonto ohne Abmahnung dauerhaft sperrte. Das OLG ordnete die teilweise Wiederherstellung des Kontos an und verpflichtete Meta zur Übernahme der Anwaltskosten und eines Teils der Prozesskosten. Meta hat auf Anfragen nicht reagiert (Quelle: Heise).


Google benennt Bard um und launcht Gemini Advanced

Google bringt mit Gemini Advanced eine neue starke KI-Version heraus, die OpenAIs GPT-4 trotzt. Die Weiterentwicklung des Chatbots Bard, nun unter Gemini gelistet, verspricht insbesondere bei komplexen Aufgaben Fortschritte. Das Ultra-Modell des Assistenten ist für 19,99 US-Dollar monatlich über Google One AI Premium zugänglich, inklusive Cloud-Services. Gemini integriert sich zudem in Apps wie Gmail und Docs, konkurriert direkt mit Microsofts Copilot. Eine Smartphone-App mit Text- und Sprachsteuerung sowie Bildverarbeitung startet in den USA und soll global erweitert werden (Quelle: ComputerBase).