<span style='font-weight:normal;font-size:smaller;'>Net-News der Woche 1'2024 - </span><br/>Quantensprünge bei Video-KI, Deepfake-Satire, Cookie-Aus und mehr

Net-News der Woche 1'2024 -
Quantensprünge bei Video-KI, Deepfake-Satire, Cookie-Aus und mehr

Neujahrsansprache: KI-Scholz und Pumuckl-Kommentar

Satire-Kanal „Snickers für Linkshänder“ sorgt mit einer KI-generierten Neujahrsansprache von Bundeskanzler Olaf Scholz für Aufsehen. Im Video gibt der täuschend echte, digitale Scholz-Doppelgänger vor, ohne seine Redenschreiber, die angeblich erkrankt sind, zu sprechen – „100 % authentisch und von Herzen“. Die Rede wird von einer mürrischen Figur, die Pumuckl ähnelt, sarkastisch kommentiert. Parallel dazu spielt auch eine „Spiegel“-Satire auf die fiktive Situation an, in der Scholz gezwungen sei, seine Ansprache selbst zu verfassen. Die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen in der satirischen Darbietung (Quelle: turi2).


Kamerariesen bekämpfen Foto-Fälschungen mit C2PA

Im Frühjahr 2024 werden Nikon, Canon und Sony ihre Kameras mit C2PA-Signaturen ausrüsten, um Foto-Manipulationen entgegenzuwirken. Die Technologie der Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA) ermöglicht es, echte Aufnahmen mittels fälschungssicherer digitaler Signaturen von gefälschten zu unterscheiden. Sony plant, drei seiner Profi-Kameras per Firmware-Update mit C2PA zu versehen, während Canon eine neue Kamera mit dieser Funktion einführen will. Nikon hat ebenfalls den Einsatz von C2PA in neuen Modellen bestätigt. C2PA speichert verifizierbare Metadaten und wird von führenden Foto- und Bildunternehmen unterstützt (Quelle: Golem).


KI-Sprung: Google stellt VideoPoet vor

In den letzten zwölf Monaten hat die KI bei der Erstellung fotorealistischer Bilder enorme Fortschritte gemacht, wie Midjourney v6 und DALL-E 3 zeigen. Darüber hinaus ermöglichen neue KI-Modelle, wie RunwayML und Googles VideoPoet, Videos aus Texteingaben zu generieren. VideoPoet kann Standbilder animieren, Videos bearbeiten und Inhalte ergänzen (Video Inpainting). Während Googles Forschungsbereich die Technik auf seinem Blog und in einem wissenschaftlichen Paper erläutert, bleibt VideoPoet bislang nicht öffentlich zugänglich; auf der Website beeindrucken jedoch bereits Demos (Quelle: Caschy).


Microsofts Copilot: KI-Assistenz für Apple-Geräte

Microsoft veröffentlicht den KI-Chatbot Copilot für iOS, iPadOS und macOS im App Store kostenlos. Copilot nutzt GPT-4 und den Bildgenerator DALL-E3, auch ohne Anmeldung, limitiert auf fünf Interaktionen pro Thread. Mit Microsoft-Account sind bis zu 30 Antworten möglich. Die App funktioniert trotz ungeprüfter macOS-Version einwandfrei und erlaubt Text-, Foto- und Spracheingaben, allerdings ohne Chatverlaufspeicherung. Copilot reiht sich neben der kostenpflichtigen ChatGPT-App ein und expandiert damit Microsofts KI-Präsenz über Android hinaus in das Apple-Ökosystem (Quelle: Heise).


Emsisoft fordert Verbot von Lösegeldzahlungen

Das Sicherheitsunternehmen Emsisoft verlangt ein Verbot von Lösegeldzahlungen als Lösung gegen die Zunahme von Ransomware-Angriffen. Ransomware sei besonders gefährlich, da Attacken auf Gesundheitseinrichtungen zu Todesfällen führen können. Trotz eines Rückgangs der Einnahmen von Cybererpressern im Vorjahr sieht Emsisoft die Notwendigkeit eines härteren Vorgehens. 2023 waren in den USA über 2.200 kritische Institutionen betroffen, während auch deutsche Kliniken über Weihnachten Ziel wurden. Die US-geführte International Counter Ransomware Initiative lehnt Lösegeldzahlungen ebenfalls ab, um das Wachstum solcher Kriminalität einzudämmen (Quelle: Golem).


Google Chrome startet Cookie-Ausstieg

Google Chrome hat begonnen, Drittanbieter-Cookies zu blockieren, wodurch 30 Millionen Nutzer zuerst betroffen sind. Bis Ende nächsten Jahres wird das Blockieren für alle Anwender standardmäßig aktiv sein. Diese Cookies werden für das User-Tracking über Websites hinweg genutzt. Als Alternative hat Google die „Privacy Sandbox“ entwickelt, die personalisierte Werbung ohne Cookies ermöglicht. Die „Tracking Protection“ ist im Browser erkennbar und lässt das manuelle Setzen von Cookies zu. Während Drittanbieter-Cookies weichen, bleiben nützliche, harmlose Cookies erhalten (Quelle: Heise).