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Fotojournalisten und Dokumentarfilmer fordern In-Kamera-Verschlüsselung

Hersteller sollen für eine In-Kamera-Verschlüsselung von Aufnahmen sorgen. Das fordert die Freedom of Press Foundation in einem offenen Brief, der annähernd wortgleich an Canon, Sony, Nikon, Fujifilm und Olympus gegangen ist. Mehr als 150 Fotojournalisten und Dokumentarfilmer haben den offenen Brief unterzeichnet.

Fotoreporter und Dokumentarfilmer sind bei ihrer Arbeit oft einem hohen Risiko ausgesetzt. Wird ihre Ausrüstung gestohlen oder beschlagnahmt, haben sie in der Regel keine Chance mehr, ihre Aufnahmen vor Missbrauch zu schützen. Nach Angaben des Committee to Protect Journalists ist die Praxis, Kameras zu konfiszieren, derart verbreitet, dass es schier unmöglich ist, allen derartigen Vorkommnissen nachzugehen.

Nach Auffassung der Freedom of Press Foundation sind Kamerahersteller nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was den Schutz der Aufnahmen betrifft. Während bei Instant Messengern Verschlüsselung die Regel ist, und gängige PC- und Mobilbetriebssysteme ebenfalls umfassende Verschlüsselungsmöglichkeiten bieten, seien Aufnahmen auf den Speicherkarten moderner Kameras nach wie vor nicht vor fremdem Zugriff sicher. Die Initiatoren des offenen Briefes hoffen auf eine ebenso öffentliche Reaktion der angeschriebenen Kamerahersteller, und haben die Bereitschaft angekündigt, Herstellern bei der konkreten Umsetzung ihrer Forderung beratend zur Seite zu stehen.

Ungeschützter Datenverkehr: Firefox warnt demnächst noch deutlicher

Mozillas Webbrowser Firefox soll Nutzer demnächst noch deutlicher warnen, wenn diese im Begriff stehen, Daten über eine ungeschützte Verbindung zu übermitteln. Das kündigt Interface-Designer Ryan Feely in einem Tweet an:

Trägt der Nutzer ein Passwort oder andere persönliche Informationen in ein Formularfeld ein, die ohne https-Transportverschlüsselung übermittelt würden, weist Firefox ihn künftig direkt unterhalb dieses Eingabefeldes auf das Risiko hin. Seitenbetreiber, die persönliche Daten ihrer Nutzer verarbeiten, haben damit einen Grund mehr, sich um eine Transportverschlüsselung zu bemühen.

Bislang weist Firefox auf eine ungeschützte Verbindung lediglich per Ausrufezeichen in der Adresszeile hin. Ab wann die deutlicheren Warnhinweise zu sehen sein werden, steht noch nicht fest.