Anthropic hat eine neue Funktion für die Kommunikationsplattform Slack vorgestellt: den „Claude Tag“. Der KI-Assistent soll als zentraler Ansprechpartner in Slack-Kanälen dienen und könnte langfristig die Aufgaben des bisherigen Slackbots übernehmen.
Derzeit befindet sich die Funktion in einer Testphase, die als „Research Preview“ bezeichnet wird. Nutzer können den Assistenten durch die Eingabe von @Claude aufrufen. Alle Mitglieder eines Kanals sehen dann, woran der Assistent arbeitet. Anthropic betont, dass der Claude Tag als einheitliche, stets verfügbare Instanz konzipiert ist.
Drei zentrale Fakten im Überblick:
- Der Claude Tag ist ein KI-Assistent für Slack, der über @Claude angesprochen wird und in Kanälen für alle sichtbar agiert.
- Die Funktion befindet sich in einer frühen Testphase („Research Preview“) und wird von Anthropic erprobt.
- Langfristig könnte der Assistent den bestehenden Slackbot ersetzen, der bisher ähnliche Aufgaben übernimmt.
Quelle: Engadget
KI-Assistent für Slack: Anthropic testet gemeinsamen Kanalbegleiter
Die Einführung des Claude Tags unterstreicht den Trend, KI-Assistenten stärker in Arbeitsumgebungen zu integrieren. Slack, eine der meistgenutzten Plattformen für Teamkommunikation, setzt bereits seit Jahren auf Automatisierung – etwa durch den hauseigenen Slackbot oder Integrationen mit externen KI-Diensten wie OpenAIs ChatGPT.
Anthropics Ansatz geht jedoch einen Schritt weiter: Statt individueller KI-Nutzung soll ein gemeinsamer Assistent Transparenz schaffen, indem alle Mitglieder eines Kanals seine Aktivitäten einsehen können. Ob dies die Zusammenarbeit effizienter macht oder Datenschutzbedenken aufwirft, bleibt abzuwarten.
Ähnliche Entwicklungen gibt es auch in anderen Kollaborations-Tools: Microsoft integriert etwa Copilot in Teams, während Google KI-Funktionen in Workspace einbaut. Im Gegensatz zu diesen Lösungen, die oft auf individuelle Nutzung ausgelegt sind, setzt Anthropic mit dem Claude Tag auf einen kollektiven Ansatz.
Die Testphase wird zeigen, ob Nutzer diesen Weg bevorzugen. Die Quelle macht keine Angaben dazu, wann eine öffentliche Verfügbarkeit geplant ist oder wie der Assistent mit sensiblen Daten umgeht.





