OpenAI hat seine Codex-Anwendung für Windows 11 um die Funktion „Computer Use“ erweitert. Damit kann die künstliche Intelligenz (KI) selbstständig Programme nutzen, Daten verarbeiten und Aufgaben auf dem PC erledigen – auch ohne direkte Eingaben des Nutzers.
Zu den möglichen Anwendungen gehören das Testen von Software, das Aufspüren von Fehlern oder die Überprüfung von Arbeitsergebnissen. Zudem ist Codex nun über die ChatGPT-App auf iPhone und Android verfügbar, sodass Nutzer Aufgaben auf ihrem Windows-Rechner aus der Ferne starten oder überwachen können.
Die Funktion lässt sich in den Codex-Einstellungen aktivieren und steuert gezielt Programme wie Paint über Befehle wie @computer oder @Paint. Ursprünglich war „Computer Use“ seit April nur für macOS verfügbar, die mobile Anbindung folgte im Mai. Der Ausbau der App steht im Zusammenhang mit OpenAIs Strategie, eine universelle „Super-App“ für Beruf und Alltag zu entwickeln.
Ob ChatGPT langfristig in diese App integriert wird, ist noch unklar – die Marke gilt jedoch als zu etabliert, um sie vollständig unter Codex aufgehen zu lassen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
- Codex kann unter Windows 11 eigenständig Programme steuern und Aufgaben erledigen, auch ohne Nutzerinteraktion.
- Die KI ist nun über die ChatGPT-App auf Smartphones erreichbar und ermöglicht Fernzugriff auf den PC.
- OpenAI plant eine „Super-App“, die Codex und möglicherweise ChatGPT zusammenführt.
Quelle: The Decoder
KI übernimmt Steuerung des PCs – ein Schritt zur autonomen Arbeitsassistenz
Mit der Erweiterung von Codex um „Computer Use“ treibt OpenAI die Automatisierung von Arbeitsprozessen voran. Die Technologie ähnelt Konzepten wie Microsofts „Copilot“, der bereits in Office-Anwendungen integriert ist und Nutzer bei Routineaufgaben unterstützt.
Allerdings geht Codex einen Schritt weiter: Die KI agiert nicht nur als Assistent, sondern führt Aufgaben eigenständig aus – etwa das Testen von Software oder das Verwalten von Daten. Die mobile Anbindung unterstreicht zudem den Trend zu ortsunabhängiger Arbeit.
Im Vergleich zu anderen KI-Tools wie Googles „Duet AI“ oder Amazons „CodeWhisperer“ setzt OpenAI stärker auf eine zentrale Plattform. Die geplante „Super-App“ könnte langfristig verschiedene KI-Dienste bündeln und so die Nutzung vereinfachen.
Ob dies gelingt, hängt jedoch davon ab, ob Nutzer bereit sind, einer einzigen Anwendung umfassende Zugriffsrechte zu gewähren. Die Entwicklung zeigt, dass KI zunehmend nicht mehr nur als Werkzeug, sondern als aktiver Akteur im digitalen Alltag wahrgenommen wird.





