Eine schwere Sicherheitslücke wiesen Babyfone und Überwachungskameras der Marke Meari Technology auf. Unbefugte konnten dadurch live auf private Videoaufnahmen zugreifen. Betroffen sind Geräte vieler Marken, darunter auch bekannte Namen wie Wyze.
Die drei wichtigsten Fakten im Überblick:
– Die Lücke ermöglichte Zugriff auf Aufnahmen aller betroffenen Kameras, nicht nur einzelner Geräte.
– Betroffen sind Geräte von Meari, die unter über 100 verschiedenen Markennamen verkauft werden.
– Besonders problematisch: Viele Kameras hängen in Kinderzimmern und zeigen intime Momente.
Quelle: The Verge
Keine Einzelfälle
Solche Vorfälle häufen sich in den letzten Jahren. Immer mehr Alltagsgeräte sind mit dem Internet verbunden – von Kameras bis zu Spielzeugen. Doch oft fehlen ausreichende Sicherheitsvorkehrungen. Erst im März 2024 warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor unsicheren Smart-Home-Geräten. Viele Hersteller sparen bei der Verschlüsselung, um Kosten zu drücken.
Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Überwachungstechnik. Eltern nutzen Babyfone mit Kamera, Hausbesitzer installieren smarte Alarmanlagen. Doch je vernetzter die Geräte, desto größer das Risiko. Experten fordern strengere Regeln für Hersteller. Bis dahin bleibt Verbrauchern nur, auf bekannte Marken mit guter Sicherheitshistorie zu setzen.
Der Fall Meari zeigt: Selbst harmlose Technik kann zum Einfallstor für Datendiebe werden.





