<span style='font-weight:normal;font-size:smaller;'>Net-News der Woche 4'2024 - </span><br/>KI-Fakes von Joe Biden bis Taylor Swift, aber der DPD-Chatbot macht keinem etwas vor

Net-News der Woche 4'2024 -
KI-Fakes von Joe Biden bis Taylor Swift, aber der DPD-Chatbot macht keinem etwas vor

Chatbot von DPD beschimpft seinen Arbeitgeber

Der britische Paketzusteller DPD musste nach einem fehlerhaften Update einen Teil seines KI-basierten Online-Support-Chatbots deaktivieren. Dieser hatte einen Kunden mit Schimpfwörtern bedacht und in Gedichtform Kritik am eigenen Unternehmen geäußert. Die bizarre Interaktion verbreitete sich rasant in den sozialen Medien, wobei ein Post des Kunden Ashley Beauchamp auf X.com, vormals Twitter, innerhalb eines Tages 800.000 Aufrufe erzielte.

DPD reagierte prompt und schaltete das fehlerhafte KI-Element ab, während/ eine Aktualisierung des Systems eingeleitet wurde (Quelle: Golem).


KI-Anrufskandal erschüttert US-Vorwahlen

Ermittlungen in New Hampshire enthüllen, dass KI-generierte Stimmanrufe, die sich als Präsident Biden ausgaben, versuchten, die republikanischen Vorwahlen zu stören. Diese Anrufe zielten darauf ab, demokratische Wählerinnen und Wähler von der Stimmabgabe abzuhalten. Die Anrufe nutzten eine gefälschte Telefonnummer, um Demokraten die Schuld zuzuschieben. Dieser Vorfall verstärkt die Angst vor KI-Einfluss auf US-Wahlen. Lokale Demokraten fordern eine intensive Verfolgung der Täter. Bei den Republikanern steht eine entscheidende Vorwahl zwischen Trump und Haley an; Trumps Team streitet eine Beteiligung ab (Quelle: Heise).


Chrome: Künstliche Intelligenz kommt in den Browser

Google kündigt künstliche Intelligenz (KI)-Features für Chrome an. Eine davon ist die optionale Erstellung von KI-generierten Hintergrundbildern für die „Neue Seite“. Ferner wird ein KI-basierter Tab-Organisator eingeführt, der geöffnete Tabs thematisch gruppiert und organisiert. Zudem kommt ein Text-Assistent, der Nutzern beim Verfassen von Texten unterstützt und sogar in Formularen Hilfestellung bietet. Diese Neuerungen gelten vorerst als experimentell und es bleibt offen, ob alle Features ihren Weg nach Deutschland finden werden (Quelle: Caschy).


Twitch: Unbegrenzte Einnahmen für Top-Streamer

Twitch hebt die Auszahlungsbegrenzung auf und modifiziert das Prime-Abomodell. Die Streaming-Plattform entfernt die Obergrenze von 100.000 Dollar für eine 70/30-Umsatzteilung und ermöglicht damit unbegrenzte Einnahmen für Partner-Plus-Streamer. Ab 1. Mai werden neue Stufen im Plus-Programm eingeführt, wobei 300 Plus Punkte für eine 70/30-Beteiligung notwendig sind. Ab Juni zahlt Twitch für Prime-Abos eine länderabhängige Festsumme aus, in Deutschland etwa 1,55 Dollar pro Abo. Die Änderungen sollen kleineren Streamern helfen und werden von der Community positiv aufgenommen, obwohl sie zu geringeren Einnahmen aus Prime-Abos führen könnten (Quelle: Heise).


YouTube löscht KI-Fake-Werbevideos

YouTube hat über 1.000 KI-generierte Werbevideos gelöscht, die Stimmen von Prominenten wie Taylor Swift imitierten, um zweifelhafte Produkte anzupreisen. Die Maßnahme folgte einer Aufdeckung durch 404 Media. Die gefälschten Anzeigen, unter anderem für Krankenkassen-Zusatzversicherungen, erzielten fast 200 Millionen Aufrufe, bevor YouTube eingriff. Ein Google-Sprecher betonte, dass bereits einige Anzeigen entfernt und Konten gesperrt wurden. YouTube gestand Schwächen in der Erkennung derartiger Fälschungen ein und versprach bessere Detektionsmechanismen gegen KI-gestützte Desinformation (Quelle: Golem).