LinkedIn drosselt Reichweite von KI-generierten Posts

LinkedIn verschärft seine Maßnahmen gegen künstlich erzeugte Inhalte auf der Plattform. Das Netzwerk will Beiträge mit wenig originellen oder maschinell generierten Texten künftig seltener anzeigen. Betroffen sind vor allem Posts, die Nutzer gezielt zum Kommentieren oder Teilen animieren sollen – etwa durch reißerische Formulierungen oder wiederverwendete Management-Weisheiten. Auch generische Inhalte ohne echten Mehrwert, die oft als “Thought Leadership” vermarktet werden, sollen weniger Sichtbarkeit erhalten. Laura Lorenzetti, Produktchefin bei LinkedIn, stellte die Neuerungen in einem Blogbeitrag vor. Ziel sei es, die Qualität der Diskussionen auf der Plattform zu erhöhen.

Drei zentrale Punkte der Ankündigung:

  • LinkedIn reduziert die Reichweite von Beiträgen, die Anzeichen von KI-generierten oder oberflächlichen Inhalten zeigen.
  • Betroffen sind vor allem Posts, die Nutzer durch künstlich erzeugte Interaktionsaufforderungen manipulieren (“Engagement-Bait”).
  • Die Änderungen sollen die Authentizität und den inhaltlichen Wert der Plattform stärken.

Quelle: Engadget

LinkedIn setzt auf weniger KI-generierten Content

"LinkedIn – Die stille Revolution der Langweiler"

Panel 1 (Szene 1 – Der Algorithmus frisst Seelen)
Ein Großraumbüro, überbelichtet wie ein Werbeprospekt. Attraktive Menschen starren auf ihre Handys, Gesichter erstarrt in höflicher Verzweiflung. Der Feed auf den Bildschirmen zeigt Posts wie: "5 Geheimnisse, die dein CEO dir nicht verrät!" oder "Wer hat schon mal heimlich geweint, weil Excel abstürzte? 👇". Ein Mann mit perfektem Seitenscheitel scrollt so schnell, dass seine Finger verschwimmen. Seine Sprechblase: "Boah, wieder 200 Likes für nichts." Im Hintergrund wirft ein Drucker sinnlose Karriere-Ratgeber aus, die niemand liest.

Panel 2 (Szene 2 – Lauras Rache)
Laura Lorenzetti, eine Frau mit scharf geschnittenem Blazer und einem Lächeln, das Böses ahnen lässt, sitzt in einem hippen Café. Ihr Laptop zeigt einen Blogpost: "LinkedIn bestraft jetzt eure KI-Floskeln. Ja, auch deine." Ein Mann mit übertriebenem Business-Grinsen (Zähne wie ein Werbeplakat) starrt entsetzt auf sein Handy. Seine Sprechblase: "Mein Post über 'Synergien' hat 0 Likes." Er löscht den Text und tippt stattdessen: "Ich habe mal gekotzt, weil ich zu viel Kaffee getrunken habe." Ein Textfeld erscheint: "Der Algorithmus flüstert: Endlich."

Panel 3 (Szene 3 – Die neue Stille)
Der Feed ist jetzt ein Ort der Erleuchtung. Ein Mann mit Dreitagebart diskutiert leidenschaftlich mit einer Frau in einem Rollkragenpullover. Ihre Sprechblasen: "Nein, Remote Work ist kein Privileg!" / "Doch, wenn dein Chef 'Familie' sagt." Im Hintergrund jubelt ein unsichtbarer Algorithmus (dargestellt als glückliches, schwebendes Gesicht mit Herzaugen). Ein Textfeld: "LinkedIn: Jetzt mit 30% weniger Bullshit." Ein letzter Nutzer, ein verzweifelter Praktikant, starrt auf seinen leeren Post. Seine Sprechblase: "Aber was, wenn ich nichts zu sagen habe?" Die Antwort kommt von oben: "Willkommen im Club."

Die Entscheidung von LinkedIn steht im Zusammenhang mit einer wachsenden Debatte über den Einfluss von KI auf digitale Kommunikation. Immer mehr Plattformen sehen sich mit einer Flut automatisiert erzeugter Inhalte konfrontiert, die Algorithmen ausnutzen, um Aufmerksamkeit zu generieren. Ähnliche Schritte gab es bereits bei anderen Netzwerken: Meta etwa kennzeichnet seit 2023 KI-generierte Bilder auf Facebook und Instagram, während Twitter (jetzt X) wiederholt gegen Spam-Bots vorgeht. LinkedIn selbst hatte bereits 2023 erste Filter gegen minderwertige KI-Inhalte eingeführt, etwa gegen massenhaft kopierte Karriere-Tipps.

Die aktuelle Anpassung könnte auch eine Reaktion auf die zunehmende Nutzung von KI-Tools wie Chatbots zur Erstellung von LinkedIn-Posts sein. Solche Texte sind oft technisch einwandfrei, aber inhaltlich austauschbar – ein Problem, das viele Nutzer als störend empfinden. Ob die Maßnahmen wirken, bleibt abzuwarten: Bisherige Versuche anderer Plattformen, KI-Inhalte einzudämmen, zeigten gemischte Ergebnisse. Die Quelle macht keine Angaben dazu, wie LinkedIn die betroffenen Beiträge technisch identifizieren will.

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