Alle Beiträge von Dirk Bongardt

Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.

Net-News der Woche 46'2023 -
Kennzeichnung von KI-Inhalten wird Pflicht, Schauspieler erkämpfen Schutzrechte, Google-Dienste werden sozialer – und was sonst noch wichtig war

Historischer KI-Schutz für Hollywood-Schauspieler

Nach dem längsten Streik in Hollywoods Geschichte hat die Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA umfassende KI-Schutzmaßnahmen ausgehandelt. Die 118-tägige Arbeitsniederlegung endete mit einer über 1 Milliarde Dollar schweren vorläufigen Einigung, die die Zustimmung der Darsteller für KI-Nutzung vorschreibt. Das Abkommen betrifft auch digitale Repliken nach dem Tod der Künstler. Die Gewerkschaft kann Entschädigungen aushandeln und behält das Recht auf Überwachung von KI-Fortschritten. Die Vereinbarung gilt als entscheidender Sieg für die Interessen der Mitglieder (Quelle: Golem).


Massive Sicherheitslücken in Gesundheitsämtern

Laut Zeit Online weisen viele deutsche Gesundheitsämter erhebliche IT-Sicherheitsmängel auf, die Datenschutzverletzungen ermöglichen könnten. Die Software Mikropro Health, die als einheitliche Datenverarbeitungsplattform dient, entspricht nicht dem aktuellen technischen Stand und hat zahlreiche Schwachstellen. Zugangsdaten sind im Quellcode hinterlegt, Berechtigungskonzepte funktionieren nicht und Passwörter werden im Klartext gespeichert. Zudem fehlen vielen Kommunen die finanziellen Mittel und das Fachwissen für eine sichere IT-Administration. Der Landesdatenschützer sieht bisher keine Probleme und schiebt die Verantwortung auf die Kreisverwaltungen (Quelle: ComputerBase).


light grey humanoid robot staring at youtube-logo on computerscreen in modern office

YouTube fordert Kennzeichnung von KI in Video-Inhalten

YouTube verlangt von Video-Creators, künftig KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen. Ziel ist Transparenz und die Verhinderung von Desinformation. Besonders bei sensiblen Themen wie Wahlen oder Gesundheitsrisiken soll ein sichtbares Label im Videoplayer auf KI-Inhalte hinweisen. Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen führen zur Entfernung des Videos. Die Kennzeichnung erfolgt im Rahmen der US-Richtlinien, und führende KI-Anbieter integrieren Wasserzeichen zur Erkennung generativer Inhalte (Quelle: ComputerBase).


Googles KI übertrifft Meteorologen

Googles neue KI “Graphcast” revolutioniert die Wettervorhersage. Das System, trainiert mit 40 Jahren Daten des ECMWF, prognostiziert das Wetter bis zu zehn Tage im Voraus präziser als herkömmliche Methoden. Laut Financial Times schlägt Graphcast in 90% der Fälle das ECMWF-System und andere KI-Modelle. Es erstellt Vorhersagen in Minuten, spart Supercomputer-Stunden und sagte den Landfall von Hurrikan Lee korrekt voraus. Trotz Schwächen bei extremen Wetterereignissen planen Experten die Kombination mit traditionellen Modellen. Das britische Met Office entwickelt bereits ein ähnliches System (Quelle: Golem).


Google Maps: neue Funktionen für Teamplanung und Routen

Google Maps aktualisiert: Nutzer können bald Listen gemeinsam bearbeiten, Orte mit Emojis bewerten und Beiträge auf der Plattform mit Emojis reagieren. In über 80 Großstädten, darunter Berlin, werden Routenempfehlungen präziser. Das Update, verfügbar für Android und iOS, ermöglicht eine bessere Routensuche basierend auf Ankunftszeit, Umstiegen und Reisedauer. Routenfilter erleichtern die Auswahl von Wegen mit kurzen Fußwegen. Zusätzlich werden Ein- und Ausgänge von Bahnstationen genauer angezeigt. Die neuen Features sollen die Planung von gemeinsamen Touren mit Freunden direkt in Google Maps vereinfachen und in den nächsten Wochen eingeführt werden (Quelle: Heise).


Google Notes: Google testet Kommentarfunktion für Suchergebnisse

Google startet mit Notes ein Experiment, das Nutzern erlaubt, Suchergebnisse zu kommentieren. Die Funktion, derzeit nur in den USA verfügbar, ermöglicht personalisierte Anmerkungen in der Google-App und Discover. Mit farbiger Schrift und Bildern können Nutzer innerhalb von Minuten Feedback hinterlassen, außer bei menschlicher Überprüfung notwendig ist. Google setzt auf algorithmische und manuelle Kontrollen, um Missbrauch zu vermeiden. Kontroverse Themen sind von der Kommentierung ausgeschlossen, und Google prüft, Publishern Einblicke in die Notes zu ermöglichen (Quelle: WinFuture).

Shitstorms: Psychologie und Tipps

Als Sarah ein Foto von sich im neuen Kleid postete, wusste sie, es würde nicht allen gleich gut gefallen. Doch das gleich der erste Negativkommentar einen Shitstorm entfesseln würde, hatte sie nicht erwartet: Nutzer beleidigten sie wegen ihrer Körperfülle, ihrer Haltung, ihres Gesichts, forderten gar ihre “Löschung”. Schockiert und verletzt zog sich Sarah zurück, litt unter Angst und Schlafproblemen…

In sozialen Medien sind Shitstorms ein zunehmend häufiger auftretendes Phänomen. Ein Shitstorm ist eine Welle von negativen Kommentaren und Kritik, die sich schnell verbreitet und oft schwer zu kontrollieren ist. Doch was genau ist ein Shitstorm und wie geht man damit um? In diesem Artikel gehen wir auf die Psychologie hinter Shitstorms ein und geben Tipps, wie man sie überstehen kann.

Was ist ein Shitstorm?

Ein Shitstorm ist eine plötzliche und massive Welle von negativen Kommentaren und Kritik, die sich über soziale Medien verbreitet. Oft werden Unternehmen, Prominente oder politische Figuren davon getroffen, aber auch Privatpersonen können Opfer eines Shitstorms werden. Ein Shitstorm kann durch einen Fehler, ein unbedachtes Statement oder eine umstrittene Aktion ausgelöst werden und sich innerhalb kürzester Zeit zu einem regelrechten Sturm entwickeln.

Die Dynamik eines Shitstorms ist oft schwer vorherzusagen und zu kontrollieren. Die Kommentare können sich schnell verbreiten und die Situation eskaliert, wodurch der Betroffene in einer negativen Spirale gefangen wird. Ein Shitstorm kann zu einer ernsthaften Bedrohung für die Reputation und den Ruf einer Person oder eines Unternehmens werden, wenn er nicht richtig gehandhabt wird.

Shitstorms können auch gezielt eingesetzt werden, um jemanden oder etwas zu diskreditieren. In einigen Fällen werden Shitstorms von Wettbewerbern oder politischen Gegnern initiiert, um dem Betroffenen zu schaden. In solchen Fällen ist es besonders wichtig, schnell und professionell zu reagieren, um den Schaden zu begrenzen.

Psychologische Auswirkungen

Ein Shitstorm kann schwerwiegende psychologische Auswirkungen auf den Betroffenen haben. Die ständige Konfrontation mit negativen Kommentaren und Kritik kann zu Stress, Angst und Depressionen führen. In einigen Fällen kann ein Shitstorm sogar zu Selbstzweifeln und einem Verlust des Selbstwertgefühls führen.

Die psychologischen Auswirkungen eines Shitstorms können auch langfristig anhalten. Der Betroffene kann sich isoliert und ausgeschlossen fühlen, was zu weiteren psychischen Problemen führen kann. Es ist daher wichtig, dass der Betroffene Unterstützung und Hilfe von Freunden, Familie oder professionellen Beratern erhält.

Ein Shitstorm kann auch dazu führen, dass der Betroffene sich ständig beobachtet und bewertet fühlt. Dies kann zu einem Gefühl der Machtlosigkeit und der Angst vor weiteren Angriffen führen. Um diese psychologischen Auswirkungen zu minimieren, ist es wichtig, dass der Betroffene lernt, wie man mit Kritik und negativen Kommentaren umgeht.

Wie man einen Shitstorm übersteht

Um einen Shitstorm zu überstehen, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und professionell zu reagieren. Der Betroffene sollte versuchen, die Situation zu analysieren und zu verstehen, warum der Shitstorm ausgelöst wurde. Oftmals kann eine Entschuldigung oder eine Erklärung helfen, den Shitstorm zu beruhigen.

Es ist auch wichtig, die Kommunikation aufrechtzuerhalten und transparent zu sein. Der Betroffene sollte seine Sichtweise darlegen und erklären, wie er mit dem Shitstorm umgeht. Dies kann helfen, Vertrauen zurückzugewinnen und die Situation zu entschärfen.

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Krisenmanager oder eine PR-Agentur kann dabei helfen, den Shitstorm zu managen und den Schaden zu begrenzen. Es ist auch wichtig, dass der Betroffene sich um seine psychische Gesundheit kümmert und Unterstützung von Freunden und Familie sucht.

Tipps zum Umgang mit Shitstorms

Um mit Shitstorms umzugehen, ist es wichtig, proaktiv zu sein und eine Strategie zu entwickeln. Der Betroffene sollte sich auf mögliche Kritik vorbereiten und einen Plan haben, wie er damit umgeht. Es ist auch wichtig, die eigene Online-Präsenz zu überwachen und schnell auf negative Kommentare zu reagieren.

Es ist auch wichtig, authentisch und ehrlich zu sein. Der Betroffene sollte seine Fehler eingestehen und sich entschuldigen, wenn nötig. Dies kann helfen, Vertrauen zurückzugewinnen und den Shitstorm zu beruhigen.

Schließlich ist es wichtig, die eigene psychische Gesundheit zu schützen. Der Betroffene sollte sich nicht zu sehr von den negativen Kommentaren beeinflussen lassen und sich auf positive Aspekte konzentrieren. Es ist auch wichtig, Unterstützung von Freunden und Familie zu suchen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn nötig.

Shitstorms können eine ernsthafte Bedrohung für die Reputation und den Ruf einer Person oder eines Unternehmens darstellen. Es ist wichtig, proaktiv zu sein und eine Strategie zu entwickeln, um mit Kritik und negativen Kommentaren umzugehen. Durch die richtige Vorbereitung und Unterstützung kann man einen Shitstorm überstehen und gestärkt daraus hervorgehen.

Net-News der Woche 45'2023 -
KI dominiert die Nachrichten – nicht nur die guten: Turbo für ChatGPT, DDoS-Angriffe auf OpenAI, und mit Grok betritt ein neuer Player die Chatbot-Bühne

X startet Testphase für KI-Sprachmodell Grok

Das US-Softwareunternehmen X hat sein KI-gestütztes Sprachmodell Grok in den USA für erste Nutzer freigeschaltet. Grok, eine Anlehnung an “Per Anhalter durch die Galaxis”, soll fast alle Fragen beantworten und sogar Vorschläge für neue Fragen machen. Trotz virtuosem Witz und Zugriff auf Echtzeitinformationen des X-Netzwerks, warnt das Unternehmen vor dem Umgang mit Falschinformationen. Zudem stellt man klar, dass das Produkt sich noch in einem frühen Beta-Stadium befinde. Deutsche Nutzer können sich aktuell nur auf eine Warteliste setzen (Quelle: Golem).


Microsoft setzt auf KI für bessere Cloud-Sicherheit

Microsoft plant eine umfassende Cybersicherheitsinitiative namens Secure Future Initiative (SFI) und setzt dabei auf Automatisierung und künstliche Intelligenz (KI) in der Softwareentwicklung, um die Sicherheit seiner Cloud-Dienste zu verbessern und die Reaktionszeit auf Schwachstellen zu verkürzen. Dies folgt auf eine Reihe von Cybersicherheitsvorfällen in den letzten Jahren, darunter der SolarWinds-Angriff und ein Hack auf Microsoft-Exchange-Server, bei dem 30.000 Unternehmen betroffen waren. Die KI-basierte Strategie soll auch dazu beitragen, Verschlüsselungsschlüssel zu schützen (Quelle: WinFuture).


OpenAI kündigt Turbo-Versionen von GPT 4 an

OpenAI gab auf seiner ersten Entwicklerkonferenz, dem OpenAI DevDay, die Einführung von “Turbo”-Versionen seiner generativen Sprachmodelle GPT 3.5 und GPT 4 bekannt. Die verbesserten Modelle können größere Datenmengen verarbeiten, sind kostengünstiger und effizienter in der Nutzung. Entwickler können nun eine Vorschauversion von GPT 4 Turbo abrufen. OpenAI verdoppelt zudem das Eingabelimit und senkt die Kosten pro 1.000 Eingabetoken erheblich. Darüber hinaus ermöglicht der Betreiber die Erstellung eigener ChatGPT-Bots und verspricht, Kunden vor eventuellen Copyright-Klagen bei der Veröffentlichung von GPT-Ausgaben zu schützen (Quelle: Heise).


KI-Chatbot und Kommentarzusammenfassung: Google bringt neue Funktionen für YouTube

Google hat zwei neue KI-Projekte für YouTube vorgestellt: Ein Chatbot soll Nutzern Fragen zum Videoinhalt beantworten und weiterführende Informationen liefern, während die zweite Funktion die Kommentarsektion ordnet und einen schnellen Überblick ermöglicht. Dies soll den Erstellern helfen, auf Anfragen schneller zu reagieren und neue Ideen zu gewinnen. Die KI analysiert das Video und recherchiert weitere Informationen im Internet. Google betont jedoch, dass es sich um einen Test handelt und die Antworten nicht immer korrekt sein können. Aktuell sind die Funktionen nur für englischsprachige Nutzer in den USA verfügbar (Quelle: Golem).


Google und Netzbetreiber wollen Öffnung von iMessage erzwingen

Dadurch würden Apples Messenger-Regeln gelockert und der Austausch von Nachrichten über verschiedene Messenger hinweg ermöglicht. Bisher können Unternehmen über iMessage nur Apple-Nutzer mit “angereicherten Nachrichten” erreichen. Die EU-Kommission hat bereits Apple als Gatekeeper eingestuft und prüft derzeit, ob auch iMessage unter den Digital Markets Act fällt. Apple betont, dass iMessage ausschließlich für private Kommunikation gedacht sei. Google versucht bereits seit längerem, Apple zum Support des Kommunikationsstandards RCS zu bewegen (Quelle: Heise).


OpenAI von DDoS-Angriffen heimgesucht

OpenAI’s KI-Chatbot ChatGPT und die dazugehörige API leiden seit zwei Tagen unter Ausfällen durch DDoS-Angriffe. Der Anbieter arbeitet an Problemlösungen, die nur kurzzeitig Wirkung zeigen. Die Angreifergruppe Anonymous Sudan erklärt auf Telegram ihre Motive: Kritik an OpenAIs Kooperation mit Israel, Einsatz von KI in Waffenentwicklung und generelle Ablehnung von US-Unternehmen. Die Gruppe hat bereits andere prominente Ziele attackiert, darunter Microsoft und Telegram. OpenAI kämpft weiterhin um Stabilität ihrer Dienste (Quelle: ComputerBase).

Viraler Content: Psychologie und Strategien fürs Marketing

“Viral gehen” – Sei es ein humorvoller Tweet, ein bewegendes Facebook-Video oder ein fesselndes Instagram-Bild, virale Inhalte vermögen Marken global zu positionieren. Doch was macht, das ein Inhalt viral geht? Und wie nutzen Marketer das?

Die Macht viraler Inhalte

Viraler Content hat die Kraft, eine Marke über Nacht bekannt zu machen. Durch die Schaffung von Inhalten, die Menschen dazu bringen, sie zu teilen, können Unternehmen ihre Reichweite exponentiell erhöhen. Virale Inhalte ermöglichen es Marken, eine emotionale Bindung zu ihrem Publikum aufzubauen, was zu einer erhöhten Markenbekanntheit und Markenloyalität führt. Darüber hinaus kann viraler Content dazu beitragen, das Publikum über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren und dadurch den Verkauf zu steigern.

Die Macht viraler Inhalte im heutigen Marketing kann nicht übersehen werden. In einer Welt, in der die Konkurrenz nur einen Klick entfernt ist, können virale Inhalte dazu beitragen, dass eine Marke aus der Masse heraussticht. Durch die Nutzung von viralen Inhalten können Unternehmen ihre Botschaft in einer Weise verbreiten, die traditionelle Marketingmethoden einfach nicht erreichen können.

Psychologie: Warum wird etwas viral?

Die Wahrheit besteht darin, dass viraler Inhalt auf der menschlichen Psyche gründet. Als soziale Wesen verbreiten Menschen Inhalte, die sie als relevant, faszinierend oder emotional bewegend empfinden. Inhalte, die intensive Emotionen hervorrufen, seien sie positiv oder negativ, besitzen eine größere Wahrscheinlichkeit, viral zu werden. Ferner tendieren Menschen dazu, Inhalte zu verbreiten, die ihr Selbstbild bestätigen oder ihre Weltanschauung reflektieren.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Erstellung viraler Inhalte ist das Prinzip der sozialen Währung. Menschen teilen Inhalte, die sie klug, informiert oder trendy erscheinen lassen. Wenn ein Inhalt das Potential hat, dem Teiler soziale Währung zu geben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er geteilt wird, erheblich.

Schlüsselstrategien zur Erstellung viraler Inhalte

Um virale Inhalte zu erstellen, ist es wichtig, ein Verständnis für Ihre Zielgruppe zu haben. Was interessiert sie? Was bewegt sie emotional? Sobald Sie diese Fragen beantwortet haben, können Sie Inhalte erstellen, die sich an diese Interessen und Emotionen richten. Weiterhin ist es wichtig, dass Ihre Inhalte originell und einzigartig sind. Inhalte, die sich von der Masse abheben, haben eine höhere Chance, viral zu gehen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass Ihre Inhalte leicht teilbar sind. Dies bedeutet, dass sie auf verschiedenen Plattformen funktionieren müssen und leicht auf sozialen Medien geteilt werden können. Schließlich kann das Einfügen eines Aufrufs zum Handeln am Ende eines Beitrags die Leute dazu ermutigen, den Inhalt zu teilen.

Fallstudien: Erfolgreiche Anwendung viraler Content-Strategien

Es gibt zahlreiche Beispiele für Marken, die virale Content-Strategien erfolgreich eingesetzt haben. Ein bekanntes Beispiel ist die “Ice Bucket Challenge” von der ALS Association. Die Herausforderung, in der die Teilnehmer dazu aufgefordert wurden, einen Eimer Eiswasser über ihren Kopf zu gießen und dann drei weitere Personen herauszufordern, wurde rasend schnell viral und trug dazu bei, das Bewusstsein für die Krankheit zu erhöhen.

Ein weiteres Beispiel ist die “Share a Coke” Kampagne von Coca-Cola. Die Idee, die Namen der Menschen auf ihre Flaschen zu drucken, führte dazu, dass Menschen Fotos ihrer personalisierten Flaschen auf sozialen Medien teilten. Dies führte zu einer enormen Menge an benutzergeneriertem Content und half Coca-Cola, seine Präsenz in den sozialen Medien zu erhöhen.

Die Kraft des viralen Contents im digitalen Marketing ist unbestreitbar. Mit der richtigen Strategie und einem Verständnis für die Psychologie hinter viralen Inhalten können Unternehmen ihre Botschaft weit und breit verbreiten. Obwohl es keine Garantie dafür gibt, dass ein Inhalt viral wird, können die oben genannten Strategien dazu beitragen, die Chancen zu erhöhen. Am Ende des Tages geht es darum, Inhalte zu erstellen, die die Menschen ansprechen und mit denen sie sich verbunden fühlen. Denn das ist die wahre Kunst des viralen Contents.

Net-News der Woche 44'2023 -
Apple nutzt mehr KI, als man denkt, Google gibt viel Geld aus, Mastodon wird besser, Windows auch – und mehr

Google und Amazon investieren Milliarden in KI-Startup Anthropic

Google und Amazon erhöhen ihre Investitionen in das KI-Startup Anthropic deutlich, um Microsofts OpenAI Konkurrenz zu machen. Google investiert bis zu 2 Milliarden Dollar und Amazon könnte bis zu 4 Milliarden Dollar investieren. Ziel ist es, KI-Systeme zu entwickeln, die sicherer und leistungsfähiger sind als bestehende Modelle. Währenddessen sieht sich Anthropic mit einer Klage von Musikverlagen konfrontiert, die behaupten, das Unternehmen habe ihre Songtexte ohne Erlaubnis zum Training des Chatbots Claude verwendet (Quelle: Golem).


Mastodon-Update für Android ermöglicht benutzerdefinierte Listen

Das neueste Mastodon-Update für Android führt Listen ein, mit denen Benutzer ihre Kontakte nach Themen oder Interessen sortieren und aus dem Haupt-Feed entfernen können. Diese Funktion soll helfen, den Feed übersichtlich zu halten und Themen individuell zu erkunden. Zusätzlich wurde der Start-Tab angepasst, um eine einfachere Navigation zwischen Haupt-Feed, Listen und Hashtags zu ermöglichen. Weitere Verbesserungen sind in Planung, auch das iOS- und Web-Team arbeitet an neuen Funktionen (Quelle: Caschy).


Microsoft verteilt Update zu Windows 11: Wenige Neuheiten, große Veränderungen

Microsoft hat die Aktualisierung Windows 11 23H2 freigegeben, die nach der kumulativen Aktualisierung für Windows 11 22H2 folgt. Die Chat-App wird nun durch eine kostenlose Version von Microsoft Teams ersetzt, die standardmäßig in der Taskleiste zu finden ist. System-Apps werden zukünftig in den Einstellungen unter “Systemkomponenten” verwaltet. Die Veröffentlichung wird schrittweise durchgeführt, beginnend mit Benutzern, die die Option “Erhalten Sie die neuesten Updates, sobald diese verfügbar sind” aktiviert haben. Der Auto-Update-Prozess beginnt in den kommenden Monaten (Quelle: ComputerBase).


Facebook und Instagram: EU verbietet personalisierte Werbung

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat Facebook und Instagram ein Verbot auferlegt, Werbung anzuzeigen, die auf der Überwachung und Profilerstellung von Nutzern beruht. Diese Eilentscheidung betrifft den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum und soll innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden. Das Verbot folgt einem Antrag der norwegischen Datenschutzbehörde und bezieht sich auf verhaltensbezogene Werbung, die bisher auf Verträgen mit Nutzern und berechtigten Interessen basiert. Facebook plant, auf eine Nutzereinwilligung als neue Rechtsgrundlage umzustellen und ab November Gebühren zu erheben, wenn Nutzer keine personalisierte Werbung wünschen (Quelle: Heise).


Apple setzt (doch) auf generative KI-Technologie

Trotz bisher zurückhaltender Kommunikation bezüglich künstlicher Intelligenz (KI) betont Apple CEO Tim Cook, dass KI und maschinelles Lernen integraler Bestandteil der Apple-Produkte sind. Funktionen wie Personal Voice und Live Voicemail, Sturz- und Unfallerkennung oder EKG-Messungen sind nur durch den Einsatz von KI möglich. Cook betont, dass generative KI, die selbstständig neue Inhalte auf Basis vorhandener Informationen erstellt, bei Apple eine entscheidende Rolle spielt, ohne jedoch konkrete Details zu nennen. Investitionen in diese Technologie sollen zukünftige Produktverbesserungen ermöglichen (Quelle: Caschy).

Net-News der Woche 43'2023 -
ChatGPT kommt ins Auto, YouTube Music bekommt Mega-Upgrade, Leicas neue Kamera schützt Bilder mit Krypto-Zertifikaten – und mehr

Stellantis integriert ChatGPT in Kraftfahrzeuge

Der Autobauer Stellantis plant die Integration von ChatGPT in seine DS-Automobiles. Die KI-gestützte Funktion erweitert die vorhandene Spracherkennung und ermöglicht neue Konversationserlebnisse mit dem Auto. Nutzer können über Sprachbefehle u.a. das Navigationssystem steuern oder Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Kunstwerken abrufen. Die Integration in das DS-Iris-System erfolgt über die Software Soundhound AI powered by ChatGPT API. In einer sechsmonatigen Pilotphase steht der Service kostenlos für 20.000 Kunden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien zur Verfügung (Quelle: Golem).


Google und Apple deaktivieren Verkehrsdaten in Israel

Google und Apple haben aufgrund des erwarteten Einmarschs israelischer Truppen in den Gazastreifen das Verkehrsaufkommen in Israel in ihren Kartendiensten deaktiviert, wie das israelische Magazin Geektime zuerst bemerkte. Davon betroffen sind Google Maps, Apple Maps und Waze, während Microsofts Bing weiterhin Daten zeigt. Die Maßnahme soll verhindern, dass Informationen über den Bewegungsumfang der israelischen Streitkräfte preisgegeben werden. Google erklärte, die Anzeige sei zur Sicherheit der lokalen Gemeinden entfernt worden. Apple und die israelischen Streitkräfte äußerten sich nicht (Quelle: Heise).


YouTube Music: Neue Features und HomePod-Unterstützung

YouTube Music erweitert seine Funktionen und verbessert die Kompatibilität mit externen Geräten. Nach Apples HomePods-Einbindung werden nun auch personalisierte Playlists, KI-unterstützte Empfehlungen und die Integration von “Samples” für Musikneuentdeckungen vorgestellt. Damit werden Nutzererfahrungen personalisiert und die meistgehörten Inhalte auf der Startseite angezeigt. Außerdem sollen Künstlerauswahl und Stimmung als Basis für Liedvorschläge dienen. Für englischsprachige US-Nutzer werden individuelle Playlist-Cover mittels KI erstellt. Unterstützung für Amazons Alexa ist noch ausstehend (Quelle: Caschy).


Nightshade: Künstler schützen ihre Werke vor KI-Missbrauch

Mit Nightshade haben Forscher ein Tool entwickelt, das Künstler nutzen können, um ihre Werke vor dem unerlaubten Gebrauch durch KI-Firmen zu schützen. Die Anwendung modifiziert unsichtbar die Pixel von Bildern, die, wenn sie von KI-Modellen zur Weiterbildung verwendet werden, zu unvorhersehbaren und chaotischen Störungen führen. Dies könnte das Gleichgewicht zwischen KI-Unternehmen und Künstlern wiederherstellen und eine Abschreckung gegen die Missachtung des Urheberrechts schaffen. Nightshade soll in das bereits existierende Tool Glaze integriert werden und Open Source zur Verfügung gestellt werden (Quelle: Heise).


Leica präsentiert M11-P: Kamera gegen Bildfälschungen

Leica hat ein neues Kameramodell M11-P vorgestellt, das die Echtheit von Bildern garantieren soll. Die Digitalkamera kann verschlüsselte Daten in Fotos einbetten, die über Adobes Content Authenticity Initiative authentifiziert werden. Manipulierte oder bearbeitete Bilder sollen so entlarvt werden. Das Modell verfügt über 60 Megapixel, 256 GByte internen Speicher und ein 28mm f/2-Objektiv. Der Sicherheitschip erzeugt mit jedem Bild ein signiertes Zertifikat. Die Kamera kostet 8.950 Euro. Eine Ausweitung der Funktion auf andere Modelle ist aktuell unklar (Quelle: Golem).

Net-News der Woche 42'2023 -
KI versagt im Gaza-Konflikt, Amazon & Co kooperieren gegen Fake-Bewertungen, Video-KI erreicht neues Level – und mehr

KI im Gaza -Konflikt: Erkennungstools versagen
KI-generierte Bilder erschweren Kriegsberichterstattung

KI-Erkennungstools versagen im Gaza-Konflikt

Ein Online-Tool, das KI-generierte Bilder erkennen soll, stufte echte Fotos aus Gaza fälschlicherweise als KI-generiert ein, laut dem US-Magazin 404 Media. Besonders betroffen war ein Bild, das ein bei einem Hamas-Angriff getötetes Baby darstellt. Die Fehleinschätzung führt zu einer “zweiten Ebene an Desinformation”, da echte Bilder plötzlich als gefälscht gelten. Für die Authentizität des umstrittenen Bildes sprach sich Bildfälschungs-Experte Hany Farid aus. Die EU-Kommission fordert bereits Antworten von den betroffenen sozialen Netzwerken (Quelle: Heise).


Adobe revolutioniert Video- und Fotobearbeitung mit KI

Adobe hat auf der MAX-Konferenz zwei KI-gestützte Projekte vorgestellt, die Video– und Fotobearbeitung revolutionieren könnten. “Project Fast Fill” ermöglicht es, Personen und Objekte in Videos zu verschieben oder zu entfernen. Die Technologie nutzt die generative “Generated Fill”-Funktion, die bisher nur in der Bildbearbeitung angewendet wurde. “Project Stardust” erleichtert und beschleunigt die Fotobearbeitung, indem es Objekte und Personen einfach entfernen oder verschieben lässt. Beide Projekte sind aktuell noch in der experimentellen Phase (Quelle: Onlinemarketing.de)


Baidus KI-Chatbot Ernie 4.0 zieht mit OpenAI gleich

Das chinesische Unternehmen Baidu hat eine aktualisierte Version seines KI-basierten Sprachmodells und Chatbots, Ernie 4.0, vorgestellt. Baidu behauptet, dass Ernie 4.0 nun mit OpenAIs ChatGPT und dem zugrunde liegenden Sprachmodell GPT-4 mithalten kann, insbesondere bei chinesischsprachigen Aufgaben. Die verbesserte KI soll nun in verschiedene Baidu-Produkte und -Dienste eingebunden werden. Da ausländische KI-Chatbots wie ChatGPT und Google Bard in China nicht zur Verfügung stehen, haben chinesische Firmen wie Baidu auf dem heimischen Markt freie Bahn für ihre eigenen Entwicklungen (Quelle: Heise).


Tech-Giganten gründen Koalition gegen gefälschte Online-Bewertungen

Sechs Internetunternehmen, darunter Amazon und Booking.com, haben eine weltweite Allianz zur Bekämpfung gefälschter Online-Bewertungen gegründet. Die Koalition, die bei einer von Tripadvisor organisierten Konferenz im Oktober 2022 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, den Zugang zu verlässlichen Kundenrezensionen zu schützen und unseriöse Manipulationen zu verhindern. Die Mitglieder werden gemeinsam Methoden zur Erkennung gefälschter Bewertungen erarbeiten und tauschen. Die nächste Konferenz findet im Dezember 2023 in Brüssel statt, unter der Organisation von Amazon (Quelle: IT-Times).


OpenAI integriert Text-zu-Bild-Generator DALL-E 3 in ChatGPT Plus und Enterprise

OpenAI hat den verbesserten Text-zu-Bild-Generator DALL-E 3 für ChatGPT Plus- und Enterprise-Kunden vorgestellt. Mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen soll eine breitere Nutzung ermöglicht und der Generierung potenziell schädlicher Inhalte vorgebeugt werden. DALL-E 3 erlaubt längere und visuell eindrucksvollere Eingabeaufforderungen und war zuvor exklusiv für Microsofts Bing-Plattform verfügbar. OpenAI hat zudem ein internes Tool entwickelt, dass mit 99-prozentiger Genauigkeit erkennt, ob ein Bild von DALL-E 3 generiert wurde (Quelle: Caschy).


US-Musikverlage verklagen Anthropic AI

Die Universal Music Publishing Group und andere Musikverlage klagen gegen das KI-Unternehmen Anthropic AI. Sie beschuldigen Anthropic, Urheberrechte zu verletzen, indem es seine KI-Modelle mit geschützten Songtexten trainiert. In der Klage fordern sie Schadenersatz, entgangene Einnahmen und das Löschen der gesammelten Daten. Anthropic, unterstützt von Amazon, entwickelt mit Claude einen Konkurrenten zu Googles Bard und ChatGPT. Die Kläger behaupten, das Unternehmen kopiere riesige Mengen geschützter Texte aus dem Internet und anderen Quellen zur Generierung ihres KI-Outputs (Quelle: Heise).

Net-News der Woche 41'2023 -
KI macht manches teurer, vor Gericht springt aber (vielleicht) Google ein – und was sonst noch wichtig war

Google testet unauffälligere KI-Suche: ‘SGE light’

Google arbeitet an einer modifizierten Version seiner neuen Künstlichen Intelligenz (KI)-Suche, bei der der KI-Chat weniger prominent platziert ist. Die neue Variante, “SGE light” genannt, könnte darauf hinweisen, dass der vollständige Rollout der neuen Suche noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Google muss dabei sicherstellen, dass der KI-Chat die Werbeeinnahmen des Unternehmens nicht beeinträchtigt, indem er Nutzer nicht zu stark von den Anzeigen ablenkt (Quelle: SEO Südwest).


Verdeckte Werbung: X vertreibt Anzeigen ohne Kennzeichnung

Die Social-Media-Plattform X bietet Werbeprodukte, die in Nutzer-Timelines erscheinen, ohne dass sie als solche erkennbar sind. Weder ein Like noch ein Retweet sind bei diesen Werbungen möglich. Laut Mashable handelt es sich um eine einfache Text-Foto-Avatar-Kombination, die einen authentischen Post imitiert. Die Werbung scheint über Drittanbieter eingespielt zu werden. Nach dem Verlust von etwa der Hälfte aller Werbekunden und sinkenden Werbeausgaben nutzt X nun auch Google für Programmatic Advertising (Quelle: t3n).


Adobe Max: Mehr KI, höhere Preise

Adobe hat zum Start seiner dreitägigen Kreativkonferenz Adobe Max erweiterte Funktionen seiner KI-Bildgenerierung unter dem Namen Firefly präsentiert. Sowohl Bitmap-Bilder in Photoshop als auch Vektorgrafiken in Illustrator können nun erstellt werden. Auch die Funktion Retype zur Identifizierung von Schriften in Dokumenten und Bildern wurde vorgestellt. Die Neuerungen sollen ab November mit einer eigenen Währung namens “Credits” abgerechnet werden. Zudem kündigte Adobe eine Preiserhöhung an und strich die Cloudspeicherung aus seinen Abonnements (Quelle: Golem).


Google forciert passwortlose Anmeldung mit Passkeys

Google setzt auf Passkeys statt Passwörter: Nutzer sehen nun standardmäßig die Option der passwortlosen Anmeldung und werden aufgefordert, Passkeys, z.B. via Hardware-Schlüssel oder Fingerabdruck, zu erstellen. Dies soll sicherer und bequemer sein und die Anmeldung um 40% beschleunigen. Passwörter bleiben vorerst erhalten, doch Google strebt an, dass Nutzer ausschließlich Passkeys verwenden. Ein konkreter Abschaffungszeitplan existiert nicht. Auch Workspace-Kunden sollen zukünftig Passkeys nutzen (Quelle: Heise).


Google springt für Urheberrechtsverletzungen durch Künstliche Intelligenz ein

Google hat angekündigt, Kunden vor etwaigen Urheberrechtsklagen zu schützen, die durch den Gebrauch seiner KI-Produkte entstehen könnten. Dieser Schutz gilt sowohl für rechtliche Streitigkeiten, die auf von KI erstellte Ergebnisse zurückzuführen sind, als auch für Klagen wegen der Verwendung urheberrechtlich geschützter Trainingsdaten. Google kennt sieben spezifische KI-Produkte, für deren Nutzung es die rechtlichen Risiken übernimmt – Bard ist allerdings nicht dabei. Allerdings gilt dies nicht für vorsätzliche Urheberrechtsverletzungen und der Austausch eines potenziell urheberrechtsverletzenden Firmenlogos muss von dem betroffenen Unternehmen selbst getragen werden (Quelle: Heise).

Net-News der Woche 40'2023 -
Jemand weiß, mit wem du im Hotel warst, dafür wird dein Assistent etwas klüger und Amazon macht das Radio aus – und was sonst noch wichtig war

Cybercrime-Gang AlphV erbeutet Daten von Hotelkette MotelOne

Die als AlphV bekannte Cybercrime-Gruppe hat sich Zugang zum Netzwerk der Hotelkette MotelOne verschafft und behauptet, über 6 Terabyte Daten erbeutet zu haben. Darunter befinden sich unter anderem Buchungsbestätigungen der letzten drei Jahre und Zugangsdaten zu internen und Drittanbieter-Backends. Die Gang kündigt an, die Daten stückweise zu veröffentlichen und droht mit einer “Katastrophe” innerhalb von 5 Tagen, sollte MotelOne nicht reagieren. Die Hotelkette hat den Vorfall bestätigt und die Betroffenen informiert (Quelle: Heise).


TikTok testet werbefreies Abomodell für 4,99 Dollar

TikTok testet ein werbefreies Abonnementmodell für 4,99 Dollar im Monat. Dieser Schritt folgt dem Trend anderer Social-Media-Plattformen wie Snapchat und dem früheren Twitter, die bereits Premium-Optionen eingeführt haben. Die neueste Version der TikTok-App enthält Hinweise auf das neue Abomodell, das neben dem werbefinanzierten Standardmodell angeboten wird. Entdeckt wurde der neue Code von Android Authority (Quelle: Caschy).


Zoom Docs: Neue App will Google und Microsoft herausfordern

Zoom plant, mit Zoom Docs Googles und Microsofts Dominanz herauszufordern. Diese App, die in die proprietäre Videokonferenzplattform integriert ist, ermöglicht Benutzern das Speichern von Inhalten aus Besprechungen und verschiedenen Tools in gemeinsamen Dokumenten. Zoom fokussiert auf die Echtzeitkollaboration während Videokonferenzen und plant die Einführung von KI-gestützten Funktionen wie Textzusammenfassungen und automatisierten Antworten. Der Start von Zoom Docs ist für das Frühjahr 2024 geplant, Preise nennt das Unternehmen noch nicht (Quelle: Golem).


Google kündigt “Assistant with Bard” an

Google hat auf seiner Hausmesse “Made by Google” den “Assistant with Bard” präsentiert. Dieser erweitert die Funktionen des aktuellen Assistants durch die Integration von Googles generativer KI, Bard. Dadurch sollen intuitivere Antworten, personalisiertere Chats und verbessertes Textverständnis möglich sein. Der Assistent soll Text, Sprache und Bilder verarbeiten und mit Google-Diensten wie Gmail und Docs interagieren können. Bald soll er für eine begrenzte Anzahl von Testern auf Android und iOS verfügbar sein, die breite Verfügbarkeit ist in den kommenden Monaten geplant (Quelle: Caschy).


Microsofts OneDrive bekommt KI und Komfortfunktionen

Microsoft plant, eine “neue Generation” seines Cloud-Speicherdienstes OneDrive mit KI-gestützten Empfehlungen und erweiterten Funktionen zu starten. Nutzer sollen künftig schneller ihre gewünschten Dateien finden, und die Dateien können nach Personen oder zugehörigen Meetings organisiert werden. Zudem verbessert Microsoft das Design der Desktop-App und des Webzugriffs. Das KI-Tool Copilot wird integriert und ermöglicht Fragen zu Dateien oder Inhaltszusammenfassungen. Diese Verbesserungen sollen bis Dezember 2024 abgeschlossen sein, einschließlich Offline-Funktionen und einer erweiterten Fotosuche (Quelle: Heise).


Amp: Amazon knipst das Radio aus

Amazon hat seine ambitionierte Radio-App “Amp” eingestellt, trotz prominenter Beteiligung von Stars wie Nicki Minaj und Jason Lee. Mit Amp sollten Nutzer eigene Radiostationen erstellen und als DJ agieren können. Doch trotz großer Pläne wurde das Projekt stillschweigend abgebrochen. Amazon entließ bereits Ende 2022 150 Mitarbeiter, die Hälfte des Amp-Teams. Laut Steve Boom, dem zuständigen Manager, will Amazon in andere Bereiche investieren. Die App stand in Deutschland nie zur Verfügung und auch in den USA wird sie bald nicht mehr verfügbar sein (Quelle: Caschy).

Net-News der Woche 39'2023 -
ChatGPT lernt (wieder) surfen, Amazon investiert Milliarden, Getty bekommt eigenen Bildgenerator – und was sonst noch wichtig war

Amazon steigt in KI-Unternehmen Anthropic ein

Amazon hat angekündigt, bis zu 4 Milliarden US-Dollar in das KI-Unternehmen Anthropic zu investieren. Die Investition ist Teil einer umfassenden Zusammenarbeit zur Entwicklung leistungsstarker Grundlagenmodelle für künstliche Intelligenz. Gemeinsam mit Amazon Web Services (AWS) soll die sichere und steuerbare KI von Anthropic AWS-Kunden zugänglich gemacht werden. AWS wird zunächst Anteile im Wert von 1,25 Milliarden Dollar erwerben, mit einer weiteren Kaufoption über 2,75 Milliarden Dollar. Amazon erhält durch die Investition eine Minderheitsbeteiligung an Anthropic (Quelle: Caschy).


Getty Images startet KI-generierte Bildplattform für rechtlich sichere Nutzung

Getty Images hat eine generative KI namens “Generative AI by Getty Images” vorgestellt, die Bilder nur aus seinem lizenzierten Fotobestand erstellt. Durch die Nutzung der eigenen, lizenzierten Bilder soll eine rechtliche Absicherung für die kommerzielle Nutzung der KI-generierten Bilder gewährleistet werden. Die Plattform, die auf der Edify-Technologie von Nvidia basiert, verbietet Eingabeaufforderungen mit Namen von Personen und kann keine öffentlichen Personen oder Ereignisse nachbilden, um Bildmanipulationen zu verhindern (Quelle: Golem).


Google stellt Podcasts-App ein

Google hat das Aus für seine Podcasts-App 2024 angekündigt und plant, Podcasts künftig in YouTube Music zu integrieren. Die Entscheidung folgt der Einstellung von YouTube Premium Lite und der Basic-HTML-Ansicht von Gmail ab Januar 2024. Google stuft die Podcasts-App als überflüssig ein, da laut Marktforschern 23% der wöchentlichen Podcast-Nutzer in den USA YouTube bevorzugen. Nutzer und Produzenten sollen Tools zur Vereinfachung der Migration angeboten bekommen. Bis Ende 2021 soll YouTube Music weltweit Podcasts anbieten (Quelle: Heise).


Adobe Photoshop jetzt vollumfänglich im Web verfügbar

Adobe bietet jetzt eine vollständige Web-Version der renommierten Bildbearbeitungssoftware Photoshop, wie in einem Unternehmensblogpost angekündigt. Die webbasierte Applikation bietet neben etablierten Funktionen der Desktop-Version neuartige KI-gestützte Features wie Generative Fill und Generative Expand, die das Einfügen von Objekten in Bilder und die kontextbezogene Bildvergrößerung erleichtern. Die Hintergrundprozesse werden von Adobe Firefly ausgeführt. Die Web-Version ist in allen Photoshop-Abonnements sowie in umfangreicheren Paketen erhältlich (Quelle: Caschy).


ChatGPT erneut mit Internet-Anbindung

Der künstliche Intelligenz (KI)-Chatbot ChatGPT von OpenAI ist nun erneut mit dem Internet verbunden und kann dadurch aktuellste Informationen abrufen. Allerdings befindet sich diese Funktion noch im Beta-Test und ist vorerst auf die kostenpflichtigen Versionen beschränkt. Im Frühjahr musste OpenAI diese Funktion entfernen, da Nutzer dadurch Paywalls umgehen konnten. Nun hat das Unternehmen nachgebessert und erlaubt Medien-Plattformen, OpenAI den Zugriff auf bestimmte Webseiten zu verwehren. Der Web-Zugang ist für ChatGPT unerlässlich, um aktuelle Daten bereitstellen zu können (Quelle: ComputerBase).


Bing Chat: Neue KI-Suche wird zum Einfallstor für Malware

Microsofts künstliche Intelligenz (KI) gesteuerter Bing Chat wird laut Bericht des US-Magazins BleepingComputer von Malware-Banden genutzt, um Schadcodes zu verbreiten. Die Angreifer nutzen dabei bezahlte Werbeanzeigen, die in den Suchergebnissen präsentiert werden. Sicherheitsforscher des Dienstleisters Malwarebytes fanden heraus, dass diese Anzeigen oft als Download-Seiten für beliebte Dienstprogramme getarnt sind und Schadsoftware enthalten. Microsofts Schutzfunktionen scheinen demnach noch nicht ausreichend zu sein, um die Nutzer vor solchen Bedrohungen zu schützen (Quelle: WinFuture).

Net-News der Woche 38'2023 -
Apps für Einkaufswagen, Freiwillige für Maps, Bard für (fast) alles – und was diese Woche sonst noch wichtig war

App statt Münze: Netto testet kontaktloses Entriegeln von Einkaufswagen per App

Netto Marken-Discount erprobt in zwei bayerischen Filialen ein System, das das kontaktlose Entriegeln von Einkaufswagen per Smartphone ermöglicht. Dafür wurde die hauseigene App um eine Funktion erweitert. Um den Einkaufswagen zu entriegeln, muss der Kunde das Smartphone über das Aktivierungsfeld im Griff des Einkaufswagens halten. Die Technik basiert auf Near Field Communication. Datenschutzrechtliche Bedenken wurden geäußert, da das Unternehmen prinzipiell die Möglichkeit hat, persönliche Daten der Kunden zu sammeln und auszuwerten. Netto hat noch nicht auf diese Bedenken reagiert (Quelle: Heise).

Netto testet Entriegeln von Einkaufswagen per App - eine Kunden schiebt einen Einkaufswagen durch einen Supermarkt.
Netto testet Einkaufswagen, die keine Münze mehr brauchen.

Google: Chromebooks bekommen 10 Jahre Support

Google reagiert auf Kritik an seinen Chromebooks und kündigt an, den Support-Zeitraum auf zehn Jahre zu verlängern. Bisher hatten die Geräte einen schlechten Ruf wegen teurer Ersatzteile und kurzer Lebensdauer. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, Chromebooks mit mehr recycelten Materialien zu bauen und schnellere Reparaturverfahren einzuführen. Die Änderungen gelten ab dem kommenden Jahr. Alle seit 2021 veröffentlichten Chromebooks erhalten ab 2024 für zehn Jahre automatische Updates. Für ältere Modelle können Nutzer die Update-Zyklen auf zehn Jahre erweitern (Quelle: WinFuture).


Google integriert KI-gestützten Chatbot Bard in diverse Dienste

Google hat seinen KI-Chatbot Bard in diverse Dienste wie Gmail, Drive, Flights und YouTube integriert. Bard ermöglicht Benutzern, in natürlicher Sprache und in Echtzeit nach E-Mail-Inhalten zu suchen, Reisen zu planen oder nach YouTube-Videos zu suchen. Die technische Neuerung wird zurzeit nur auf Englisch angeboten und ist standardmäßig aktiviert, kann jedoch deaktiviert werden. Google betonte, dass die Daten aus den Interaktionen mit Bard nicht zur Personalisierung von Werbung genutzt werden und die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt (Quelle: Heise).


Google sucht Freiwillige für Google Maps

Google ruft die Öffentlichkeit zur verstärkten Mithilfe beim Ausbau von Google Maps auf. Im Rahmen des “Road Mapper”-Programms, das zur Erfassung von Straßen durch GPS-Daten und Satellitenbilder dient, werden nun mehr Freiwillige gesucht. Bisher hat das Programm 1,5 Millionen Straßenkilometer kartiert und damit rund 200 Millionen Menschen bei der Routenplanung geholfen. Die Öffnung des Programms könnte eine Reaktion auf die Gründung der Overture Maps Foundation sein, bei der Meta, Microsoft, Amazon und TomTom ihre Geodaten bündeln und Dritten zugänglich machen (Quelle: WinFuture).


DALL-E 3: OpenAI’s KI-Bildgenerierung erreicht neues Level

OpenAI führt mit DALL-E 3 eine verbesserte Version seines KI-gestützten Text-zu-Bild-Systems ein. Das System kann komplexe Anweisungen in Bildform umsetzen und Verbesserungen in der Generierung von Text innerhalb von Bildern sowie bei menschlichen Details bieten. Es ist in der Lage, jedem Befehl des Nutzers genau zu folgen und übersieht keine Eingaben. DALL-E 3 ist nativ auf ChatGPT aufgebaut und ermöglicht somit, Ideen automatisch in maßgeschneiderte, detaillierte Prompts zu verwandeln und diese “zum Leben zu erwecken” (Quelle: Caschy).


YouTube mit neuer Creator-App und KI-Technologien

YouTube erweitert sein Angebot im Kurzvideo-Bereich als Antwort auf TikToks Erfolg. Auf dem Made-on-Youtube-Event präsentierte das Unternehmen neue Bearbeitungswerkzeuge, darunter eine Creator-App zum einfacheren Erstellen und Bearbeiten von Clips direkt vom Smartphone aus. Die App, die sich derzeit in einer Android-Beta-Version befindet, bietet Zugriff auf Spezialeffekte, Musik und automatische Untertitel. Zudem sollen KI-Technologien, einschließlich einer “Dream Screen”-Funktion für KI-generierte Hintergründe, die Inhaltsqualität verbessern und die Erstellung synchronisierter Videos in verschiedenen Sprachen erleichtern (Quelle: WinFuture).

Net-News der Woche 37'2023 -
Schnelle Schnittstellen, heilsame KI-Projekte, VR fürs Militär, und was sonst noch wichtig war

KI-Textdetektoren versagen bei Echtheitsprüfung

ChatGPT-Entwickler OpenAI hat bestätigt, dass aktuelle KI-Textdetektoren zu unzuverlässig sind, um die Echtheit von Schüler- und Studentenarbeiten zu überprüfen. Obwohl einige Tools behaupten, KI-generierte Inhalte erkennen zu können, hat sich keines als zuverlässig erwiesen. Selbst kleine Änderungen am Text können die Erkennung umgehen. OpenAI stellte Anfang des Jahres ein eigenes Erkennungstool zur Verfügung, das jedoch wegen niedriger Trefferquote im Juli eingestellt wurde. ChatGPT selbst kann nicht zuverlässig feststellen, ob ein Text von einer KI erstellt wurde (Quelle: Golem).


Paige AI und Microsoft planen KI-Modell zur Krebserkennung

Paige AI und Microsoft streben die Entwicklung des weltweit umfangreichsten KI-Modells zur Krebserkennung an. Das Modell soll mit rund einer Milliarde Bilder trainieren und sowohl häufige als auch seltene Krebsarten identifizieren. Ziel des Projekts ist es, dem Personalmangel in der Pathologie und steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken. Paige AI, ursprünglich ein Spin-off des New Yorker Memorial Sloan Kettering Cancer Center, nutzt dafür seit anderthalb Jahren die Cloud-Speicher- und Supercomputing-Infrastruktur von Microsoft. Ein wissenschaftlicher Artikel zur Darstellung der Auswirkungen des Modells ist in Planung (Quelle: Heise).


Intel Thunderbolt 5: Schnellere und kompaktere Universalschnittstelle

Intel hat Details zu seiner neuen Thunderbolt 5 Schnittstelle veröffentlicht, die als bessere Alternative zu USB 4.0 fungieren soll. Die neue Schnittstelle kann Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Gbit/s übertragen und bietet eine Leistung von bis zu 240 Watt. Anders als bei USB 4.0 sind diese Funktionen bei Thunderbolt 5 nicht optional, sondern obligatorisch. Die neue Schnittstelle ist vor allem für Gamer und Kreative gedacht, die hohe Auflösungen und schnelle Bildwiederholraten benötigen. Die Markteinführung ist für 2024 geplant (Quelle: ComputerBase).


Adobes Bild-KI Firefly verlässt Beta-Phase

Adobe hat seine KI-gestützte Bildbearbeitungssoftware Firefly aus der Betaphase entlassen und sie ist nun kommerziell erhältlich. Die Software kann in mehr als 100 Sprachen arbeiten und generiert neue Bilder oder ändert existierende. Darüber hinaus ist Firefly in Adobes Creative Cloud, Express und Experience Cloud integriert. Adobe führt ein auf “Generative Credits” basierendes Bezahlmodell ein, bei dem Nutzer für die Nutzung Rechenleistung einkaufen. Alle mit Firefly generierten Inhalte erhalten ein Wasserzeichen, um Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen (Quelle: ComputerBase).


US-Armee ordert weitere AR-Kampfbrillen von Microsoft nach erfolgreichen Tests

Trotz früherer Probleme mit der Militär-Hololens “IVAS” hat die US-Armee nach erfolgreichen Tests eine weitere Bestellung für die Version 1.2 bei Microsoft aufgegeben. Eine nähere Angabe zur Bestellmenge oder zum Vertragsvolumen wurde nicht gemacht. Die neuen Vorserienmodelle sollen zwischen April und Juni 2025 intensiv getestet werden. Bei Erfolg könnten sie danach in den Einsatz gehen. Verbesserungen gegenüber dem Vorgängermodell umfassen eine höhere Zuverlässigkeit, verbesserte Sensorleistung bei schlechten Lichtverhältnissen und ein komfortableres Design (Quelle: Heise).