Meta: Oversight Board kritisiert halbherzige Kennzeichnung von Deepfakes

Deepfakes, das sind diese charmanten kleinen KI-Kreationen, die Politiker Dinge sagen lassen, die sie nie gesagt haben, und Promis in Pornos stecken, in denen sie nie mitgespielt haben. Das unabhängige Oversight Board, Metas selbsternannte Gewissensinstanz, hat nun klargestellt: Meta macht zu wenig, zu spät und vor allem zu halbherzig (Quelle: Engadget). Die Kritik ist scharf: Die aktuellen Richtlinien seien „unzureichend“, „unpräzise“ und würden „die Nutzer im Unklaren lassen“.

Besonders deutlich fällt die Forderung aus, Meta möge endlich klare Regeln für Deepfakes einführen – nicht nur für die offensichtlichen Fälschungen, sondern auch für die subtilen Manipulationen, die Wahlen beeinflussen oder Hass verbreiten können. Das Board schlägt vor, dass KI-generierte Inhalte klar gekennzeichnet werden müssen, ähnlich wie bei politischen Anzeigen. Doch Meta zögert. Polarisierende Inhalte sorgen für Klicks, Verweildauer, Reichweite – und damit für Werbeeinnahmen.

Hier wird es interessant: Das Oversight Board ist zwar offiziell unabhängig, aber am Ende des Tages zahlt Meta die Rechnungen. Es klingt danach, als hätte man einen Fuchs beauftragt, den Hühnerstall zu bewachen. Diesem Fuchs scheint allerdings wirklich etwas an den Hühnern zu liegen. Da ist es fast schade, dass er nicht all zu viel Biss hat.

Das Unternehmen investiert Milliarden in KI, wenn es jedoch darum geht, die negativen Folgen dieser Technologie einzudämmen, wird gespart. Vielleicht wäre es angebracht, darüber nachzudenken, ob Metas Geschäftsmodell nicht doch ein bisschen zu sehr auf „Move fast and break things“ setzt – besonders, wenn die „things“, die hier kaputtgehen, die Grundfesten unserer Gesellschaft sind.

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