Showdown um Chrome: Wer will Googles Milliarden-Browser?

Regulierer zwingen Google zum Handeln

Es ist der Paukenschlag in der Tech-Welt: Google könnte gezwungen werden, seinen weltbeherrschenden Chrome-Browser zu verkaufen. Der Druck kommt nicht von irgendwo – US-Kartellwächter wollen Googles Marktdominanz brechen und einen faireren Wettbewerb ermöglichen. Chrome, das Einfallstor für Werbeerlöse und Nutzerdaten, steht plötzlich zur Disposition.

Milliardenspiel: KI-Startups im Kaufrausch?

Als Erstes rief Perplexity, ein KI-Newcomer, nach dem dicken Deal. Ganze 34,5 Milliarden Dollar bot das Unternehmen angeblich für Chrome – ein Angebot, das in seiner Dreistigkeit fast schon absurd wirkt. Die Botschaft: Man wolle Chrome fortan als Open-Source-Projekt führen und Google vorerst als Standardsuchmaschine belassen. Wer aber auf die Milliardenklammer von Perplexity schaut, stellt schnell fest: Die Mittel fehlen, das Angebot inszeniert vor allem eines – Publicity für kleine KI-Hoffnungsträger.

Kostenlos für die Umwelt? Ecosias PR-Stunt unter der Lupe

Dann stellte sich Ecosia ins Rampenlicht – die Suchmaschine mit Öko-Anspruch will Chrome „verwalten“, aber nicht kaufen. Die Idee: Chrome wird in eine Stiftung ausgelagert, die Werbeeinnahmen weiter mit Google geteilt. Ein bisschen grün, ein bisschen Google, aber kein Cent Investitionsbereitschaft. Ökologische Glaubwürdigkeit? Eher ein geschicktes Narrativ, das PR-Zeitwerte generiert. Denn ohne Kontrolle über Infrastruktur und Kapital bleibt auch Ecosia langfristig abhängig von Googles Wohlwollen.

Viele Interessenten, wenig Substanz

Auch andere Akteure wie OpenAI, Yahoo und Investmentfirmen schielen auf Chrome – doch bislang fehlt es überall an klaren Konzepten, wie der technisch auf Google zugeschnittene Browser eigenständig laufen könnte. Was hilft ein Wechsel des Eigentümers, wenn weiterhin dieselben Daten- und Werbemodelle dominieren?

Wer kauft hier eigentlich wen?

Als kritischer Beobachter solltest du die Euphorie um mögliche Chrome-Nachfolger dämpfen. Die Personalspekulationen wirken wie ein Wettlauf der Storylines, nicht der Visionen. Ein nachhaltiger Kurswechsel? Fraglich. Das Zusammenspiel aus Infrastruktur, Datenströmen und Werbemacht lässt sich nicht zu Nulltarif umbauen. Die Vorschläge erinnern mehr an eine PR-Olympiade als an ein echtes Ringen um Innovation oder Datenschutz.

Sollte Chrome wirklich den Besitzer wechseln, beginnt ein riskantes Experiment: Mit offenem Ausgang für Nutzer, Wettbewerb – und das Versprechen, dass das Netz durch einen Eigentümerwechsel tatsächlich freier oder vielfältiger wird.

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