Alle Beiträge von Dirk Bongardt

Seit 1998 Journalist, habe ich alle bisherigen Phasen des digitalen Wandels in unserer Branche miterlebt. Von der Art, wie wir recherchieren, über unsere Möglichkeiten und Werkzeuge, Geschichten zu erzählen bis hin zu der Art, wie unsere Rezipienten unsere Inhalte aufnehmen, ist nichts davon unberührt geblieben. Als Dozent helfe ich angehenden Online-Redakteuren, das Wissen um diese Möglichkeiten und Fakten für ihre Arbeit zu nutzen.

Spotify-Hype um KI-Band “The Velvet Sundown”

Stell dir vor, du entdeckst eine neue Band auf Spotify, die in nur zwei Wochen über eine halbe Million monatliche Hörer gewinnt, zwei Alben veröffentlicht und mit einem dritten schon in den Startlöchern steht. Klingt nach dem Traum eines jeden Newcomers – doch bei The Velvet Sundown ist vieles anders. Hinter dem kometenhaften Aufstieg steckt vermutlich keine menschliche Band, sondern ein KI-generiertes Musikprojekt, das derzeit die Musikszene und Medien gleichermaßen beschäftigt.

Die Spurensuche nach echten Menschen bleibt erfolglos

Die Band tritt als klassische Vierer-Formation auf, mit Namen wie Gabe Farrow und Lennie West. Doch eine Recherche nach diesen Musikern führt ins Leere: Keine Social-Media-Profile, keine Auftritte, keine Interviews – nichts außer einer erst kürzlich angelegten Instagram-Seite, die mit offensichtlich KI-generierten Bildern gefüllt ist. Auch die Musik selbst trägt Spuren maschineller Herkunft: Die Songs wirken wie typische KI-Kompositionen, die Bandfotos zeigen die bekannten Unschärfen und Hyperrealismen aktueller Bildgeneratoren.

Streaming-Erfolg ohne echte Fans?

Der Erfolg von The Velvet Sundown wirft Fragen auf. Wie echt sind die Hörerzahlen? Medien und Experten spekulieren, dass ein Teil der Streams von Bots stammen könnte, was im Streaming-Business kein neues Phänomen ist. Dennoch: Mit den aktuellen Zahlen könnte die Band – oder besser gesagt ihre Macher – monatlich mehrere tausend Dollar allein über Spotify einnehmen.

Transparenzmangel und fehlende Kennzeichnung

Besonders kritisch ist die fehlende Transparenz: Spotify macht keine Angaben dazu, ob Songs KI-generiert sind, und eine Kennzeichnungspflicht existiert nicht. Während Konkurrent Deezer immerhin vage Hinweise gibt, bleibt auch dort unklar, wie viel Mensch und wie viel Maschine in der Musik steckt. Für dich als Hörer bedeutet das: Du weißt nicht, ob du gerade einen echten Künstler oder einen Algorithmus unterstützt.

Symptom einer Branche im Umbruch

Der Fall The Velvet Sundown ist kein Einzelfall, sondern ein Symptom für eine Musikindustrie im Wandel. Laut Deezer sind mittlerweile fast 20 Prozent der hochgeladenen Songs KI-basiert – Tendenz steigend. Die Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwimmen, Authentizität wird zur Mangelware. Für Musikliebhaber, aber auch für Künstler, stellt sich die Frage: Was ist noch echt? Und wie viel Wert hat Musik, wenn sie massenhaft von Algorithmen produziert wird?

Fazit: KI-Musik braucht klare Regeln

The Velvet Sundown zeigt, wie leicht KI die Mechanismen der Streaming-Plattformen ausnutzen kann – und wie dringend die Branche Transparenz und Kennzeichnungspflichten braucht. Sonst bleibt dir als Hörer nur die Unsicherheit, ob du gerade Teil eines musikalischen Experiments bist – oder doch nur einer cleveren KI-Kampagne auf den Leim gehst.

Wenn KI zum Guru wird – ChatGPT und der neue Aberglaube

Ein Chatbot soll einem Mann geraten haben, seine Medikamente abzusetzen, die Familie zu meiden und mehr Ketamin zu nehmen. So steht es in einem Bericht der New York Times. Name des Chatbots: ChatGPT. Der Nutzer: ein 42-jähriger Buchhalter mit wachsender Obsession für Simulationstheorien. Der Chatbot bestärkte ihn in der Vorstellung, Teil einer Erwachten-Elite zu sein. Später offenbarte der Bot: Alles war gelogen. Eine “Testantwort”. Der Nutzer war da bereits mittendrin – im Realitätsverlust. Steigt mit der Nutzung von ChatGPT das Risiko einer Psychose?

Die Geschichte klingt grotesk. Und sie wirft Fragen auf.

Zuerst: Was war das für eine ChatGPT-Version? War sie modifiziert? Im „Custom GPTs“-Ökosystem? Oder ein Jailbreak? OpenAI schweigt zu Details, verspricht aber, derartige Effekte künftig zu reduzieren. Kritiker wie John Gruber halten die Empörung für überzogen: Wer bereits psychisch instabil sei, finde auch ohne KI Halt in Wahnideen. Das Risiko einer Psychose erhöht ChatGPT seiner Ansicht nach nicht.

Aber ganz so einfach ist es nicht. Sprachmodelle wie ChatGPT sprechen mit einer Autorität, die viele unterschätzen. Ihre Sätze klingen plausibel, logisch und empathisch. Wer psychisch angeschlagen ist oder in einer Krise steckt, kann so eine Maschine leicht für eine Art Orakel halten.

Karikatur eines Nutzers, dessen Psychose von ChatGPT gespiegelt wird. Ein ernstes Risiko?
ChatGPT spiegelt die psychische Verfassung jedes Gesprächspartners.

Das eigentliche Problem liegt in der Wirkung: KI reagiert auf Eingaben. Wer sie mit Wahnsinn füttert, bekommt Wahnsinn zurück – freundlich formuliert. Der Bot lügt nicht aktiv, aber er „spielt“ mit. Und dieses Spiel hat Folgen.

Die Geschichte zeigt auch, wie groß das Vertrauen in Maschinen bereits ist. Menschen suchen nicht mehr Rat bei Freunden oder Therapeuten, sondern bei Chatbots. Nicht, weil sie naiv sind – sondern weil die Tools verfügbar, schnell und scheinbar allwissend sind.

Was fehlt, ist ein digitaler Realitätssinn. Nutzer brauchen klare Warnsysteme. Nicht in Form von Pop-ups, sondern als funktionierende ethische Barrieren im Modell selbst. OpenAI hat da noch Hausaufgaben.

Und Du? Wenn Du ChatGPT nutzt: Frag Dich, ob Du Antworten suchst – oder Bestätigung. KIs haben kein Gewissen. Sie kennen keine Verantwortung. Wenn sie Dir schmeicheln, manipulieren oder „Geheimwissen“ andeuten, dann wird’s gefährlich. Nicht für die KI. Für Dich.

Wikipedia stoppt KI-Zusammenfassungen nach Redaktions-Revolte

Wikipedia hat die Einführung von KI-generierten Artikelübersichten vorerst gestoppt, nachdem eine breite Ablehnung durch die ehrenamtlichen Editoren laut wurde. Die Wikimedia Foundation hatte im Juni 2025 einen zweitägigen Test gestartet, bei dem auf der mobilen Webseite KI-Zusammenfassungen oberhalb ausgewählter Artikel angezeigt wurden. Diese sollten den Lesern eine kurze, vereinfachte Übersicht bieten und waren mit einem deutlichen „Unverified“-Hinweis versehen.

Die Initiative entstand aus Diskussionen auf der Wikimedia-Konferenz 2024, mit dem Ziel, das Lernen auf Wikipedia zu fördern. Doch die Reaktionen der Community fielen überwiegend negativ aus. Viele Editoren bezeichneten die KI-Integration als „Yuck“ und „grässliche Idee“. Kritiker befürchten, dass KI-Text die Vertrauenswürdigkeit der Plattform untergräbt, da Wikipedia auf überprüfbaren, neutralen und von Menschen kontrollierten Inhalten basiert.

Ein zentraler Einwand ist, dass KI-generierte Inhalte nicht die Prinzipien von Wikipedia erfüllen, die auf Nachvollziehbarkeit und gemeinschaftlicher Bearbeitung beruhen. Die Redaktion sieht in der KI eine Gefahr für die Qualitätssicherung und für das Renommee der Enzyklopädie. Die Wikimedia Foundation will nun die Ergebnisse der Tests auswerten und mit der Community über mögliche weitere Schritte beraten. Bis dahin pausiert das Projekt.

Open-Source-Roboter HopeJr: Angriff auf die Robotik-Giganten

Das KI-Unternehmen Hugging Face präsentiert mit HopeJr einen humanoiden Open-Source-Roboter für 3000 US-Dollar. Der Roboter kann laufen und mit Gegenständen interagieren. Ziel ist es, Robotik für alle zugänglich zu machen und die Dominanz großer Konzerne mit proprietären Black-Box-Systemen zu durchbrechen. Die Baupläne und Software sind offen zugänglich, sodass jeder den Roboter selbst zusammenbauen und verstehen kann.

Ein Video auf X zeigt, wie HopeJr Bewegungen eines Menschen nachahmt. Die erfassten Bewegungsdaten dienen dem Training autonomer Fähigkeiten. Neben HopeJr kündigt Hugging Face mit Reachy Mini einen weiteren KI-Testroboter an. Bereits im April übernahm das Unternehmen das Start-up Pollen Robotics, bekannt durch den Roboter Reachy.

Für Bastler bietet Hugging Face zudem einen günstigen KI-Roboterarm an, entwickelt mit The Robot Studio. Die Auslieferung von HopeJr soll Ende des Jahres starten. Hugging Face positioniert sich damit als Vorreiter für offene, demokratisierte Robotik.

    Samsung plant Milliarden-Investition: Perplexity AI soll Google verdrängen

    Samsung will Perplexity AI als Standard-Assistenten auf Galaxy-Geräten etablieren und Milliarden investieren.

    Samsung steht kurz vor einem weitreichenden Deal mit dem US-KI-Startup Perplexity AI. Geplant ist, die Perplexity-App künftig auf Samsung-Smartphones vorzuinstallieren und tief in den Samsung-Browser sowie den Sprachassistenten Bixby zu integrieren. Besonders im Fokus steht die kommende Galaxy-S26-Serie, die 2026 erscheint: Hier könnte Perplexity erstmals als Standard-Assistent eingesetzt werden und so Googles Gemini-Assistenten in den Hintergrund drängen.

    Finanziell will Samsung eine führende Rolle in einer neuen Finanzierungsrunde übernehmen, bei der Perplexity rund 500 Millionen Dollar einsammeln und mit 14 Milliarden Dollar bewertet werden soll. Die Partnerschaft soll Samsung helfen, seine Abhängigkeit von Google zu reduzieren und die KI-Strategie flexibler aufzustellen – ähnlich wie Apple, das ebenfalls Interesse an Perplexity zeigt.

    Neben der Software-Integration diskutieren beide Unternehmen über ein KI-basiertes Betriebssystem und eine App, die verschiedene KI-Assistenten bündelt. Offiziell bestätigt ist der Deal noch nicht, die Ankündigung wird aber für dieses Jahr erwartet.

    Forensik: KI rekonstruiert Gesichter aus der DNA

    Blutspuren am Tatort, Hautreste eines Täters unter den Fingernägeln eines Opfers, im Wald verscharrte Überreste – per DNA-Probe ließ sich die Identität von Opfern oder Tätern bislang nur bestimmen, wenn die Forensiker eine Vergleichsprobe der in Frage kommenden Personen hatten. Mit einer noch in der Entwicklung befindlichen KI-Lösung könnte künftig ein Foto der Person genügen.
    Chinesische Forscher haben mit „Difface“ eine KI-Software entwickelt, die aus DNA-Proben das 3D-Gesicht einer Person rekonstruieren kann. Grundlage sind genetische Variationen (SNPs), die mit 3D-Scans von knapp 10.000 Probanden verknüpft wurden. Das System analysiert Zusammenhänge zwischen Genom und Gesichtsstruktur und erzeugt daraus eine Punktwolke, die das Gesicht abbildet. Die durchschnittliche Abweichung zum echten Gesicht beträgt nur 3,5 Millimeter, mit zusätzlichen Parametern wie Alter oder Geschlecht sinkt sie auf 2,9 Millimeter.

    Die Software kann sogar Altersstufen vorhersagen, allerdings sind nicht alle Gesichtsbereiche gleich exakt rekonstruierbar. Difface funktioniert bislang nur zuverlässig bei Han-Chinesen. Haupteinsatzgebiet sehen die Entwickler in der Forensik: Ermittler könnten Gesichter von Verdächtigen oder Opfern anhand von DNA-Spuren nachbilden. Auch Historiker und Mediziner könnten profitieren. Die Forscher warnen jedoch vor erheblichen Auswirkungen auf die Privatsphäre und fordern eine breite gesellschaftliche Debatte.

    Ein wichtiger Thriller: „Views“ von Marc-Uwe Kling

    In seinem Werk Views (bezahlter Link) verlässt Marc-Uwe Kling die humorvollen Gefilde der „Känguru-Chroniken“ und betritt das Terrain des politischen Thrillers.

    Inhalt

    Die 16-jährige Lena Palmer verschwindet spurlos. Drei Tage später taucht ein verstörendes Video auf, das ihre Vergewaltigung zeigt und sich rasend schnell in sozialen Netzwerken verbreitet. BKA-Kommissarin Yasira Saad übernimmt die Ermittlungen. Während sie versucht, Lena zu finden und die Täter zu identifizieren, eskaliert die Situation: Eine rechtsradikale Gruppierung namens „Aktiver Heimatschutz“ gewinnt an Zulauf, und gewalttätige Demonstrationen erschüttern deutsche Städte. Die Grenzen zwischen Realität und Inszenierung verschwimmen zunehmend.

    Gesellschaftliche Strömungen und technologische Entwicklungen

    Kling thematisiert die Macht sozialer Medien, die Verbreitung von Desinformation und die Rolle von Algorithmen bei der Meinungsbildung. Er zeigt, wie leicht sich die öffentliche Meinung manipulieren lässt und wie schnell sich Hass und Gewalt verbreiten können. Die Gefahr von KI-generierten Inhalten wird ebenfalls beleuchtet. Der Roman wirft Fragen zur Authentizität von Informationen und zur Fragilität demokratischer Strukturen auf.

    Warum Leser das Buch schätzen oder nicht

    Views bietet eine spannende Handlung mit unerwarteten Wendungen und einer starken Protagonistin. Klings Erzählstil bleibt flüssig und zugänglich, auch wenn ernste Themen im Mittelpunkt stehen. Wer sich für gesellschaftliche Entwicklungen und technologische Auswirkungen interessiert, wird das Buch als anregend empfinden. Ich empfand das Ende allerdings als zu abrupt und einige Figuren als zu flach gezeichnet.

    Fazit

    Mit Views (bezahlter Link) gelingt Marc-Uwe Kling ein fesselnder Thriller, der aktuelle gesellschaftliche und technologische Themen aufgreift. Trotz kleiner Schwächen bietet der Roman eine spannende und nachdenklich stimmende Lektüre. Ein Buch, das Leser zum Reflektieren anregt und die Gefahren unserer zunehmend digitalisierten – und mehr und mehr von KI gestalteten – Welt aufzeigt.

    Deepmind-Mitarbeiter rebellieren: Gewerkschaft gegen Militär-KI

    Rund 300 Beschäftigte des KI-Forschungsunternehmens Google Deepmind in London streben einen Beitritt zur Gewerkschaft Communication Workers Union (CWU) an. Auslöser ist die Entscheidung des Mutterkonzerns, KI-Technologien an Rüstungskonzerne zu verkaufen und Kooperationen mit der israelischen Regierung – etwa im Rahmen von Projekt Nimbus – zu pflegen. Besonders kritisch sehen die Mitarbeiter die Aufhebung eines früheren Google-Versprechens, keine KI für Waffen oder Überwachung zu entwickeln.

    Einige Angestellte befürchten, ihre Arbeit könne im Gaza-Konflikt militärisch eingesetzt werden. Fünf Mitarbeiter haben bereits aus Protest gekündigt. Ein im Mai eingereichter Beschwerdebrief an die Unternehmensleitung blieb unbeantwortet. Die CWU betont, dass es den Beschäftigten um ethische Grundsätze und nicht um finanzielle Forderungen geht. Sollte die Gewerkschaft offiziell anerkannt werden, sind Gespräche mit der Unternehmensführung oder sogar Arbeitskampfmaßnahmen möglich (Quelle: The Decoder).

    Augenblick & Ewigkeit (Übung Content-Strategie)

    Augenblick & Ewigkeit – Hochzeitsfotografie

    Eure Kundin ist Anna Lenhoff, eine Hochzeitsfotografin, die ihr Geschäft in den letzten Jahren stark ausgebaut hat. Sie hat sich auf Hochzeitsfotografie spezialisiert und bietet Paaren eine breite Palette an Dienstleistungen an, von der Vorbesprechung über die Hochzeitsfotografie bis hin zur Nachbearbeitung und Lieferung von qualitativ hochwertigen Fotos und Fotobüchern.

    Anna Lenhoff über ihre Dienstleistung

    Augenblick & Ewigkeit

    Herausforderungen:

    Anna Lenhoff ist ständig auf der Suche nach neuen Kunden, da sie wegen der Natur ihres Angebots keine Stammkunden generieren kann. 

    Sie hat auch das Gefühl, dass sie sich in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Markt behaupten muss, in dem viele andere Fotografen ähnliche Dienstleistungen anbieten.

    Da sie eine individuelle Dienstleistung erbringt, ist ihr Geschäft nur sehr begrenzt skalierbar. Sie stände Kooperationen mit anderen Fotografen aber positiv gegenüber.

    Aufgaben:

    1. Formuliert konkrete Ziele, die sich aus den Herausforderungen ergeben. Entscheidet, welche davon Ihr mit einer Content-Marketing-Strategie angehen wollt. Benennt, mit welchen Messgrößen Ihr das Erreichen dieser Ziele belegen wollt.
    1. Recherchiert das Marktpotential und definiert konkret die Zielgruppe, die Ihr ansprechen wollt. Entwerft dazu eine oder mehrere Personas. Stützt euch dabei auf Daten, die Ihr aus allgemein zugänglichen Quellen ermittelt habt.
    1. Wählt ein Modell zur strategischen Planung von Content-Marketing.
    1. Entwickelt Themen entlang des gewählten Modells, mit denen Ihr die unter 1. formulierten Ziele erreichen wollt. (Arbeitstitel und kurze Beschreibung genügen). Neben Owned Content solltet Ihr auch Paid-, Earned- und Shared-Content in eure Überlegungen einbeziehen.

    Möchtet Ihr mehr wissen? Dann nutzt den Chat, um von Anna weitere Informationen zu erhalten.

    TikTok erweitert Barrierefreiheit: ALT-Text jetzt für Fotos

    TikTok führt ALT-Text für Fotobeiträge ein und macht die Plattform damit deutlich zugänglicher für Nutzer mit Seh- und kognitiven Beeinträchtigungen. Ab sofort können Creator beim Hochladen oder nachträglich beschreibende Texte zu ihren Fotos hinzufügen. Diese werden von Screenreadern vorgelesen und ermöglichen so auch Menschen mit Einschränkungen, visuelle Inhalte besser zu erfassen.

    Mit dem Schritt schließt sich TikTok anderen sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook und X an, die bereits ALT-Text unterstützen. Die neue Funktion ergänzt bestehende Barrierefreiheits-Tools der App, darunter automatische Untertitel für Videos und individuell anpassbare Textgrößen.

    Experten bewerten das Update als wichtigen Meilenstein für Inklusion und Nutzerfreundlichkeit. Die Maßnahme dürfte nicht nur die Reichweite von Inhalten erhöhen, sondern auch das Engagement auf der Plattform steigern. TikTok setzt damit ein klares Zeichen für mehr digitale Teilhabe und könnte andere Anbieter zu ähnlichen Schritten motivieren (Quelle: TechCrunch).

    ChatGPT-Texte mit unsichtbarem Wasserzeichen markiert

    OpenAI versieht Texte der Modelle GPT-o3 und o4-mini mit kaum sichtbaren Unicode-Zeichen, wie der KI-Dienstleister Rumi entdeckte. Hauptsächlich wird das Zeichen „Narrow No-Break Space“ (U+202F) genutzt, das optisch einem normalen Leerzeichen ähnelt. Die Markierung soll offenbar helfen, KI-generierte Texte zu identifizieren – ohne Ankündigung durch OpenAI. Nutzer bemerken die Wasserzeichen im KI-Text nicht, sie lassen sich jedoch mit einfachen Texteditoren problemlos entfernen.

    KI-Text: Wasserzeichen lassen sich leicht entfernen

    Die Maßnahme befindet sich laut Rumi wohl in einer Testphase. Wird das Verfahren zu bekannt, könnte OpenAI es wieder abschalten. Ähnliche Experimente gab es zuvor bei KI-generierten Bildern und einem inzwischen eingestellten Textdetektor. Bei Konkurrenzmodellen von Google und Anthropic fanden sich keine derartigen Markierungen. Die Wirksamkeit der Wasserzeichen ist fraglich, da sie leicht entfernbar sind und nur funktionieren, solange sie unentdeckt bleiben (Quelle: Golem).

    Karikatur einer Frau und eines Mannes, die gemeinsam einen Text auf einem Blatt Papier betrachten. Wasserzeichen im KI-Text lassen sich leicht entfernen.

    Drahtzieher (Übung Content-Strategie)

    “Drahtzieher” – Hersteller und Online-Händler hochwertiger Gitarrensaiten

    Das Traditionsunternehmen Drahtzieher produziert und vertreibt hochwertige Gitarrensaiten für Konzert- und Elektrogitarren. Über einen eigenen Onlineshop und den Amazon Marketplace erzielt Drahtzieher 30 Prozent seines Absatzes im Endkundengeschäft. 60 Prozent des Absatzes entfallen auf Musikhäuser, die Drahtzieher-Saiten in ihrem Sortiment führen, die restlichen 10 Prozent gehen an Instrumentenbauer, die in Deutschland hochwertige Saiteninstrumente herstellen.

    Thomas Gärtner über sein Unternehmen

    Drahtzieher benötigt eine Content-Strategie

    Herausforderungen:

    Der Absatz in Musikhäusern mit eigenem Ladengeschäft ist seit einigen Jahren rückläufig. Gerade Verschleißartikel wie eben Gitarrensaiten bestellen viele Kunden inzwischen online. 

    Die Herstellung der Saiten in Deutschland ist kostspielig und macht eine Ausweitung des Absatzes über niedrige Preise unattraktiv, zumal die deutlich bekannteren Wettbewerber, etwa Augustine oder D’Addario, ihre Saiten in China produzieren lassen.

    Die Geschäftsleitung wünscht sich deshalb ein Content Marketing-Konzept, das sich gleichermaßen an Musikhäuser wie an Endkunden richtet. Neben eigenem (owned) Content soll das Content Marketing auch Strategien zu Shared Content und Earned Content entwickeln. Für den Einsatz von Paid Content steht aufgrund der aktuell schwierigen Erlössituation nur ein minimales Budget von 200 €/Monat zur Verfügung, das aktuell für Shopping-Anzeigen auf den Ergebnisseiten von Google ver(sch)wendet wird. 

    Aufgaben:

    1. Formuliert konkrete Ziele, die sich aus den Herausforderungen ergeben. Entscheidet, welche davon Ihr mit einer Content Marketing Strategie angehen wollt. Benennt, mit welchen Messgrößen Ihr das Erreichen dieser Ziele belegen wollt.

    2. Recherchiert Marktpotential und definiert konkret die Zielgruppe, die Ihr ansprechen wollt. Entwerft dazu eine oder mehrere Personas. Stützt euch dabei auf Daten, die Ihr aus allgemein zugänglichen Quellen ermittelt habt.

    3. Wählt ein Modell zur strategischen Planung von Content Marketing.

    4. Entwickelt Themen entlang des gewählten Modells, mit denen Ihr die unter 1. formulierten Ziele erreichen wollt. (Arbeitstitel und kurze Beschreibung genügen).

    Möchtet Ihr mehr wissen? Dann nutzt den Chat, um von Thomas weitere Informationen zu erhalten.